Contra Brexit: Hier treffen sich Start-ups aus London, Berlin und Helsinki



Das Thema Abfall ist nicht hip? Von wegen! Im vergangenen Jahr erhielt der Green Alley Award über 100 Bewerbungen aus ganz Europa. Das zeigt: Wenn man mit einer Geschäftsidee in diesem Bereich etwas bewegen und gleichzeitig Geld damit verdienen kann, ist das Thema groß im Rennen. Der Green Alley Award fördert diese Ideen und zwar mit jeder Menge Know-how und einem Preispaket in Höhe von 30.000 Euro. 2016 im Fokus: Finnland. Der europäische Gedanke wird hier groß geschrieben.

Der Green Alley Award ist ein Gründerwettbewerb, der in ganz Europa nach grünen Geschäftsideen aus der Recycling- und Abfallwirtschaft sucht. Initiatoren sind Seedmatch und das Gründernetzwerk der Landbell AG, Green Alley. Nach einer erfolgreichen ersten Runde des Wettbewerbs im Jahr 2014 wurde der Wettbewerb international ausgerichtet. Dazu wurde das britische Accelerator-Programm Bethnal Green Ventures für technologieorientierte Start-ups im Umwelt- und Sozialbereich an Bord geholt.

2016 wird der Green Alley Award jetzt auch von der European Recycling Platform (ERP) Finnland unterstützt. Jan Patrick Schulz, Geschäftsführer der Green Alley Investment GmbH über die Kooperation mit Finnland:

Mit unserem Award wollen wir junge Gründer europaweit ermutigen, mit ihren Ideen bestehende Konsum- und Entsorgungsverhalten aufzubrechen. Wir sehen Finnland als Vorreiter im Prozess zu einer zukunftsfähigen Circular Economy. Finnische Start-ups zeichnen sich durch ihr technisches Know-how aus und scheuen es nicht, etablierte Branchen zu revolutionieren. Dieses Jahr nehmen wir diesen Spirit von Helsinki auf und mischen ihn mit Berlins grüner Gründereuphorie.

Poster_Green_Alley_Award_2016_horizontal_720x511
Der Green Alley Award legt 2016 einen Schwerpunkt auf London, Berlin und Helsinki. (Foto: Green Alley Award)

Was gibt es beim Green Alley Award zu gewinnen?

Teilnehmer des Green Alley Awards können von einem Preisgeld, Sachpreisen und Networking sowie Know-how profitieren:

  1. Teilnahme am Networking- und Pitch-Event in Berlin
  2. Wertvolle Kontakte mit internationalen Akteuren der Branche und Investoren
  3. Ein Preisgeld in Höhe von 7.000 Euro
  4. Kostenfreie Nutzung eines Coworking Spaces für sechs Monate in Berlin
  5. Ein zugeschnittener Workshop-Tag – entweder im Bereich E-Commerce/Online-Marketing oder Unternehmensentwicklung

Dass sich die Teilnahme lohnt, erzählten uns die Finalisten des Vorjahres und Gründer von binee in diesem Interview:

Das Gespräch mit Leuten mit Erfahrung im Markt ist ein guter Weg, das Geschäftskonzept zu prüfen, anzupassen, zu verfeinern. Die Idee verändert sich dabei, und das ist völlig in Ordnung.

Wer sollte sich beim Green Alley Award bewerben?

Der Green Alley Award richtet sich an alle europäischen Start-ups mit Geschäftsideen im Bereich der Recycling- und Abfallwirtschaft. Entscheidend ist für die Auswahl insbesondere der Innovationsgrad der Geschäftsidee, nicht die Unternehmensphase. Beliebte Themen sind beispielsweise Ressourcenschonung, Nachhaltigkeit, Wiederverwertung, Recycling und Upcycling, Kreislaufwirtschaft sowie CO2-Einsparung.

Fünf Start-ups, die sich bereits im Vorjahr beim Green Alley Award durchsetzen konnten, und deren Geschäftsideen haben wir in diesem Beitrag vorgestellt.

Green_Alley_Upcycling_Gruenderzentrum
Upcycling – eines der zentralen Themen beim Green Alley Award. (Foto: Green Alley Award)

Alles klar, ich mache mit. Was muss ich tun?

Der erste Schritt ist, ein kurzes Profil mit den Keyfacts zu eurem Start-up auszufüllen. Außerdem müsst ihr ein Pitch Deck einreichen, das eure Geschäftsidee etwas detaillierter erläutert.

Die Deadline ist der 27. Juli 2016.