Gründerwettbewerbe: Tipps für die erfolgreiche Teilnahme



In unserer Publikation „Gründerwettbewerbe und Top Start-ups 2014/2015″ findet sich neben den aktuellen Zahlen zur Wettbewerbslandschaft in Deutschland auch ein Leitfaden für die erfolgreiche Teilnahme an einem Gründerwettbewerb. Nicht nur der Sieg selbst ist attraktiv. Im Wettbewerbsverlauf sollte man alle wertvollen Gelegenheiten und Tipps für sich nutzen.

Die aktuellen Zahlen rund um Deutschlands Gründerwettbewerbe sowie eine Vorstellung der erfolgreichsten Gründer und ihre Erfolgsrezepte finden sich in unserer neuen Publikation „Gründerwettbewerbe und Top Start-ups 2014/2015″.

Attraktive Preise locken

Was gibt es bei Gründer- und Businesswettbewerben quer durch Deutschland zu gewinnen? Diese Frage haben wir uns nun zum zweiten Mal gestellt. 1,6 Millionen Euro Preisgelder für Start-ups war das Ergebnis im Jahr 2013. Dabei hatten wir 60 Wettbewerbe in unsere Analyse einbezogen. In die aktuelle und deutlich erweiterte Auswertung für das Jahr 2014 sind nun weit über 100 Wettbewerbe eingeflossen. Damit haben wir nicht nur mehr Daten gewonnen, sondern auch einen verbesserten Wettbewerbsleitfaden für Gründer und Start-ups geschaffen. Die Preisgelder der Wettbewerbsrunde 2014 betrugen 2,56 Mio. Euro – zusammen mit den ausgelobten Sachpreisen waren es 3,2 Mio. Euro.

Die analysierten Ideen-, Businessplan- und Gründerwettbewerbe sowie Innovationspreise bestehen nicht immer nur aus einer Wettbewerbsrunde, sondern küren Preisträger häufig in bis zu drei Phasen. Im Fokus dieser Studie stehen Wettbewerbe, die sich an Gründer, Start-ups und Unternehmen aus Deutschland richten.

Preisträger des Gründerwettbewerbs InnoWASTEon
Das könnten Sie sein – wir haben den Leitfaden dorthin (Foto: Green Alley)

Gründerwettbewerb IKT Innovativ trägt die weitesten Spendierhosen

Die spendabelsten Wettbewerbsveranstalter in Deutschland sind die Initiatoren des bundesweiten Gründerwettbewerbs IKT Innovativ. Hier bekommen Existenzgründer und Jungunternehmer gleich zweimal im Jahr die Gelegenheit, an einer in sich geschlossenen Wettbewerbsrunde teilzunehmen. Die Summe der Preisgelder belief sich 2014 auf 256.000 Euro und 218.000 Euro. Damit belegt der Gründerwettbewerb IKT Innovativ mit Preisgeldern im Gesamtwert von 474.000 Euro ganz klar den ersten Platz und steht für fast 20 % aller Preisgelder.

Zudem haben Start-ups bei IKT Innovativ in unregelmäßigen Abständen zusätzlich eine Chance auf die mit 100.000 Euro dotierte Prämierung der IKT-Gründung des Jahres, die 2014 allerdings nicht vergeben wurde.

66.000 Euro von Science4Life für Life Sciences und Chemie

Etwas weiter unten in der Rangfolge der spendabelsten Wettbewerbe, aber nicht weniger populär, ist der Science4Life Venture Cup für Geschäftsideen im Bereich Life Sciences und Chemie. Aber auch Gründer mit themenverwandten Ideen sind dazu aufgerufen, sich hier zu bewerben. Auf die Preisträger warten in den drei Phasen attraktive Preisgelder im Gesamtwert von 66.000 Euro. Genau diese Summe brachte den Science4Life Venture Cup auf Platz sechs des zehnstufigen Siegertreppchens im Kampf um die größten Preisgelder.

Aber nicht nur die Geldpreise locken zur Teilnahme bei dem Gründerwettbewerb Science4Life, auch die qualifizierten Feedbacks zu den eingereichten Businessplänen sind Grund genug, mitzumachen. Der Wettbewerb findet in drei Phasen statt und begleitet Gründerteams von der Geschäftsidee über das Konzept bis hin zum Businessplan.

Start-ups pixolus und TinkerToys sind Mehrfachpreisträger

Den absoluten Abräumer COLDPLASMATECH haben wir im Zuge unserer Sonderveröffentlichung rund um Deutschlands Gründerwettbewerbe nun ausführlich vorgestellt, aber es gibt noch weitere Start-ups, die es durch ihre mehrfachen Auszeichnungen in den Olymp der Top Start-ups 2014 geschafft haben.

TinkerToys wollen nur spielen

TinkerToys ist eine Ausgründung des Technologie-Inkubators FabLab in Magdeburg und steht für individuelles Spielzeug, das das Potenzial des Kindes freisetzen will. Mithilfe von 3D-Druckern werden eigene Fantasie-Spielzeuge zum Leben erweckt. Die Vorlage dafür kommt vom Kind selbst. Genutzt wird ein Biokunststoff aus nachwachsenden Rohstoffen, der nicht nur umweltfreundlich und biologisch abbaubar sei, sondern in Zukunft auch von TinkerToys recycelt und wiederverwendet werden könne. Möglich ist das alles online von zu Hause aus oder in der TinkerToys-Filiale in Leipzig.

