Zahlen und Fakten zu Franchise in Deutschland

Auch Franchise bietet eine Möglichkeit, sich selbstständig zu machen. Dabei übernimmt der Existenzgründer als Franchisenehmer eine bereits am Markt erprobte Geschäftsidee sowie das bestehende Geschäftskonzept und setzt es an seinem Standort selbstständig um.

In Deutschland gibt es viele Franchisesysteme. Gründer, die sich für das Thema Franchise interessieren, sollten sich daher umfassend informieren und die wichtigsten Kennzahlen zum Franchise in Deutschland kennen, bevor sie sich mit einem Franchisesystem selbstständig machen.

Franchising für deutsche Existenzgründer

Franchise in Deutschland ist wie in vielen anderen Ländern auf der Welt ein beliebtes Konzept für Existenzgründer. Wie die Situation für Franchise in Deutschland für Franchisenehmer und Franchisegeber aussieht, erfahren Sie im Folgenden. Zunächst soll jedoch die Frage geklärt werden: Was ist Franchising?

Was ist Franchise?

Franchise bzw. Franchising ist ein spezifisches Vertriebssystem mit dem Ziel der Verkaufsförderung, das auf der Zusammenarbeit rechtlich und finanziell eigenständiger Unternehmen basiert. Beim Franchise vergibt ein Franchisegeber Lizenzen meist an mehrere Franchisenehmer, die damit die Produkte oder Dienstleistung des Franchise-Unternehmens in einem eigenen Geschäft anbieten dürfen. Das heißt, der Franchisenehmer setzt das bestehende Konzept des Franchisegebers selbstständig an seinem Standort um.

Als Gegenleistung für die Franchiserechte, die der Franchisegeber dem Partner einräumt, zahlt der Franchisenehmer Franchisegebühren. Beim Franchising schließen beide Parteien einen Franchisevertrag ab, der die Rahmenbedingungen der Geschäftstätigkeit wie die Dauer der Zusammenarbeit oder die Rechte und Pflichten des Franchisenehmers festhält. Sodann kann der Franchisenehmer den Namen des Franchise-Systems, das Warenzeichen oder die Dienstleistungsmarke und gewerbliche Schutz- oder Urheberrechte sowie das wirtschaftliche und technische Know-how des Franchisegebers nutzen.

Das heute wohl bekannteste Franchisesystem ist „McDonald's", das 1955 gleichzeitig den Grundstein vom Franchising in der zuvor beschriebenen Weise legte. Diesem großen Erfolg von Franchise folgten viele weitere Unternehmen. Beispiele für bekanntes Franchise in Deutschland sind Fressnapf, Häagen-Dazs, Injoy, Kamps oder Joey's.

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Zur Franchise-Börse

Der Franchise-Monitor, der vom Mediendienst forum franchise und systeme getragen wird, ist eine weitere Informationsquelle für Fakten über die deutsche Franchise Wirtschaft. Diese Zahlen des Franchise-Monitors basieren auf Vollerhebungen der deutschen Franchisebetriebe. Aktuelle Auswertungen für 2018 zeigen folgende Trends für Franchise in Deutschland:

Die meisten Franchise-Systeme werden im Dienstleistungssektor (35 %) umgesetzt, gefolgt von Franchise-Betrieben im Handel (30 %), der Gastronomie-Touristik- und Freizeit-Branche (25 %) sowie im Handwerk, Bau- & Sanierungsbereich (10 %).

Bei 38 % der Franchise-Systeme liegt die Gesamtinvestition des Franchisenehmers im ersten Jahr unter 50.000 €. 28% aller Franchise Systeme wird mit einer Gesamtinvestition zwischen 50.000 € und 100.000 € finanziert. Rund 21 % der Franchisenehmer müssen eine Gesamtinvestition von 100.000 € bis 200.000  € aufwenden und 13 % sogar über 200.000 €

Die durchschnittliche Einstiegsgebühr für einen Franchisenehmer liegt bei rund 13.300 €. Nach Aufnahme der Geschäftstätigkeit liegt die laufende Gebühr für den Franchisenehmer im Durchschnitt bei rund 5,3 % vom Umsatz. Die Werbegebühr liegt bei 1,5 % vom Umsatz.

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Nach den Zahlen rund um Franchise in Deutschland finden Sie hier die wichtigen Schritte auf dem Weg zum Franchisenehmer.

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