So bringen Startups ihr Geschäft per VPN weiter

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Best Practice

Ein "virtuelles privates Netzwerk", kurz VPN, ist für private wie geschäftliche Nutzer interessant. Die Vorteile liegen dabei auf der Hand: Das VPN ermöglicht es, anonym im Internet zu surfen, seine Daten zu verschlüsseln und Webseiten aus anderen Ländern aufzurufen. Doch wie können Gründer und Startups daraus Vorteile für sich ziehen?

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Ein virtual private Network, kurz VPN, ermöglicht es, anonym, sicher und mit verschlüsselter IP-Adresse im Internet zu surfen. (Bild: Pixabay.com /© Danny144)

Was ist ein VPN?

Zunächst ist natürlich die Frage zu klären, was ein VPN überhaupt ist. Es handelt sich dabei um ein Netzwerk, mit dem Nutzer besonders sicher ins Internet gehen können. Dafür muss zuerst ein VPN-Client auf dem Computer installiert werden. Über diesen stellen die Nutzer dann eine Verbindung zum VPN-Server her und können nun im Internet surfen.

Das Besondere an einem virtuellen privaten Netzwerk ist, dass die eigene IP-Adresse nicht gesendet wird. So sind alle Daten verschlüsselt und es ist nur die IP-Adresse des VPN-Clients sichtbar. Eine Nachverfolgung und Überwachung der Aktivitäten sind somit ausgeschlossen.

Für wen ist ein VPN geeignet?

Unternehmen, die ein gutes VPN nutzen, haben den Vorteil, dass sie besonders sicher unterwegs sind. Hackern fällt es hier sehr viel schwerer, sich Zugang zum Netzwerk und zu den persönlichen Daten der Nutzer zu verschaffen. Gerade deshalb ist ein gutes VPN für Unternehmen, Start-ups und Gründer praktisch. Dabei gibt es viele Möglichkeiten, wie jedes Unternehmen von einem VPN profitieren kann.

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Über ein VPN lässt sich „Geoblocking“, also das Blocken bestimmter Websites für bestimmte Länder, problemlos umgehen. (Bild: Pixabay.com/© Danny144)

Informationen von ausländischen Webseiten nutzen

In Zeiten von Geoblocking ist es teilweise schwieriger geworden, ausländische Internet-Angebote zu nutzen. Registrieren bestimmte Webseiten deutsche IP-Adressen, sind die Webseiten nicht aufrufbar – oder leiten automatisch auf die deutsche Seite um. Die Bundesnetzagentur hat wichtige Informationen zum Geoblocking zusammengestellt.

Möchte nun jemand aus Deutschland für sein Unternehmen eine beispielsweise US-amerikanische Website besuchen, ist das mit einem VPN kein Problem. Dazu wählt der Nutzer einen spezifischen VPN-Server, der in den USA liegt. Schon ist es möglich, auf das amerikanische Web-Angebot zuzugreifen.

Das beschränkt sich übrigens nicht auf Netflix und Co. Wer wichtige Informationen von ausländischen Seiten benötigt, um das eigene Unternehmen vorwärts zu bringen, kann sich diese Informationen via VPN ohne großen Aufwand beschaffen.

Sicherheit bei remote work und Co.

Nicht erst in Zeiten von Corona haben sich remote work, Home Office und digitales Nomadenleben etabliert. Viele Unternehmen setzen bereits seit Jahren auf die Möglichkeit, dass ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von überall aus arbeiten können. Umso wichtiger ist dabei die Sicherheit.

Mit einem VPN ist es beispielsweise möglich, auch vom privaten Rechner zu Hause auf die Firmendaten auf dem Bürorechner zuzugreifen. Auch das Controlling der Arbeitszeit der einzelnen Mitarbeitenden lässt sich mit einem VPN besser managen. Die Mitarbeitenden im Home Office wählen sich über ein VPN in das Firmennetzwerk ein und hinterlassen so einen spezifischen „Stempel“. Beim Ausloggen passiert das Gleiche. So lassen sich Arbeitszeiten nachvollziehen.

Wird ein VPN verwendet, müssen die Mitarbeitenden keine Firmendaten auf ihrem privaten Computer zu Hause speichern. Auch die Anschaffung eines Laptops für die Heimarbeit ist nicht notwendig. Stattdessen können alle wichtigen Firmendaten einfach und gleichzeitig verschlüsselt über das VPN abgerufen werden. So ist es wirklich möglich, von überall aus zu arbeiten. Übrigens: Studien zufolge sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zufriedener, wenn sie ihre Arbeit flexibel gestalten können. Das steigert außerdem die Produktivität. Unternehmen, die ihren Mitarbeitenden flexible Arbeitszeiten und Home Office ermöglichen, sind beliebter als solche, die auf Anwesenheit zu einer bestimmten Kernarbeitszeit bestehen. Mit einem VPN wird diese Flexibilität noch bequemer und einfacher für alle Beteiligten.

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Dank der verschlüsselten Datenweitergabe haben Hacker keine Chance, wenn ein sicheres VPN genutzt wird. (Bild: Pixabay.com/© StefanCoders)

Datenschutz wird mit VPN großgeschrieben

Ein wichtiger Punkt, um den sich Gründer Gedanken machen, ist der Datenschutz. Viele Firmenangelegenheiten spielen sich heutzutage online ab. Das betrifft übrigens nicht nur Neugründungen. Auch etablierte Unternehmen sollten sich eine gute Strategie überlegen, um die Daten ihrer Mitarbeitenden zu schützen. Ein VPN ist dabei oft die erste Wahl.

Zum einen ermöglicht ein VPN einen anonymen Internetzugang. Da die eigene IP-Adresse verschlüsselt wird, ist ein Tracking unmöglich und die persönlichen Daten bleiben sicher. Zum anderen sind alle Daten, die von A nach B gelangen, ebenfalls verschlüsselt. Das heißt, dass nur Daten weitergegeben werden, die nötig sind und diese außerdem so stark verschlüsselt, dass Unbefugte nichts damit anfangen können.

Schneller unterwegs im World Wide Web

Ein interessanter Aspekt von VPNs ist, dass sie die Internet-Performance verbessern. Die Geschwindigkeit, mit der Nutzerinnen und Nutzer surfen können, wird erhöht. Das macht das Surferlebnis angenehmer und sorgt für eine größere Produktivität der Mitarbeitenden. Gerade bei großen Downloads ist es wichtig, dass es schnell geht. Normale Internet-Provider können die Bandbreite von Downloads drosseln, wenn die Mengen hier zu groß werden. Bei einem VPN besteht dieses Risiko nicht, denn die Aktivitäten sind ja nicht nachverfolgbar.

Sind VPNs überall erlaubt?

Ein VPN ist also für jedes Unternehmen zu empfehlen, das wachsen und sich weiterentwickeln möchte. Wichtig ist außerdem, sich im Vorhinein zu informieren, ob ein VPN am Unternehmensstandort oder dem Ort, an dem gearbeitet wird, legal sind. In Deutschland ist das kein Problem, in anderen Ländern unter Umständen schon. So haben Nordkorea und der Irak VPNs als illegal eingestuft. In China und Russland sind nur VPNs erlaubt, die eine staatliche Lizenz haben. Wer also remote aus dem Ausland arbeiten will, sollte sich im Vorfeld informieren, ob die Arbeit per VPN dort überhaupt möglich ist. Wenn alle Mitarbeitenden zumindest in der EU unterwegs sind, sollte es keine Probleme geben. Dann kann ein gutes VPN eine Bereicherung für die Arbeit darstellen.

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