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In 10 Schritten zum Franchisenehmer

Gut geplant, ist halb gewonnen. Dies gilt auch bei der Existenzgründung. Ein Grund für das spätere Scheitern liegt häufig in der unzureichenden Planung. Deshalb haben wir Ihnen zehn Schritte zusammengestellt, die Ihnen als Leitfaden auf dem Weg in die Selbstständigkeit per Franchise dienen sollen.

Im Fokus stehen dabei insbesondere die Auswahl eines geeigneten Franchise-Unternehmens, die Finanzierung des Franchise sowie der Abschluss des Franchisevertrags mit dem Franchisegeber.



Die wichtigsten Schritte bei der Franchisegründung

Sieben Monate dauert es im Durchschnitt von der Idee bis zum Start. Zweieinhalb Monate beträgt davon die intensive Gründungsvorbereitung, in der u.a. der Businessplan geschrieben wird  und Behördengänge anstehen. Und auch wenn ein guter Teil der Gründer den Weg in die Selbstständigkeit schneller absolviert, unterstreichen diese Zahlen aus dem KfW Gründungsmonitor 2013, dass die Gründung ein Prozess ist, der eine Menge Arbeit bedeutet.

Mit typischen Gründungsthemen wie Standortwahl, Businessplan, Bankenfinanzierung oder Buchhaltung kommen die meisten Menschen dann auch erst unmittelbar vor der Selbstständigkeit in Berührung. Dies macht eine detaillierte und umfangreiche Vorbereitung umso wichtiger, damit man reibungslos starten kann.

Nachfolgender Leitfaden stellt die zehn wichtigsten Schritte der Franchisegründung dar und gibt Franchise-Interessierten einen hilfreichen Überblick über eine sinnvolle Vorgehensweise auf dem Weg zum erfolgreichen Franchisenehmer.

1. Schritt: Sind Sie ein Unternehmertyp?

Um es vorweg zu nehmen, kaum jemand ist als Unternehmertyp geboren. Vor der Gründung sollten Sie sich allerdings bewusst machen, was mit der Selbstständigkeit auf Sie zukommt. Sind Sie bereit härter als bisher zu arbeiten, Verantwortung zu übernehmen und unter Stress Entscheidungen zu treffen? Sind Sie bereit das finanzielle Risiko einzugehen? Klopfen Sie im Vorfeld Ihre Stärken und Schwächen ab und arbeiten Sie an Ihren Schwächen!

Eine Besonderheit bei der Gründung mit einem Franchise liegt darin, dass Sie ein bestehendes Konzept übernehmen. Dies bringt Vorteile, bedeutet aber auch, dass Sie ein Stück weit in der unternehmerischen Freiheit eingeschränkt sind. Sie ordnen sich dem einheitlichen Leitbild des Franchisesystems unter. Entscheiden Sie für sich, ob dies für Sie eine vorstellbare Situation ist und ob Sie ein Franchisenehmer-Typ sind.

2. Schritt: Das passende Franchisesystem finden

Wie bei jeder Gründung steht auch beim Franchising die Geschäftsidee im Mittelpunkt der ersten Überlegungen. Rund 1.000 Systeme stehen Ihnen in Deutschland zur Auswahl - darunter sind natürlich auch einige bekannte Franchise-Unternehmen. Wichtig: Lassen Sie sich bei Ihrer Wahl nicht ausschließlich von möglichen Umsätzen und Verdienstmöglichkeiten leiten. Sie müssen sich vielmehr zunächst mit der Idee identifizieren können. Denn wenn Sie an eine Idee nicht glauben oder später keinen Spaß an Ihrer Arbeit haben, dann arbeiten Sie nur mit halber Kraft und Motivation.

Auf Gründermessen und anderen Events können Sie Franchisesysteme zunächst ganz unverbindlich im direkten Kontakt kennenlernen. Hilfreich können auch Franchiseportale sein, die eine gute Übersicht über verschiedene Franchisesysteme liefern. Zudem gibt es spezialisierte Berater, die Ihnen bei der Auswahl des für Sie passenden Systems helfen. Ihre bisherige Berufserfahrung ist bei der Wahl des Franchisesystems nicht ausschlaggebend, da sich Franchising sehr gut für Quereinsteiger eignet.

