Selbstständig machen: Schritt für Schritt zur erfolgreichen Gründung

Wie und womit kann ich mich selbstständig machen? Wir haben für Sie eine Übersicht der wichtigsten Schritte auf dem Weg in die Selbstständigkeit erstellt – von der Ideenfindung über den Businessplan bis hin zur Anmeldung. Außerdem geben wir Ihnen Tipps für Ihre individuelle Gründungssituation. So legen Sie den Grundstein für Ihren unternehmerischen Erfolg.

Für eilige Gründer: Machen Sie den Existenzgründer-Check, laden Sie sich alle Gründungsschritte als handliche Checkliste herunter und schreiben Sie einen professionellen Businessplan.

Bestens vorbereitet in die Selbstständigkeit

Viele Personen lassen sich vom Prozess der Existenzgründung abschrecken und wagen letzten Endes doch nicht den Schritt in die Selbstständigkeit. Doch alles, was es braucht, ist die richtige Vorbereitung! Wenn Sie sich blindlings in das Abenteuer Unternehmertum stürzen, kann das im schlimmsten Fall existenzbedrohende Risiken mit sich bringen.

In Abhängigkeit davon, aus welcher Situation heraus Sie sich selbstständig machen möchten, gibt es verschiedene Punkte zu beachten und auch unterschiedliche Angebote zur Unterstützung für Ihre Existenzgründung:

Mit guter Planung und vorhergehender Analyse Ihrer Gründungssituation und Voraussetzungen können Sie Ihr Unternehmen individuell auf Ihre Umstände anpassen und wohlüberlegt in eine erfolgreiche Selbstständigkeit starten. Los geht's!

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1. Sich selbstständig machen im Schnelldurchlauf

  1. Geschäftsidee finden
    Am Beginn jedes erfolgreichen Unternehmens steht eine tragfähige Geschäftsidee. Damit müssen Sie das Rad nicht neu erfinden, aber es muss einen Markt und einen Bedarf geben, ansonsten werden Sie es schwer haben, die Idee zum Erfolg zu führen. Zur Inspiration haben wir über 500 Geschäftsideen für Sie zusammengestellt.

