Die beliebtesten Gründer, Querdenker und Pioniere 2013



Auf der ersten Seite lernen Sie die häkelnden Gründer von myboshi sowie den schon früh erfolgreich gewesenen Jungunternehmer Alexander Seidler von becoacht kennen. Darüber hinaus erfahren Sie, wie Steffen Marx das Crowd funding nutzte, um mit seiner Privatbrauerei Fuß in der Bierhochburg München zu fassen und warum es bei mymuesly auch Kaffee und Tee gibt.

Handgemachtes auf ezebee.com und Curated Shopping auf kisura.de

Das internationale soziale Netzwerk ezebee.com bietet Kleinunternehmern, Freelancern und Künstlern weltweit die Möglichkeit, ein eigenes Business im Internet zu starten, um eigene Produkte zu verkaufen. Dabei werden die Nutzer nicht auf bestimmte Angebote oder Themengebiete beschränkt. Die Plattform mit Shopping-Funktion wird zwar hauptsächlich von Anbietern handgemachter Produkte genutzt, präsentiert aber auch zunehmend Reise- und Freizeitangebote, alternative Verkehrsmittel und Kurse. Hierfür gibt es eine weltweit einheitliche „Alternativwährung”, die es Usern erlaubt, Waren und Dienstleistungen zu tauschen. Julia Emmert von ezebee über der schnellen Erfolg:

Nach nur knapp über zwei Monaten hatten wir bereits 2.500 Registrierungen aus über 38 Ländern und mehr als 20.000 Produkte und Dienstleistungen, die angeboten wurden. Vor allem Frauen nutzen diesen Vertriebskanal sehr gerne.

Kisura und ezebee
Oben mittig im Bild: Das Team von ezebee, Julia Emmert ist die zweite Person v.l.
Unten in der Mitte: Kisuras Geschäftsführerin Tanja Bogumil
Links: Produkte auf ezebee.com; rechts: Funktionsweise von Kisura
(Bildquellen: ezebee.com; kisura.de)

Kisura spezialisiert sich auf die in Deutschland noch junge Geschäftsidee des Curated Shopping. Die Plattform berät Frauen von Kopf bis Fuß für jeden Anlass. Die Kundinnen können Angaben über sich machen, die Körpergröße, Haarfarbe, Figur-Form, Lieblingsfarben und -marken betreffen. Alle Information werden im Anschluss zu einer Sedcard vereint, anhand der die Stylisten eine Auswahl an Kleidungsstücken treffen und diese in einem virtuellen Showroom präsentieren. Tanja Bogumil von Kisura über die Marktpositionierung:

Die Idee des Curated Shopping für Frauen ist in Deutschland noch neu und muss daher erst etabliert werden. Darin sehen wir die große Chance, uns als Marktführer in diesem Bereich zu positionieren.

Erlebnisübernachtung in SCUBE Parks und der plötzliche Sieg der F&A Manufaktur

Mit der Idee von SCUBE Parks wollen die Gründer eine neuartige Form des Tourismus etablieren. Das Gründerteam stellt bereits seit 2012 auf der 2800 m² Fläche des Sommerbads Neukölln 31 ihrer SCUBEs zum Übernachten zur Verfügung. Diese SCUBEs sind nur mit Betten ausgestattet, die Duschen und Toiletten sowie den Frühstücksraum findet man in einem zentralen Gebäude. Geöffnet ist der Park das ganze Jahr über und die SCUBEs sind auch mit Heizungen ausgestattet. Im SCUBE kann eine Temperatur von etwa 15 Grad Celsius über der Außentemperatur erreicht werden. Sogar im Winter kommen viele Gäste, die das „SCUBEing” als Erlebnisübernachtung begreifen. Tanja Rathmann von SCUBE Parks über die Geschäftsidee und die Koorperationsbereitschaft der Berliner Bäder-Betriebe:

Die Idee „Übernachten im Schwimmbad” ist nicht neu und eignete sich ziemlich gut für den Einsatz unserer SCUBEs. Die Berliner Bäder-Betriebe waren die ersten, die sich dem Vorhaben anschlossen und sich bereit erklärten eine Teilfläche dafür zu verpachten.

