Was erwarten Gründer vom Geschäftsjahr 2015?



Auf der ersten Seite verraten die Gründer von Braufässchen, erdbär, Extravest, Unverpackt Kiel und EchtPost, was sie für 2015 geplant haben. Hier stehen nun die Köpfe hinter Sablono, Shrewd Foods, Zencap, Lockbox, Compeon und cosinuss° im Fokus.

Luka Olbrich von Sablono

Für-Gründer.de stieß auf die Bauprojekt-Technologie von Sablono im Rahmen des Code_n Awards 2014. Während der fünftägigen Schau aller 50 Finalisten des Gründerwettbewerbs auf der CeBIT in Hannover blieben viele Journalisten beim Stand von Lukas Olbrich stehen. Im Nachgang überschlugen sich die Pressemeldungen rund um das Berliner Start-up. Doch damit soll noch längst nicht Schluss sein:

Das spannendste an unserem Unternehmen ist für mich die große Aufgabe, der wir uns gestellt haben: das Thema „Zeit und Termine” in Bauprojekten in den Griff zu bekommen. Ein großer Erfolg im nächsten Jahr wäre für Sablono sicherlich eine Publikation über den erfolgreichen Einsatz unserer Plattform und der damit erreichten Terminsicherheit. Wir haben starke Partner an unserer Seite und spannende Projekte in Aussicht, aus denen sich sicherlich solche Ergebnisse produzieren lassen.

Für Sablono stehen im Jahr 2015 weitere Software-Entwicklungen an, die das Produkt nochmals verbessern sollen: „Für das Unternehmen wünsche ich mir vor allem das kontinuierliche Entwickeln und Ausliefern neuer und verbesserter Features in unserer Software. Die Bauindustrie soll sehen, dass die Produktmaschine bei uns rund um die Uhr läuft. Darauf aufbauend ist es bedeutend einfacher, Absatz- oder Umsatzziele zu erreichen. Dass wir diese für uns definieren und messen, steht außer Frage. Bei einem wachsenden Team wachsen auch die Ansprüche an die eigenen Führungsqualitäten.”

Und so, wie Olbrich es für sein Unternehmen vorsieht, verfährt er auch mit den Ansprüchen an sich selbst: „Ich denke, als Unternehmer kann und sollte man sich stetig verbessern. Das ist mein Anspruch an mich persönlich. Privat trainiere ich auf den Halbmarathon im März hin. Zielzeit: 1 Stunde 33 Minuten.”

Die Gründer von EchtPost, Sablono und Shrewd Foods
Die Gründer von EchtPost (l.), Sablono (o.r.) und Shrewd Foods (u.l.)

Nadine Sinclair und Katrin Krieger von Shrewd Foods

Die fruchtigen Shameless Smoothies zum Anrühren wurden in vielen Redaktionen verköstigt und für gut befunden, wie die  Shrewd Foods-Gründerinnen Nadine Sinclair und Katrin Krieger erzählen: „Wir freuen uns riesig über das bisherige positive Medienecho zu Shameless Smoothies. Das ProSieben-Magazin taff, Brigitte, Freundin, Glamour sowie der Blog Lecker und Co. haben begeistert von Shameless Smoothies berichtet. Wir haben den großen Vorteil, mit dem ersten Smoothie zum Anrühren aus 100 % Frucht ein wirklich innovatives Produkt auf den Markt gebracht zu haben.” Das Jahr 2014 scheint insbesondere im Hinblick auf die positive mediale Resonanz ein gutes Jahr gewesen zu sein – und wenn es nach den Gründerinnen geht, darf es 2015 genauso weitergehen:

Am liebsten würden wir in allen Medien lesen, dass wir mit Shameless Smoothies die erste Vitaminbombe aus der Tüte geschaffen haben. Die muss man einfach probieren. Auch würden wir uns über eine Gründerstory in einem der großen Nachrichtenmagazine sehr freuen. Wir sind wirklich ein interessantes und erfahrenes Gründerteam.

Aber hinter all der medialen Präsenz steckte auch ein gutes Stück Arbeit, wie Sinclair und Krieger verraten: „Unser erstes Jahr haben wir dazu genutzt, das Unternehmen aufzubauen: Wir haben die Produkte entwickelt, Produktion und Vertrieb auf die Beine gestellt und viel an unser Bekanntheit gearbeitet.”Jetzt wo der Grundstock gelegt ist, geht es mit Feintuning weiter: „Im zweiten Jahr werden wir die Rollen im Unternehmen stärker verteilen. Wir als Unternehmer werden unsere Zeit und Energie in die Projekte stecken, die wirkliche Wachstumshebel sind.”

Wachstum scheint auch hier ein wichtiges Stichwort zu sein – in mehrfacher Weise. Zum einen wird der B2B-Bereich angepeilt. Zweitens geht ein Blick in Richtung Kapazitäten-Ausbau und drittens soll neues Kapital eingesammelt werden.