Das Start-up wurde unter anderem beim ego.-BUSINESSPLANwettbewerb und dem Innovationspreis-IT prämiert.

TinkerToys Spielzeug
Mit einem 3D-Drucker gefertigte TinkerToys (Foto: TinkerToys)

pixolus: Automatisierte Datenerfassung für optimale Arbeitsabläufe

Beim Kölner Start-up pixolus dreht sich alles um die automatisierte Datenerfassung. Nutzer benötigen hierfür lediglich ein Smartphone oder Tablet sowie die pixolus-Erkennungssoftware, um Bildinhalte und Daten zu erfassen. So soll lästiges, zeitaufwendiges und fehlerträchtiges Abtippen erspart bleiben.

Und so funktioniert’s: Das Feature „Abfotografieren statt abschreiben” bietet eine mobile Bilderkennungstechnologie, um Daten einfacher zu erfassen. Hier genügt das unkomplizierte Abscannen mit dem Smartphone oder Tablet. Die Software liest die Informationen fehlerfrei aus und digitalisiert sie automatisch.

Darüber hinaus werden Kunden auf Wunsch hinsichtlich individueller Lösungen für die Bereiche Bildverarbeitung, Machine Learning und Data Mining beraten, denn pixolus entwickelt auch Software und Anwendungen, die auf die Prozesse des Kunden zugeschnitten sein sollen, um Abläufe und Kosten optimieren zu können.

So gelingt die erfolgreiche Teilnahme beim Gründerwettbewerb

Businessplan- und Gründerwettbewerbe verteilen ihre Preise natürlich nicht leichtfertig. Und so genügt es nicht, eine Bewerbung nach dem Gießkannensystem zu erstellen, um einen der begehrten Preise zu ergattern. Die Erfolgschancen steigert man in Anbetracht oft mehrerer hundert Bewerbungen hingegen mit einer zielgerichteten Auswahl, hohem Engagement und viel Zeit, die man investiert – wie auch bei einer Gründung! Ein kleiner Auszug aus unserer Studie gibt eine Vorschau auf unseren ausführlichen Leitfaden.

Gründerwettbewerbe 2014 nach Branchenverteilung
Wer bei einem Gründerwettbewerb mitmachen möchte, sollte zuerst einmal herausfinden, wie das Wettbewerbsangebot für die eigene Branche beschaffen ist (Weitere Grafiken in der Publikation)
  1. Wettbewerbe sortieren
    Die Auswahl eines passenden Wettbewerbs erfolgt nach regionalen Gesichtspunkten, der Branche und der eigenen Unternehmensphase. Darüber hinaus lohnt ein prüfender Blick auf die Geschäftsideen der bereits ausgezeichneten Preisträger aus den Vorjahren.
  2. Bewerbung der Extraklasse erstellen
    Zu einer optimalen Bewerbung bei einem Gründerwettbewerb gehören fehlerfreie Texte, korrekte Kennzahlen, vollständige Unterlagen und die Einhaltung der Vorgaben. Die Abgabefrist und Maximalseitenzahl dürfen nicht überschritten werden, sonst wird die Teilnahme nicht zugelassen.
  3. Planen, vorbereiten und wissen, was auf einen zukommt
    Ist man eine Runde weiter, sollte man bereits wissen, was auf einen zukommt. Einige Wettbewerbe belassen es bei schriftlichen Bewerbungen, während andere Initiatoren zu einer zusätzlichen Präsentation vor einer Fachjury laden. Dort hat man gut vorbereitet und gegebenenfalls mit dem Produkt in petto zu erscheinen. Sieger aus den Vorjahren könnten auch hier hilfreiche Tipps liefern.
  4. Jede Chance nutzen
    Während des Wettbewerbs sollte man alle Weiterbildungsangebote und Netzwerkveranstaltungen nutzen, die angeboten werden. Hier lassen sich wertvolle Kontakte knüpfen und Lektionen für die Gründung sammeln, die über den Wettbewerb hinaus nützlich sein können.
  5. Vom Presserummel profitieren
    Hat man es unter die Finalisten geschafft und wurde gegebenenfalls sogar zum Sieger gekürt, kann man sich der Aufmerksamkeit der Medienvertreter bei der Preisverleihung gewiss sein. Eine Vorführung des Produkts oder der Dienstleistung können wahre Wunder wirken, wenn es darum geht, einen Platz in der Zeitung von morgen zu ergattern.
  6. Nach dem Wettbewerb ist vor dem Wettbewerb
    Und zu guter Letzt: das Feedback und Gelernte lässt sich prima in den Businessplan und das Geschäftskonzept überführen. So wird nicht nur das eigene Vorhaben optimiert, sondern auch die Chance auf eine erfolgreiche Teilnahme beim nächsten Wettbewerb gesteigert.

Wer nach diesem Auszug aus dem Leitfaden neugierig geworden ist und jetzt noch viel mehr erfahren möchte, kann sich ganz einfach den gesamten kostenfreien Leitfaden samt Analyse herunterladen.

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