Steve Ballmer öffnet die Pforten von “Microsoft Berlin”



Für Tech-Start-ups bietet der Microsoft Ventures Accelerator ein drei- bis sechsmonatiges Mentoren- und Trainingsprogramm, bei dem Microsoft- und externe Experten die angehenden Gründer beraten. Dabei werden den Start-ups kostenlos Büroräume, sowie Soft- und Hardware zur Verfügung gestellt um die Idee bis zur Marktreife weiterzuentwickeln. Der Unterschied zu den meisten anderen Accelerator-Programmen besteht hierbei daran, dass Microsoft keine Unternehmensanteile der Start-ups fordert. Allerdings ist hierbei auch keine finanzielle Beteiligung seitens Microsofts vorgesehen, kann aber im späteren Verlauf des Programms folgen.

Weiterhin bietet Microsoft den Start-ups noch der Teilnahme an ihrem Seed Fund Programm, das Technologie-Start-ups die Chance auf eine strategische Investition bietet. Dabei sollen die Gründer vom weltweiten Netzwerk Microsofts profitieren und mit Investoren und Unternehmenskunden in Kontakt treten.

Rahul Sood gab angehenden Gründern auch in dieser Keynote den Tipp sich gezielt ein großes Problem der Zeit auszusuchen und zu behandeln um von Bedeutung zu sein. Auf die Frage warum Microsoft Berlin als Standort gewählt habe, antwortete Rahul Sood:

Die ansässige Unterhaltungsindustrie und Kunstszene ist uns sehr wichtig. Wir wollen eng mit ihr zusammenarbeiten.

Berlins neun neue “IT-Rockstars”

Insgesamt wurden aus 360 Bewerbungen rund 70 Start-ups zum Gespräch eingeladen, von denen nun neun Start-ups in das Microsoft Ventures Accelerator  Programm aufgenommen wurden:

  • Attaching.it hat einen neuen, einfach nutzbaren Service zum Datentransfer entwickelt, dem Organisationen trauen sollen können
  • Babbo empfiehlt denjenigen, die eine Sprache neu lernen Artikel, Videos und Musik, die ihren jeweiligen Interessenfeldern und Sprachniveaus entsprechen
  • Cringle bietet eine mobile Lösung zur Rückzahlung von Schulden bei Freunden an, die direkt über die regulären Konten funktioniert
  • EvoMob entwickelt eine Plattform um Onlineshops auf einfachstem Wege in Touchscreen-optimierte mobile Shops umzuwandeln ohne Codeschreiberei
  • Makeapoint hat sich das Ziel gesetzt, durch die Kombination von Videoanrufen mit der Flexibilität von Diskussionsforen Onlinedebatten zu revolutionieren
  • Researchcluster hat sich zur Aufgabe gemacht, Wissenschaftlern und Recherchierenden die Möglichkeit zu geben, benötigtes Wissen oder Equipment zu verschaffen, in dem sie Labore und Institute mit den Nachfragenden zusammenbringen
  • MyLorry soll Kunden mit in der Nähe befindlichen Kurieren in Echtzeit verbinden um sofort entsprechende Kurierdienste in Anspruch zu nehmen und zu bezahlen
  • UnlockYourBrain will mit Hilfe einer App kleine Übungen zum Erlernen von Sprachen oder zur Verbesserung der Konzentrationsfähigkeit bieten. Die Übungen werden dabei immer kurz durchgeführt, sobald das eigene Telefon entsperrt wird.
  • Sensorberg bietet eine Dateninfrastruktur, die Apps dazu befähigt mit Orten zu interagieren. Die Plattform soll dabei jede App zu proximity notifications befähigen, die dabei helfen beim Betreten eines Ortes Dinge automatisiert erledigen zu lassen ohne mündliche Anmeldungen oder ähnliches erledigen zu müssen.
Microsofts Prominenz und die neun "IT-Rockstars"
Steve Ballmer kniet vor den neuen Start-ups am Standort Berlin

Feierliche Eröffnung 

Am Abend stand dann die feierliche Eröffnung des Gebäudes an. Neben einem virtuellen Rundgang des Gebäudes per Spielfilm betonten Dr. Christian P. Illek und Steve Ballmer die Wichtigkeit von Berlin als Standort.

Feierliche Eröffnung am Abend
Die gut besuchte feierliche Eröffnung am Abend wartete mit einem Auftritt der Popsängerin Leslie Clio auf.

Berlin sei eine der wichtigsten Trendsetter-Metropolen weltweit geworden und erlebe einen starken Wandel, was auch an den vermehrten Gründungen im Tech-Bereich zu sehen sei. Microsoft möchte zu diesem Wandel auch einen Teil beitragen und

den zukünftigen Bedürfnissen der Kunden gerecht werden und jungen Talenten der Branche die Möglichkeit zum Lernen geben.

Berlin soll dabei neuer Standort für die Entwicklung von Innovationen werden und mit der „Digital Eatery” stärker auf die Kunden eingegangen werden.

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