Praxiswissen kompakt: Kritikgespräch, die 4 wichtigsten Fragen



Mitarbeiter führen und motivieren ist eine eurer wichtigsten Aufgaben als Unternehmer. Wichtigstes Führungsinstrument dabei ist das Mitarbeitergespräch.  Kein Mitarbeiter ist perfekt, daher ist auch ein Kritikgespräch notwendig, wenn es dazu einen Anlass gibt. Wir zeigen euch, wie ihr ein Kritikgespräch erfolgreich durchführt.

#1 Was darf beim Kritikgespräch auf keinen Fall passieren?

Kritik ist niemals angenehm. Selbst, wenn euer Mitarbeiter versteht oder weiß, dass er einen Fehler gemacht hat.

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Vermeidet also alles, was einen guten Mitarbeiter demotivieren kann. Häufig reagieren Mitarbeiter auf Kritik so:

  • Sie ärgern sich und reagieren mit Protest.
  • Oder sie jammern oder rechtfertigen sich.
  • Oder sie lassen die Kritik an sich abprallen.

Selbst die besten Mitarbeiter mögen keine Kritik. Von eurer Gesprächsführung hängt es ab, ob der Kollege die Kritik versteht und daraus lernt.

#2 Wann ist der beste Zeitpunkt für ein Kritikgespräch?

Eine spontane Kopfwäsche bringt nichts, selbst wenn euch das Fehlverhalten maßlos ärgert. Am besten ist es, dem Mitarbeiter das Kritikgespräch anzukündigen, eine Nacht darüber zu schlafen. Nehmt euch ausreichend Zeit, das Gespräch vorzubereiten. Wartet aber auch nicht zu lange. Denn der zeitliche Zusammenhang zu dem Fehlverhalten muss gewahrt sein.

#3 Was ist bei der Gesprächsführung wichtig?

Sorgt für ein ruhiges Ambiente und führt das Gespräch unter 4 Augen. Der Mitarbeiter darf auf keinen Fall vor der gesamten Mannschaft bloßgestellt werden. Sucht einen positiven Einstieg, bevor ihr zur Sache kommt. Führt dem Mitarbeiter seinen Fehler vor Augen und bewahrt dabei einen sachlichen, ruhigen Ton. Bindet ihn ins Gespräch ein und fragt nach Ursachen für den Fehler. Macht eurem Mitarbeiter die Konsequenzen seines Handelns klar und appelliert an sein Verantwortungsgefühl.

Wichtig ist ein konstruktives Ergebnis des Gesprächs. Ideal ist, wenn der Mitarbeiter von sich aus Lösungen oder Vorschläge bringt. Wichtig ist es, das Gespräch positiv zu beenden, am besten mit einer Zielvereinbarung.

#4 Wie bereitet ihr das Kritikgespräch nach?

Fasst das Gespräch schriftlich zusammen und gebt dem Kollegen eine Ausfertigung. Lasst ihn das Gesprächsprotokoll unterschreiben. Wenn ihr Ziele vereinbart habt, dann plant eine Wiedervorlage und ein Review. Der Mitarbeiter soll merken, dass er etwas ändern muss.

Fazit – Kritikgespräch

Wer jetzt sagt, dass  Kritikgespräche dieser Art bei manchen Mitarbeitern nichts nützen, hat Recht. Die hier beschriebene Vorgehensweise betrifft auch nur die Zielgruppe des motivierten Mitarbeiters, den ihr im Unternehmen halten wollt. Diese Mitarbeiter werden euch sogar für die Kritik dankbar sein. Von Mitarbeitern, bei denen Kritikgespräche nicht fruchten, solltet ihr euch über kurz oder lang trennen.

Lest dazu unsere Leitfäden für Unverbesserliche:

Und ganz zum Schluss noch ein Tipp: Gute Mitarbeiter wollen auch mal gelobt werden.