Gerade im B2B-Bereich sehen wir viel Potenzial. Auch Auslandsmärkte, wie England, werden wir stärker angehen. Für operative Themen wie Produktion, Bestellabwicklung oder Buchführung holen wir uns Unterstützung ins Team. Wir haben unser Unternehmen 100 % eigenfinanziert gegründet. Für 2015 wollen wir einen Investor mit an Board nehmen, um das nötige Wachstumskapital zu gewinnen und weiterhin so stark zu wachsen.

Dr. Christian Grobe und Dr. Matthias Knecht von Zencap

Auch das Unternehmen Zencap soll weiter wachsen und gedeihen. Die Gründer Dr. Christian Grobe und Dr. Matthias Knecht wünschen sich demnach natürlich, nur positive Nachrichten über ihre Crowdlending-Plattform für kleine und mittlere Unternehmen in den Zeitungen lesen zu können. Aber viel mehr noch geht es darum, ihren Dienst noch stärker zu etablieren:

Wir möchten Kreditnehmern und Kreditgebern ein attraktives Kreditprodukt bzw. eine interessante Geldanlage bieten. Unseren Kunden in Zeiten von Niedrigzinsen und Basel III eine echte Alternative aufzuzeigen, ist unsere wesentliche Motivation.

Erreicht werden soll das Ziel durch optimale Prozesse und Verlässlichkeit für Kunden:

Unseren Kunden das optimale und bestmögliche Kredit- bzw. Investmenterlebnis zu bieten. An jedem Prozessschritt soll er sich gut beraten und verstanden fühlen. Wir wollen uns als ein seriöser und verlässlichen Partner an der Seite unserer Kunden etablieren.

Und mit der Etablierung auf dem Markt, erhofft man sich dann natürlich auch ein kontinuierliches Wachstum: „Bis Ende 2015 wollen wir Unternehmenskredite im Wert von 50 bis 70 Millionen Euro. Wir haben die klare Vision der weltweit führende Marktplatz für Unternehmenskredite zu werden.”

Daniel Kraker von Schwarzenfeld von Lockbox

Das Internethandel Magazin kürte jüngst die Lockbox zu einem der besten Internet-Start-ups des Jahres 2014. Der Service, sich Bestellungen aus dem Internet in eine an der Wohnungstür befestigten Box liefern zu lassen, ist aktuell in aller Munde. Der Gründer Daniel Kraker von Schwarzenfeld ist wohl gekommen, um zu bleiben – und peilt daher bereits weitere Ausbau-Pläne und Kooperationen an. Kurz gesagt, möchte er:

Dass Lockbox den Paketmarkt aufmischt! Wir wollen stark wachsen und unseren Kunden die maximale Convenience bieten. Dazu werden wir unser Angebot an Partner-Shops erweitern, Kooperationen im Logistik-Bereich ausbauen und weitere Regionen erschließen.

Seine persönlichen Ziele als Unternehmerperson verschmelzen mit jenen für sein Unternehmen: „Ich will als Unternehmer das Interesse der Paketempfänger weiter in den Vordergrund rücken. Bisher wird die Paketzustellung vor allem als Kostenfaktor und notwendiges Übel gesehen. Dass die dadurch entstehende Kundenunzufriedenheit allerdings ein großes Hemmnis für das Wachstum im E-Commerce ist, erkennen noch zu wenige der Verantwortlichen. Für mich persönlich ist es dabei wichtig, eine gute Balance zwischen den administrativen Aufgaben und den „großen” Zielen zu finden.”

Die Gründer von Zencap, Lockbox, Compeon und cosinuss
Die Gründer von Zencap (o.l.), Lockbox (o.r.), Compeon (u.l.) und cosinuss° (u.r.)

Nico Peters von Compeon

Das Internetportal Compeon bringt mittelständische, Kapital suchende Unternehmen mit Banken, Sparkassen und Leasinggesellschaften zusammen. Ziel ist es, individuelle Finanzierungsmöglichkeiten und Bankkonditionen im Web transparent zu präsentieren. Da es sich auch bei Compeon um ein Start-up handelt, hat auch Gründer Nico Peters das weitere Wachstum im Sinn:

Wie für viele junge Unternehmen geht es auch für Compeon in 2015 darum, den in Gang gesetzten Wachstumsprozess weiter fortzusetzen und neue Potenziale zu erschließen. Klar, dass ich dies dann natürlich am liebsten in den Medien lesen würde.

Aber auch die persönlichen Vorsätze des Gründers konzentrieren sich auf sein Unternehmen:

Mein persönliches Ziel ist es, den Erfolg von Compeon weiter voranzutreiben und unseren Mitarbeitern weiterhin ein hoch spannendes und innovatives Arbeitsumfeld zu bieten.

Greta Kreuzer von cosinuss°

Greta Kreuzer gründete gemeinsam mit ihrem Mann Johannes Kreuzer das in München ansässige Unternehmen cosinuss°. Entwickelt werden Wearables zur Messung von Vitalzeichen im Ohr. Die Markteinführung steht noch bevor, der die Gründerin natürlich mit Spannung entgegen fiebert:

Ich würde gerne in den Medien von der Neuerscheinung unseres Sensors für den Sport- und Fitnessmarkt lesen – und natürlich gute Rezessionen erhalten. Ich will eine erfolgreiche Markteinführung schaffen und die Menschen für die neue Technologie begeistern können.

 

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