EDGE lässt leuchten! Von der Masterarbeit zum Start-up



Mit EDGE erwachen Fassaden und Objekte zum Leben. Egal ob von außen oder innen eines Clubs, Restaurants oder Cafés – die Macher von EDGE rücken mit ihrer Geschäftsidee nicht nur Events ins rechte Licht. Die drei Gründer aus Kiel wollen mit interaktiven Lösungen wegweisend im Bereich Projection Mapping (PM) werden. 

Für-Gründer.de: Hallo Herr Fischbock, Ihr Unternehmen beschäftigt sich mit dem Projection Mapping. Was kann man sich darunter vorstellen und was hat es mit dem EDGE Server auf sich?

Martin Fischbock von EDGE: Projection Mapping bringt jede Fassade und jedes Objekt individuell zum Leuchten. All diese Flächen können zum Display verwandelt werden. Dazu wird ein Beamer über eine spezielle Software kalibriert und dann mit Videos und Animationen bespielt. Man mapped also die Ausgabe des Computers auf die Projektionsfläche, die alles mögliche sein kann, nur keine weiße Wand.

Wahrscheinlich haben die meisten schon Mal auf einem Festival, in einer Bar oder einem Club interessante und künstlerische Lichtinstallationen gesehen, die auf die Beschaffenheit der Projektionsfläche reagieren. Was zum Teil relativ aufwendig aussieht, ist bei der Umsetzung in den meisten Fällen sogar noch viel umständlicher. Dabei schlagen sich die Kreativen mit nervigen Kalibrierungen herum, anstatt ihre volle Aufmerksamkeit dem kreativen Teil zu widmen.

Die EDGE implementiert technische Features und ein sinnvolles Interface, um dem Benutzer Arbeit abzunehmen und die verbleibende Arbeit so angenehm und einfach wie möglich zu gestalten.

EDGE bringt jede Fassade zum Leuchten.
EDGE bringt jede Fassade zum Leuchten.

Für-Gründer.de: Wer gehört noch zum Gründerteam, wie haben Sie sich kennengelernt und wer ist wofür zuständig?

Martin Fischbock von EDGE: Zum Gründerteam gehören Kay Sörnsen, Jonas Häutle und ich, Martin Fischbock. Die Ressourcen konnten wir aufgrund unserer unterschiedlichen Studienrichtungen perfekt verteilen. Ich habe meinen Master in Elektrotechnik mit dem Schwerpunkt Kommunikationssysteme absolviert und mich schon immer mit kreativen Aufgaben auseinandergesetzt. Ich bin für die technische Umsetzung und Definition des Produkts zuständig. Da ich zudem noch eine extrovertierte Ader habe, stelle ich mich auch gern bei Pitches auf die Bühne.

Kay Sörnsen ist für die wirtschaftliche und unternehmerische Orientierung verantwortlich. Er hat einen Abschluss als Wirtschaftsingenieur und ist somit eine wunderbare Schnittstelle zwischen uns Technikern und der rauen Finanzwelt. Er leitet schon seit längerem eine Kreativwerkstatt in Kiel, wo ich auch Mitglied bin. Somit hatten wir gleich zu Anfang einen wunderbaren Raum, um unsere Idee zu entwickeln.

Jonas Häutle rundet das Team perfekt ab, da er dem ganzen Produkt die richtige Form und den passenden Look verleiht. Er hat zunächst Industriedesign studiert und danach seinen Master in Interfacedesign begonnen. Wir drei kommen von allen Kieler Hochschulen und haben dadurch ein effektives Netzwerk, um das Projekt mit unterschiedlichem Know-how zu entwickeln.

Für-Gründer.de: Wie ist der EDGE Server entstanden und wann weiß man, dass ein Produkt so in Serie gehen kann?

