5 Tipps für die erfolgreiche Weiterbildung

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Selbstmanagement

Als Gründer hat man wahrlich schon viel um die Ohren. Da fällt es nicht unbedingt leicht, zusätzlich auch noch Zeit in eine Weiterbildung zu investieren. Doch genau diese investierte Zeit kann sich in Zukunft sehr bezahlt machen und helfen, mehr Zeit einzusparen. Worauf es ankommt, wenn ihr euch und eure Angestellten weiterbilden wollt, erfahrt ihr im Artikel.

Weiterbildung
Weiterbildung lohnt sich immer - auch wenn wenig Zeit dafür da ist. Mit Hilfe von digitalen Angeboten lässt sie sich meist gut in den Joballtag einbauen. (Foto: Unsplash/Wes Hicks)

Warum ist die regelmäßige Weiterbildung wichtig?

"Wer immer nur das tut, was er schon kann, bleibt das, was er ist." So abgedroschen dieser Satz klingen mag, es steckt einiges an Wahrheit darin. Hat man gerade erst gegründet und ist dabei, das Unternehmen aufzubauen, konzentrieren sich viele Gründer erst einmal auf den Kern des Geschäfts. Das ist wichtig und richtig.

Neben dem Kerngeschäft gibt es aber auch noch viel „Drumherum“, wie z.B. das Finanz- und Businessmanagement, das nicht minder wichtig ist für den Unternehmenserfolg. Preise müssen richtig kalkuliert werden, ein Businessplan muss erstellt, gepflegt und ggf. angepasst werden. Zusätzlich muss auch noch die Werbetrommel gerührt und das Unternehmen bekannt gemacht werden. Kurzum: Gründer haben viel zu tun, und nicht in allen Unternehmensbereichen kennen sie sich ausreichend aus.

Aus diesem Grund ist es förderlich, wenn ihr ab und zu in eine Weiterbildung investiert. Ihr müsst dabei nicht das Ziel haben, Marketingprofi zu werden, wenn eure Stärken im technischen Bereich liegen. Dafür habt ihr in eurem Unternehmen Mitarbeiter oder externe Experten. Es schadet jedoch nicht, die Grundlagen in einem bestimmten Bereich zu erlernen – schon allein aus dem Grund, dass ihr dann bessere Entscheidungen für euer Unternehmen treffen könnt und Zusammenhänge besser versteht.

Tipp #1: Fördermittel für Weiterbildungen nutzen

Weiterbildungen sind häufig mit hohen Kosten verbunden, weswegen Gründer häufig davor zurückschrecken, um die Unternehmensliquidität nicht zu belasten. Bevor ihr die Flinte ins Korn werft, überprüft, ob ihr Fördermittel in Anspruch nehmen könnt.

Es gibt sogar Weiterbildungsangebote, bei denen es sich um geförderte Weiterbildungen handelt, für die man bei der Agentur für Arbeit einen Bildungsgutschein beantragen kann.

Tipp #2: Online-Weiterbildungen und kostenlose Webinare nutzen

Weiterbildungen müssen nicht immer vor Ort stattfinden, um effektiv zu sein. Viele Skills und Knowhow können von der Lehrkraft auch online vermittelt werden. Insbesondere während der Corona-Krise erfreuten sich Online-Weiterbildungen großer Beliebtheit und das Angebot wächst seither stetig.

Haltet auch die Augen offen nach kostenlosen Weiterbildungsprogrammen. Schon in einem halbstündigen Webinar könnt ihr euch nützliche Tipps zu einem bestimmten Thema holen. Dass Weiterbildungen immer mit Kosten verbunden sein müssen, ist ein Irrglaube.

Vor allem wenn ihr noch ganz am Anfang eurer Gründertätigkeit steht und knapp bei Kasse seid, sind solche kostenlosen Angebote in jedem Fall besser, als wenn ihr überhaupt keine Weiterbildungen besuchen würdet. Das ermöglicht euch, einen Überblick über viele Themen zu bekommen. Später könnt ihr dann immer noch mit gezielten Weiterbildungen tiefer in ein Thema eintauchen.

Tipp #3: In Soft Skills investieren

Ihr hattet eine gute Idee und habt damit ein Unternehmen gegründet. Zum Lenken eines Unternehmens gehören neben Kreativität und Risikobereitschaft jedoch auch noch andere Fähigkeiten, die nicht bei allen Gründern gleichstark ausgeprägt sind. Die Rede ist von bestimmten Soft Skills, die einen erfolgreichen Gründer und Führungspersönlichkeit ausmachen:

  • Selbstbewusstsein
  • Ausdauer
  • Leadership/Initiative
  • Verhandlungsgeschick/Überzeugungsfähigkeit
  • Zeitmanagement-/Delegationsvermögen

Habt ihr in einem oder mehreren der oben genannten Punkte Defizite (und die meisten Menschen haben das), könnt ihr im Rahmen einer Weiterbildung an diesen Punkten arbeiten. Die Investition in Soft Skills macht sich vielleicht nicht unmittelbar bemerkbar, zahlt sich aber langfristig aus, da euch diese Fähigkeiten unheimlich darin unterstützen, das beste aus euch und eurem Unternehmen herauszuholen.

Tipp #4: In Mitarbeiter investieren

Vergesst neben den vielen Weiterbildungen für euch auch nicht die Fortbildungen für eure Mitarbeiter. Das hat gleich mehrere Vorteile:

  • Geschulte Mitarbeiter sind produktiver und setzen Ressourcen effizienter ein.
  • Die Innovationskraft steigt, wenn Mitarbeiter auf ihrem Gebiet immer auf dem aktuellen Stand sind.
  • Durch die Investition in ihre Fortbildung fühlen sich Mitarbeiter wertgeschätzt und motiviert, was die Bindung zu eurem Unternehmen stärkt.
  • Kompetente Mitarbeiter sorgen für zufriedene Kunden.

Wie ihr seht, macht sich auch hier eine Investition in Weiterbildungsmaßnahmen für euer Unternehmen in vielfacher Hinsicht bezahlt.

Tipp #5: Weiterbildung als kontinuierlichen Prozess betrachten

Als Gründer wisst ihr, dass euer Unternehmen stets wachsen muss, damit ihr es mit der Konkurrenz aufnehmen, neue Märkte erobern, oder Branchenspitzenreiter werden könnt. Das setzt voraus, dass auch die Menschen, die ihre Leistung in das Unternehmen einbringen, mitwachsen.

Regelmäßige Weiterbildungen sind deswegen wichtig, um immer auf dem neusten Stand zu bleiben – sei es technisch oder betriebswirtschaftlich. Auf diese Weise senkt ihr das Risiko, dass eure Mitarbeiter zu innovativeren Unternehmen abwandern.

Investiert ihr auch weiterhin in eure Leadership- und andere Soft Skills, wachst ihr mit der Zeit an euren Aufgaben, indem ihr eure Fähigkeiten immer wieder einsetzt und verfeinert. Ihr werdet auch schwierigen Situationen besser gewachsen sein und wisst euch in jedem Moment zu helfen – sei es bei Kreditverhandlungen mit der Bank oder beim Aushandeln eines Vertrags mit einem Geschäftspartner. Erfolg ist erlernbar.

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