SWOT Analyse: Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken

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Auf den Finanzteil folgt das letzte Kapitel im Businessplan – die SWOT Analyse. Grundlage für eine aussagekräftige SWOT Analyse ist eine selbstkritische Aufstellung der eigenen Stärken und Schwächen - die interne Analyse.

Den Stärken und Schwächen Ihres Unternehmens stellen Sie dann externe Faktoren wie z.B. Markteintrittsbarrieren, Trends etc. gegenüber. Die daraus resultierenden Chancen und Risiken bilden den zweiten Teil der damit fertiggestellten SWOT Analyse.

Das letzte Kapitel im Businessplan: die SWOT Analyse

Nachdem Sie Kapitel für Kapitel Ihres Businessplans durchgearbeitet haben ist, es nun an der Zeit, kurz innezuhalten. Fragen Sie sich selbstkritisch, wo neben den meist vielen Stärken Ihres Start-ups, die man im Businessplan aufgezeigt hat, auch Defizite zu finden sind. Damit verbunden resultiert auch die Frage nach den Chancen und insbesondere den Risiken für Ihre Gründung.

Um diese Fragen zu beantworten, sollten Sie nun das letzte Kapitel des Businessplans  - ausgenommen ist hiervon das Executive Summary, das zwar am Anfang des Businessplans steht, jedoch erst am Schluss geschrieben wird - in Angriff nehmen: Die SWOT Analyse.

Die SWOT Analyse gliedert sich in zwei Bereiche: die interne und die externe Analyse. Am besten gehen Sie bei der Erstellung der SWOT Analyse Schritt für Schritt vor, damit am Ende eine aussagekräftige SWOT Analyse steht, die glaubwürdig bspw. für Kapitalgeber ist.
 

Schritt für Schritt zur SWOT Analyse

Erster Schritt der SWOT Analyse: Stärken / Schwächen Profil

Die SWOT Analyse - Englisch für Strenghts, Weaknesses, Opportunities & Threaths - beginnen Sie sinnvollerweise mit den ersten zwei Buchstaben: S&W, den Stärken und Schwächen (auf Englisch: Strenghts & Weaknesses).

Dabei geht es um eine objektive Betrachtung der eigenen Stärken und Schwächen. Wo bestehen bei Ihrem Unternehmen Defizite, welches sind Ihre Stärken bzw. Kernkompetenzen?

Beispiele für Stärken (SWOT) eines Unternehmens

  • Innovatives Produkt, das bisher noch kein Wettbewerber anbietet
  • Qualifizierte Mitarbeiter
  • Exzellenter Standort mit zahlreicher Laufkundschaft
  • Niedrige Fixkosten

Beispiele für Schwächen (SWOT) eines Unternehmens

  • Geringe Kapitalausstattung
  • Abhängigkeit von Schlüsselpersonen
  • Abhängigkeit von einem Zulieferer
  • Kein eigener Vertrieb
  • Schlechte Position in der Wertschöpfungskette

SWOT Analyse erstellen mit dem kostenlosen Tool

Um Ihnen die Erarbeitung des Stärken/Schwächen Profils im Rahmen der SWOT zu erleichtern, haben wir ein einfach zu bedienendes Tool entwickelt, dass Sie hier kostenlos herunterladen können. Wie das Stärken und Schwächen Profil für die SWOT Analyse aussehen kann, sehen Sie in der nachfolgenden Grafik.

Das S&W der SWOT Analyse: Stärken und Schwächen bestimmen

Marktanalyse als wichtiger Bestandteil der SWOT Analyse

Beim zweiten Teil der SWOT Analyse geht es um die externen Faktoren. Diese haben Sie im Kapitel Markt und insbesondere beim Thema Wettbewerb bereits erarbeitet.

Schreiben Sie für Ihre SWOT Analyse die wichtigsten Merkmale Ihres Zielmarkts auf. Gehen Sie dabei am besten nach der Top-Down Variante vor:

  1. Die großen Trends: Beschreiben Sie zuerst die großen Trends, die Ihren Markt beeinflussen und/oder beeinflussen könnten z.B. Abschwung der Wirtschaft, Demographie, Wandel des Kundenverhaltens etc.
  2. Ihr Markt: Erwähnen Sie die wichtigsten Faktoren, die für Ihren Markt relevant sind z.B. geringe Markteintrittsbarrieren, Verhandlungsmacht der Kunden etc.
  3. Ihre Konkurrenten: Weitere wichtige Einflussfaktoren für das Gelingen Ihres Unternehmens sind Ihre Konkurrenten – wie sieht die Konkurrenzsituation aus z.B. starke Machtposition etc.

Das Ziel ist es, dass Sie in einem ersten Schritt möglichst viele Faktoren auflisten. In einem zweiten Schritt sollten Sie die max. 10-12 wichtigsten Faktoren aufschreiben, die für Ihr Geschäftsmodell und Ihre Gründung relevant sind. Wenn Sie alle Faktoren zusammengetragen haben, können Sie diese Faktoren, die ein wichtiger Bestandteil der SWOT Analyse sind, den Stärken und Schwächen gegenüberstellen.

Zweiter Teil der SWOT Analyse: Chancen & Risiken bestimmen

Mit dem Stärken/Schwächen Profil und den wichtigsten externen Faktoren haben Sie die zwei wesentlichen Elemente für die Chancen & Risiken der SWOT Analyse erarbeitet.

Die Chancen und Risiken identifizieren Sie dabei, in dem Sie die externen Faktoren den Stärken und Schwächen gegenüberstellen. Daraus ergeben sich dann die Chancen und Risiken für Ihr Unternehmen.

Beispiele für die Chancen (SWOT) eines Unternehmens sind

  • Gesellschaftliche Trends, die neue Absatzchancen für das Produkt eröffnen
  • Erschließung ausländischer Märkte
  • Übernahme eines Wettbewerbers
  • Umgestaltung des Umfelds - Erhöhung der Attraktivität und dadurch Zuzug zahlungskräftiger Kunden

Beispiele für die Risiken (SWOT) eines Unternehmens

  • Trends und Neuentwicklungen werden nicht rechtzeitig erkannt oder umgesetzt
  • Neue Vorschriften oder Regulierungen bspw. Rauchverbot für Kneipen
  • Verändertes Konsumverhalten: Leute kaufen zunehmend im Internet ein
  • Neue Wettbewerber - geringe Markteintrittsbarrieren

Wenn Sie neben den Stärken und Schwächen auch die Chancen und Risiken für Ihr Unternehmen herausgearbeitet haben, können Sie die finale SWOT Analyse erstellen.

Das O & T in der SWOT Analyse: Chancen & Risken

Das Ziel ist es…

…dass Sie in Ihrem Businessplan eine neutrale Einschätzung zu den Stärken und Schwächen, Chancen und Risiken Ihres Unternehmens aufzeigen. Eine aussagekräftige SWOT Analyse ist nicht nur für Sie selbst als Gründer wichtig. Auch Kapitalgeber interessieren sich für diesen Teil des Businessplans. Denn: Wo Chancen sind, gibt es auch Risiken!

Wichtig ist, dass Sie eine möglichst ehrliche SWOT Analyse erstellen - jedes Unternehmen offenbart Schwächen. Die Frage ist nur, ob man sich der Schwächen bewusst ist und wie man mit daraus resultierenden Risiken umgeht.

Mit der SWOT Analyse haben Sie das letzte Kapitel des Businessplans erstellt – Gratulation! Nun geht es darum, eine kurze, prägnante Zusammenfassung – das sogenannte Executive Summary – zu schreiben.

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