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3. Schritt: Intensive Gespräche mit dem Franchisegeber führen

Wenn Sie Ihre Auswahl auf wenige Systeme eingeschränkt haben, beginnt die Zeit intensiver Gespräche. Lassen Sie sich umfangreiche Unterlagen schicken und arbeiten Sie diese kritisch durch. Treffen Sie die für die Gewinnung neuer Franchisepartner verantwortlichen Mitarbeiter. Lassen Sie sich das Konzept ausführlich erläutern und verlangen Sie auch Einblick in die betriebswirtschaftlichen Zahlen. Was kostet Sie der Start mit dem Franchise und mit welchen Umsätzen können Sie rechnen? Welche Leistungen erbringt die Zentrale, was wird von Ihnen erwartet? Wenn Sie ein ernsthaftes Interesse bekunden, sind die Franchisesysteme zu einer sogenannten vorvertraglichen Aufklärung verpflichtet.

Neben den quantitativen Faktoren sollte aber auch die persönliche Chemie stimmen. Fühlen Sie sich bei dem Franchise wohl und können Sie vorstellen Teil der „Familie" zu werden? Sprechen Sie auch auf jeden Fall mit bestehenden Franchisenehmern und hospitieren Sie in den Niederlassungen. Dort können Sie sich ein detailliertes Bild vom Franchisesystem in der Praxis machen und bekommen ein richtiges Gefühl für Ihre bevorstehende Tätigkeit.

4. Schritt: Schulungen beim Franchisegeber durchführen

Gute Franchisesysteme bieten bereits im Vorfeld Schulungen an, um Sie auf den Geschäftsalltag vorzubereiten. Gerade für Quereinsteiger ist dies wichtig, um die Besonderheiten der Branchen kennenzulernen. Nehmen Sie an diesen Schulungen teil und versuchen Sie ein Gefühl dafür zu bekommen, ob Ihnen die Branche und die tägliche Arbeit auch wirklich gefallen könnte.

5. Schritt: den optimalen Standort finden

Bei vielen Franchisesystemen ist der Standort ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Das Franchisesystem sollte Sie bei der Auswahl auf jeden Fall unterstützen, da in der Regel bestimmte Anforderungen an den Standort bestehen und das System die Erfolgsaussichten eines Standorts auf Basis der gesammelten Erfahrung besser einschätzen kann. Über eine detaillierte Standortanalyse können Sie mögliche Alternativen gut vergleichen.

Sprechen Sie das System auch auf den Gebietsschutz für Ihren Standort an, damit Sie nicht kurz nach Eröffnung Konkurrenz aus dem eigenen Haus erhalten. Der Gebietsschutz sollte dann auch später unbedingt im Franchisevertrag festgehalten werden.

6. Schritt: Businessplan verfassen

Ohne Businessplan geht es nicht. Denn spätestens für die Finanzierung Ihrer Franchisegründung müssen Sie sich auf den Weg zur Bank machen. Beim Bankgespräch müssen Sie einen Businessplan vorweisen können, der den Bankberater davon überzeugt, Ihnen einen Kredit zu gewähren.

Wenn Sie mit einem Franchise starten, sind natürlich auch im Businessplan schon zahlreiche Elemente wie bspw. Idee, Zielgruppe oder Alleinstellungsmerkmal durch das System vorgegeben. Allerdings ist jetzt die Zeit, die einzelnen Punkte auch selbst zu verifizieren. Führen Sie an Ihrem Standort eine kleine Marktforschung durch, um zu sehen, wie das Angebot ankommt. Bei der Finanzplanung sollte Sie das System durch Zahlen anderer Systempartner unterstützen. Achten Sie jedoch darauf, die Zahlen zur Rentabilität an Ihren Standort anzupassen und zu plausibilisieren.

Beim Schreiben des Businessplans können Sie sich an einer Businessplan-Vorlage orientieren. Sie hilft Ihnen bei der Strukturierung des Inhaltes und kann das Verfassen des Businessplans erleichtern.

