Horizon 2020 bezuschusst KMU und Start-ups im IKT-Bereich



Die EU fördert mit insgesamt 80 Mrd. Euro die Bereiche Forschung und Innovation. Davon gehen 2,8 Mrd. Euro an Start-ups und KMU aus der Informations- und Kommunikationstechnologie, die jeweils bis zu 2,5 Mio. Euro als nicht rückzahlbaren Zuschuss erhalten können. Nach Phase I endet die nächste Frist für Phase II schon am 9. Oktober. Wer einen Antrag stellen will, sollte sich beeilen!

Das Programm Horizon 2020 ist Teil des EU-Vorhabens, Wachstum und Arbeitsplätze zu schaffen. Umgesetzt wird es durch die Stärkung der wettbewerbsfähigen Wirtschaft mithilfe von Innovationen bei Produkten, Dienstleistungen und Prozessen. So stehen insgesamt 80 Mrd. Euro zur Verfügung, die von 2014 bis 2020 für die Entwicklung von Innovationen vergeben werden. Rund 3 Mrd. Euro davon werden zur Förderung von Start-ups und KMUs eingesetzt. Es werden also speziell kleine und mittelständische Unternehmen mit innovativen Produkten, Dienstleistungen oder Prozessen im IKT-Bereich unterstützt. Ihnen soll mit dem Zuschuss dabei geholfen werden, mit dem globalen Wettbewerb mitzuhalten. Der Antrag auf den Zuschuss lohnt sich, denn einzelne Start-ups können bis zu 2,5 Mio. Euro aus dem Horizon 2020-Fördertopf beziehen.

Horizon 2020
Das EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation Horizon 2020 zielt darauf ab, eine wissens- und innovationsgestützte Gesellschaft sowie eine wettbewerbsfähige Wirtschaft in der Europäischen Union aufzubauen (Bild: Europäische Kommission)

Höhe der Zuschüsse in den einzelnen Phasen

Das KMU-Instrument untergliedert sich zwar in drei Phasen, aber nur die ersten beiden Phasen werden direkt durch EU-Zuschüsse gefördert.

  • Phase I widmet sich der Machbarkeits- und Durchführungsstudie und wird mit einem Pauschalbetrag in Höhe von 50.000 Euro durch Horizon 2020 gefördert.
  • In der aktuell anstehenden Phase II geht es um die Entwicklung und Demonstration des Projekts. Hier erhält man Zuschüsse zwischen 500.000 Euro und 2,5 Mio. Euro über einen Zeitraum von 12 bis 24 Monate.
  • In Phase III steht die Markteinführung im Mittelpunkt. Um diese zu unterstützen, wird ein erleichterter Zugang zu bspw. Krediten oder Beteiligungskapital geboten.
Drei Phasen des KMU-Instruments
Die drei Förderphasen des KMU-Instruments (Bildquelle: http://ec.europa.eu)

Welche Start-ups und KMU sind förderfähig

Die KMU-Unterstützung verläuft in drei Phasen entlang der Innovationskette – von Machbarkeitsstudien über Forschung und Demonstration bis hin zur Markteinführung. Auch Einzelunternehmen können gefördert werden, wenn ein europäischer Mehrwert besteht. Laut EU-Definition von KMU hat ein

  • mittleres Unternehmen nicht mehr als 250 Mitarbeiter, einen Umsatz von maximal 50 Mio. Euro oder eine Bilanzsumme von maximal 43 Mio. Euro.
  • Ein Kleinunternehmen hat nicht mehr als 50 Mitarbeiter und maximal 10 Mio. Euro Umsatz bzw. Bilanzsumme.
  • Und ein Kleinstunternehmen hat maximal 9 Mitarbeiter und verzeichnet nicht mehr als 2 Mio. Euro Umsatz oder Bilanzsumme.

Deadlines für Anträge auf Horizon 2020

Ein Einstieg ist jederzeit möglich, so auch direkt in Phase II. Gründer können also laufend einen Antrag einreichen, da mehrere Termine existieren. Die nächsten Termine für die Anträge im Rahmen von Horizon 2020 sind:

  • Phase II: 9. Oktober 2014
  • Phase I + Phase II: 17. Dezember 2014

In einem Interview mit Kumardev Chatterjee, Horizon 2020-Experte, erfahren Sie, wo die größten Stolperfallen beim Antrag liegen und wie man die Erfolgschancen auf die Förderung steigert.

Das nachfolgende Video fasst zusammen, worum es bei Horizon 2020 geht:

Nähere Informationen rund um das EU-Förderprogramm Horizon 2020 und weitere Termine für 2014/2015 finden Sie auf der Internetseite der Europäischen Kommission.

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