Martin Fischbock von EDGE: Die Idee zu der EDGE hatte ich im Februar 2013, als ich davor stand, mein Thema für die Masterarbeit festzulegen. Die Firma, bei der ich meine Abschlussarbeit hätte schreiben sollen, meldete sich nicht. Aus diesem Grund empfahl mir mein Professor Dr. Jetzek, dass ich doch auch ein eigenes Thema nehmen könnte. Ich war natürlich sofort begeistert.

Auch wenn es ein etwas schwierigerer Weg werden würde, hatte ich sofort drei Ideen im Kopf, die alle etwas mit dem audiovisuellen Bereich zu tun hatten. Nach ein paar Gesprächen mit meinem Professor haben wir uns für die Umsetzung eines Beamer-Systems entschieden, bei dem Projection Mapping manuell direkt am Objekt durchgeführt wird. Nachdem ich meine Masterarbeit abgeschlossen hatte, habe ich die Idee mit mehreren Freunden besprochen und wir haben die Funktionalität erweitert und mittlerweile auch einen überzeugenden Prototyp entwickelt.

Wir sind in der Phase, in der wir die EDGE gerne den ersten Neugierigen zur Verfügung stellen, um wichtige Erfahrungen zu sammeln und so viele Wünsche und Ideen wie möglich in ein solides und großartiges Produkt einfließen zu lassen. Wer also Interesse hat, darf sich gern bei uns melden. Ein verkaufsfähiges Produkt ist für den Spätsommer 2015 geplant.

Für-Gründer.de: An welche Zielgruppen richtet sich EDGE?

Martin Fischbock von EDGE: Dies ist eine gute, aber auch schwierige Frage. Natürlich haben wir Lichttechniker im Fokus, die mit der Materie PM vertraut sind und mit der EDGE ein praktisches Arbeitsgerät bekommen, um ihre Arbeit schneller und kostengünstiger anbieten können. Wir denken aber auch an Künstler und Designer, die ihren kreativen Horizont erweitern, aber sich nicht mit nervigen technischen Parametern auseinandersetzen wollen.

Jedoch ist es unser Hauptziel, den Zugang zu Licht und Projektionen einfacher zu machen. Das Interface und die Technik der EDGE soll Menschen dazu animieren, mehr aus ihrer Bar, ihrem Club oder ihrer Präsenz in der Öffentlichkeit generell zu machen. Wir hatten zuletzt die Möglichkeit, unser System in einer Kirche anzuwenden, um den Abendgottesdienst ein wenig zu verschönern. Die Reaktionen waren hervorragend und wir wurden am Ende gebeten, das nächste Mal noch mehr Aktion einzubauen.

An sich ist das EDGE-System dabei für folgende Zielgruppen besonders interessant:

  • Messe und Bühnenbau
  • Museen und Galerien
  • Lichtdesign und Lichttechnik
  • Festivals und Clubs
  • Supermärkte
  • Fitnessstudios und Freizeiteinrichtungen
  • Werbeindustrie und Marketing
  • Spieleentwicklung
  • Infotainment
  • Kunstmarkt

Für-Gründer.de: Bei welchen Gelegenheiten und Events kann das Produkt sein Können am besten unter Beweis stellen?

Martin Fischbock von EDGE:

Im Prinzip ist EDGE überall dort am besten, wo Menschen mitgenommen und verzaubert werden wollen. Und die meisten von uns sind dankbar, wenn man die graue Hausfassade oder die langweilige Deko mit schicken Animationen und Effekten bespielt.

Am schönsten ist natürlich die Kombination von Licht und Musik, weshalb wir uns unbedingt mit Festival-Veranstaltern und Club-Besitzern zusammenschließen wollen. In den meisten Fällen wird das Licht aus Kostengründen vernachlässigt, was die meisten Besucher langweilt und entsprechend nachteilig ist. Wir hoffen, mit unserem Werkzeug EDGE den unterschiedlichsten Menschen in ihrer Gestaltung unter die Arme zu greifen.

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Erfahren Sie auf der zweiten Seite mehr über den Kundennutzen von EDGE, welche Marketingkanäle das Team nutzt und was die Gründer noch erreichen wollen.

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