Deutscher Gründerpreis 2011 – Sieger stehen fest



Der Deutsche Gründerpreis wird jährlich an Unternehmer verliehen, die sich durch überdurchschnittliche Leistungen auszeichnen. Bereits zum 10. Mal wurde der Gründerpreis in Berlin vergeben und feierte somit nicht nur die Gewinner, sondern auch das eigene Jubiläum. In den Kategorien „StartUp“, „Aufsteiger“, „Lebenswerk“, „Schüler“ sowie „Sonderpreis“ haben innovative Geschäftsideen, aufstrebende und etablierte Unternehmer sowie Nachwuchs-„Unternehmer“ gewonnen.

Im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung, erhielten die Gewinner des Deutschen Gründerpreises 2011 Auszeichnungen und nahmen die begehrten Preise entgegen. Insbesondere die Nominierten und Preisträger der Kategorien „StartUp“ und „Aufsteiger“ bekamen ein individuelles Coaching durch die Porsche Consulting, ein Medientraining sowie Zugang zu einem Alumni-Netzwerk, das aus den bisherigen Siegern des Deutschen Gründerpreises hervorgeht. Weiterhin übernimmt das Kuratorium Patenschaften für jene Nominierten und Preisträger.

Ziel des Deutschen Gründerpreises ist es, Unternehmen auszuzeichnen, die das Zeug haben, etablierte Märkte aufzubrechen, Marktnischen zu erobern und als Newcomer gegen die Konkurrenz zu bestehen. Die Gewinner des diesjährigen Gründerpreises zeichnen sich durch eben diese Merkmale aus und können sich nun zu Recht Preisträger beim Deutschen Gründerpreis 2011 nennen.

Für-Gründer.de stellt Ihnen die Preisträger des Deutschen Gründerpreises 2011 in den fünf Kategorien „StartUp“, „Aufsteiger“, „Lebenswerk“, „Schüler“ und den Gewinner des „Sonderpreises“ vor.

Preisträger Kategorie „StartUp“ Deutscher Gründerpreis 2011: Cegat

Den begehrten Preis in der Kategorie „StartUp“ ergatterte in diesem Jahr erstmals eine Gründerin. Dr. Dr. Saskia Biskup entschlüsselt Gene und überzeugte mit ihrem Unternehmen Cegat die Fachjury von ihrem Potenzial. Sie nutzt eine Methode mit der mehrere große Gene, die für eine Erkrankung in Frage kommen, parallel analysiert werden können. Diese Genanalyse gilt als eine Revolution in der Humangenetik, da sie schnell ist und die Chance, die Ursache der Erkrankung zu entdecken, enorm erhöht. In Zahlen ausgedrückt, können binnen weniger Tage (statt Monaten bis Jahren) mehr als 100 Milliarden DNA-Bausteine entschlüsselt und analysiert werden. Zu den weltweiten Auftraggebern gehören Ärzte, Kliniken und Forschungseinrichtungen, die dem Unternehmen Blutproben zusenden. Nach der Genanalyse können Ärzte gezielter, wirksame Therapien zur Behandlung von Erkrankungen entwickeln. Zusammen mit Ihrem Mann, Dr. Dirk Biskup, gründete die Siegerin des Deutschen Gründerpreises 2011 in der Kategorie „StartUp“ das Unternehmen Cegat im Jahr 2009 und stellte seitdem 14 Mitarbeiter ein.

Preisträger Kategorie „Aufsteiger“ Deutscher Gründerpreis 2011: 4Jet Sales+Service

In der Kategorie „Aufsteiger“ gewann Jörg Jetter mit dem aufstrebenden Unternehmen 4Jet Sales+Service, das Laser für die Reinigung von Formwerkzeugen (nach der Herstellung eines Produkts) in Form von schlüsselfertigen Produktionsanlagen liefert. Die Technik zeichnet sich durch materialschonende und kostengünstigere Arbeitsweisen aus. Zu dem zufriedenen Kundenstamm gehören große Unternehmen der Solarbranche sowie die fünf größten Reifenhersteller. Zufrieden sind sie, weil sich 4Jet Sales+Service durch die Kombination von Innovation und Service von anderen Unternehmen absetzt. Gegründet wurde das Unternehmen 2006 und verzeichnet seitdem eine 50-prozentige Wachstumsrate pro Jahr. Selbst in der Krise 2009 erhöhte das Unternehmen die Marketingausgaben, stellte weitere Vertriebsmitarbeiter ein und fasste Fuß auf den asiatischen Märkten. Diese Fakten machen deutlich, warum 4Jet Sales+Service den Deutschen Gründerpreis 2011 in der Kategorie „Aufsteiger“ gewonnen hat.

