Zielsicher zur perfekten Domain

Die Wunschdomain ist frei.

Bei über 360 Millionen vergebenen Domains – fast wie ein Sechser im Lotto. Jetzt schnell auf "Domain kaufen" klicken – oder?

Für-Gründer.de erklärt, was primär für Selbstständige beim Domain-Kauf wichtig ist und wie die schlimmsten Fehler bei der Wahl des Domainnamens vermieden werden können.

1. Was ist eine Domain?

Schema: URL-Aufbau

Häufig wird der Begriff Domain (bzw. Domainname) mit dem Namen einer Website oder dem Website-Hosting verwechselt. 

Um besser zu verstehen, was eine Domain ist, kann eine einfache Metapher helfen: Die Website ist das Haus. Hier gibt es viele Inhalte (Möbel) zu entdecken. Die Domain ist die Adresse des Hauses. Ohne den Namen der Domain ist die Webseite (das Haus) unauffindbar.

Jeder Gründer, der eine Website erstellen möchte, braucht eine Domain. Mit dem Namen der Domain kann ein Nutzer die Homepage über die Google-Suche oder die Adressleiste seines Browsers ansteuern.

2. Was kostet eine Domain?

Die Preise für Domains werden von 3 Faktoren beeinflusst:

Es gibt seriöse Anbieter, die den Kauf des Domainnamens und das Webhosting bündeln – wie etwa IONOS. Hier fangen die Preise ab 1 Euro pro Jahr an.

Prinzipiell gilt: Die Domain-Endungen .com oder .de sind die teuersten.

Es gibt Privatpersonen und Unternehmen, die begehrte Domains aufkaufen, um sie dann teuer zu verkaufen. Die Kosten für eine solche Domain variieren sehr stark. Der Domainname cars.com wurde beispielsweise für 872 Millionen US-Dollar verkauft.

Domain kaufen für immer - geht das?

In der Regel gehört ein Domainname so lange einer Person, bis er die (monatlichen / jährlichen) Vertragsgebühren nicht mehr zahlt oder den Vertrag freiwillig beendet. Eine Domain kann nicht dauerhaft gekauft werden.

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3. Domain kaufen: In 5 Schritten zur Wunschdomain

Die Wunschdomain ist gefunden. Jetzt muss sie nur noch registriert werden. Der Kauf einer Domain ist einfach.

Schritt 1: Domain Registrar finden

Wer in Deutschland eine Domain registrieren möchte, muss zunächst einen geeigneten Registrar finden. Möglich ist das beispielsweise über IONOS.

Schritt 2: Domain-Check durchführen

Einen Domain-Check kann jeder kostenlos bei verschiedenen Anbietern durchführen. Checkdomain und IONOS sind in Deutschland die größten Plattformen dafür. Bei IONOS lässt sich praktischerweise auch gleich eine Website mittels Homepage-Baukasten aufsetzen.

Schritt 3: Wunschdomain auswählen

Bei der Suche nach der optimalen Domain, sollte genügend Zeit eingeplant werden. Denn nicht immer ist die Wunschdomain frei.

  • Nicht aufgeben: Mehrere Alternativen ausprobieren. Kreativ sein bei der Suche.
  • Andere Endung: Es muss nicht immer .de oder .com sein. Auch .net oder .org versuchen.
  • Besitzer kontaktieren: Ist die Domain vergeben, möchte der Besitzer sie eventuell verkaufen. Identifizieren lässt sich ein Besitzer über eine WHOIS-Abfrage bei DENIC.
Schritt 4: Domainname registrieren

Der passende Domainname samt Top Level Domain ist gefunden. Nun heißt es: Domain registrieren. Nach Eingabe der persönlichen Informationen werden i. d. R auch die Laufzeitkosten für die Domain angezeigt.

Schritt 5: Bestätigung überprüfen

Wenn alles geklappt hat, sollte eine Bestätigungs-E-Mail im Postfach liegen. Mit dieser lässt sich schließlich verifizieren, ob der Kauf der Domain erfolgreich war. Es kann dann noch einige Tage dauern, bis diese auch beim Registrar aufgelistet wird.

4. Was ist ein guter Name für eine Domain?

Selbstständige, die eine gute Domain für ihr Business kaufen wollen, denken oft kompliziert.