  2. Businessplan schreiben
    Sobald die Geschäftsidee steht, sollten Sie sich an den Businessplan machen und ihr Unternehmen im Detail planen. Dabei können sowohl Word-Vorlagen, also auch Online-Tools helfen. Hier finden Sie unser kostenloses Tool zur Erstellung eines professionelles Businessplans.
  3. Finanzplan erstellen
    Sie wissen jetzt, welche Ziele Ihr Unternehmen hat und wie sie diese erreichen möchten. Doch dafür brauchen Sie vor allem in der Anfangsphase Geld, bis Ihr Geschäft einen Gewinn erwirtschaftet. Um an Kapitalgeber zu kommen (egal ob Banken oder private Investoren), brauchen Sie einen Finanzplan, der alle wichtigen Zahlen enthält. Tipp: Nutzen Sie dafür unser Finanzplan-Werkzeug, das Schritt für Schritt durch die Erstellung des Finanzplans führt. 
  4. Markenrechte klären
    Nachdem die Finanzen stehen, müssen Sie sich nun um einen Namen kümmern. Der muss einerseits eingängig sein, darf andererseits aber nicht schon von einem anderen Unternehmen geschützt sein. Umgekehrt müssen Sie Ihren Markennamen und die Domain schützen, wenn Sie diesen dauerhaft verwenden wollen. Mehr dazu im Kapitel Markenschutz.
  5. Genehmigungen einholen
    Das Unternehmen hat jetzt also einen Namen, jetzt müssen Sie sämtliche Genehmigungen einholen, die dafür nötig sind. Ob Bauamt, Gesundheitsamt oder Gewerbeaufsicht: Welche Genehmigungen für Ihr Unternehmen wichtig sind, lesen Sie in unserem Behördenwegweiser.
  6. Unternehmensform, Konto und Verträge
    Bevor Sie loslegen, müssen Sie sich Gedanken machen, welche Rechtsform Ihr Unternehmen haben soll und welche Konsequenzen das hat. Ein Einzelunternehmen zu gründen ist vergleichsweise einfach, eine GmbH zu gründen wird dann schon komplizierter und erfordert den Gang zum Notar. Außerdem brauchen Sie natürlich ein Geschäftskonto und die notwendigen Verträge.
  7. Standort wählen
    Nach dem ganzen Papierkram wird es jetzt immer konkreter: Sie sollten sich Gedanken über den Standort machen. Der kann über Erfolg oder Misserfolg entscheiden. Machen Sie unsere kostenlose Standortanalyse, damit Ihr Traum vom eigenen Unternehmen nicht an dieser vermeintlich einfachen Frage scheitert. Wenn Sie Ihr Geschäft online eröffnen, sollten Sie ebenfalls Ihr Umfeld kennen und wissen, wie sie dort an Ihre "Laufkundschaft" herankommen. Das bedeutet übersetzt: wie sie auf Google, Facebook, Amazon und Co. für potenzielle Kunden sichtbar werden. Ohne dieses Know-how wird es schwer, im Netz Umsätze zu generieren.
  8. Bei Behörden anmelden
    Jetzt haben Sie es fast geschafft: Sie melden Ihr Gewerbe an und beantragen eine Steuernummer beim Finanzamt. Bei welchen Ämtern Sie sonst noch vorbeigehen müssen, bevor Sie mit dem Geschäft starten können, lesen Sie in unserem Kapitel Unternehmen anmelden.
  9. Corporate Identity kreieren
    Jetzt wird es wieder kreativ: Damit Ihr Unternehmen sofort wiedererkennbar ist, brauchen Sie nun noch ein Logo, Website, Visitenkarten, Briefpapier und vieles andere mehr. Dieser Schritt sollte nicht unterschätzt werden, denn wenn sich niemand an Ihr Produkt oder Ihre Marke erinnern kann, dann kann das auch an einem nicht durchdachten Außenauftritt liegen. 
  10. Kundenakquise starten
    Sie sind startklar und der Termin der Eröffnung rückt immer näher. Wenn Sie sich erst jetzt Gedanken darüber machen, woher die Kunden kommen sollen, ist das vermutlich schon zu spät. Denn das haben Sie hoffentlich in Ihrem Businessplan bereits überzeugend ausgearbeitet. Jetzt müssen Sie also die ganzen Pläne in die Realität umsetzen, Werbung schalten, sich in Suchmaschinen platzieren und auf Social Media anmelden und sich darauf einstellen, eine ganze Weile laut für Ihr neues Unternehmen trommeln zu müssen. Nutzen Sie dabei eine CRM-Software, um nichts dem Zufall zu überlassen und Ihren Erfolg Schritt für Schritt zu planen.
     

2. Der Weg zur Geschäftsidee: Analyse

Bevor Sie den Weg in die Selbstständigkeit beginnen, sollten Sie sich selbst und Ihre derzeitige Gründungssituation einmal genauer unter die Lupe nehmen. Bringen Sie unternehmerisches Know-how mit? Wissen Sie bereits, womit Sie sich selbstständig machen möchten?

Welche Stärken und Schwächen habe ich als Unternehmer?

Um ein Unternehmen zu gründen, können je nach Idee und Umsetzung verschiedenste Voraussetzungen anfallen. Viele Variablen machen es schwierig, die Anforderungen für eine erfolgreiche Gründung festzulegen. Gründen Sie alleine oder im Team? Welche Rechtsform passt zu Ihnen und Ihrem Vorhaben? Wie viel Kapital benötigen Sie für Ihre Geschäftsidee? All diese Dinge müssen gut durchdacht werden, damit Sie bestens auf den kommenden Abschnitt Ihres Berufslebens vorbereitet sind. Bestenfalls bringen Sie einen Grundstock an BWL-Kenntnissen und einen Überblick über die Branche mit, in der Sie sich selbstständig machen möchten.

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Nicht sicher, ob Sie das Gründer-Gen in sich tragen? Machen Sie einfach unseren kostenlosen Selbsttest für Existenzgründer!

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Nebenberuflich selbstständig, Job kündigen oder aus der Arbeitslosigkeit gründen? Tipps für Ihre Gründungssituation

In welcher Lebenssituation befinden Sie sich aktuell? Sind Sie angestellt, Student oder arbeitslos? Für jede Gründungssituation gibt es verschiedene Tipps, wie sich eine Selbstständigkeit am besten umsetzen lässt:

