Essbarer Ohrenschmalz und Grusel-Apps – Ideen zu Halloween



Die Heimat von Halloween liegt zwar in Irland und den USA, doch immer mehr Menschen auf der ganzen Welt huldigen dem keltischen Totenfest und gehen am 31. Oktober verkleidet mit gespenstischen Kostümen auf die Straße. Auch wir gruseln uns gerne, weshalb wir uns auf die Suche nach schaurigen (und verrückten) Geschäftsideen begeben haben. 

Unsere Favoriten: schaurige und verrückte Geschäftsideen

Im Internet gibt es nichts, was es nicht gibt. Wer bei der nächsten Halloweenparty seine Mitmenschen mit seinem Anblick erschrecken möchte, sollte zu den farbigen Kontaktlinsen aus dem Onlineshop von Horrorklinik.de greifen. Diese verleihen ein übernatürliches Erscheinungsbild, das an Monster, Vampire und ähnliche Halloweenfiguren erinnert.

Neben dem gruseligen Auftreten der Gäste gehören auch authentische Naschereien zu einer guten Halloweenparty. Auf Monstersupplies.org findet man allerlei Kuriositäten, wie zum Beispiel Ohrenschmalzbonbons in Würfelform oder Süßigkeiten aus angeblich echten Gehirnstückchen.

Authentische Süßigkeiten für Halloween (Bild: monstersupplies.org)
Authentische Süßigkeiten für Halloween (Bild: monstersupplies.org)

Kurios ist auch das Angebot eines amerikanischen Geistlichen. Der erfahrene Exorzist bietet Teufelsaustreibungen weltweit per Online-Videokonferenz an. Der Kostenpunkt liegt bei 295 US-Dollar pro Sitzung.

Horror-Apps für den digitalen Halloween-Spaß

Natürlich gibt es auch Apps für Tablets und Smartphones mit echtem Gänsehautfaktor. So zum Beispiel die App Hooked. Darin werden Gruselgeschichten im Messenger-Stil erzählt. Der Clou: Ihr selbst könnt interagieren und eure ganz eigene Horror-Story schreiben.

Wirklich beklemmend und nur für Erwachsene geeignet ist die AR-App Night Terrors: Bloody Mary. Installiert und über die Kamera in eurem mobilen Endgerät sehr ihr Monster und andere virtuelle aber ganz schön echt anmutende Gruselgestalten, die ihr in eurer eigenen Wohnung wohl nicht vermutet hättet.

Für kollektives Gruseln lohnt sich ein Blick auf Horrofield. Im Mehrspieler-Game geht es ums nackte Überleben. Nur mit einer gemeinsamen Strategie entkommt ihr einem verrückten Axtschwinger in einer vermeintlich verlassenen Irrenanstalt.

Der Holiday Park lehrt das Fürchten und Eternime lässt Tote wiederauferstehen

Der Holiday Park in der Pfalz ist längst für seine Halloween Fright Nights bekannt. Dann nämlich verwandelt sich der Freizeitpark in einen Hexenkessel. Tagsüber wimmelt es vor Gespenstern und jeder Menge Kürbissen.

Nachts sind die Fright Zones wie der Freak Circus und die neue Death Cove Orte des spaßig-schaurigen Schreckens. Wann genau die Fright Nights in diesem Jahr starten, ist noch nicht bekannt. Schaut am besten regelmäßig auf der Website vorbei, um über die Termine auf dem Laufenden zu bleiben.

Spannend ist auch die Idee des Unternehmens Eternime. Es sammelt auf Wunsch alle digital verfügbaren Informationen zu einer Person und erstellt daraus einen virtuellen Avatar, mit dem man sich unterhalten kann und der so aussieht und spricht wie der Verstorbene.

eternime 1200
eterni.me lässt Verstorbene per Computeralgorithmus wieder auferstehen. (Foto: Eterni.me)

Ganz neu ist es sicherlich nicht, aber immer noch befremdlich, wenn man vom Angebot der Kontaktaufnahme zu Verstorbenen hört. Wer könnte sich denn vorstellen, wirklich mit den Toten zu sprechen? Sofort denkt man an eine Hellseherin mit Glaskugel in einem dunklen Hinterzimmer. Aber das Start-up aus den USA geht ziemlich pragmatisch an das Thema heran und ermöglicht das Gespräch mit Verstorbenen. Bei der Geschäftsidee von eterni.me – frei übersetzt „Mach mich unsterblich” – handelt es sich um eine Gründung aus der Eliteuniversität MIT. Hier wurde eine Technologie entwickelt, die aus sämtlichen Spuren eines Verstorbenen eine digitale Reinkarnation dieser Person erschafft.

Laut eigenen Angaben sei es aber nicht das Ziel, konkrete Trauerarbeit zu leisten, sondern das Andenken an eine Person für die Generationen danach aufrechtzuerhalten.

