Wir suchen Start-ups, die Abfallprodukte als Ressourcen nutzen



Bilder von Müll-Inseln auf hoher See und Müllbergen, zwischen denen Kinder spielen, kennen wir aus den Medien. Ein Grund für dieses Abfallproblem ist unsere Wegwerfgesellschaft. Wir trinken den morgendlichen Kaffee im Einmal-Becher und halten es für selbstverständlich, dass im Supermarkt jedes Produkt einzeln verpackt ist. Ein Ansatz, der dem Abfallproblem entgegenwirkt, ist die Circular Economy – die sogenannte Kreislaufwirtschaft. Hierfür vergeben wir sogar einen Preis. [Sponsored Post]

Green Alley Award
Klickt auf das Bild, um zum Green Alley Award zu gelangen. (Foto: Green Alley Award)

Hinter dem Begriff Kreislaufwirtschaft steht die Idee, verwendete Materialien möglichst lange zu nutzen. Im Gegensatz zu der momentan vorherrschenden Linearwirtschaft, in der Verpackungen und viele weitere Produkte ausgedient haben, sobald sie einmal ihren Nutzen erfüllt haben, zielt die Kreislaufwirtschaft darauf ab, derartige Abfälle zu vermeiden. Zum Beispiel durch einen Umstieg von Einweg- auf Mehrwegverpackungen. Oder durch das Verwenden von recycelbaren Ressourcen. Das ist wichtig, denn neben den offensichtlichen Umweltschäden spielt auch die Ressourcenknappheit zunehmend eine Rolle.

Ihr wollt einen Unterschied machen? Dann bewerbt euch!

Mit dem Green Alley Award werden seit 2014 jährlich europäische Start-ups ausgezeichnet, die kurz vor dem Markteintritt stehen oder sich bereits in der Wachstumsphase befinden. Die Teilnehmer beschäftigen sich mit den Themen Digitale Kreislaufwirtschaft, Abfallvermeidung und Recycling.

Die vielen Gesichter der Kreislaufwirtschaft

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der vergangenen Jahre gingen die Herausforderungen der Circular Economy auf ganz verschiedene Weisen an. So auch diese Finalisten des letztjährigen Green Alley Awards.

Circular IQ – Kreislaufwirtschaft in Zahlen

Nachhaltige Entscheidungen zu treffen ist gar nicht leicht. Denn vielen Produkten sieht man nicht an, ob sie langfristig wiederverwertbar sind, woher sie kommen und unter welchen Bedingungen sie hergestellt wurden. Circular IQ hilft Unternehmen dabei, nachhaltige Entscheidungen zu treffen. Die gleichnamige Software sammelt Daten entlang der gesamten Lieferkette und bereitet diese auf. So sehen Unternehmen anhand objektiv messbarer Kriterien, wie kreislauffähig ihre Produkte tatsächlich sind. Das sorgt für mehr Transparenz für alle Beteiligten.

Kreislaufwirtschaft bedeutet nicht gleich Verzicht und Mehrkosten. Auch wirtschaftliche Vorteile gehen damit einher.

Kreislaufwirtschaft bedeutet nicht nur, dass man die Welt zum Besseren verändern will, sondern auch, bessere Geschäftsentscheidungen zu treffen. Wenn man zum Beispiel den Lebenszyklus eines Produkts verlängert, erhöht man auch den Wert des Produkts.
– Niels van der Linden, Head of Product bei Circular IQ

refurbed – “Wie neu, nur besser”

Das österreichische Unternehmen refurbed vertreibt aufbereitete Elektro-Ware mit hohen Rabatten. Bis zu 40 Prozent spart ihr euch hier beim Kauf eines “neuen” Handys, Computers etc. Das ist möglich, da die Händler, die über refurbed verkaufen, zum Beispiel Ausstellungsgegenstände oder gebrauchte Firmenware in großen Mengen aufkaufen. Anschließend werden diese Gegenstände bereinigt, gereinigt und beschädigte Teile gegebenenfalls ausgetauscht. Das Ergebnis sind technisch und optisch einwandfreie Geräte, auf die es auch noch ein Jahr Garantie gibt.

Was hat das mit Kreislaufwirtschaft zu tun? Alles! Denn viele elektronische Geräte, vom Staubsauger bis zum Handy, landen viel zu häufig auf dem Elektroschrott, sobald sie durch ein neues Modell ersetzt werden. Dabei sind die Geräte oft noch in einem top Zustand. Anstatt auf der Mülldeponie landen solche “neuwertigen” Produkte dank refurbed in den Häusern und Taschen glücklicher neuer Besitzer.

Profitieren können wir davon alle ein bisschen. Die Herstellung neuer Elektrogeräte ist nämlich unter anderem mit hohen CO2-Emissionen verbunden. Zusätzlich pflanzt refurbed für jedes verkaufte Produkt einen Baum.

Aeropowder – natürliche Eigenschaften neu interpretiert

Gewinner des Green Alley Awards 2018 war das britische Start-up Aeropowder. Mitgründerin Elena Dieckmann wurde während ihres Studiums auf die natürlichen Eigenschaften von Federn aufmerksam. Sie sind leicht und wärmeisolierend. Außerdem sind Federn als Abfallprodukt in großen Mengen vorhanden.

Green Alley Award
Green Alley Award Gewinnerin Elena Dieckmann von Aeropowder beim Siegerfoto mit Jan Patrick Schulz, CEO der Landbell Group. (Foto: Green Alley Award)

Damit eignen sich Federn hervorragend als Verpackungsmaterial. In der Regel werden zum Beispiel Kühlboxen aus Styropor hergestellt. Der zirkuläre Ansatz von Aeropowder verzichtet darauf komplett und bedient sich stattdessen eines Abfallproduktes. Dessen natürliche Eigenschaften macht das britische Start-up so praktisch nutzbar.

Diese Idee überzeugte auch die Jury des Green Alley Awards. In diesem Jahr sitzt Elena Dieckmann selbst in der Jury – Kreislaufwirtschaft.

Und jetzt seid ihr dran – am Green Alley Award 2019 teilnehmen und gewinnen

Green Alley Award
Meldet euch noch bis zum 25. Juni an und gewinnt! (Foto: Green Alley Award)
  • Wer? Start-ups aus ganz Europa, die sich mit den Themen digitale Kreislaufwirtschaft, Recycling beziehungsweise Abfallvermeidung beschäftigen
  • Was? Preisgeld von 25.000 Euro sowie die Möglichkeit als Finalist an verschiedenen Workshops teilzunehmen, wichtige Kontakte zu knüpfen uvm.
  • Wann? Bis zum 25. Juni könnt ihr eure Bewerbungen noch einreichen.
  • Wie? Ihr bewerbt euch online über die Website des Green Alley Awards