Private Equity: Venture Capital für Existenzgründer und Start-ups

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Unter Private Equity versteht man das private Beteiligungskapital. Zu Private Equity gehört das für Existenzgründer relevante Venture Capital. Sogenannte Venture Capital Gesellschaften investieren dabei vorwiegend in technologieorientierte und innovative Unternehmen, die sich in der Gründungs- und Wachstumsphase befinden. Investiert wird dabei meistens über einen Venture Capital Fonds. 

Alternativen zu klassischen VC-Gebern sind Inkubatoren oder Media for Equity Programme. Aber auch Crowd investing ist für Start-ups möglich.

Venture Capital als Teil des Private Equity

Das für Existenzgründer relevante Wagniskapital (englisch: Venture Capital) ist eine Unterform des Private Equity, bei dem sich eine Beteiligungsgesellschaft in Form eines Venture Capital Fonds an dem Unternehmen beteiligt. Wichtig ist für Existenzgründer zu wissen, dass Venture Capital Fonds in der Regel einen oder mehrere Branchen im Fokus haben und durch die Investition zum Miteigentümer werden, jedoch keine Mehrheitsbeteiligung anstreben.

1. Was ist Venture Capital?

Venture Capital Gesellschaften sind Unternehmen, die in junge Unternehmen meist über einen Venture Capital Fonds investieren. Dabei haben die Venture Capital Fonds oft eine oder mehrere Branchenschwerpunkte, auf die sie sich spezialisiert haben. Durch das Einbringen von Kapital wird der Venture Capital Investor dabei Mitgesellschafter mit allen dazugehörenden Rechten und Pflichten. Venture Capital Investoren erwerben aber nicht, wie oft vermutet wird, die Mehrheit an dem Unternehmen – Venture Capital Gesellschaften wollen ganz bewusst, dass die Existenzgründer die Mehrheit am Unternehmen halten. Neben dem Kapital bringen Venture Capital Gesellschaften meist auch fundierte Branchenkenntnisse sowie Management-Expertise in das investierte Unternehmen mit ein.

Der Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK) besteht aus rund 300 Mitglieder, wovon 200 Beteiligungsgesellschaften sind. Nicht alle dieser Beteiligungsgesellschaften sind im Venture Capital Bereich tätigt, trotzdem ist es nicht ganz einfach, eine "passende" Venture Capital Gesellschaft zu finden. Wir stellen Ihnen nachfolgend ein paar der Venture Capital Gesellschaften etwas näher vor:

2. Welche Start-ups sind für Venture Capital interessant?

Wagniskapital oder Venture Capital Investoren investieren ihr Geld vorwiegend in neue und vielversprechende Unternehmen, die zwar wenig Sicherheiten aber ein hohes Maß an Innovation und Potenzial bieten. Folgende Faktoren sind für Venture Capital Gesellschaften bei der Auswahl der Unternehmen wichtig:

  • Geschäftsidee: Neuartig & innovativ
  • Markt: Vielversprechend und wachsend
  • Kundennutzen: Klarer Nutzen und Vorteil für den Kunden (USP)
  • Team: Venture Capital Gesellschaften investieren in Leute, nicht in Unternehmen!

Die Mindestbeteiligung der Venture Capital Fonds liegt in der Regel bei ca. 50.000 Euro.

3. In welcher Phase investieren Venture Capital Fonds?

Venture Capital Gesellschaften unterscheiden sich nicht nur durch einen unterschiedlichen Branchenfokus, sondern auch durch unterschiedliche Investitionsphasen. Grundsätzlich investieren Venture Capital Gesellschaften in die folgenden 3 Phasen:

  • Vor-Gründungsphase (Seed)
    Mit Hilfe von Seed Capital wird die Phase der Ideenentwicklung, Forschung und Entwicklung sowie die Entwicklung von Prototypen finanziert. Ziel ist hierbei, das Konzept bis zur Marktreife zu bringen.
  • Gründungsfinanzierung (Start-up)
    Die Start-up Finanzierung beginnt, wenn die Produktentwicklung abgeschlossen ist und die Markteinführung finanziert werden muss. Bei der Startup-Finanzierung geht es somit um die Finanzierung einer Gesellschaft die bereits über ein Produkt/Dienstleistung verfügt, welches nun mit Hilfe von frischem Kapital nun produziert und vermarkten werden muss.
  • Erste Wachstumsphase (Expansion)
    Hat sich das Produkt erfolgreich auf dem Markt behauptet und sind die ersten Umsätze erzielt worden, so steht nun der Ausbau der Marktposition an. Um das zukünftige Wachstum finanzieren zu können, stehen spezialisierte, auf Expansion fokussierte Venture Capital Fonds zur Verfügung. Investiert wird vorwiegend in Produktionskapazitäten und den Vertrieb, um für das zukünftige Wachstum gerüstet zu sein.