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7. Schritt: Franchise-Finanzierung sichern

Franchisegebühr, Gründungskosten, Investitionen und laufende Kosten für die ersten Monate ergeben den Kapitalbedarf Ihrer Gründung. Diesen gilt es zu finanzieren. Neben dem notwendigen Eigenkapital steht der Weg zur Bank an. Förderkredite und Bürgschaften erleichtern die Finanzierung und häufig stehen die Franchisesysteme auch begleitend zur Seite. Eine Franchiseberatung kann bei der Beantragung eines Kredits helfen.

Für die Finanzierung Ihrer Franchisegründung über ein Bankdarlehen benötigen Sie einen Businessplan. Haben Sie sich für ein erfolgreiches Franchisesystem entschieden, das womöglich sogar Vollmitglied im Deutschen Franchise-Verband ist, stehen Ihre Chancen auf eine Finanzierung gut. Erfahren Sie mehr über die Franchise-Finanzierung.

8. Schritt: Franchisevertrag abschließen

Stehen alle Ampeln auf Grün, fehlt eigentlich nur noch die Unterschrift unter dem Franchisevertrag. Bevor Sie bei aller Gründungseuphorie blind unterschreiben, ist eine Konsultation mit einem Anwalt ratsam, da die Regelungen sehr komplex sein können. Vor allem: unterschreiben Sie nichts, bei dem Sie ein ungutes Bauchgefühl haben.

Die Unterstützung durch einen Experten mit rechtlichem Background in der Franchisebranche mag zwar nicht immer günstig sein, allerdings werden Sie es später womöglich bereuen, darauf verzichtet zu haben. Schnell können Klauseln im Franchisevertrag auftauchen, mit denen Sie während Ihrer späteren Geschätstätigkeit zu kämpfen haben. Ein guter Anwalt kann diese Situation verhindern.

9. Schritt: Mitarbeiter suchen

Franchisesysteme sind in der Regel nicht auf Einzelkämpfer ausgelegt. Mitarbeiter werden einen wesentlichen Beitrag zu Ihrem Erfolg leisten. Die Auswahl sollte dementsprechend sorgfältig erfolgen. Lassen Sie sich ebenfalls vom System unterstützen und sprechen Sie mit anderen Franchisepartnern über deren Erfahrungen.

Fehlt es Ihnen an Führungserfahrung, belegen Sie vor Beginn Ihrer Tätigkeit Kurse, die Ihnen im Umgang mit Ihren Mitarbeitern helfen werden. Einige Franchisegeber bieten sogar selbst Seminare im Bereich der Mitarbeiterführung an - nutzen Sie in solch einem Fall diese Möglichkeit.

10. Schritt: Eröffnung und Marketing-Offensive

Vor der Eröffnung stehen dann noch einige Behördengänge an: Gewerbe- und Finanzamt, Berufsgenossenschaft, IHK, Handelsregister, Gewerbeaufsicht oder Bauamt sind nur einige mögliche Anlaufstellen. Mit der Eröffnung haben Sie dann aber die Vorbereitungsphase abgeschlossen. Nun können Sie von den Vorteilen des Systems in Sachen Markenbekanntheit und Marketing profitieren. Wichtig ist, dass Sie sich (siehe Schritt 1) auch auf die Vorgaben des Franchisesystems einlassen und diese umsetzen. Zur kontinuierlichen Unterstützung gehören weitere Schulungen der Franchisezentrale. Nutzen Sie außerdem die regelmäßigen Netzwerktreffen der Franchisepartner.

Nachdem Sie die Franchisegründung erfolgreich durchgeführt haben, geht es nun an die tägliche Arbeit. Besonders zu Beginn gilt es seinen Fokus auf Marketing und Werbung zu setzen. Schließlich benötigen Sie viele Neukunden, die Ihr Geschäft ins Rollen bringen. Nutzen Sie dazu klassische Werbung und Online-Marketing parallel und greifen Sie auf das Know-how der Zentrale zurück.

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