Employer-BrandingFlexible Arbeitszeitmodelle für Gründer und Unternehmen

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Team & Leadership

Für Unternehmen ist es zunehmend schwierig, geeignetes Fachpersonal zu finden. Im Employer Branding gibt es viele Strategien zur Mitarbeitergewinnung, flexible Arbeitszeitmodelle sind für Gründer und Unternehmen besonders wichtig. Erfahrt, warum das so ist und worauf ihr achten solltet.

Arbeitszeitmodelle
Um ein hochwertiges Team zu bilden, solltet ihr auf Maßnahmen des Employer Brandings setzen. (Foto: pixabay.de © Alexas_Fotos)

Gesunde Work-Life-Balance ist das Stichwort

Ein wichtiges Thema im Bereich der flexiblen Arbeitszeiten ist eine gesunde Work-Life-Balance. Viele Arbeitnehmer wollen sich beruflich verwirklichen, ohne ihre Freizeit und ihr Privatleben zu stark einschränken zu müssen. Flexible Arbeitszeitmodelle müssen hierauf Rücksicht nehmen und der Belegschaft eine größtmögliche Unabhängigkeit und Eigenständigkeit bieten.

Neben der Arbeitszeitgestaltung gehört hierzu auch, möglichst viele Freiheiten bei der Mitarbeit an Projekten zu haben. Je besser sich die Angestellten die Arbeitszeiten und Arbeitsweisen auf ihre persönlichen Bedürfnisse anpassen können, desto besser.

Kernarbeitszeiten können beibehalten werden

Selbstverständlich ist es auch bei flexiblen Arbeitszeitmodellen möglich, dass ihr auf Kernarbeitszeiten besteht. Das sind Zeiten, in denen eure Angestellten zwingend erreichbar sein und arbeiten müssen. Hierbei ist es unerheblich, ob die Belegschaft vor Ort im Büro ist oder vom Homeoffice aus arbeitet.

Um sicherzustellen, dass die Kernarbeitszeiten eingehalten werden, ist es wichtig, eine professionelle Zeiterfassung zu nutzen. Das Tool von Timemaster hat sich in der Praxis bewährt und lässt sich auf verschiedene Unternehmen individuell anpassen. So könnt ihr dafür sorgen, dass die Kernarbeitszeiten funktionieren, und euren Angestellten trotzdem eine größtmögliche Freiheit gewähren.

Diese Arbeitszeitmodelle sind denkbar

Es gibt vielfältige Arbeitszeitmodelle, die sich in der Praxis bewährt haben.

  • Bei der Gleitzeit kann die Belegschaft beispielsweise außerhalb der Kernarbeitszeit frei über ihre Arbeitszeiten entscheiden.
  • Beim Homeoffice ist es nicht nötig, im Büro zu erscheinen, sondern die Arbeit kann von zu Hause oder jedem beliebigen anderen Ort der Welt aus erledigt werden. Im Rahmen der Digitalisierung der Arbeitswelt gewinnt dieses Konzept immer mehr an Bedeutung.
  • Das Jobsharing ist praktisch, wenn sich zwei Arbeitnehmer einen Arbeitsplatz teilen wollen. So können beide beispielsweise jeweils die Hälfte der Stunden übernehmen und haben ansonsten viel Freizeit.
  • Bei der Teilzeitarbeit hat die Belegschaft die Möglichkeit, nur einen bestimmten Prozentsatz der Wochenarbeitszeit tätig zu werden. Hierfür gibt es zwar weniger Geld, es bietet jedoch eine große Flexibilität und Freiheit. 
  • Ebenfalls häufig im Einsatz ist die Vertrauensarbeitszeit. Hier werden keine konkreten Arbeitszeiten festgelegt, sondern Ziele und Aufgaben vorgegeben. Solange diese erreicht bzw. erledigt werden, kann sich die Belegschaft ihre Arbeitszeit frei einteilen.
  • Ein relativ neues Konzept ist die Jahresarbeitszeit. Hier werden keine wöchentlichen oder monatlichen Stundenzahlen vorgegeben, sondern die Belegschaft muss eine bestimmte Arbeitszeit pro Jahr vor Ort verbringen. Hierdurch entsteht ebenfalls eine große Flexibilität.

Vorteile für die Belegschaft

Employer Branding
Homeoffice, Co-Working-Spaces, Gleitzeit… es gibt ganz unterschiedliche flexible Arbeitszeitmodelle.

Flexible Arbeitszeitmodelle bringen euren Angestellten den Vorteil, dass sie sich ihre Arbeitszeiten relativ frei einteilen können. Wer morgens produktiv ist, kann schon ganz früh anfangen, wer gerne ausschläft, arbeitet einfach länger. Zudem ist das Homeoffice besonders beliebt, da hier in einer ruhigen und vertrauten Umgebung gearbeitet werden kann.