SCUBE Parks und FA Manufaktur
Oben links: Die Gründer Adi Frassek (l) und Fabian Kortwittenborg (r) mit der ersten Mitarbeiterin
Oben rechts: Tanja Rathmann von SCUBE Parks
Unten links: Logo des Gründerwettbewerbs start2grow; unten rechts: ein SCUBE
(Bildquellen: scube-parks.de; fa-manufaktur.de)

Das Start-up F&A Manufaktur nahm kurz nach der Gründung im Mai 2013 am start2grow Gründerwettbewerb teil und belegte den mit 15.000 € dotierten ersten Platz. Die Gründer Fabian Kortwittenborg und Adi Frassek wollten den Bereich der Sportbikes für Menschen mit Handycap aus dem klassischen „Sanitätshaus-Bereich” lösen und individuelle Bikes und Adaptivbikes aus einem technischen Umfeld heraus anbieten. In der Manufaktur produzieren die Gründer selbst. Sie schweißen die Rahmen nach Kundenvorgabe, passen Elektroantriebe ein und fertigen individuelle Lackierungen. Fabian Kortwittenborg von F&A Manufaktur über den unerwarteten Sieg beim Gründerwettbewerb:

Wir waren gar nicht angetreten, um zu gewinnen, sondern um die Realisierung unserer Gründungsidee zu beschleunigen. Das Preisgeld kamen einerseits überraschend und natürlich andererseits gerade im rechten Moment. Das hat es uns ermöglicht, schnell eigene Räumlichkeiten zu beziehen und nicht bei Bekannten deren Werkstätten mitnutzen zu müssen.

Zeugnis für den ersten Haarschnitt von Pepelou und Feedback von Honestly

Der Friseursalon Pepelou in der Frankfurter Innenstadt ist Deutschlands erster speziell für Kinder und Jugendliche. Geboten werden eine Abenteuerwelt für die Kleinen bis sechs Jahre sowie ein Backstage-Bereich für die größeren Kids bis zwölf. Außerdem gibt es einen Runway für Themen- und Geburtstagsparties sowie eine Nailbar mit Mini-Mani- und Pediküre und Nagellacke auf Wasser-Basis. Für-Gründer.de begleitete die beiden Gründerinnen Patricia Hegener und Mariana Quimper seit der Gründungsplanung und berichtete über die Herausforderungen und Fortschritte von Pepelou. Mariana Quimper von Pepelou über die Neuartigkeit der Geschäftsidee in Deutschland:

Ich kenne das Konzept aus meinem Heimatland Peru und auch Patricia, die Familie in den USA hat, war mit Kindersalons vertraut. Als wir uns bei einem Kaffee darüber unterhielten, haben wir festgestellt, dass es ein solches Angebot in Deutschland noch nicht gibt.

Pepelou und Honestly
Oben links im Bild: die Gründerinnen von Pepelou Patricia Hegener (l) und Mariana Quimper (r)
Oben rechts: Mateo Freudenthal ist einer der Gründer und Geschäftsführer von Honestly.
(Bildquellen: pepelou.de; honestly.de)

Mit Honestly haben Unternehmen die Möglichkeit, direktes Kundenfeedback zu erhalten und dieses grafisch auszuwerten. App-User können mit der Honestly-App überall Feedback geben und Antworten von Geschäftsführern erhalten. Geboten wird hierfür eine Software-as-a-Service-Lösung mit unterschiedlichen Preismodellen. Neben der kostenlosen Honestly Good-Version existiert auch eine Honestly Best- sowie die Enterprise-Version, mit der Unternehmen ihr individuelles Feedbackformular erstellen können. Um diesen Service zu nutzen, zahlen Kunden einen monatlichen Beitrag. Mateo Freudenthal von Honestly über die Expansion:

Langfristig planen wir natürlich nicht nur die Präsenz in Deutschland, Österreich und der Schweiz, sondern wollen uns international zur defacto Lösung für nicht-öffentliches Feedback entwickeln.

Wir sind auf die Gründerstorys im kommenden Jahr gespannt und wünschen den Top 10 sowie den anderen Gründern auch weiterhin viel Erfolg und behalten die Unternehmensentwicklungen im Auge. Weitere interessante Gründerstorys finden Sie auf Für-Gründer.de.

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