  1. Selbstständig machen aus bestehender Beschäftigung
    Sie befinden sich aktuell in einer Vollzeit-Beschäftigung, möchten diese aber aufgeben und sich hauptberuflich selbstständig machen? Dieser Weg eignet sich für Personen, die sich ihrer Idee sehr sicher sind, sich bereits in der Branche auskennen und Risiken in Kauf nehmen.
  2. Nebenberuflich selbstständig machen
    Sie haben eine Geschäftsidee, möchten aber lieber kein Risiko eingehen? Für Sie eignet sich vermutlich eine nebenberufliche Selbstständigkeit. So können Sie, ohne Ihren bestehenden Job aufzugeben, nebenberuflich ausprobieren, ob Ihre Geschäftsidee wirtschaftlich ist oder nicht, ohne ein großes Risiko einzugehen.
  3. Selbstständig machen während und nach dem Studium
    Sie studieren, möchten aber nebenher Ihre Geschäftsidee verwirklichen? Oder Sie haben Ihr Studium beendet, möchten aber nicht klassischerweise im großen Konzern arbeiten, sondern ihr eigener Chef sein? Hier ist es besonders wichtig, dass Sie vorab einige Berufserfahrungen sammeln und sich stets des finanziellen Risikos bewusst sind, bevor Sie Ihr Start-up gründen. Für Gründer aus der Universität gibt es zahlreiche Fördermöglichkeiten, die den Start etwas erleichtern.
  4. Aus der Arbeitslosigkeit heraus selbstständig machen
    Sie haben derzeit keine Beschäftigung und möchten sich aus Ihrer Arbeitslosigkeit heraus an die Gründung eines eigenen Unternehmens wagen? Dieses Vorhaben wird von der Agentur für Arbeit unter einigen Voraussetzungen mit entweder dem Gründungszuschuss (ALG I) oder dem Einstiegsgeld (ALG II) unterstützt.

Mit welcher Geschäftsidee selbstständig machen? Zwei Wege, auch ohne eigene Idee zu gründen

Nachdem Sie Ihre persönlichen Gründungsvoraussetzungen analysiert haben, geht es nun um die eigentliche Geschäftsidee. Wissen Sie schon genau, welche Idee Sie mit der Selbstständigkeit verwirklichen möchten oder sind Sie sich noch unsicher? Für diejenigen, die sich selbstständig machen möchten, allerdings keine eigene Geschäftsidee haben, gibt es zwei Möglichkeiten, eine passende Idee zu finden:

  • Starten Sie mit einem Franchise. Ein Franchise ist ein Geschäftsmodell, das erprobt und erfolgreich ist. Sie entscheiden sich für eines der vielen Konzepte, die zur Wahl stehen und gründen mit einem erfahrenen Partner sozusagen eine Zweigstelle des bestehenden Unternehmens. Spannende Franchisesysteme können Sie in unserer Franchisebörse entdecken.
  • Übernehmen Sie ein bestehendes Unternehmen. Mehr und mehr deutsche Unternehmen finden keinen Nachfolger. Dabei sprechen für die Übernahme eines Unternehmens einige stichhaltige Argumente: Sie sparen sich die Startphase des Unternehmens, in dem das Business aufgebaut und das Produkt vermarktet wird. Zudem müssen Sie keine Ressourcen aufwenden, um geeignete Mitarbeiter zu finden. Sie überspringen diese Schritte und beginnen mit einem Unternehmen, das den Kinderschuhen bereits entwachsen ist.
TIPP

Sie haben noch keine Geschäftsidee? Lassen Sie sich von 500 erfolgreichen Geschäftsideen aus aller Welt inspirieren!

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3. Branchen-Leitfäden für Ihre Gründung

Wir haben für Sie Planungshilfen für Unternehmen verschiedener Branchen zusammengestellt. Diese helfen Ihnen bei der Vorbereitung und Planung Ihrer Selbstständigkeit sowie den ganz praktischen Gründungsschritten. So können Sie sich noch gezielter auf Ihre Gründung vorbereiten und haben alle branchenrelevanten Aspekte direkt auf einen Blick.

4. Der Weg zum Businessplan: Planung

Keine Unternehmensgründung ohne Planung! Auch, wenn die „einfach machen“-Strategie vielerorts beworben wird, ist es stets sinnvoller, genügend Zeit in die Planung des Unternehmens zu investieren. Schließlich geht es hier um einen wichtigen Abschnitt Ihres Lebens.

Ohne geht es nicht: Businessplan erstellen

Der Businessplan ist Ihr Fahrplan in die Selbstständigkeit. Er hilft Ihnen, den Überblick zu behalten und kommt zum Einsatz, um Banken und Investoren von Ihrer Geschäftsidee zu überzeugen – und somit externes Kapital zu akquirieren. Zudem legen Sie mit dem Businessplan weitere Parameter fest, die mit der Umsetzung Geschäftsidee zu tun haben, wie z.B.

