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Geschäftskonto: Das solltet ihr wissen

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Inspiration

Jeder Selbstständige hat ein Geschäftskonto – oder? In diesem Beitrag erklären wir, wann und wofür ein Geschäftskonto sinnvoll ist und worauf ihr bei der Wahl achten solltet.

Geschäftskonto
Smarter Finanzen managen: Ein Geschäftskonto hilft euch dabei, immer den Überblick zu behalten. (Foto: Unsplash)

Wann und wozu braucht ihr ein Geschäftskonto?

Ein Geschäftskonto ist nicht für jeden Selbstständigen verpflichtend, es kommt auf die Rechtsform an. Wer eine Kapitalgesellschaft wie eine GmbH gründet, für den ist das Geschäftskonto ein Muss, für einen Freelancer oder einen Gewerbetreibenden jedoch nicht.

Allerdings gilt der Grundsatz:

Unternehmer müssen geschäftliche und private Finanzen voneinander trennen.

Finanzbeamte mögen es gar nicht, wenn sich diese beiden Bereiche auf einem Konto miteinander vermischen. Im Falle einer Prüfung kann das sehr unangenehm werden.

Kurzum: Die Nutzung eines Geschäftskontos ist immer sinnvoll, auch wenn ihr dazu nicht verpflichtet seid. Idealerweise habt ihr bereits zu Beginn eurer Selbstständigkeit ein Geschäftskonto eingerichtet, ihr könnt dies aber auch später tun, um eure Finanzen smarter zu strukturieren. Je eher, desto besser!

Checkliste: Dafür braucht ihr ein Geschäftskonto

Für diese Aspekte ist ein Geschäftskonto wichtig:

  • Saubere Trennung zwischen privaten und beruflichen Finanzen
  • Dadurch Erleichterung für euch, das Finanzamt und den Steuerberater
  • Konto kann auf den Namen des Unternehmens laufen, dadurch professioneller Eindruck bei Kunden
  • Kontokorrentkredit nutzbar, Höhe wird mit der Bank ausgehandelt
  • Integration in moderne Buchhaltungssysteme möglich
  • Firmenkreditkarten für Kollegen ausstellbar
  • Kompetenter Kundenservice klärt Fragen und löst Probleme
  • Mehrere Überweisungen lassen sich auf einmal tätigen
  • Direkter Abgleich zwischen gestellten Rechnungen und Zahlungen

Ein gutes Geschäftskonto ist also nicht einfach nur ein Girokonto mit einer anderen Bezeichnung, sondern hilft dem Unternehmer beim Wirtschaften, ob allein oder im Team. Darüber hinaus stehen bei Fragen Ansprechpartner zur Verfügung, die mit Gründerthemen und dem Alltag von Selbstständigen vertraut sind.

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Für die Wahl des richtigen Geschäftskontos solltet ihr euch etwas Zeit nehmen. Das Wichtigste ist, dass das Geschäftskonto zu eurem Unternehmen passt: Wer zum Beispiel eine Kapitalgesellschaft führt und mit internationalen Kunden zusammenarbeitet, hat andere Ansprüche an ein solches Konto als ein regional verwurzelter Einzelunternehmer.

Zwei Faktoren sind besonders wichtig: Kontoführungsgebühren und Mindestgeldeingang.

Tendenziell sollte beides niedrig sein. Es zählen aber auch noch andere Faktoren:

  • Legt ihr Wert auf ein nachhaltiges Geschäftskonto?
  • Wünscht ihr Ansprechpartner vor Ort in einer Filiale oder reicht der Kontakt mit einer Direktbank?
  • Braucht ihr spezielle Bezahloptionen und weitere Features wie günstige Zahlungen in einer Fremdwährung, SEPA-Firmenlastschrift, Beleg-Management etc.?

All diese Fragen sollten noch vor der Suche nach einem geeigneten Geschäftskonto geklärt sein. Je genauer ihr wisst, was ihr braucht, desto zielgerichteter verläuft die Suche.

Reicht ein normales Girokonto als Geschäftskonto?

Viele Selbstständige nutzen ein normales Girokonto für die Abwicklung ihrer beruflichen Finanzen. Das ist grundsätzlich erlaubt, aber nicht sonderlich professionell. Außerdem kann es passieren, dass die Bank eine Weiterführung des Kontos nicht gestattet, wenn sie die unternehmerischen Buchungen mitbekommt.

Darüber hinaus verzichtet ihr auf etliche Features, die bei Geschäftskonten für den Unternehmeralltag entwickelt wurden. Wer also Kontoführungsgebühren spart, indem er ein kostenloses Girokonto nutzt, bezahlt an anderer Stelle mit seiner Zeit und schlimmstenfalls mit jeder Menge Nerven.

Mit einem Geschäftskonto seid ihr von Anfang an professionell aufgestellt, auch wenn es in eurer unternehmerischen Rechtsform nicht zwingend erforderlich ist.

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