- Eine Website besteht aus verschiedenen Haupt- und Unterseiten.
- Bei der Struktur einer Website sind die Definition der Ziele und Zielgruppe entscheidend.
- Ein Fragenkatalog hilft bei der Planung der Inhaltsstruktur.
- Header, Navigation, Content und Footer sind die relevantesten Strukturelemente einer einzelnen Webseite.
- Technische Aspekte wie die unterschiedlichen Endgeräte der Besucher sollten bei der Strukturplanung berücksichtigt werden.
| 7 unverzichtbare Website-Elemente
Im Folgenden finden Sie die 7 wichtigsten Bestandteile einer Website.
- Homepage (Startseite)
- Leistungen bzw. Produkte
- „Über uns“-Seite (Unternehmensvorstellung, ggf. mit Teamvorstellung)
- Referenzen (Projekte, Beispiele, ggf. Kundenfeedback)
- Kontakt (ggf. mit Öffnungszeiten oder Anfahrt)
- Impressum (im Online-Shop außerdem Datenschutz, AGB)
- Aktuelles (z.B. Unternehmensnews, Unternehmensblog
Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei der Startseite: Besucher müssen innerhalb weniger Sekunden erkennen, welches Angebot die Website ihnen bietet.
Welche weiteren Seiten berücksichtigt werden sollten, hängt vom Unternehmen und dessen Situation ab:
- Werden gerade viele neue Stellen ausgeschrieben, ist eine Jobseite sinnvoll.
- Gibt es viele Produkte, werden diese auf Kategorieseiten gebündelt. Eine Unterteilung in Ober- und Unterkategorien kann die Seite übersichtlicher machen.

| Inhaltsstruktur planen
Zu Beginn der Website-Planung sollten die Ziele des Online-Auftritts sowie die Zielgruppe klar definiert werden. Die Ziele lassen sich in kleinere Unterziele gliedern und zeitlich priorisieren, um den Aufbau der Inhalte realistisch zu planen.
Je nach Branche und Angebot unterscheiden sich die Anforderungen an Struktur und Inhalte deutlich. Während bei einem Restaurant beispielsweise ein Reservierungsformular im Vordergrund steht, kann ein Blog oder Ratgeberbereich auch zu einem späteren Zeitpunkt ergänzt werden.
Sinnvolle Seitenplanung
Auf Basis von Ziel und Zielgruppe lässt sich die inhaltliche Struktur der Website entwickeln. Dabei hilft es, die geplanten Inhalte systematisch zu durchdenken und thematisch zu bündeln.
Folgende Fragen unterstützen bei der Planung der Inhaltsstruktur:
Auf Basis von Ziel und Zielgruppe lässt sich die inhaltliche Struktur der Website entwickeln. Dabei hilft es, die geplanten Inhalte systematisch zu durchdenken und thematisch zu bündeln.
Folgende Fragen unterstützen bei der Planung der Inhaltsstruktur:
- Welcher Inhalt soll gezeigt werden?
- Welche Punkte gehören inhaltlich zusammen?
- Welche Seiten sind gesetzlich vorgeschrieben? (Impressum)
- Welche Seiten sind branchenspezifisch wichtig? (Anfahrt, Öffnungszeiten, …)
- Welche Features werden benötigt? (Terminbuchung, Reservierung, Kundenbewertung, …)
- Wie viel des Inhaltes muss regelmäßig aktualisiert werden?
Es ist sinnvoll, die Antworten auf diese Fragen zu notieren. Das kann ungeordnet passieren und später beispielsweise in eine Baumstruktur sortiert werden. So entsteht die Struktur schrittweise und es wird schnell deutlich, welche Punkte zu umfangreich werden und besser aufgeteilt werden müssen oder welche Punkte zu wenig Inhalt bieten und wegfallen oder zusammengelegt werden.
Eine Kategorie mit vielen Produkten lässt sich häufig in Unterkategorien aufteilen. Gäbe es nach der Planung auf einer Seite nur ein Produkt, lohnt sich diese nicht. Aufgenommen, das Unternehmen bietet nur ein Produkt an. In diesem Fall bedarf es keiner Kategorieseite.
Inhalte langfristig planen und pflegen
Bei der Strukturplanung sollte auch der langfristige Pflegeaufwand berücksichtigt werden. Nicht jede Seite erfordert denselben Aktualisierungsrhythmus.
Evergreen Content, also Inhalte, die dauerhaft aktuell bleiben, müssen nur bei inhaltlichen Änderungen angepasst werden.
Seiten wie „Aktuelles“ oder Blogbereiche erfordern hingegen regelmäßige Pflege. Ist absehbar, dass dies zu Beginn nicht leistbar ist, sollten solche Seiten besser zu einem späteren Zeitpunkt ergänzt werden.
Rechtssicherheit & Barrierefreiheit mitdenken
Die Struktur einer Website sollte nicht nur logisch und übersichtlich sein, sondern auch rechtliche und technische Anforderungen erfüllen. Dazu zählen unter anderem die Barrierefreiheit sowie gesetzlich vorgeschriebene Seiten.
Eine barrierefreie Website ermöglicht es Menschen mit Einschränkungen – etwa Seh- oder motorischen Beeinträchtigungen – den problemlosen Zugang zur Website. Dies ist in vielen Fällen gesetzlich verpflichtend und wirkt sich zudem positiv auf Nutzerfreundlichkeit und Suchmaschinenoptimierung aus.
Auch Pflichtseiten wie das Impressum sollten von Beginn an in die Website-Struktur eingeplant werden, da sie für die meisten geschäftlichen Websites erforderlich und für Nutzer leicht auffindbar sein müssen.
| Grundstruktur einer Website
Die vier wesentlichen Bestandteile in der Homepage-Struktur sind
- Header,
- Navigation,
- Content
- und Footer.