  • Welcher Kundennutzen wird erfüllt?
  • Wie sieht Ihre Zielgruppe aus?
  • Und welchen Markt möchten Sie mit Ihrer Idee besetzen?
  • Wie organisieren Sie Marketing und Vertrieb?

Der Businessplan folgt dabei dem immer gleichen Aufbau, den Gründer in spe stets verwenden sollten. Dies hilft externen Geldgebern, auch sofort die Informationen zu finden, die sie benötigen. Wie die Gliederung eines Businessplans aussehen sollte und wie Sie mit relativ wenig Zeitaufwand Ihren eigenen Businessplan erstellen, lesen Sie in unserem Leitfaden inkl. kostenloser Vorlage:

Kostenfreies Businessplantool nutzen

Wie viel Kapital benötigen Sie für Ihre Gründung?

Wenn Sie sich selbstständig machen wollen, sollten Sie einen umfangreichen Finanzplan aufstellen, in dem Sie alle anfallenden Kosten aufnehmen und somit genau im Blick haben, wie viel Kapital Sie für die Gründung Ihres Unternehmens eigentlich benötigen und ob Sie auf externe Geldgeber angewiesen sind. Nehmen Sie daher unbedingt Folgendes in den Finanzplan mit auf:

  • Kosten vor und während der Gründung: Hier errechnen Sie die Höhe der Gründungskosten und Investitionen
  • Voraussichtlicher Umsatz: Wie entwickelt sich Ihr Absatz?
  • Kosten nach der Gründung: Variable Kosten und Betriebskosten ermitteln – wie hoch sind Ihre laufenden Kosten? Hierzu zählt auch der Unternehmerlohn.
  • Kapitalbedarf gesamt: Wie viel Kapital benötigen Sie? Planen Sie hier unbedingt einen Puffer mit ein, ansonsten drohen Ihnen Liquiditätsengpässe im laufenden Betrieb.
  • Finanzierung des Kapitalbedarfs: Machen Sie sich nun Gedanken, wie Sie den ermittelten Kapitalbedarf decken möchten. Benötigen Sie externes Kapital, etwa einen Kredit, Investitionen oder Fördermittel?
  • Rentabilität: Lohnt sich Ihr Konzept? Dieser Aspekt ist besonders wichtig für Kapitalgeber.

Finanzplan-Tool nutzen

Rechtsformwahl: Welche Möglichkeiten gibt es?

Weiterhin sollten Sie sich auch bereits früh Gedanken um die Rechtsform machen, wenn Sie sich selbstständig machen möchten. Welches rechtliche Gerüst ist am besten für Ihre Idee geeignet? Rund 80 % der Gründer in Deutschland starten mit einem Einzelunternehmen, welches unkompliziert und auch ohne größeren Kapitaleinsatz gegründet werden kann.

Weiterhin gilt es aber auch zu unterscheiden, ob Sie überhaupt ein Gewerbe anmelden müssen, also Gewerbetreibender sind, oder zu den Freiberuflern zählen. Tätigkeiten wissenschaftlicher, künstlerischer, erzieherischer oder schriftstellerischer Art – dazu zählen bspw. Ärzte, Rechtsanwälte oder Dolmetscher – unterliegen den Bestimmungen für Freiberufler. Als Freiberufler benötigen Sie keine Rechtsform, um in die Selbstständigkeit zu starten. Selbstverständlich können sich aber auch als Freiberufler dafür entscheiden, mit einer GmbH o. Ä. zu gründen.

Wenn Ihre Tätigkeit nicht zu den sogenannten freien Berufen zählt, sind Sie Gewerbetreibender. Hier ist es sinnvoll, sich alle Rechtsformen und ihre Besonderheiten anzuschauen, um sich für diejenige entscheiden zu können, die am besten zu Ihnen und Ihrer Idee passt. Bei der Entscheidung unterstützt auch unser Rechtsform-Test!

UnternehmensformAnzahl GründerStammkapitalHaftung
GmbHMind. 125.000 €auf das Gesellschaftsvermögen beschränkt
UGMind. 11 € pro Gesellschafterauf das Gesellschaftsvermögen beschränkt
Einzelunternehmen1-unbeschränkt
GbRMind. 2-unbeschränkt
Freiberufler1-unbeschränkt
TIPP

Sie möchten sich selbstständig machen, die Aussicht auf die Gründungsbürokratie begeistert Sie jedoch wenig? Dann buchen Sie doch einfach eines unserer Gründungspakete.