 

Venture Capital Fonds investieren vorwiegend in die Startup und Wachstumsphase

4. Welche Venture Capital Investoren gibt es?

Für-Gründer.de unterscheidet zwischen folgenden unterschiedlichen Venture Capital Gesellschaften, die sich je  Branchenfokus, Branchen Know-How, Investitionssumme und mögliche Synergien wesentlich unterscheiden können:

  • Klassische Venture Capital Gesellschaften
    Die Mehrheit der Venture Capital Gesellschaften gehören zu den klassischen Venture Capital Gesellschaften, bei der die Gesellschaft als Fondsmanager / Vermögensverwalter tätig ist. Dabei legt die Venture Capital Gesellschaft einen VC Fonds mit einem speziellen Investitionsfokus (z.B. mit einem speziellen Branchenfokus und / oder Investitionsphase) auf. Ist der Fonds definiert, muss die Gesellschaft Investoren finden (Capital Raising). Mit dem eingesammelten Geld investiert die Gesellschaft dann in die Unternehmen, die in die Anlagestrategie passen.
    Wichtig für Gründer: Wenn Sie eine Venture Capital Gesellschaft als Investor gewinnen möchten, prüfen Sie vor Kontaktaufnahme, ob ihr Unternehmen dem Investitionsfokus entsprechen könnte. Die Mindestinvestitionssumme liegt meist über 50.000 Euro.
    Positiv: Da die Gesellschaften sich auf ein paar wenige Branchen fokussieren, bringen Sie meist auch Industrie Know-How in das Unternehmen ein. 
  • Venture Capital der Förderbanken
    Die meisten Förderbanken (insgesamt 16 Förderbanken) verfügen über eigene Beteiligungsgesellschaften, die sich an jungen Unternehmen beteiligen und somit die Existenzgründung fördern. Je nach Bundesland können spezielle, meist technologieorientierte Unternehmen, durch eine Venture Capital Gesellschaft finanziert werden.
    Wichtig für Gründer: Die Mindestbeteiligung bei den Beteiligungsgesellschaften der Förderbanken beginnt je nach Förderbank schon mit 20.000 Euro.
    Positiv: In der Regel haben die Beteiligungsgesellschaften keinen festen Investitionsfokus; d.h. grundsätzlich kommt jedes Geschäftsmodell in Frage. Da aber kein spezieller Branchenfokus besteht, bringen die Förderbank unter Umständen nicht genauso viel Branchen Know-How in das Unternehmen ein wie beispielsweise eine klassische Venture Capital Gesellschaft.
  • High-Tech Gründerfonds
    Eine besondere Form von Venture Capital ist der High-Tech Gründerfonds, der technologieorientierte Unternehmen mit Risikokapital fördert. Finanziert wird der High-Tech Gründerfonds von der KfW, BMWi sowie durch private Unternehmen wie Siemens oder Bosch und hat ein Volumen von gut 300 Mio. Euro (zur Zeit etwa 230 Beteiligungen). Der Fonds beteiligt sich im Regelfall mit 15 % und bis zu 500.000 Euro in der Seed-Phase.
    Positiv: Durch die Kombination von Förderbank und Privaten Investoren kombiniert der High-Tech Gründerfonds Kapitalstärke und Know-How. In einem ersten Schritt wird bis zu 500.000 Euro investiert, wobei 20 % vom Gründer finanziert werden müssen.
  • Corporate Venture Capital
    Corporate Venture Capital Gesellschaften sind Tochtergesellschaften von Großunternehmen, die für den Mutterkonzern strategische Investments tätigen. Dementsprechend sind die Zielunternehmen meist in verwandten Sektoren der Muttergesellschaft tätig. Im Gegensatz zu „normalen“ Venture Capital Gesellschaften sind die CVCs auf Wertsteigerung der eingesetzten Mittel, als auch auf den Mehrwert, der sich aus Synergien zwischen dem Mutterkonzern und dem finanzierten Partner-Unternehmen generieren lässt, aus. Gemäss BVK gab es 2005 14 Corporate Venture Capital Gesellschaften mit einem Beteiligungsvolumen von 900 Mio. Euro in 230 Portfoliounternehmen; ein prominentes Beispiel für ein CVC ist die BASF Venture Capital GmbH.
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5.) Zahlen und Fakten zu Venture Capital in Deutschland

Gemäss dem BVK (Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften) wurde im Jahr 2012 knapp 5,8 Mrd. Euro in Private Equity investiert. Hiervon entfielen 521 Mio. Euro auf Venture Capital, wobei:

  • 0,5 % in der Seed Phase investiert wurde (knapp 31 Mio. Euro); 141 Unternehmen wurden finanziert
  • 5 % in Start-up Finanzierung floss (etwa 301 Mio. Euro); 405 Start-ups
  • 3 % in Expansion investiert wurde (etwa 189 Mio. Euro); 202 Unternehmen wurden finanziert

Über 80 % der Investitionen flossen in die Branchen Industrieerzeugnisse und -dienstleistungen, Telekom, IT, Konsumgüter und Life Science. Die durchschnittliche Investition betrug dabei in der Seedphase 200.000 Euro, in der Start-up und Expansionsfinanzierung jeweils 740.000 bzw. 940.000 Euro.

VC: Phase

Mio. EUR

%

Unternehmen

%

Ø Mio. EUR

Seed

30,9

6%

141

19%

0,22

Startup

300,9

58%

405

54%

0,74

Later Stage

189,2

36%

202

27%

0,94

Insgesamt

521,0

748

0,69

 

VC: Ausgewählte Branchen

Mio. EUR

%

Unternehmen

%

Ø Mio.EUR

Industrieerzeugnisse

36,9

7%

80

11%

0,46

Industriedienstleistung

13,8

3%

66

18%

0,21

Telekom

142,4

27%

118

12%

1,20

IT

100,7

19%

141

17%

0,71

Konsumgüter

42,6

8%

60

6%

0,71

Life Science

106,6

21%

168

18%

0,63

Insgesamt

520,9

100%

748

100%

Davon High-Tech

171,2

33%

205

27%

0,83

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