Steht die inhaltliche Struktur fest, wird sie in diese Elemente überführt. Das erfolgt entweder durch eine Agentur, die mit der Website-Erstellung beauftragt wird, oder wird im Webbaukasten gestaltet.
Dabei gilt es das Ziel der Seite, die Conversion, im Blick zu behalten. Sollen die Kunden eine Reservierung, eine Terminanfrage oder einen Kauf durchführen, müssen sie immer wieder die Möglichkeit dazu bekommen. Hierfür werden Call-to-Action-Buttons genutzt, also Schaltflächen, auf denen beispielsweise „Jetzt kaufen“ oder „Tisch reservieren“ steht.
Bei der Gestaltung der Website müssen die Farben bzw. das Farbschema des Unternehmens entsprechend des Corporate Designs berücksichtigt werden. Dazu gehört auch die Wahl der passenden Schriftart und ggf. der richtigen Formen (z.B. abgerundete Ecken). Das fördert den Wiedererkennungseffekt.

- Titel der Seite (Firmenname, Slogan, ggf. erklärender Untertitel)
- Sprachwahl bei mehrsprachigen Websites
- Logo/Home-Button für eine leichtere Navigation
- Suchfunktion: erleichtert das Auffinden von Informationen
- Navigation: möglich, aber nicht Pflicht, kann sich auch seitlich im Content befinden
- Newsletter-Anmeldung
- Online-Shop: Warenkorb und Log-in für eine leichte Nutzung und Übersichtlichkeit
- Inhaltsstruktur gibt die Seitenhierarchie vor
- Übergeordnete Seiten kommen ins Menü
- Ziel: Orientierung für Nutzer und Suchmaschinen-Crawler
- Anzahl der Menüpunkte begrenzen für mehr Übersichtlichkeit
- Namen so wählen, dass der Inhalt deutlich wird (Bspw. Über uns vs. Behind the Scenes)
Neben der Startseite gibt es verschiedene Seitentypen. Nicht alle sind für jedes Unternehmen geeignet. Zu viele verschiedene Seitentypen irritieren den Leser und werden für betreuende Mitarbeiter schnell unübersichtlich.
Folgende Seitentypen gibt es:
- Kategorieseiten
- Oberkategorien
- Unterkategorien
- Informationsseiten
- Produktseiten
- Spezifische Landing Pages (z.B. für ein Gewinnspiel oder zu einem bestimmten Keyword)
- Blogartikel
- Bestellseiten
- Dankeseiten
Da nicht immer jede Seite im Menü aufgenommen werden kann, sind interne Verlinkungen zwischen den Seiten notwendig. Das erleichtert Benutzern ebenfalls das Bewegen auf der Seite.
Beim Inhalt ist es wichtig, einzigartige Texte zu liefern. Das ermöglicht auch, die eigenen Vorzüge und besonderen Angebote hervorzuheben.
Mit unterschiedlichen Elementen können Seiten optisch aufgelockert werden. Hier eigenen sich:
- Inhaltsverzeichnis, ggf. mit Sprungmarken zum jeweiligen Abschnitt
- Strukturierte Texte (Zwischenüberschriften, Aufzählungen,…)
- Call-to-Action-Elemente
- Fotos (Entscheidung: selbst erstellen, erstellen lassen, im Internet kaufen)
- Grafiken (Entscheidung: selbst erstellen, erstellen lassen, Vorlagen aus dem Internet nutzen)
- Videos (auch Einbindung von gängigen Video-Portalen)
- Designelemente wie farbige oder umrahmte Boxen
- Firmenname
- Copyright Informationen
- Links zu Impressum, Datenschutz, AGB, Kontakt, Social Media, Über Uns
- Bei Bedarf: zweite Navigation, um das Hauptmenü zu entlasten
| Technische Aspekte der Homepage-Struktur
Am Beginn steht die Entscheidung, ob mit einer Agentur oder einem Website-Baukasten gearbeitet wird. Die Agentur bietet den Vorteil, dass Gründer sich nicht mit technischen Aspekten befassen müssen und einen großen Teil der Arbeit abgeben können. Website-Baukästen sind dagegen für Unternehmen, die zunächst nur eine kleinere Seite benötigen, eine attraktive Option. Hier liegt dann der gesamte Arbeitsaufwand beim Gründer.
Bei der Wahl der Domain sollten die Nutzer im Zentrum stehen. Oftmals ist es sinnvoll, den Firmennamen zu wählen. Auch die Länderkennung, also .de oder .com (international), will gut überlegt sein. Plant ein Unternehmen eine Expansion in andere Länder, eröffnet .com mehr Möglichkeiten. Die einzelnen URLs sollten dem Nutzer bei der Orientierung auf der Seite helfen.
Da immer mehr Nutzer über mobile Geräte ins Internet gehen, ist eine Optimierung der Website für unterschiedliche Bildschirmgrößen wichtig. Die Homepage-Struktur kann entweder direkt darauf ausgerichtet oder für kleinere Devices angepasst werden.
Ein weiterer wichtiger technischer Aspekt der Website-Struktur ist die für viele Websites verpflichtende Barrierefreiheit, die durch klare Anforderungen gesetzlich verankert ist. Maßnahmen wie eine optimierte Menüführung, vollständige Tastaturnavigation und Kompatibilität mit Screenreadern sorgen dafür, dass die Website für alle Menschen zugänglich ist.
Als Gründer, Selbstständiger oder Unternehmer weißt du, wie wichtig passgenaue Inhalte sind. Hilf uns, diese auch in Zukunft zu liefern, indem du uns bewertest.