Die eigene Firma ist immer etwas Besonderes. Gründer sind daher versucht, einen ausgefallenen Namen für ihre Domain zu wählen.

Das ist nicht immer klug.

Und wie war das nochmal mit dem Domainnamen und SEO? Helfen relevante Keywords in der Domain, um bessere Google-Platzierungen zu erhalten?

Die Wahrheit ist: Es gibt keinen Trick, der eine Domain an die Spitze der Google-Suchergebnisse katapultiert.

Es gibt aber einige „Best Practices“ für Domänen, die sich im Laufe der Zeit bewährt haben.

Kriterien für einen guten Domainnamen:

  • Kurz ist besser als lang
  • Thematisch passend zu Inhalten der Website
  • Einfache Wörter
  • Markentauglichkeit
  • Gute Lesbarkeit
  • Nicht mehr als 1 Bindestrich

Telefontest durchführen

Ein guter Tipp für einen optimalen Domainnamen ist der „Telefon-Test“.

Wenn man den Namen einer bestimmten Domain auch dann verstehen kann, wenn er flüchtig in einem Telefongespräch erwähnt wird, dann ist er gut.

„Telefon-Test“ bestanden?

Dann direkt Wunschdomain checken und sichern.

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Ist die Domain markentauglich?

Für Gründer ist der Punkt „Markentauglichkeit“ essenziell.

Was mit markentauglicher Domainname gemeint ist? Nehmen wir an, das Unternehmen vertreibt Hundenahrung. Ein Domainname wie Happydog.de wird sich stärker ins Kundengedächtnis einprägen als eine generische Domain wie Hunde-Futter.de.

Podcast-Folge: Markennamen finden

Im Passion4Business Podcast ist das Thema Markennamen ausführlich behandelt worden.

Tipps von Google zum Domainnamen

Google selbst gibt Tipps für die Erstellung eines effektiven Domainnamens.

Ortsnamen-Domains

Es kann laut Google helfen, wenn man den für die Zielgruppe relevanten Ort in den Namen der Domain einbaut (Beispiel: www.Reitschule-Berlin.de). Nutzer, die lokal suchen, sehen dann sofort, ob die Website für ihre Bedürfnisse geeignet ist. Dieser Service am Leser kann wiederum von Google durch eine höhere Positionierung belohnt werden.

Keyword-Domains

Auch das Thema Keywords im Domainnamen wird von Google aufgegriffen. Domainnamen, die relevante Keywords enthalten, können hilfreich sein. Leser erkennen schneller, ob eine bestimmte Homepage für sie interessant ist. Eine Domain mit vielen relevanten Keywords im Namen rankt aber nicht automatisch gut.

5. Welche Domain-Endungen gibt es (Top Level Domain)?

Top Level Domain (TLD) ist keine Qualitätszuschreibung für eine Domain. Also nicht im Sinne von „Hey, diese Domain ist top!“.

Eine Top Level Domain ist das, was am Ende einer Internetadresse steht. Viele sagen deswegen auch Domain-Endung dazu.

Beispiele für bekannte Top Level Domains:

  • .com: Die Abkürzung steht für "commercial" und war die erste TLD, die für die geschäftliche und kommerzielle Nutzung eingeführt wurde.
  • .net: Die Abkürzung steht für "Netzwerk" und wurde für Technologieunternehmen geschaffen, ist aber inzwischen eine weitere gängige Option für Inhaber von Unternehmenswebsites aller Art.
  • .edu: Die Abkürzung steht für "education" und wurde für Universitäten, Hochschulen und andere Bildungseinrichtungen geschaffen. Heute wird sie hauptsächlich mit US-Schulen in Verbindung gebracht.
  • .org: Diese Abkürzung für "Organisation" wurde für gemeinnützige Organisationen entwickelt, wird heute aber auch bei Schulen, Gemeinden und gewinnorientierten Unternehmen verwendet.
  • .gov: Die Abkürzung steht für "Regierung" und wurde ausschließlich für die Verwendung durch US-Regierungsbehörden geschaffen.
  • .mil: Die Abkürzung steht für "military" (Militär). Diese TLD wurde ausschließlich für die Nutzung durch das US-Militär entwickelt.

Laut Statista ist .com die beliebteste TLD der Welt. Es gibt aber noch viele weitere.