Geschäftsideen mit Alternativen zur klassischen Bestattung

Das Leben und die Persönlichkeit mancher Menschen war so außergewöhnlich, dass sich Hinterbliebene einen ebenbürtigen Abschied von jenen geliebten Personen wünschen. Allerdings lässt einem der Friedhofszwang in Deutschland nicht viel Spielraum, wenn es um alternative Bestattungen geht. Dennoch gibt es Optionen: im Ausland oder im Weltall.

Achtung, es wird ein wenig makaber:

Ein Freund erzählte mir, er möchte später eingeäschert werden. Und dann möchte er, dass seine Asche in die Patronen einer Schrotflinte abgefüllt wird und dass damit jemand Truthähne jagt, wissend, dass das Letzte was diese Truthähne sehen, seine sterblichen Überreste sind, die ihnen mit 300 Metern pro Sekunde um die Ohren fliegen.

So beschreibt der Gründer von My Holy Smoke den Ursprung seiner Geschäftsidee. Nun verkauft er Patronen, die nicht nur mit Schwarzpulver, sondern auch Asche gefüllt sind. Für 850 US-Dollar erhalten Trauernde 250 Patronen, gefüllt mit der Asche der Verstorbenen. Wen die Trauer übermannt, kann sich so Luft machen.

Ein anderes Geschäftsmodell nimmt das Thema Nachhaltigkeit „todernst”. Damit umweltbewusste Menschen auch nach ihrem Ableben ihre Überzeugung umgesetzt wissen, gibt es 100 %-kompostierbare Särge. Sie werden aus Wolle oder Seegras hergestellt und verzichten auf nicht kompostierbare Anteile aus Metall oder Kunststofffasern. Die Natural Burial Company sieht bei der Beerdigung keine Notwendigkeit, biologisch nicht abbaubare Materialien zu verbauen.

Getoppt wird das alles von der Möglichkeit, die eigenen sterblichen Überreste in den Weltraum zu schießen. Die amerikanische Geschäftsidee Celestis arbeitet mit kommerziellen Weltraumtransportunternehmen zusammen und schickt einen Teil des eingeäscherten Körpers wahlweise in den Erdorbit, zum Mond oder in das tiefe All.

celestis 1200
Goodbye: Celestis schickt die sterblichen Überreste auf die letzte Reise in den Weltraum. (Foto: Celestis.com)

Die Preise liegen zwischen 1.000 und 12.500 US-Dollar für ein Gramm von der Asche. Bisher hat Celestis 12 „Missionen” absolviert. Darunter war auch der Schauspieler James Doohan, bekannt für seine Rolle als „Scotty” in der Fernsehserie Star Trek.

Das digitale Erbe

Viele persönliche Verträge, wie mit Versicherungen oder Telefon- und Internetanbietern müssen nach dem Tod von den Hinterbliebenen gekündigt werden. Generell ist das kein Problem. Aber was ist mit den Accounts und Profilen, die man zu Lebzeiten im Internet erstellt hat – insbesondere jene, die mit konkreten Passwörtern geschützt sind?

Der Datenschutz macht es schwierig, den Zugang zu anderen Benutzerkonten zu erlangen. Eine Lösung hierfür bieten digitale Nachlassdienste wie Columba. Sie kümmern sich darum, dass Profile in sozialen Netzwerk gelöscht werden. Alternativ kann auch eine letzte Nachricht für die Nachwelt verfasst werden. Zudem sucht Columba nach Online-Verträgen und Guthaben bei Zahlungsdienstleistern und überträgt sie auf die Erben.

Ein Reinigungsservice für spezielle Fälle

In der Prime Time sorgen Leichen für Ekel, Schauer und hohe Einschaltquoten. Aber was passiert, wenn die eigenen vier Wände zum Tatort werden? Jeder Verstorbene hinterlässt Angehörige, die mit der Situation kämpfen. Wie überfordert diese sein können, erklärt Tatortreinigerin Rosalia Zelenka in einem Spiegel Interview so:

Ich habe schon erlebt, wie eine junge Frau Gehirnreste ihres Vaters in einen Topf packte und in den Kühlschrank stellte.

Rosalia Zelenka möchte aufklären, denn nicht nur beim direkten Kontakt besteht eine Gefahr durch infektiöses Material. Die meisten Reinigungsunternehmen verfügen nicht über das Fachwissen für eine sachgemäße Reinigung. Dadurch besteht das Risiko zur Ansteckungen. Ihre Erfahrungen beschreibt sie in dem Buch „Der Tod hat viele Gerüche”.

Inspiration für deine eigene Gründung

Über 500 weitere spannende Geschäftsideen findet ihr auf Für-Gründer.de. Jeden Montag lest ihr in unserem GründerDaily neue Beiträge zum Thema Geschäftsideen. Einmal im Monat halten wir euch außerdem in unserem Geschäftsideen-Newsletter auf dem Laufenden.

  • Tipp: Du möchtest dich selbstständig machen, bist aber noch auf der Suche nach der geeigneten Geschäftsidee? Dann wirf doch einen Blick in unsere Franchisebörse, in der bereits am Markt erprobte Geschäftskonzepte vorgestellt werden.