Gründerstories 2014: Überflieger, Vordenker und Visionäre



Auf der ersten Seite dreht sich unter anderem alles um die Start-ups Lockbox, Zencap, Sablono und EchtPost. Hier gibt es ganz unten noch ein paar Tipps zu den besten Gründerevents des Jahres, die auch im kommenden Jahr wieder veranstaltet werden.

Braufässchen: Individuelles Bier einfach selber Brauen

Mit den Gründern von Braufässchen sprachen wir im März 2014 bereits zum zweiten Mal. Damals erzählte Wolfgang Westermeier, dass die tatsächliche Nachfrage zum Weihnachtsgeschäft 2013 die ursprünglichen Erwartungen deutlich überschritten und das Team noch gerade rechtzeitig mit nachbestellten Rohstoffen und neuen Aushilfen reagieren konnte, um der großen Nachfrage Herr zu werden. „2014 war ein sehr intensives aber auch sehr erfolgreiches Jahr für uns. Wir haben es geschafft, das Wachstum im Vergleich zum Vorjahr erneut zu verdoppeln. Um dies zu schaffen, sind wir in eine größere Produktionsstätte umgezogen und haben mit Brewbarrel.com die ersten Schritte in Richtung Internationalisierung gemacht.” Es scheint also sehr gut zu laufen bei Braufässchen, was auch die Neuigkeiten bestätigen, die der Gründer weiter berichtet:

Als wäre dies nicht schon Herausforderung genug, haben wir uns im Sommer dazu entschieden, eine weitere Geschäftschance zu ergreifen und werden noch dieses Jahr im Dezember unsere komplette neue Produktlinie unter www.pure-flavours.com launchen.

„Damit wird das Jahr dann abgerundet und wir haben alles geschafft, was wir uns vorgenommen haben und sogar noch eins oben drauf gesetzt. Wir sind also sehr zufrieden. An dieser Stelle daher auch ein riesen Dankeschön an unser tolles Team und alle Unterstützer” bedankt sich Westermeier bei seinen Kollegen und schließt mit den Worten ab: „Ohne euch wäre dies alles nicht möglich!” Wer wissen möchte, woran das Team arbeitet und wie genau das Braufässchen funktioniert, kann es im Blog nachlesen.

DIe Gründer von Braufässchen, erdbär, easyfolio und Unverpackt Kiel
Die Gründer von Braufässchen (o.l.), erdbär (o.r.), easyfolio (u.l.) und Unverpackt Kiel (u.r.)

erdbär: Gesunde Snacks für Kinder, die auch den Eltern schmecken

Beim Anblick der Frechen Freunde bekommt jeder Lust zu Naschen – egal ob Groß oder Klein. Das 2010 gegründete Berliner Start-up erdbär produziert und vertreibt leckere Bio-Snacks für Kids wie Fruchtchips und -joghurts, Pürees und Schorlen. Als wir im Juni 2014 mit Andreas Neumann sprachen, ahnten wir noch nicht, dass wir das Gründerpaar bald im Fernsehen in der Höhle der Löwen betrachten würden können.

Für The Hundert ist erdbär eines von 100 Berliner Start-ups, die man kennen sollten und mittlerweile bekommt man die Frechen Freunde bundesweit in über 4.000 Bio-Läden und Drogerien, online und sogar in der Deutschen Bahn. Von außen betrachtet, lief es 2014 für erdbär sehr gut. Stimmt das denn?

2014 war ein durchaus spannendes Jahr. In unserem Geschäftsfeld war besonders viel Dynamik drin, mit neuen Handelsformen, Mitbewerbern und Produktneuheiten. Das Beste für uns war die Offenheit der Kunden für unser Innovatives Konzept, was sich positiv auf unsere Entwicklung ausgewirkt hat.

Eine Besonderheit des Gründer ist, dass sie scheinbar nicht bloß versuchen, Business und Familie miteinander zu vereinbaren, sondern ganz bewusst das Familienleben als Ursprung ihrer Gründung verstehen und in das Start-up integrieren. Damals erzählte Neumann: „Unser Sohn hat noch mal viel Perspektive in unsere Arbeit gebracht und die Prioritäten im Leben noch mal gerade gerückt. Als Paar ergänzen wir uns bei der Arbeit optimal und genießen das Privileg viel Zeit miteinander verbringen zu können.” Wer erfahren möchte, wie die Gründer ihren Start finanzierten, wo die größten Hürden lagen und welche Snacks absolute Verkaufsschlager sind, können Sie dies in der Gründerstory mit Natacha und Andreas Neumann nachlesen.

easyfolio: Transparente und lukrative Geldanlagen für Jedermann

Bei easyfolio, eine Online-Plattform aus dem Hause Extravest, dreht sich alles um die optimale Geldanlage. Allerdings auf eine einfachere, transparentere und günstigere Weise, als man es bisher kannte. Die Gründer Jonas Marggraf und Markus Jordan wissen um das zähe Image des Themas Geldanlage in Deutschland. „Man möchte eigentlich damit nichts zu tun haben und hat doch ein schlechtes Gewissen, sich zu wenig um sein Geld zu kümmern, während das Geld auf dem Giro- oder Tagesgeldkonto derzeit kaum verzinst wird. Dazu kommt das ungute Gefühl, dass der Bankberater nicht berät, sondern provisionsgetrieben eigene Produkte empfiehlt”, erzählte Jordan im Juni dieses Jahres.

