3 Tipps für modernes und erfolgreiches E-Mail-Marketing + Beispiele



Ist E-Mail-Marketing tot? Keineswegs! Zahlreiche Studien belegen, dass die gute alte E-Mail nach wie vor einer der effektivsten Kommunikationskanäle ist. Auch und vor allem in Zeiten von Social Media. Denn die E-Mail ist persönlich und wirklich jeder – ob Angestellter oder CEO – schaut regelmäßig in sein Postfach.

So überraschen die folgenden Untersuchungsergebnisse nicht:

  • Im Jahr 2018 wurden über 281 Milliarden E-Mails versendet und empfangen – täglich. Tendenz steigend.
  • 81 Prozent der kleinen und mittelständischen Unternehmen verlassen sich auf die E-Mail als primären Kanal für die Kundengewinnung.
  • Willkommens-E-Mails haben eine Öffnungsrate von 84,22 Prozent.
  • Personalisierte Betreffzeilen steigern die Chancen auf Öffnung einer E-Mail um 50 Prozent.

Solche Zahlen lassen Marketer-Herzen natürlich höherschlagen. Aber wie genau funktioniert modernes E-Mail-Marketing und was hat das Ganze noch mit den Anfängen zu tun?

E-Mail-Marketing
Studien zeigen: Die E-Mail ist noch immer top aktuell. Nutzt das für euer Unternehmen! (Foto: piktochart)

Damals und heute: Die E-Mail hat überlebt

Der US-Amerikaner Ray Tomlinson gilt als der Erfinder der E-Mail. Bereits im Jahr 1972 schickte er eine E-Mail ab, damals noch über das ARPANET, ein Computernetzwerk der US-Luftwaffe. Damals ahnte wohl nicht einmal Tomlinson, zu welch mächtigem Verkaufstool sich die E-Mail eines Tages entwickeln würde.

Seitdem hat sich viel getan: Kaum ein Unternehmen – ob groß oder klein – kommt heute noch ohne E-Mail-Marketing aus. Auch Einzelunternehmer nutzen den Kanal, um mit ihren Kunden zu kommunizieren.

E-Mail-Marketing
Der Leipziger Friseursalon Hair Eck No. 1 nutzt ein Online-Buchungssystem. Daran gekoppelt ist eine Terminbestätigung via E-Mail. Zusätzlich kann der Nutzer anklicken, in Zukunft Infos über Produktneuigkeiten, Angebote etc. erhalten zu wollen. (Screenshot: Hair Eck No. 1 )

Das obige Beispiel zeigt, wie sich E-Mail-Marketing und praktischer Nutzen clever miteinander kombinieren lassen. Für die Terminbuchung beim Friseur ist die Angabe der Mailadresse ohnehin notwendig. Da liegt es nahe, sich auch noch bequem zusätzliche Informationen zu abonnieren.

Ein weiteres Beispiel für modernes E-Mail-Marketing findet sich bei der Bar H´ugo´s in Frankfurt. Neben einer Online-Reservierungs-Funktion können Gäste einen Newsletter abonnieren.

E-Mail-Marketing
Über den Newsletter des H´ugo´s werden die Gäste über Angebote und Events via E-Mail informiert. (Screenshot: H´ugo´s)

Dadurch steigert die Bar die Chancen, dass mehr Menschen die Termine und Inhalte der hauseigenen Veranstaltungen mitbekommen.

Das Zwischenfazit lautet also: Nicht nur die großen Konzerne profitieren von E-Mail-Marketing, sondern auch die Kleinunternehmer, wenn sie die folgenden drei Tipps beherzigen.

3 Tipps, damit euer E-Mail-Marketing gelingt

In Anlehnung an unsere Beispiele möchten wir euch noch drei Tipps mit auf den Weg geben, wie E-Mail-Marketing in der heutigen Zeit funktioniert.

E-Mail-Marketing
Klickt auf das Banner, um zu Bitrix24 zu gelangen. (Foto: Bitrix24)

#1 Liefert einen Mehrwert

Was für Content Marketing gilt, trifft auch auf die gute alte E-Mail zu: Versendet nur hochwertige Newsletter und Info-Mails, die euren Kunden wirklich nützen. Segmentiert hierfür ganz genau, denn es können sich vollkommen unterschiedliche Zielgruppen mit z. T. gegensätzlichen Erwartungen in euren Newsletter eintragen.

Der eine möchte über neue Produkte auf dem Laufenden gehalten werden, während ein anderer Nutzer Insights aus eurem Unternehmeralltag lesen will. Legt daher Themenfelder an, in denen User die gewünschten Informationen für ein E-Mail-Abo ankreuzen können. Anhand dessen könnt ihr eine trennscharfe Segmentierung vornehmen und treffsicher Mehrwert liefern.

#2 Übertreibt es nicht

Jeder von uns bekommt täglich eine Flut an E-Mails. Und ihr wollt ganz sicher nicht im Spam-Ordner bei euren Kunden landen. Geht daher behutsam mit euren mühsam gewonnenen Abonnenten um, indem ihr ihnen nicht zu viele Mails schickt. Welche Frequenz ideal ist, müsst ihr selbst austesten.

Als Faustregel lässt sich sagen, dass eine E-Mail pro Woche in Ordnung ist. Aber auch hier gilt, dass dies stark von der Branche und dem Mediennutzungsverhalten eurer Zielgruppe sowie deren Erwartungen abhängt. Daher kommen wir zu Tipp Nummer drei.

#3 Messen, messen, messen

Tools wie MailChimp oder CleverReach haben eine differenzierte Auswertungsfunktion mit an Bord.

Diese Auswertung ist auch enorm wichtig, damit ihr wisst, wie eure E-Mails performen. Zu den wichtigsten Indikatoren gehören:

  • Öffnungsrate
  • Welche Links innerhalb der Mail wurden angeklickt?
  • Bounce-Rate
  • Zahl der Abmeldungen

Anhand dieser Kennzahlen könnt ihr erkennen, welche E-Mails gut ankamen und welche nicht. Weiterhin erfahrt ihr, ob ein Call to Action funktioniert hat. Nach jeder Marketing-E-Mail sollte es eine solche Auswertung geben, damit ihr die Daten miteinander vergleichen und die richtigen Schlüsse daraus ziehen könnt.

E-Mail-Marketing ist anspruchsvoller geworden

Und das hat einen einfachen Grund: Ihr konkurriert rund um die Uhr mit zahllosen anderen Unternehmen und Social-Media-Kanälen um das höchste Gut im Internet: die Aufmerksamkeit des Users. In Zeiten des Content Shocks – der Reizüberflutung im Internet durch zu viele Inhalte – ist es ein großer Vertrauensbeweis, wenn Menschen sich für euren Newsletter anmelden.

Nutzt diese Chance, indem ihr eurer Zielgruppe auch beim E-Mail-Marketing maximale Qualität und Wertschätzung entgegenbringt. Das sorgt für eine langfristige Kundenbindung und kurbelt somit nachhaltig das Geschäft an.