Die besten Chancen haben Teams, die wir bereits kurz persönlich kennengelernt haben -z.B. auf einer Pitch-Veranstaltung. Die Erfahrung hat gezeigt, dass die Vision und Strategie, die e...
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Woher kommt die Bezeichnung Inkubator?
Der Begriff Inkubator stammt ursprünglich aus der Medizin und bedeutet Brutkasten für Frühgeborene. Und so versteht sich ein Inkubator auch im wirtschaftlichen Sinne. Die sogenannten Inkubatoren geben Starthilfe für junge Unternehmer, indem der Inkubator dem Existenzgründer Büro- und/ oder Service-Leistungen zur Verfügung stellt, bis dieser „auf den eigenen Beinen stehen" kann.
Die Idee des Inkubators in Bezug auf die Unterstützung junger Unternehmen bei der Existenzgründung ist bereits seit mehr als 30 Jahren in Deutschland etabliert, vor allem durch die sogenannten Gründerzentren oder Technologiezentren. Diese Vertreter der Inkubator-Zentren werden meist durch die öffentliche Hand unterstützt, arbeiten aber ebenfalls sehr eng mit Venture Capital-Gebern sowie mit Business Angels zusammen.
Neue Inkubatoren entstehen
Die Inkubator – Idee erlangte jedoch gerade in den letzten Jahren durch junge Venture Capital Unternehmen aus der Internetszene ein neues Format und bietet Start-ups neue Möglichkeiten. Bei den als Inkubator bezeichneten Venture Capital Unternehmen erhalten Existenzgründer neben der benötigten finanziellen Unterstützung auch ein operativ tätiges Expertenteam an ihre Seite gestellt. Damit gehen die Venture Capital Inkubatoren sicher, dass alle „offenen Flanken" gedeckt sind, um eine Geschäftsidee auch sicher zum Erfolg zu führen. Im Einzelnen können diese Leistungen durch den Inkubator u.a. umfassen:
- Erweiterung und Ergänzung des Gründerteams
- Mitarbeiter des Inkubators übernehmen Aufgaben im Start-up auf Interimsbasis
- Marktanalyse und Entwicklung des Unternehmenskonzepts
- Strategie- und Produktentwicklung
- Unterstützung bei Marketingstrategien
- Suche von Kooperationspartnern und weiteren Kapitalgebern
Mit dieser Full-Service-Lösung unterstützt der Inkubator nicht nur beratend, sondern auch operativ. Ein besonderes Merkmal dieser Inkubatoren ist, dass die Initiatoren der Inkubatoren in der Vergangenheit selbst Unternehmen gegründet und zum Erfolg gebracht haben. Somit investiert ein Inkubator in ihm sehr vertrauten Geschäftsfeldern und gibt damit nicht nur Wissen, sondern auch ein starkes Netzwerk an die Neugründer – in die der Inkubator investiert hat - weiter.
Nachfolgend stellen wir Ihnen einzelne Inkubatoren etwas näher vor:
Wann investiert ein Inkubator und in welcher Höhe?
Ein Inkubator investiert in der Regel schon sehr früh in der Entstehung eines Start-ups. Zunächst steht die Geschäftsidee im Fokus, die es dann zu entwickeln gilt. Man spricht dabei von der Seed-Phase, womit sich Inkubatoren früher als klassische Venture Capital Unternehmen und oft auch Business Angel beteiligen, die oft erst in der Start-up-Phase einsteigen.
Die Investitionshöhe liegt bei einem Inkubator in der Regel zwischen 100.000 € und 1 Mio. € in der ersten Finanzierungsrunde, ist aber von Inkubator zu Inkubator unterschiedlich. Natürlich ist der Geschäftsanteil, den ein Gründer an den Inkubator abtreten muss in der Regel höher als bei einer bloßen Venture Capital Beteiligung. Aber die Erfolgsaussichten sind durch die operative Unterstützung des Inkubators ebenfalls ungleich höher.
Die meisten Inkubatoren investieren nicht mehr nur ihr eigenes Kapital, sondern sammeln mittlerweile sehr erfolgreich Drittgelder ein. So beteiligen sich klassische Venture Capital Firmen sowie vermögende Familienunternehmen an den einschlägigen Internet Inkubatoren, als reine Geldgeber aber auch als Co-Investoren. Damit minimieren die klassischen Venture Capital Unternehmen ihr unternehmerisches Risiko erheblich.
Inkubatoren für Start-ups in Deutschland
Zu den sicherlich bekanntesten Inkubatoren zählt Rocket Internet aus Berlin, ein Inkubator der bekannten Samwer-Brüder. Aber auch der SpreadShirt Gründer Lukas Gadowski mit seinem Team Europe sowie mit Point Nine Capital ist gleich mit zwei verschiedenen Inkubatoren am Markt etabliert. Der Inkubator Team Europe bietet talentierten Gründern die Möglichkeit den Weg in die Selbstständigkeit auch ohne eigene Geschäftsidee. Und für die klassische Form der Beteiligung mit dem Full-Service-Infrastruktur-Ansatz steht der Inkubator Point Nine Capital.
Darüber hinaus ist FoundersLink ein bekannter Inkubator, betrieben von MyToys-Gründer Oliver Beste und Steganos-Gründer Fabian Hansmann. Auch der Xing Gründer Lars Hinrich ist mit seinem HackFwd als Inkubator aktiv. Weitere in Deutschland aktive Inkubatoren sind:
- Springstar mit Hauptsitz in Berlin, Project A aus Berlin, Hanse Ventures aus Hamburg, NABRU Ventures aus Mettingen (Osnabrück), YouIsNow aus Berlin, Rheingau Founders aus Berlin, 1stMover aus Düsseldorf sowie die betaFabrik aus Köln: wir stellen Ihnen die Inkubatoren in einer Übersicht vor.
- Inkubatoren an Hochschulen: In der Regel sollen dort sehr forschungsintensive Projekte für den Marktstart vorbereitet und begleitet werden. Im Unterschied zu anderen Inkubatoren sind häufig nur Studenten zugelassen. Ein Beispiel hierfür ist netSTART an der Universität Essen.
Den passenden Inkubator finden
Um den passenden Inkubator für Ihr Start-up zu finden sollten Sie sich folgende Aspekte bei den Inkubatoren genauer anschauen:
- In welche Branchen und Geschäftsmodell investiert der Inkubator?
- Wie hoch ist die Finanzierung durch den Inkubator in der ersten Runde?
- Mit welchen Leistungen unterstützt mich der Inkubator konkret?
- Welches Team steht hinter dem Inkubator und können Sie sich vorstellen eng mit den Personen zusammenzuarbeiten?
- Welche Unternehmen finden Sie im Portfolio - passt Ihr Start-up dazu?
Sprechen Sie auch ruhig mit Start-ups und Unternehmen, an denen der Inkubator bereits beteiligt gewesen ist über die Erfahrungen in der Zusammenarbeit. Denn neben den reinen formalen Konditionen entscheidet auch die persönliche Ebene über den Erfolg oder Misserfolg in der Kooperation mit dem Inkubator.
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