Die besten Chancen haben Teams, die wir bereits kurz persönlich kennengelernt haben -z.B. auf einer Pitch-Veranstaltung. Die Erfahrung hat gezeigt, dass die Vision und Strategie, die e...
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Finanzierung per Crowd funding
Crowd funding stellt eine interessante Alternativen zur Finanzierung von Projekten, Existenzgründungen und Unternehmen dar. Wir erklären wie Crowd funding funktioniert und stellen die Plattformen vor, auf denen Startups nach Kapital und Unterstützung suchen können.
Die Idee zu Crowd funding stammt ursprünglich aus den USA und wurde zunächst vor allem bei der Finanzierung von Musikproduktionen eingesetzt. Ins Deutsche übersetzt, bedeutet Crowd "Ansammlung" oder "Menschenmenge". Funding umfasst das Aufbringen von Mitteln bzw. die Finanzierung. Auf großen internationalen Crowd funding Plattformen wie kickstarter.com oder indiegogo werden so Projekte aus den Bereichen Design, Fashion, Kunst, Film & Video, Nahrungsmittel oder Spiele finanziert.
Beim Crowd funding werden Merkmale schon bestehender Finanzierungsmodelle miteinander kombiniert:
- Ähnlich wie bei der Mikrofinanzierung ermöglicht Crowd funding die Finanzierung von Ideen und Vorhaben, die nur ein geringes Finanzierungsvolumen brauchen und damit bei Banken in der Regel keine Chance hätten.
- Analog zu Onlinekreditbörsen oder Venture Capital Plattformen beteiligen sich an der Finanzierung eine größere Zahl von Personen. Dabei werden ebenfalls unterschiedlich hohe Beträge zur Verfügung gestellt.
Das Kernelement von Crowd funding besteht darin, dass Geld für ein Projekt oder Vorhaben über eine Vielzahl an Geldgebern eingesammelt wird. Die Geldgeber können sich dabei oft schon mit Kleinstbeträgen von 1 € beteiligen. Statt Zinsen oder Gewinnbeteiligungen gibt es als Gegenleistung für das eingesammelte Kapital in der Regel Sachleistungen oder immaterielle Leistungen - sogenannte "Dankeschöns". Dadurch besteht beim klassischen Crowd funding auch kein Beteiligungs- oder Schuldverhältnis zwischen Unternehmen und Geldgebern.
Crowd funding in Deutschland
Natürlich ist es auch möglich auf den großen internationalen Plattformen wie kickstarter.com oder indiegogo.com Projekte aus Deutschland zu starten. Seit Ende 2011 sind auch deutsche Plattformen am Start. Und wie der Crowd funding-Monitor von Für-Gründer.de zeigt, ist Crowd funding vor allem im Jahr 2012 deutlich gewachsen. So ergibt sich in Summe ein Finanzierungsvolumen von knapp 2 Mio. €, was einer Vervierfachung im Vergleich zu 2011 entspricht. Weitere Daten hält der Monitor parat.
Zu den deutschsprachigen Plattformen gehören:
- 100-days: eine Plattform aus der Schweiz
- betterplace.org: für Hilfs- und Spendenprojekte
- inkubato.com: für kreative, soziale, künstlerische, lokale und visionäre Projekte
- mySherpas.com hat im Jahresverlauf 2012 den Geschäftsbetrieb eingestellt
- pling.de: hier finden sich zahlreiche kreative Projekte in Kategorien wie Fotografie, Theater, Sport und Technologie
- repekt.net: Zeit, Geld oder Wissen, damit können auf dieser Plattform Projekte unterstützt werden
- SellaBand: hier können sich vor allem Musiker finanzieren
- startnext.de: zur Finanzierung von Künstlern und Kreativen
- visionbakery.de: eine Crowd funding Plattform mit Sitz in Leipzig
Aktuelle Entwicklungen
In regelmäßigen Berichten stellen wir auf Für-Gründer.de den Status-quo von Crowd funding und Crowd investing dar und sprechen mit Start-ups, die Crowd investing zur Finanzierung nutzen:
- Die Crowd investing-Plattform Bergfürst stellt sich vor
- 2012: 6 Mio. € von der Crowd
- Crowd funding-News Dezember 2012
- Crowd funding Update November: Projekte und Plattformen
- Crowd investing: beECO auf Innovestment
- BringMeBack mit Crowd investing auf Seedmatch
- Crowd investing auf Innovestment: leasinGo
- Crowd investing auf Seedmatch: Sugarshape
Wie funktioniert es?
