Unsere Hall of Fame der besten Geschäftsideen 2014



2014 liefen uns im Rahmen unserer Studie „Gründerwettbewerbe und Top Start-ups 2014/2015” die Geschäftsideen von insgesamt 673 Start-ups und Gründungswilligen über den Weg. Die Zahl beschreibt die Anzahl aller prämierten Geschäftsideen bei insgesamt 124 Gründerwettbewerben in Deutschland. Es war nicht ganz einfach, aber zehn davon wählten wir aus, um sie in die Hall of Fame aufzunehmen. Wiederum drei davon stellen wir heute näher vor. Sie alle machen Big Business mit Big Data.

In unserer neuen Publikation „Gründerwettbewerbe und Top Start-ups 2014/2015″ geben wir die aktuellen Zahlen rund um Gründerwettbewerbe in Deutschland bekannt und stellen einen Leitfaden für die erfolgreiche Teilnahme zur Verfügung.

Aus allen Preisträgern, die 2014 eine Auszeichnung entgegennehmen durfte, haben wir unsere eigene Top 10 erstellt. Die ausgewählten Start-ups wurden damit in die Für-Gründer.de-Hall of Fame 2014 aufgenommen. Wir sind gespannt, wie sich die Unternehmen entwickelt haben, wenn wir in einem Jahr den Blick zurück werfen.

Vorhang auf für die Top 10 Start-ups des Jahres 2014! Mit dabei: FoodLoop, green spin und shoutr labs.

Hall of Fame
FoodLoop, green spin und shoutr labs sind Teil der Für-Gründer.de-Hall of Fame 2014 (Fotos: shoutr labs, FoodLoop und green spin

Mit Smartphones und Big Data gegen die Lebensmittelverschwendung

Rund ein Drittel aller erzeugten Lebensmittel gehen auf dem Weg von der Erzeugung bis auf den Essenstisch verloren. Der volkswirtschaftliche Schaden ist nicht zu verachten. Allein im deutschen Lebensmittelhandel wurden im Jahr 2012 mehr als 550.000 Tonnen Lebensmittel im Wert von 1,5 Milliarden Euro entsorgt. Die Kosten sind eingepreist und betragen je nach Handelskette zwischen 2 % und 6 % des Endpreises. Die Ackerfläche, die umsonst bewirtschaftet wird, gleicht jener von Mecklenburg-Vorpommern.

So ist FoodLoop eine App, die den Kunden dazu bringen soll, sich gegen diese Lebensmittelverschwendung einzusetzen. Als Lockmittel dienen satte Rabatte.

Die App von FoodLoop benachrichtigt Nutzer, wenn der Preis einer Ware gesenkt wird, weil das Mindesthaltbarkeitsdatum näher rückt. So kann man umweltbewusster leben und dabei Geld sparen. Strategische Unterstützung erhält FoodLoop dabei von SAP, dem führenden Anbieter von Warenwirtschaftssystemen. Durch diese Partnerschaft können Händler, die auf das System des IT-Giganten aus Süddeutschland setzen, ihre Preise im Handumdrehen in die FoodLoop-App einspeisen. FoodLoop wird demnächst in Deutschland in zwei Bio-Märkten und einer Bäckerei in der Nähe von Bonn eingeführt.

Und so funktioniert FoodLoop:

green spin wertet Satellitendaten für die landwirtschaftliche Nutzung aus

Green Spin bietet Agricultural Intelligence. Dabei handelt es sich um ein satellitengestütztes System zur Echtzeitüberwachung landwirtschaftlicher Nutzpflanzen. Bei green spin werden die Satellitendaten mit Informationen zum Wetter und regionalen Gegebenheiten kombiniert und daraus präzise Prognosen über das zukünftige Pflanzenwachstum und den Ernteertrag einer Saison erstellt. So können beispielsweise verarbeitende Unternehmen ihre Logistikkette anpassen und Nahrungsmittelknappheiten vermieden werden. Auch Versicherer profitieren von den Prognosen. Ein weiteres Geschäftsfeld ist die Präzisionslandwirtschaft. Das Unternehmen green spin analysiert auf 15 Meter genau die Beschaffenheit des Bodens und gibt Landwirten Hinweise zur Produktivitätssteigerung.

Das Team von green spin erklärt, was sie machen:

shoutr vernetzt Smartphones da, wo es kein Internet gibt

Versendet man ein Foto per WhatsApp, legt die Datei in der Regel mehrere Tausend Kilometer zurück – selbst wenn sich Absender und Empfänger im selben Raum aufhalten. Denn jeglicher Datenaustausch läuft zentral über einen amerikanischen Server. Steht kein W-Lan zur Verfügung, kostet dieser Vorgang den Sender und den Empfänger mobiles Datenvolumen. So entwickelt shoutr labs eine App, mit der man unabhängig vom Internet Daten austauschen kann.

Datenaustausch ohne Internet war zwar auch schon vor shoutr möglich, aber bisherige Standards, wie Bluetooth, sind extrem langsam oder setzen, wie das W-Lan, den Router als zentralen Zugriffspunkt voraus.

shoutr labs basiert ebenso auf der schnellen W-Lan-Technologie, macht aber mit der eigenen Software den Router obsolet. Da die Übertragung ohne den Umweg über einen fremden Server läuft, wird außerdem die Überwachung durch Datenspione erschwert. Einziger Wermutstropfen: der Austausch klappt nur, wenn sich die beiden Geräte innerhalb eines Radius von 30 Metern befinden.

Und so funktioniert shoutr:

Zusätzlich zur App hat die Ausgründung der Humboldt-Universität zu Berlin die shoutr.Boxx entwickelt. Es handelt sich um einen Medienserver der Videos, Bilder und Texte an mobile Endgeräte ausliefert.

Museen können so beispielsweise einen Audioguide auf die Smartphones der Besucher übertragen.

Das Unternehmen ist 2014 sowohl  beim Gründerwettbewerb IKT-Innovativ als auch dem CeBIT-Innovationspreis ausgezeichnet worden und hat von allen untersuchten Unternehmen in unserem Gründerwettbewerbsmonitor das meiste Preisgeld abgestaubt.

Weitere Kandidaten der Hall of Fame 2014 sind Abberior Instruments, CeGaT, COLDPLASMATECH, Kinematics, oldntec, TinkerToys und Viewsy. Werfen Sie eine Blick hinein und lernen Sie alle Start-ups kennen.

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