Seither investiert easyfolio für seine Kunden in einen Korb aus mehr als 5.000 Aktien und Anleihen, der die Weltwirtschaft so genau wie möglich abbildet. Seit Start im April scheinen sich die Unternehmenszahlen gut zu entwickeln:

Wir sind sehr zufrieden mit unserer Entwicklung in 2014. Wichtige Meilensteine haben wir erreicht. Dazu zählen auf alle Fälle der Livegang von easyfolio.de im April und natürlich auch der Beweis, dass easyfolio als einfaches, günstiges und sinnvolles Anlageprodukt zum langfristigen Vermögensaufbau angenommen wird. Ende November haben Anleger knapp 4 Millionen Euro in die easyfolio Strategien investiert. Auch in den Medien hatten wir insgesamt eine positive Resonanz.

Unverpackt Kiel: Auf Verpackungsmüll verzichten

Marie Delaperrière ist nicht einverstanden mit dem Verpackungsmüll, der bei einem Einkauf im Supermarkt produziert wird. Also unternahm sie etwas dagegen und eröffnete den Unverpackt Supermarkt in Kiel. Hier gehen Kunden einkaufen, ohne dass sie zu Lebensmitteln greifen müssen, die bereits von der Industrie portioniert und verpackt wurden. Gewappnet mit eigenen Dosen, Säckchen oder Tupperware kann man sich im Supermarkt die gewünschte Menge aus den Abfüllbehältern abzapfen. Allgemein verfolgt die Unternehmerin das Ziel, „Alternativen zur Wegwerfmentalität aufzuzeigen und Lösungen, die uns überzeugt haben, den Kunden anzubieten” – und das mit Erfolg:

Es war der richtige Zeitpunkt für die Umsetzung meiner Geschäftsidee. Das Konzept wurde zu meiner großen Freude von den Kunden gut angenommen, was diese mir immer wieder durch ihre positive Resonanz bestätigen.

Die Auswahl der Produkte erfolgt einerseits nach selbst gewählten Richtlinien und andererseits anhand von Kundenwünschen. Somit finden Kunden überwiegend Bio-Waren und Produkte von möglichst vielen regionalen Lieferanten im Laden vor.

Erst im Oktober sprachen wir mit ihr und erfuhren, welche Pläne sie verfolgt: „In den nächsten Monaten werde ich mich vor allem mit der Konzeptoptimierung und der Sortimentserweiterung beschäftigen. Ich bin immer auf der Suche nach neuen Produkten aus dem Lebensmittelbereich, aber auch nachhaltige Innovationen aus dem Non-Food-Bereich interessieren mich”, so die Gründerin.

Diese Veranstaltungen haben unsere Gründer besucht

Wir baten die Gründer auch, uns zu verraten, welche Gründerevents sie 2014 besucht haben, um Empfehlungen für das kommende Jahr zu gewinnen. Die Veranstaltungen waren so abwechslungsreich, wie unsere Gründer selbst.

Mehrfach genannt wurden die Veranstaltungen des Gründernetzwerks BayStartUP (ehemals evobis). Bayerische Gründer erfahren bei einer DemoNight oder durch die Teilnahme an einem der zahlreichen Gründerwettbewerbe viel Unterstützung durch Experten, lernen andere Gründer sowie potenzielle Investoren kennen und erweitern ihr Netzwerk über die bayerischen Landesgrenzen hinaus. Außerdem lockte das Groß-Gründerfrühstück Bits & Pretzels sowie der IHK-Jungunternehmertag zum Thema Crowd Sourcing unsere Gründer nach München.

Im Rhein-Main-Gebiet führten zahllose Gründer-Veranstaltungen Start-ups mit erfahrenen Unternehmern und Experten zusammen. Zu nennen sind da die Marketing-Konferenz DMexco und die Start-up-Konferenz European Pirate Summit, beide in Köln, sowie der Unternehmerkongress EBSpreneurship im Rheingau. Zudem entwickelte sich Frankfurt zur FinTech-Hauptstadt. Mit Events wie der FinTech-Konferenz Exec I/O Fintech und dem FinTech Forum D.A.C.H. bot man Gründern in diesem Bereich angemessene Plattformen zur Vernetzung. In Kiel war es der GründerCup und in Berlin die Lange Nacht der Startups, das StartUp Camp und die deGUT Gründermesse, die im Gedächtnis geblieben sind.

Zu den Gründerwettbewerben der Stunde zählen der bundesweite Code_n Award sowie der NUK-Businessplan-Wettbewerb, der zwar auch bundesweit sucht, aber einen Fokus auf Gründer aus dem Rheinland hat. Neben wertvollen Geld- und Sachpreisen lassen sich hier in der Regel hervorragend neue Kontakte knüpfen.

Im neuen Jahr werden eben diese Gründer auch noch einmal ihren Ausblick auf das Jahr 2015 geben und verraten, welche Pläne und Ziele sie verfolgen. Wir sind außerdem auf die vielen neuen Gründerstories in den kommenden zwölf Monaten gespannt und wünschen den ausgewählten sowie allen anderen Gründern auch weiterhin viel Erfolg bei der Unternehmensentwicklung.

Geschäftsideen-Newsletter

Sie wollen jeden Monat über interessante Geschäftsideen informiert werden? Dann tragen Sie sich doch in den Geschäftsideen-Newsletter von Für-Gründer.de ein: