Ohne Generalprobe in „phase:zwei”: ein Fazit



Am 19. und 20. September richtete das Team um Sabrina Fuchs und Leon Bensch von sweetfox die phase:zwei Wirtschaftsmesse in Hamburg aus. Informative Stände, interessante Vorträge, unterhaltsames Bühnenprogramm und Business-Speeddating – in der Magnus Hall versammelten sich alle relevanten Akteure rund um die Frage, was kommt nach der Gründungsphase? Die Antwort: phase:zwei!

Genau genommen befinden sich auch die Organisatoren in der Gründungsphase – das Projekt: die phase:zwei Wirtschaftsmesse. In diesem Jahr fand diese zum ersten Mal statt und schubste die Macher ohne Generalprobe ins kalte Wasser. Die Bilanz fällt positiv aus, aber ein reflektierter Blick in Nachgang bereitet das Team auf das kommende Jahr vor.

Wir sprachen mit Leon Bensch von phase:zwei über die stressige Vorbereitungszeit kurz vor dem Event, hilfreiche Kritik seitens der Besucher, die Relevanz von Plakatwerbung und Pläne für das Jahr 2014.

Wenn die Glocke läutet, wechseln die Gesprächspartner den Tisch und lernen ein neues Unternehmen kennen
Business-Speeddating: Wenn die Glocke läutet, wechseln die Gesprächspartner den Tisch und lernen ein neues Unternehmen kennen

Für-Gründer.de: Hallo Herr Bensch, die phase:zwei Wirtschaftsmesse fand dieses Jahr zum ersten Mal in Hamburg statt – wie lautet Ihr Fazit zu den zwei Veranstaltungstagen in der Vorwoche?

Leon Bensch von phase:zwei: Die Premiere der phase:zwei Wirtschaftsmesse ist gut gelungen. In den letzten drei Monaten waren wir sehr intensiv damit beschäftigt, dass die Messe ohne große organisatorische Probleme über die Bühne gehen konnte. Insbesondere waren die Tage vor der Messe besonders aufregend und lang, in der Hoffnung, dass alles so klappt wie wir uns das vorgestellt haben.

Da es die erste Veranstaltung war und es natürlich keine Möglichkeit einer Generalprobe gab, hat sich in den beiden Veranstaltungstagen herauskristallisiert, welche Veränderungen und Verbesserungen es geben muss. Es wird definitiv Veränderungen geben, welche das sein werden, können wir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen.

Für-Gründer.de: Wie war das Feedback der Besucher?

Leon Bensch von phase:zwei: Insgesamt konnten wir weniger Besucher begrüßen als wir uns gewünscht haben. Das Feedback derjenigen, die in der MagnusHall waren, war jedoch sehr positiv. Natürlich haben wir auch kritische Stimmen gern entgegengenommen.

Insbesondere gelobt wurde der zeitgemäße Charakter der Messe, wohingegen andere durchaus die Mischung aus musikalischen Bühnendarbietungen und Ausstellern in der gleichen Halle kritisch sahen.

Hier müssen wir für die nächste Veranstaltung eine bessere Lösung finden, um das eine vom anderen besser zu trennen, ohne den uns wichtigen kreativen Aspekten, die wir mit der Messe verfolgen, ins Abseits zu stellen. Insgesamt haben wir viel Unterstützung erhalten, die Messe im nächsten Jahr erneut zu veranstalten.

Für-Gründer.de: Wie gestaltete sich das Ausstellerprogramm und welche Aussteller möchten Sie vielleicht besonders hervorheben?

Leon Bensch von phase:zwei: Wir haben eine gute Mischung von Ausstellern bei der phase:zwei dabei gehabt. Hier waren wir ja bereits im Vorfeld darauf bedacht, dass sich die Geschäftsmodelle voneinander unterscheiden und auch untereinander neue Netzwerke gebildet werden können oder Kooperationen entstehen.

Für-Gründer.de: Welche Vorträge kamen bei den Besuchern besonders gut an?

Leon Bensch von phase:zwei: Wir hatten viele tolle Vorträge. Ein Vortrag bzw. ein junges Unternehmen tat sich besonders hervor – die Rede ist von Burn4Bonus. Tobias Bruns referierte zum Thema „Gamification-Ansätze im Sport”. Das Start-up bemerkte, dass spielerische Gestaltungselemente im Sport die Motivation zu mehr Bewegung erhöhen und so regelmäßige Sportaktivitäten unterhaltsamer werden.

Genau diesen Ansatz verfolgt die neue Web-Applikation Burn4Bonus, auf der Lauf und Fitness App Nutzer in Deutschland fürs Laufen und Radfahren mit Gutscheinen von Partnern belohnt werden.

Tobias Bruns (l.) ist Geschäftsführer und Gründer von Burn4Bonus, David Geistert ist Programmierer
Tobias Bruns (l.) ist Geschäftsführer und Gründer von Burn4Bonus, David Geistert ist Programmierer

Für-Gründer.de: Was hat sich hinter dem Business-Speeddating verborgen und wie wurde es vom Publikum angenommen?

Leon Bensch von phase:zwei: Das Business-Speeddating ist in etwa dem Speeddating gleichzusetzen, bei dem sich unbekannte Menschen treffen, eine vorgegebene Zeitspanne zur Verfügung haben, um sich beim Gegenüber zu präsentieren. Im Fall des Business-Speeddatings haben sich Unternehmer für jeweils fünf Minuten gegenüber gesessen und in einem Pitch ihr Unternehmen, Unternehmensziele und sich selbst vorgestellt.

Nach fünf Minuten wurden die Tische gewechselt und eine neue Runde begann. Insgesamt hatte so jeder Unternehmer innerhalb von 40 Minuten Zeit viele andere Unternehmer und deren Business kennenzulernen. Das Business-Speeddating wurde vom Publikum sehr positiv angenommen. Alle vier Veranstaltungsrunden waren ausgebucht.

Für-Gründer.de: Wenn Sie nun den Blick zurück schweifen lassen – was waren die besonders großen Herausforderungen bei der Organisation der Messe?

Leon Bensch von phase:zwei: Alles in allem war die Umsetzung der Idee und des neuen Konzepts der Messe die größte Herausforderung. Zuerst steht die Idee ja auf dem Papier. Es gibt keine Marke, kein Logo, keine Farben. Nach und nach setzt sich alles zusammen. Es entstehen die Corporate Identity, die Website, die Broschüre, die Flyer, die Plakate.

Wir haben sehr viel Wert auf eine parallele PR-Arbeit gelegt, um die Fortschritte der Veranstaltung an die Öffentlichkeit zu bringen und sukzessive mehr Raum und Online-Präsenz zu gewinnen. Die größte Herausforderung war die Bekanntmachung der phase:zwei sowohl online als auch offline.

Das Messeteam um Sabrina Fuchs (3.v.l.), Melissa Kube (4.v.l.), Leon L. Bensch (5.v.l.) und Johanna Pigge (7.v.l.)
Das Messeteam um Sabrina Fuchs (3.v.l.), Melissa Kube (4.v.l.), Leon L. Bensch (5.v.l.) und Johanna Pigge (7.v.l.)

Oft haben wir uns die Frage gestellt: wie können wir die Hamburger davon überzeugen, dass die phase:zwei eine neue moderne und kreative B2B-Messe ist, die man unbedingt besuchen muss? Wie kann es gelingen, ein noch größeres Interesse für interessante Produkte und Dienstleistungen zu erzeugen?

Unser Fazit lautet: nach einem sehr positiven Online-Marketing dürfen wir klassische Marketingmaßnahmen wie Plakatwerbung nicht außer Acht lassen. In diesem Bereich haben wir einiges getan, weitere Maßnahmen sind für das nächste Jahr geplant.

Für-Gründer.de: Und ein Blick voraus: wird es auch im nächsten Jahr phase:zwei geben?

Leon Bensch von phase:zwei: Die phase:zwei ist fürs kommende Jahr 2014 geplant. Konkrete Pläne werden wir in den kommenden Wochen erarbeiten. Um die phase:zwei zu einem festen Bestandteil der Hamburger Kreativwirtschaft zu machen, sind wir derzeit auf der Suche nach Sponsoren und Kooperationspartnern.

In diesem Zug freuen wir uns auch über direkte Anfragen an uns und wir freuen uns über konstruktive Gespräche. Nur gemeinsam können wir die phase:zwei vorantreiben und zu einem erfolgreichen Event werden lassen, über das man spricht.

Für-Gründer.de: Vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg im kommenden Jahr!

Weitere Informationen zur phase:zwei Wirtschaftsmesse und weitere Gründermessen quer durch Deutschland finden Sie auf Für-Gründer.de.

Bildquellen: phasezwei-hamburg.de

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