Die Unternehmensnachfolge richtig vorbereiten

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Die Unternehmensnachfolge stellt eine Form der Existenzgründung dar. Sie ist ein umfangreiches Unterfangen. Im Folgenden geben wir Ihnen einen Überblick über die wichtigen Punkte bei der Unternehmensnachfolge, damit Ihnen die Selbstständigkeit gelingt.

Für eine Unternehmensnachfolge können Sie als Existenzgründer auch in Firmenbörsen ein passendes Unternehmen finden. Wichtig ist aber generell, dass Sie sich vorab über die Schritte der Unternehmensnachfolge informieren.

Ein Unternehmen fortführen: die Unternehmensnachfolge

Die Unternehmensnachfolge ist eine Firmenübernahme, die oft über einen Firmenkauf erfolgt. Bei der Unternehmensnachfolge haben Sie die Möglichkeit ein bestehendes Unternehmen zu erwerben und fortzuführen. Dabei werden Sie als Investor und auch selbst als Geschäftsführer aktiv.

Voraussetzung für diesen Weg in die Selbstständigkeit ist jedoch oftmals ein hohes Startkapital. Doch auch kleinere Unternehmen eignen sich für eine Unternehmensnachfolge – wenn Sie beispielsweise bestehende Markenrechte und die Webseite des Unternehmens erwerben.

Hohe Zahl an Firmenübernahmen erwartet

Immer mehr Menschen planen die Unternehmensnachfolge. Das Institut für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn schätzt für den Zeitraum von 2014 bis 2018, dass für rund 135.000 Familienunternehmen (circa 4 % aller Familienunternehmen) die Unternehmensnachfolge relevant sein wird. Damit ergibt sich eine Zahl von 27.000 Unternehmensnachfolgen pro Jahr. Im Zeitraum zwischen 2010 und 2014 waren es insgesamt 110.000 Nachfolgen und 22.000 Familienunternehmen jährlich, die eine Unternehmensnachfolge fokussierten.

Circa 2 Millionen Beschäftigte werden in diesem Zeitraum insgesamt von einer Firmenübernahme betroffen sein. Zuvor waren es insgesamt 1,4 Mio. Mitarbeiter, die von einer Unternehmensnachfolge betroffen waren.

Insbesondere Unternehmen im Produzierenden Gewerbe und im Handel sind davon am stärksten betroffen. Insgesamt wird im Regelfall eine Unternehmensnachfolge einen Umsatz zwischen 500.000 und 1 Mio. Euro haben. Zudem wird erwartet, dass am häufigsten eine Unternehmensnachfolge in Nordrhein-Westfalen und am seltensten eine Unternehmensnachfolge in Bremen stattfindet. Zu 84 % steht eine Unternehmensnachfolge in Westdeutschland an.

Eine Vielzahl an Unternehmen, die auf der Suche nach einem Nachfolger sind, finden Sie auf der Deutschen Unternehmerbörse - kurz DUB:


Mögliche Hemmnisse bei der Entscheidung

Unternehmensnachfolge durchdenken: Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) gibt im "DIHK-Report zur Unternehmensnachfolge 2011" einen Denkanstoß bezüglich der Hemmnisse, die Einfluss auf die Zahl der Unternehmensnachfolgen in Deutschland haben können. Die Umfrage basiert auf mehr als 21.500 Kontakten von Experten aus den IHKs, Senior-Unternehmern und Existenzgründern, die Interessen an einer Unternehmensnachfolge haben. Der DIHK-Bericht informiert über die Einschätzung der IHK-Organisation zur Nachfolgesituation im deutschen Mittelstand. Grundlage für die Aussagen sind Erfahrungsberichte der IHK-Berater zur Unternehmensnachfolge der 80 IHKs sowie eine statistische Auswertung zur Unternehmensnachfolge.

  • 2010 beobachteten die IHKs Finanzierungsprobleme bezüglich der Unternehmensnachfolge bei 59 % der Gründungsinteressierten.
  • Aufgrund nur unzureichender Qualifizierung der potenziellen Unternehmensnachfolger finden mehr als 45 % der Jungunternehmer kein passendes Unternehmen und 37 % der Senior-Unternehmer keinen geeigneten Nachfolger.
  • Im Vergleich zu 2008 ist die Erbschaftssteuer mittlerweile ebenso zu einem größeren Hindernis geworden, denn damals ließen sich nur 16 % davon abhalten, die Unternehmensnachfolge zu planen, während es jetzt sogar 19 % sind.

Auch die Einschätzung der durchschnittlichen Dauer einer Unternehmensübergabe macht die unterschiedlichen Vorstellungen von Nachfolgern und Senior-Unternehmern deutlich. Denn 80 % der Senior-Unternehmer streben eine Übergabe innerhalb von drei Jahren an, wovon jeder Zweite eine Dauer von einem Jahr anpeilt und jeder Fünfte eine Übergabedauer von sogar nur einem halben Jahr wünscht. Experten berichten, dass eine gelungene Übergabe im Durchschnitt drei Jahre dauert. Wenn es um die unterschiedlichen Preisvorstellungen der Unternehmensnachfolge geht, wird deutlich, dass immerhin 41 % der Senior-Unternehmer mit zu hohen Vorstellungen des Unternehmenswertes in die Nachfolgeverhandlungen gehen.