Zu den Gründungspaketen

4. Den Geschäftsbetrieb starten: Anmeldung & Genehmigungen

Der Businessplan ist geschrieben, die Entscheidungen bezüglich der Rechtsform sind getroffen. Das bedeutet: Nun wird der Gründungsplan in die Tat umgesetzt. In diesem Schritt gründen Sie Ihre Firma.

Businessplan in Aktion: Die Akquise von externem Kapital

Bevor Sie sich selbstständig machen, sollten Sie sich um die Finanzierung Ihres Unternehmens kümmern – ob Sie nun einen klassischen Bankkredit in Anspruch nehmen, Investoren für sich gewinnen oder eine der zahlreichen Fördermittel für Gründer nutzen möchten: Für die Akquise von externem Kapital benötigen Sie grundsätzlich einen aussagekräftigen Businessplan.

Bereiten Sie sich vor dem Gesprächstermin gründlich vor, um die potenziellen Geldgeber von sich und Ihrer Geschäftsidee zu überzeugen. Sollte dies wider Erwarten nicht ablaufen wie geplant, müssen Sie Ihren Businessplan und Ihr Konzept vor der Gründung Ihres Unternehmens noch einmal gründlich überarbeiten. Benötigt Ihre Geschäftsidee noch einen Schub in die richtige Richtung? Haben Sie Kundennutzen, Zielgruppe und den Markt ausreichend definiert? Lassen Sie sich ausreichend Zeit für diese Überarbeitung. Entweder können Sie im Nachhinein einen neuen Versuch zur Akquise von externem Kapital wagen oder Sie finden einen Weg, wie Sie Ihre Idee zunächst nur mit eigenen Mitteln umsetzen können.

Im Behördendschungel: Diese Anlaufstellen sind für Ihre Selbstständigkeit unverzichtbar

Je nachdem, für welche Rechtsform Sie sich entschieden haben oder ob Sie als Freiberufler tätig werden, müssen Sie Ihr Unternehmen nun bei verschiedenen Behörden registrieren. In der folgenden Tabelle finden Sie alle Anmeldungen für die häufigsten Rechtsformen in der Schnellübersicht.

Wichtige StationenGmbH/UGEinzelunternehmen/GbRFreiberufler
Handelsregister  
Gewerbeamt 
Finanzamt
IHK/HWK 
Berufsgenossenschaft(✓)

Eine vollständige Übersicht, welche Anmeldungen für welche Rechtsform anfallen, finden Sie in unserem Leitfaden Unternehmen anmelden oder in unserem Behördenwegweiser.

An alle Genehmigungen für Ihre Selbstständigkeit gedacht?

Bedenken Sie auch, dass Sie je nach Berufsfeld weiterhin noch gewisse Genehmigungen oder Zertifikate benötigen, die bei der Gewerbeanmeldung vorliegen müssen. Um einen Gastronomiebetrieb gründen zu können, müssen Sie beispielsweise ein Gesundheitszeugnis vorweisen, im Handwerk einen entsprechenden Meistertitel. Informieren Sie sich deshalb bereits im Vorfeld bei Ihrer IHK/HWK, ob Sie eine Gewerbeerlaubnis oder spezielle Genehmigungen benötigen, damit zum Zeitpunkt der Gewerbeanmeldung alle notwendigen Dokumente vorliegen.

Haben Sie alle Anmeldungen erledigt, gilt Ihr Unternehmen als gegründet. Glückwunsch!

Für eine druckbare Übersicht aller Gründungsformalitäten können Sie sich einfach unsere Gründungs-Checkliste herunterladen.

Jetzt Checkliste herunterladen

Unternehmer – und jetzt? Die nächsten Schritte

Nachdem Sie sich erfolgreich selbstständig gemacht haben, geht es nun um Management und Wachstum Ihres Unternehmens. Als Unternehmer kommen viele neue Aufgaben auf Sie zu und Sie müssen sich um Dinge wie Buchhaltung, Steuern oder Marketing kümmern. Hier ist es wichtig, dass Sie sich bereits früh mit diesen Themengebieten beschäftigen. Falls Sie das nötige Know-how zur Erstellung der Buchhaltung nicht mitbringen, können Sie diese zunächst auch auslagern – an einen Buchhalter, Steuerberater oder einen externen Dienstleister.