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9 Skills für eine erfolgreiche Führungspersönlichkeit

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Team & Leadership

Gründer und Führungskräfte benötigen ein bestimmtes Mindset. Mit der eigenen Ausbildung und Berufserfahrung hat das teils sogar nur indirekt zu tun, denn schon junge Studenten können sich als Gründer hervorheben und große Erfolge erzielen. Aber was zählt zu den Eigenschaften, die Gründer und Führungskräfte besitzen sollten?

Führungskraft
Wer als Gründer heute erfolgreich sein möchte, benötigt bestimmte Fähigkeiten und das richtige Mindset. (Bild: @ Hunters Race / Unsplash.com)

1. Die Basis: Soft Skills und fachliche Kompetenz

Kein Mensch wird als Führungskraft geboren. Sicherlich fällt es einigen Menschen leichter, die Führungsrolle zu übernehmen, doch selbst den geborenen Führern wird auf dem Weg viel mitgegeben. Wichtiger sind die Soft Skills und das Wissen.

  • Leben heißt Lernen – eine gute Führungskraft ist sich bewusst, dass kein Tag vergeht, an dem nicht Wissenswertes gelernt werden kann. Gerade aufstrebende Gründer benötigen diesen Lernprozess, um den eigenen Betrieb zum Erfolg zu bringen.
  • Direkte Weiterbildung – sie hängt direkt mit dem eigenen Beruf und der Branche zusammen. Gründer und Führungskräfte müssen sich weiterbilden, um am Zahn der Zeit zu bleiben. Geschieht dies nicht, könnten auch Praktikanten vom reinen Wissen her weiter sein. Darüber hinaus ist es ebenfalls wichtig, stetig aktuelle Management- und Softskills zu steigern, was sich ebenfalls durch spezifische Weiterbildungen erreichen lässt.
  • Indirekte Weiterbildung – sie findet weitab von Lehrgängen statt, sondern ist auf den Betrieb bezogen. Gerade Gründer lernen oft viel von ihren Mitarbeitern, indem sie gemeinsam nach Lösungen suchen. Die Offenheit, sich auch von ›untergeordneten‹ Kräften bilden zu lassen, ist heute enorm wichtig. Immerhin hat jeder Mitarbeiter einen Grund, wegen dem er im Betrieb ist. Und keine Führungskraft kann alles wissen – dafür sind Mitarbeiter anwesend.

2. Das gewisse Gespür für Menschen: die Empathie

Gute Führungskräfte sind empathisch. Das heißt nicht, dass sie alles durchgehen lassen, doch spüren sie, wenn ein Mitarbeiter gerade Probleme hat, und reagieren dementsprechend darauf.

Einige Beispiele:

  • Alleinerziehend – ein/e MitarbeiterIn kommt zuletzt häufig später. Eine gute Führungskraft merkt das und fragt nach, ob beispielsweise der Kindergarten geschlossen ist und ob der Betrieb schauen soll, ob nicht Betreuungsangebote möglich sind. 
    Eine schlechte Führungskraft sieht rein das Zuspätkommen, ohne auf die Gründe einzugehen.
  • Unkonzentriertheit – ein sehr guter Mitarbeiter macht Fehler.
    Eine gute Führungskraft versucht herauszufinden, woran das liegt. Eventuell ist dem Mitarbeiter nur das Gemeinschaftsbüro zu laut, um sich ordentlich zu konzentrieren. Empathie ist nicht erlernbar, doch kommt sie automatisch, indem sich mit dem Menschen an sich beschäftigt wird. Gespräche im Betrieb, mit einzelnen Mitarbeitern, auch das bloße Zuhören, wenn sich im Betrieb unterhalten wird, helfen schon.

3. Konstruktive Kritik und Konsequenz

Das ist alles miserabel!

An diesem und dem Punkt könnten noch Verbesserungen stattfinden.

Beide Kritiken können dieselbe Arbeit und Stelle betreffen, doch klingen sie gleich vollkommen anders. Führungskräfte und Gründer müssen die konstruktive Kritik auf die eigenen Fahnen schreiben, denn nur sie bringt auf lange Sicht Fortschritte.

Grundsätzlich gilt die Devise, dass die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter immer sein Bestes geben möchte.

Werden aber keine Fehler aufgezeigt, sondern die gesamte Arbeit gesamt kritisiert, so kann sich die Person nicht an den kritikwürdigen Punkten verbessern – sie kennt sie nicht.

Und was ist mit der Konsequenz?

  • Klare Linie – eine gute Führungskraft weiß, wie sie wann handelt. Die Linie ist so klar, dass auch die Mitarbeiter sie perfekt kennen. 
  • Nachvollziehbarkeit – ein Gründer, der am Dienstag wegen zehn Minuten Verspätung eines Mitarbeiters ausrastet, aber zwei Tage später fünfzehn Minuten durchgehen lässt, der zeigt keine Konsequenz. Viel schlimmer, er ist für alle Beteiligten nicht nachvollziehbar und unberechenbar. 