Preisträger Kategorie „Lebenswerk“ Deutscher Gründerpreis 2011: Viessmann Werke

Dr. Martin Viessmann ist Präsident des Unternehmens, das seinen Namen trägt. Die Viessmann Werke stehen im hessischen Allendorf (Eder) und werden von dem Geschäftsmann bereits in 3. Generation geleitet. Das Unternehmen stellt ein Paradebeispiel der Entwicklung und des Wachstums entlang der Zeitachse dar. 1938 gründete der Großvater den 50-Mitarbeiter-starken Holzofen-Handwerksbetrieb, der in den 1960ern vom Vater bereits zu einem Unternehmen mit internationaler Bedeutung vorangetrieben wurde. Aber erst der Sohn machte aus den Viessmann Werken einen Globalplayer mit 10.000 Mitarbeitern in 24 Ländern.  Angefangen bei Holzöfen, aus denen Ölöfen wurden, ist der Sohn nun dabei, Biomasse zu verwenden, die er aus selbst angebauten Pappelpflanzen gewinnt. So gelingt es ihm alle drei Jahre so viel Ertrag zu ernten, um 15.000 Liter Heizöl zu ersetzen.

Preisträger Kategorie „Schüler“ Deutscher Gründerpreis 2011: Bio2xic

Aus 1.335 Bewerber-Teams (so viele, wie noch nie) gingen die zehn besten Geschäftsideen für das Gründerpreis-Planspiel für Schüler hervor und durften im Hamburger Verlagshaus Gruner+Jahr zur finalen Präsentation anreisen. In die Planspiel-Manege traten Teams an, die u.a. eine solarbetriebene Heizjacke, einen Luftfilter oder einen unterrichtsergänzenden Tablette-PC entwickelten. Insgesamt nur 16 Wochen hatten die Schüler Zeit ein Produkt mit dazugehörigem Geschäftskonzept zu produzieren und zu planen. Die zehn besten Teams gewannen insgesamt 6.000 €, während die besten fünf Geschäftsideen zusätzlich mit einem Management- und Persönlichkeitstraining im Future Camp belohnt wurden. Als Gewinner  in der Kategorie „Schüler“ ging das Team Bio2xic hervor. Die vier Gymnasiastinnen entwickelten ein Luftfiltersystem, das Allergene und belastende Partikel aus Innenräumen filtert und die Atemluft optimiert.

Preisträger Kategorie „Sonderpreis“ Deutscher Gründerpreis 2011: Dialogue Social Enterprise als

Das Hamburger Unternehmen Dialogue Social Enterprise entstand 1988 aus der sozialen Idee von Prof. Dr. Andreas Heinecke, Menschen mit Behinderungen besser in das Arbeitsleben zu integrieren. Getreu dem Motto „Moving beyond Sight“ werden in dem Unternehmen blinde Menschen beschäftigt, die Führungen durch Ausstellungen in Dunkelheit gestalten und Besuchern neue Sinneserfahrungen bescheren. Die erste Ausstellung im Dunkeln fand 1990 statt. Beim „Dialog im Dunkeln“ gibt es zwar nichts zu sehen, dafür aber viel zu erfahren und zu erleben. Ziel ist es, Sehende für die Blindheit zu sensibilisieren und andere Sinne als die Sehkraft zu stärken. Dialogue Social Enterprise hat sich mittlerweile zu einem weltweiten Unternehmen mit einem internationalen Team, bestehend aus über 7.000 blinden und gehörlosen Mitarbeitern, entwickelt. Die Ausstellung „Dialog im Dunkeln“ war bisher in 35 Ländern zu erleben und soll demnächst erweitert werden. Prof. Dr. Andreas Heinecke tüftelt bereits an einer neuen Idee, dem Dialog in der Stille, einer Ausstellung, die von Taubstummen gestaltet und geführt werden soll. Die Kombination aus sozialer Idee und unternehmerischem Denken, macht Dialogue Social Enterprise zu einem würdigen Träger des Deutschen Gründerpreises 2011 in der Kategorie „Sonderpreis“.

Für-Gründer.de gratuliert den Preisträgern des Deutschen Gründerpreises 2011 und empfiehlt auch Ihnen die Teilnahme an einem Businessplanwettbewerb oder einem Gründerpreis.