Deutscher Gründerpreis 2015: Braufässchen im Finale



Auf der ersten Seite dreht sich alles um Braufässchen selbst: aktuelle Kennzahlen zum Unternehmen, neue Produkte und Wachstumspläne. Hier gehen wir näher auf den Einzug der Gründer ins Finale beim Deutschen Gründerpreis ein.

Für-Gründer.de: Wie bewerten Sie die bisherige Teilnahme am Deutschen Gründerpreis? Würden Sie auch anderen Gründern empfehlen, eine Nominierung anzunehmen?

Wolfgang Westermeier von Braufässchen: Bisher sind wir mit unserer Teilnahme am Deutschen Gründerpreis sehr zufrieden. Das gesamte Team des Deutschen Gründerpreises ist sehr motiviert und die Zusammenarbeit macht großen Spaß. Auch das Feedback der Jury in den bisherigen Auswahlstufen war immer sehr professionell und konstruktiv. Wir können die Teilnahme am Deutschen Gründerpreis auf jeden Fall anderen Gründern nur empfehlen.

  • Wer selbst am Deutschen Gründerpreis teilnehmen will, findet in der nachfolgenden Infografik die wichtigsten Informationen.

Deutscher Gründerpreis 2015

Für-Gründer.de: Wie steigert man aus Ihrer Sicht seine Chancen, um zum Beispiel für eben solch eine Nominierung für einen Gründerwettbewerb wahrgenommen zu werden? Wie beurteilen Sie die Relevanz eines großen Netzwerks und umfangreicher PR an dieser Stelle?

Wolfgang Westermeier von Braufässchen:

Ich denke gute und vor allem kontinuierliche PR-Arbeit sowie ein großes Netzwerk sind dabei die entscheidenden Faktoren. Wir wurden von zwei Experten unabhängig voneinander nominiert, von Für-Gründer.de und der IHK München.

Der Kontakt zu Für-Gründer.de ist bereits Ende 2013 entstanden und seither hatten wir immer wieder Kooperationen wie Gewinnspiele sowie verschiedene Interviews zu aktuellen Themen. So eine Art der nachhaltigen PR-Arbeit ist für mich eigentlich die Idealvorstellung. Vielen Dank auch an dieser Stelle an das ganze Team von Für-Gründer.de, dass ihr mit eurer Arbeit Gründer unterstützt und vernetzt und entscheidend zur Gründerkultur in Deutschland beitragt!

Der Kontakt zur IHK München entstand anfänglich über ein Gründercoaching. Daraufhin haben wir uns aber sehr schnell mit den verschiedenen Stellen, wie mit dem Crowdfunding Stammtisch vernetzt. Dadurch wurden wir auch häufiger als Redner für Veranstaltungen angefragt und konnten so gut und kontinuierlich den Kontakt halten und vertiefen. Ich denke, gerade der langfristige Kontakt ist entscheidend, sodass die Experten einen guten Einblick in die Unternehmensentwicklung bekommen.

Für-Gründer.de: Abgesehen von der Nominierung – welche Meilensteine waren bisher die größten für Sie und worüber sind Sie gestolpert?

Wolfgang Westermeier von Braufässchen: Die größten Meilensteine waren der Produkt- und Webshoplaunch, das erste erfolgreiche Weihnachtsgeschäft, die Diversifizierung der Vertriebskanäle, der Launch von Brewbarrel im Vereinigten Königreich, unser Umzug in eine größere und modernere Produktionsstätte sowie der Launch von komplett neuen Produktlinien.

Schwieriger als erwartet waren dabei vor allem der Aufwand und die notwendigen Ressourcen für die erfolgreiche Internationalisierung sowie die durch das Wachstum ständig steigende Kapitalbindung in Waren und die Vorfinanzierung von Großaufträgen.

Für-Gründer.de: In unserer Gründer-Jahresvorschau auf 2015 gaben Sie an, dass Sie sich für Braufässchen mehr englischsprachige Presseresonanz wünschen. Wie sieht da Ihr bisheriges Fazit aus?

Wolfgang Westermeier von Braufässchen: Wir hatten bereits einige schöne Artikel in England. Insgesamt mussten wir aber schon feststellen, dass die Pressearbeit in England deutlich schwerer fällt als in Deutschland. Ich denke, zu einem großen Teil liegt es daran, dass die deutsche Presse schon sehr interessiert ist an Gründungsthemen, was die Pressearbeit für Start-ups deutlich erleichtert. Wir sind daher gerade dabei, unsere internationale Öffentlichkeitsarbeit differenzierter aufzustellen. Also mehr Kooperationen mit Bloggern, Online-PR und Content Marketing als Bausteine stärker zu integrieren.

Für-Gründer.de: Generell wie läuft es mit der Internationalisierung? Was fällt schwer und was geht leicht von der Hand?

Wolfgang Westermeier von Braufässchen: Leicht geht das Finden von neuen Kontakten und Leads für den Vertrieb, denn plötzlich ist der potenzielle Markt wesentlich größer und die Infrastruktur im Markt auch deutlich besser. Dies liegt unserer Einschätzung nach daran, dass vor allem das Thema Heimbrauen in vielen ausländischen Märkten schon deutlich länger sehr beliebt ist und dementsprechend spezialisierte Händler vorhanden sind.

Auf der anderen Seite gibt es natürlich auch mehr Konkurrenten und man muss das Produkt anders erklären und sich klarer von der Konkurrenz absetzen. Außerdem dauern die Akquise-Gespräche dadurch oft auch länger. Alles in allem ist es aber ein sehr spannendes Thema und macht viel Spaß.

Für-Gründer.de: Worauf konzentrieren Sie sich in den kommenden Monaten? Ist auch schon das bevorstehende Weihnachtsgeschäft wieder ein Thema?

Wolfgang Westermeier von Braufässchen: Das Weihnachtsgeschäft ist noch kein Thema. Da läuft bei uns die Planung eher immer so gegen Ende August an. Aktuell sind wir neben dem Deutschen Gründerpreis zum einen dabei, alles für die Grillsaison vorzubereiten, um in Deutschland und England schöne Verkaufszahlen zu erzielen. Zum anderen kümmern wir uns gerade darum, bei unserem neuen Webshop Pure Flavours das erste Kundenfeedback einzuarbeiten und das Online Marketing zu optimieren.

Für-Gründer.de: Vielen Dank für das Interview.

Weitere Informationen zum Deutschen Gründerpreis finden Sie auf Für-Gründer.de. Dort befindet sich auch unsere Publikation Gründerwettbewerbe und Top Start-ups 2014/2015. Darin stellen wir weitere spannende Preisträger und Wettbewerbe vor. Und folgen Sie uns auch auf Facebook, um zu erfahren, wie weit es Braufässchen schafft.