Gründer und Führungskräfte müssen sich einen klaren Weg aufzeichnen, wie sie leiten wollen. Zugleich müssen sie sich darüber bewusst werden, was ihnen persönlich wichtig ist. Interessiert es, wenn Mitarbeiter morgens fünf Minuten zu spät kommen, aber am Abend eine halbe Stunde von selbst länger bleiben? Mag es gar Hintergründe geben? So mancher Kindergarten öffnet erst um 07:30 Uhr – bis zum pünktlichen Arbeitsbeginn um 08:00 Uhr könnte es je nach Anfahrtsweg knapp werden.

4. It’s a Team: Ganzheitliches Denken 

Gute Firmen wissen, dass von der Putzkraft bis zur Topkraft jeder einen Anteil am Erfolg hat. Der Teamgedanke ist wichtig, wobei in jedem Team das schwächste Glied den Ton angibt. 

Grundsätzlich muss der Teamgedanke gefördert werden, nicht das Konkurrenzdenken. In vielen Unternehmen läuft es so, dass das Kreativteam gegen die Produktion und die Buchhaltung antritt – das ist falsch, denn selbst die kreativsten Köpfe verlieren, wenn die Produktion nicht produziert und die Buchhaltung die Abrechnung stellt. 

5. Delegieren und Durchsetzen

Kein Gründer und keine Führungskraft müssen alle Aufgaben selbst schultern. Aufgaben, die nicht gezielt vom Gründer erfüllt werden müssen, werden delegiert. Dies dient der Entlastung und der Möglichkeit, sich auf die in der eigenen Position wichtigen Aufgaben für das Unternehmen zu konzentrieren. Darüber hinaus sollten Führungskräfte trotz konstruktiver Kritik und kollegialem Stil keinen Zweifel an ihrer Durchsetzungsfähigkeit aufkommen lassen.

6. Humor ist menschlich

Eine gute Führungskraft und ein guter Gründer kann über sich selbst lachen. Jedem passieren Fehler oder Missgeschicke. Wer darüber lacht, gewinnt Sympathiepunkte und zeigt dabei Menschlichkeit, die in keinem Unternehmen fehlen sollte.

7. Die Mitarbeiter stehen im Fokus

Ein Künstler kann alleine ein Bild kreieren, ein Musiker ein Stück komponieren und der Autor wird ein Manuskript alleine schreiben. In Unternehmen gibt es diese Einzelleistungen jedoch nicht.

Der Gründer ist nur so viel Wert, wie seine Mitarbeiter. Und eine Führungskraft wird an den Mitarbeitern gemessen. 

Aus diesem Grund ist es wichtig, die Bedürfnisse der Mitarbeiter*innen immer in den Mittelpunkt zu stellen.

Wirklich erfolgreich werden gerade kleine Unternehmen dann, wenn sich Mitarbeiter als Teil des Ganzen fühlen.

So lassen sich High Potencials halten und zudem noch in ihrer Entwicklung fördern.

8. Entscheidungen zu treffen, ist eine Kunst

Es gibt immer wieder Situation im betrieblichen Alltag, die klare Entscheidungen erfordern. Ob nun wichtige Einsparungen, Investitionen oder auch Kündigungen – es ist oft gar nicht so leicht, solche Dinge anzustoßen. Oft flüchten wir uns in stetiges Überdenken der Situation, doch ohne Entscheidungen kommt ein Unternehmen nicht voran. Aus diesem Grund sollte nach eingehender Analyse aller Faktoren auch entsprechend gehandelt werden.

Mitarbeitergespräch
Ein kollegiales und konstruktives Miteinander sorgt für ein gute Atmosphäre. (Bild: @Amy Hirschi / Unsplash.com)

9. Fehler eingestehen und Verantwortung übernehmen 

Ein Fußballbeispiel: Das Spiel geht verloren und der Torwart stellt sich vor die Kamera: »Ich habe heute absolut danebengegriffen, die Niederlage geht auf meine Kappe.« Man könnte jetzt diskutieren, dann der Torwart nur die letzte Verteidigungslinie ist, doch nimmt der die Verantwortung auf sich. Auch Führungskräfte und Gründer sollten bei Fehlern und Pleiten die Verantwortung übernehmen und ihren Anteil daran offen darlegen. 

Mit dem richtigen Mindset zum Erfolg

Wer als Gründer oder Führungskraft stets am Puls der Zeit bleibt, sich regelmäßig weiterbildet und darüber hinaus einen konstruktiven Stil pflegt, legt den Grundstein für den eigenen Erfolg. Der Wettbewerb um gute Mitarbeiter wird künftig zunehmen, so dass eine gute Arbeitsatmosphäre mit klaren Verantwortlichkeiten für Betriebe mehr und mehr zur Pflicht wird. 

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