Häufigkeiten der Domain-Endungen: Balkengrafik

Liste der 5 beliebtesten Top Level Domains (2021):

  • .com
  • .ru
  • .org
  • .net
  • .ir

Viele verbreitete TLDs sind Abkürzungen bestimmter Länder. Diese nennt man ccTLDs (country code Top Level Domains). Die TLD mit dem Ländercode für Deutschland lautet .de.

Top Level Domains, die nicht länderspezifisch sind, nennt man gTLDs (generic Top Level Domains). Dazu gehören auch die oben erwähnten .com, .edu, .gov, .mil, .org und .net.

Ab 2008 entstanden neue „generic“ Top Level Domains wie etwa .biz, .akademie oder .shop.

Seitdem haben mehr Websitebetreiber Zugang zu attraktiven Domainnamen. Selbstständige können mit einer passenden TLD Kunden besser anzeigen, was sie erwartet.

Aber welche Top Level Domain ist die beste? Darüber gibt es verschiedene Meinungen. Klar scheint, dass eine bestimmte TLD keinen direkten Einfluss auf SEO hat. Dies bestätigt John Mueller, Webmaster Trend Analyst bei Google:

„Insgesamt behandeln unsere Systeme neue gTLDs wie andere gTLDs (z.B. .com & .org). Keywords in einer TLD bringen keinen Vorteil oder Nachteil bei der Suche.“

Zusammenfassend lässt sich sagen: Bestimmte TLDs können einen Einfluss auf das Klickverhalten einer Zielgruppe haben. Eine .de-Webadresse wird von deutschen Usern in der Regel häufiger geklickt als eine Domain mit der Endung .ru (Russland). Dies wird wahrscheinlich dazu führen, dass die russische Domain in den Google-Suchergebnissen aus Deutschland nach unten rutschen wird.

6. Domain kaufen: Die 5 häufigsten Fehler

Gute Domainnamen sind oft vergeben. Umso schöner ist es, wenn die Wunschdomain frei ist. Manchmal kann sich eine freie Domain aber auch als „faules Ei“ herausstellen. Gründer sollten daher einige Punkte beachten, die sich bei der Registrierung einer Domain häufig als Problem herausgestellt haben:

  1. Besitzverhältnisse nicht geprüft
  2. Nicht in Inhaltshistorie geschaut
  3. Alte Links nicht gecheckt
  4. Verletzung von Copyrights
  5. Social Media ignoriert

Fehler #1 – Besitzverhältnisse nicht geprüft

Auch freie Domains können Vorbesitzer haben. Und wie beim Autokauf können viele Vorbesitzer ein Hinweis darauf sein, dass etwas nicht in Ordnung ist.

Über eine sogenannte WHOIS-Abfrage lassen sich eventuelle Vorbesitzer einer Domain einsehen.

Fehler #2 – Nicht in Inhaltshistorie geschaut

Es kann gut sein, dass alte Inhalte von Domains von anderen Seiten oder Publikationen verlinkt werden. Das kann zu Verwirrungen bei Kunden führen, wenn sich die neue Website thematisch stark vom alten Projekt unterscheidet.

Problematisch kann auch das Thema Urheberrecht sein. Wenn die alte Domain mit Inhalten zitiert wird, die sie eigentlich gar nicht benutzen durfte, kann es Ärger für den neuen Besitzer geben.

Fehler #3 – Alte Links nicht gecheckt

Es könnte sein, dass der Vorbesitzer einer Domain Backlink-Kauf betrieben hat, um sich einen Vorteil in den Suchergebnissen zu verschaffen. Dies verstößt gegen Google-Regeln.

Die Domain könnte deshalb mit einer Strafe belegt worden sein. Diese Strafe wechselt unter Umständen auch zum neuen Besitzer über, der sich dann über schlechte Rankings wundert.

Fehler #4 – Verletzung von Copyrights

Es gibt geschützte Marken, die ihren Brandnamen nicht als Domain gesichert haben. Wer eine solche „freie“ Domain erwirbt, kann Probleme mit dem Markenbesitzer bekommen.

Fehler #5 – Social Media ignoriert

Bei der Suche nach dem idealen Domainnamen sollten die sozialen Medien immer mitberücksichtigt werden.