Weiterhin ist es so, dass immer noch jeder zweite Senior-Unternehmer wünscht, dass ein Familienmitglied das Unternehmen übernimmt und somit nicht ausreichend über die Möglichkeit der Unternehmensübergabe an einen Mitarbeiter oder einen Existenzgründer nachdenkt.

Auch der fehlende „Notfallkoffer", der im Falle eines Unfalls oder Todesfalls Dokumente wie Vollmachten, Vertretungsplan und eine Dokumentenmappe mit Bankverbindungen, Passwörtern sowie ein Testament enthält, ist noch zu häufig Grund für die Schließung von Familienunternehmen statt dass eine Unternehmensnachfolge in die Wege geleitet wird.

Es wird deutlich, dass der Informationsbedarf zur Unternehmensnachfolge weiterhin gesteigert werden muss. Denn eine umfangreiche Erkundung des geplanten Vorhabens erleichtert Entscheidungen, eröffnet Möglichkeiten und rückt die Wichtigkeit einer guten Beratung zur Unternehmensnachfolge - beider Seiten - in den Vordergrund.

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Unternehmensnachfolge versus Neugründung

Selbstständig durch Unternehmensnachfolge: Ob Sie eine eigene Geschäftsidee umsetzen oder eine Firmenübernahme eines Unternehmens anstreben: Sie sind Existenzgründer! Jedoch ist es nicht zwangsläufig leichter ein Unternehmen zu übernehmen, als eines selbst neu zu gründen. Bei der Neugründung haben Sie im Gegensatz zur Firmenübernahme von Anfang an die Zügel selbst in der Hand. Bereits bei den ersten Schritten können Sie alles selbst entscheiden.

Bei der Unternehmensnachfolge, also bei der Fortführung eines bestehenden Unternehmens, bekommen Sie hingegen die Kunden- und Lieferantenbeziehungen, den Mitarbeiterstamm, die Marktstellung und den Ruf mit übergeben. Zudem muss sich der Unternehmensnachfolger bei der Firmenübernahme im etablierten Unternehmen erst einmal beweisen und das Vertrauen von Kunden, Lieferanten und Mitarbeitern gewinnen.

Zu den interessanten aber auch teilweise schwierigen Aspekten gehören bei der Unternehmensnachfolge im Vergleich zur Neugründung:

  • Was wollen Sie im Zuge der Unternehmensnachfolge ändern, weiter entwickeln oder komplett neu strukturieren?
  • Werden Sie alleiniger Unternehmensnachfolger oder nehmen Sie einen Partner dazu?
  • Soll es bei der Unternehmensnachfolge eine Zeit geben, in der Sie zusammen mit dem alten Inhaber das Unternehmen führen?
  • Soll das Erscheinungsbild des Unternehmens nach der Firmenübernahme so traditionell bleiben oder modernisiert werden?
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Was Sie bei der Unternehmensnachfolge beachten sollten

Auch bei der Unternehmensnachfolge muss ein Businessplan geschrieben werden. Stellen Sie sich die Frage, warum der Unternehmer einen Nachfolger sucht, denn bisheriger Erfolg ist keine Garantie für den Erfolg von morgen. Wir haben Ihnen nachfolgend wichtige Punkte für die Planung der Firmenübernahme bzw. Unternehmensnachfolge zusammengestellt.

  • Schreiben Sie den Business- beziehungsweise Fortführungsplan
  • Finanzierung der Unternehmensnachfolge
  • Die wichtigen Schritte bei der Unternehmensnachfolge: hierzu gehören Varianten der Nachfolgeregelung, die detaillierte Prüfung (Due Dilligence), die Ermittlung des Kaufpreises und der Kaufvertrag
  • Firmenbörsen für die Suche nach dem geeigneten Unternehmen für die Unternehmensnachfolge

Unterstützung durch einen Unternehmensberater, einen Anwalt oder einen Steuerberater bei der Unternehmensnachfolge finden Sie in unserer Dienstleister- und Beraterbörse.

Und zum Schluss: Sorgen Sie für den Notfall vor

Auch wenn Sie die Firmenübernahme bzw. Unternehmensnachfolge planen, erfolgen 25 % aller Unternehmensnachfolgen unvorhergesehen. Also sorgen Sie bereits jetzt schon für die Unternehmensnachfolge vor und geben Sie Antworten auf Fragen wie:

  • Wer kann im Notfall das Unternehmen für Sie weiter führen?
  • Welche Vollmachten müssen für die Unternehmensnachfolge ausgestellt werden?
  • Was sollte im Testament bezüglich der Unternehmensnachfolge enthalten sein?
  • Wo wollen Sie wichtige Dokumente wie Verträge, Testament, Vollmachten, Passwörter, Adressen, Schlüssel aufbewahren?

Bei einem Anwalt oder Steuerberater sind wichtige Unterlagen und Schlüssel gut aufgehoben. Weiterhin sollten Sie dort eine Checkliste mit den nächsten Schritten für Ihren Nachfolger im Falle einer Unternehmensnachfolge hinterlassen. Diese Checkliste der Unternehmensnachfolge sollten Sie jedes Jahr auf ihre Aktualität prüfen und gegebenenfalls korrigieren.

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