Auf den Crowd funding Plattformen finden alle Neulinge umfangreiche Informationen zum Projektablauf. Details zu den einzelnen Plattformen finden Sie auch auf den Profilseiten hier auf dem Portal. Somit gehen wir an dieser Stelle nur auf wesentliche Punkte ein:
- Passende Plattform auswählen
Die Crowd funding Plattformen weisen teilweise unterschiedliche Schwerpunkte und Zielgruppen auf. Prüfen Sie die bestehenden Projektkategorien um herauszufinden, welche Plattform für Sie den meisten Sinn macht. Natürlich können Sie auch verschiedene Plattformen nutzen. - Projekt anmelden und einstellen
Zunächst müssen Sie sich auf der Plattform Ihrer Wahl registrieren. Nach den Formalien legen Sie Ihr Projekt an. Es ist wichtig, das Projekt möglichst anschaulich zu beschreiben - Fotos und Videos sind dabei gute Hilfsmittel. Geben Sie an, welche Summe Sie benötigen und wofür das Geld ausgegeben werden soll. Zudem legen Sie fest, welche Gegenleistung die Finanzierer für einen bestimmten Betrag als Dankeschön erhalten sollen. - Unterstützer gewinnen und Geld einsammeln
Die Projekte verbleiben einen bestimmten Zeitraum auf den Crowd funding Plattformen und können Geld erhalten. Angezeigt wird stets der aktuelle Finanzstatus und die Restlaufzeit. Sie sollten sich natürlich bemühen das Projekt über viele Kanäle wie Freunde, Bekannte, Facebook, Twitter etc. bekannt zu machen. Auf diese Weise sammeln Sie Schritt für Schritt Kapital für Ihr Projekt ein. - Erfolgreiche Finanzierung und Abwicklung
Zu den wesentlichen Spielregeln gehört, dass Gelder nur dann ausgezahlt werden, wenn die angestrebte Projektsumme erreicht worden ist. Die Unterstützer überweisen Ihre Beträge dann häufig über ein Bezahlsystem wie PayPal über die Plattform an das Projekt. Danach sollte das Projekt möglichst erfolgreich umgesetzt werden und die Erbringung der "Dankeschöns" erfolgen.
Kosten
Ein Projekt auf den Plattformen einzustellen und zu bewerben ist in der Regel kostenfrei. Kosten entstehen durch zwei Faktoren:
- Dankeschön für Unterstützer: dies können immaterielle Leistungen aber auch Sachleistungen sein. Dieser Aufwand sollte im Vorfeld auch kalkuliert werden.
- Provision: Bei der erfolgreichen Finanzierung werden zudem in der Regel Gebühren von teilweise bis zu 10 % für den Betreiber der Plattform fällig.
Für wen ist Crowd funding geeignet?
Das klassische Crowd funding spricht in erster Linie nicht typische Gründer oder Startups an. So sind die aktuellen Projekte auf deutschen aber auch internationalen Crowd funding Plattformen oftmals von einem sehr kreativen und oft künstlerischen Charakter geprägt, deren Absicht selten die Gewinnerzielung ist. Klar ist jedoch, dass über Crowd funding Projekte finanziert werden können, die sonst nur eine geringe Chance auf Finanzierung hätten. Ob allerdings Crowd funding generell für den klassischen Existenzgründer geeignet ist, hängt im Wesentlichen von den Betreibern der Plattformen und den Unterstützern ab. Ganz klar kann jedoch gesagt werden, dass Crowd funding einen Versuch wert ist – und so sollten Gründer auf den Plattformen vorbeischauen und überlegen, wo und wie sie ihr Projekt präsentieren.
Crowd funding versus Crowd investing
Anders als beim Crowd funding geht der Geldgeber beim Crowd investing ein Beteiligungsverhältnis mit dem kapitalsuchenden Start-up ein. Beim Crowd investing kann dem Start-up damit Eigenkapital durch eine größere Anzahl von Personen zur Verfügung gestellt werden. Die Beträge der einzelnen Personen können wie beim Crowd funding auch sehr klein sein, sodass es eine Vielzahl an Einzelinvestoren gibt. Beispiele für Crowd investing-Plattformen in Deutschland sind Seedmatch, Mashup Finance oder Innovestment. Erfahren Sie mehr über Crowd investing und weitere Plattformen.
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