Beispiel: Nach vielen Jahren harter Arbeit ist Scharfemesser.de ein bekannter Player und Kundenliebling. Auf Instagram ist der Name aber bereits vergeben. Nun ist nur noch @messer_scharf frei.

Der Name der Domain und das Handle bei den verschiedenen Social-Media-Plattformen sollte gleich sein.

7. Wie funktioniert eine Domain?

Ablauf Domain-Eingabe bis zur Darstellung im Browser

Das Internet besteht aus unzähligen einzelnen Computern (Server), die in einem riesigen Netzwerk miteinander verbunden sind. Jeder Computer besitzt eine unverwechselbare Bezeichnung, auch IP (Internet Protocol) genannt. Mit dieser IP-Adresse können die einzelnen Computer im Netzwerk identifiziert werden.

Eine typische IP-Adresse sieht so aus: 176.16.0.9 – einige sind noch weitaus länger.

Es wäre umständlich, wenn Nutzer eine 7-stellige IP in die Adressleiste des Browsers eingeben müssten, um eine bestimmte Webseite anzusteuern.

Daher wurden Domainnamen erfunden. 

Domainnamen sind leichter zu merken als eine numerische IP-Adresse und können zugleich schon Hinweise auf die Thematik einer Website geben.

Wenn ein Nutzer einen bestimmten Domainnamen in die Adressleiste seines Webbrowsers eingibt, sendet dieser zunächst eine Anfrage an ein globales Netz von Servern (Computer) – dem Domain Name System (DNS).

Im DNS wird die Anfrage dann an den mit der Domain verbundenen Nameserver verteilt.

Wenn die Website beispielsweise bei IONOS gehostet wird, lautet der Nameserver:

Das Hosting-Unternehmen (IONOS) wiederum leitet die Anfrage an einen Webserver weiter, auf dem die Website gespeichert ist.

Auf ihm ist eine spezielle Software installiert (z. B. Apache oder Nginx). Der Webserver holt nun die Webseite und die mit ihr verbundenen Informationen ab. 

Diese Daten werden an den Browser des Nutzers zurückgesendet. Jetzt kann er die Inhalte der Webseite sehen und mit ihr interagieren.

8. Keine Website: Was kann man mit einer Domain noch machen?

Meist wird ein Domainname gekauft, um darauf eine Website zu erstellen. Daneben gibt es aber viele weitere Möglichkeiten, wie eine Domain genutzt werden kann:

  1. Eigene E-Mail-Adresse
  2. Landingpage
  3. Domain parken
  4. Verkauf

Eigene E-Mail-Adresse

Mit einer Domain bekommt man auch eine passende E-Mail-Adresse. Diese kann beispielsweise für Werbezwecke genutzt werden. Tom@frohe-weihnachtsgrüße.de könnte eine charmante Adresse fürs Kunden-Marketing während der Weihnachtszeit sein.

Landingpage

Gründer können Landingpages nutzen, um Kunden über ein bestimmtes Produkt zu informieren. Ein kreativer Domainname kann der richtige Startschuss für eine erfolgreiche Landingpage sein.

Domain parken

Mit einer Domain lässt sich passiv Geld verdienen. Das funktioniert vor allem gut bei begehrten Domainnamen. Jedes Mal, wenn jemand die Domain aufruft, sieht er einen Verkaufshinweis – und Werbung. Diese Werbung generiert Geld für den Besitzer.

Verkauf

Das Geschäft mit dem Verkauf von Domainnamen wird immer schwieriger. Und doch gibt es Premium-Domains, die für mehrere tausend, manchmal sogar für Millionenbeträge verkauft werden.

9. Fazit: Beim Domainkauf steckt der Teufel im Detail

Der Kauf eines Domänennamens muss nicht kompliziert sein. Selbst Anfänger und Erstkäufer können diesen Vorgang in wenigen Minuten abschließen. Vorsicht ist vor allem dann geboten, wenn die Vorbesitzer und früheren Inhalte einer Domain nicht eindeutig geklärt werden. Auch bei der Wahl des Namens sollte man sich genügend Zeit lassen. Gründer sollten auf eine starke Markentauglichkeit und hohen Wiedererkennungswert setzen.

Wer die Tipps aus diesem Leitfaden beachtet, braucht nur noch einen seriösen Anbieter, um seine Domain zu registrieren. Bei IONOS können Kunden die Domain checken und direkt kaufen. Außerdem:

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