Zudem funktionieren flexible Arbeitszeitmodelle nur mit Vertrauen. Die Belegschaft darf die bereitgestellten Freiheiten nicht ausnutzen und ihr dürft im Gegenzug eure Angestellten nicht übermäßig kontrollieren. Ein solches Vertrauensverhältnis schafft Motivation, zeigt das Interesse der Arbeitgeber an der Belegschaft und fördert die Bereitschaft, sich für das Unternehmen einzusetzen und sich mit ihm zu identifizieren.

Arbeitszeit 2.0 – die Vier-Tage-Woche?

Immer mehr Unternehmen probieren das Modell Vier-Tage-Woche aus. Hier arbeitet die Belegschaft an 4 Tagen in der Woche konzentriert und fokussiert, dafür haben alle Angestellten an drei Tagen frei. Viele Betriebe machen positive Erfahrungen mit diesem Konzept und die Arbeit wird genauso produktiv wie an fünf Tagen erledigt.

Das liegt daran, dass die Belegschaft weniger Leerlauf während ihrer Arbeit hat, sondern sich auf die einzelnen Aufgaben voll einlässt und diese mit Engagement bewältigt. Die Angestellten sind deutlich erholt und fokussierter, wodurch Aufgaben besonders schnell und effizient erledigt werden. Gerade für junge Unternehmen lohnt es sich meist, dieses Modell einmal auszuprobieren und zu schauen, welche Auswirkungen es auf das Wachstum hat.

Auch Urlaub könnte flexibler werden

Prinzipiell ist es möglich, auch den Urlaub flexibel zu gestalten. Grundsätzlich hat jeder Angestellte in Vollzeit in Deutschland Anspruch auf 20 Urlaubstage. Ein Konzept besteht jedoch darin, der Belegschaft unbegrenzte Urlaubstage zur Verfügung zu stellen. So können diese immer Urlaub nehmen, wenn sie einmal eine Auszeit brauchen, sich unkreativ fühlen oder private Anlässe dies nötig machen.

Die Erfahrung zeigt, dass die Belegschaft solche Möglichkeiten nicht ausnutzt, sondern im Gegenzug dem Unternehmen besonders viel Engagement und Hingabe zukommen lässt. Zu beachten ist jedoch, dass eine so flexible Urlaubszeitgestaltung viel Organisation voraussetzt.

Für Bürojobs mit festen Arbeitszeiten lässt sich das Modell meist gut umsetzen. Wenn ein Unternehmen jedoch wächst und viele Standorte hat und die Zahl der Arbeitnehmer steigt, kann der Organisationsaufwand zu groß werden. Bis dahin lohnt es sich jedoch meist, mit diesem Modell zu arbeiten.

Mehr als nur faire Arbeitszeiten

Neben den fairen Arbeitszeiten gibt es noch viele weitere Möglichkeiten, um Mitarbeiter an sich zu binden. Unter anderem ist es sinnvoll, regelmäßige Workshops anzubieten und den Angestellten Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen zu bezahlen. So können diese sich weiterentwickeln, was dem Unternehmen einerseits und der individuellen Karriere anderseits zugutekommt.

Ebenfalls wichtig ist eine gute Arbeitsatmosphäre. Die Angestellten müssen sich wertgeschätzt Wissen und die Möglichkeit bekommen, sich einzubringen und eigene Ideen vorzuschlagen. Außerdem sollte es eine zentrale Anlaufstelle geben, die bei Fragen und Problemen schnell reagiert. Die Tischtennisplatte im Keller ist zwar ein angenehmes Goodie, wird von vielen jedoch nicht als ausschlaggebendes Kriterium für die Auswahl des Arbeitgebers genannt.

Fazit: gutes Employer-Branding ist wichtig

Wenn ihr qualifiziertes und motiviertes Personal sucht, kommt ihr an einem professionellen Employer Branding nicht mehr vorbei. Testet bevorzugt verschiedene Verfahren aus, um herauszufinden, welche für euch am besten geeignet sind.

Arbeitet unbedingt mit einem konkreten Arbeitszeitkonzept, um verlässliche Kennzahlen zu gewinnen, auf die ihr eure Entscheidung aufbauen könnt. Dieses integriert ihr am besten in euren Businessplan.

Wenn ihr zudem eure bisherigen Teammitglieder und Angestellten befragt, gewinnt ihr ein klares Bild davon, was diesen besonders wichtig ist. Vorzugsweise macht ihr aus eurem bisherigen Angestellten Botschafter für euer Unternehmen, die klar kommunizieren, warum ihr ein hervorragender Arbeitgeber seid. 

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