Sidepreneur: 5 Tipps, um sich nebenberuflich selbstständig zu machen



Ihr spielt mit dem Gedanken, neben dem Studium oder eurem festen Job als Sidepreneur aktiv zu werden? Dann ist das folgende How-to genau richtig für euch.

Ihr wollt unternehmerisch tätig werden, aber nicht euren aktuellen Job aufgeben? Auch als Sidepreneur könnt ihr wie ein Entrepreneur einen Einzelbetrieb oder aber eine richtige Firma aufbauen. Wer sich nebenberuflich selbstständig macht, braucht natürlich erst einmal eine Geschäftsidee.

Was brauche ich, um als Sidepreneur anzufangen?

Das kommt immer darauf an, was ihr neben eurem Job, eurer Ausbildung oder eurem Studium aufbauen wollt. Bei physischen Produkten müsst ihr euch um Lager, Logistik, Retouren und so weiter kümmern, was bei digitalen Geschäftsmodellen (zum Beispiel dem Verkauf von Online-Kursen oder Coachings) in der Regel nicht der Fall ist.

Vor allem aber braucht ihr ein gutes Zeitmanagement. Wer einer Vollzeitbeschäftigung nachgeht, sei es im Büro oder an der Uni, hat ohnehin schon einen vollen Tag. Dazu kommen noch andere Aufgaben wie Einkaufen, Kinder von der Kita abholen etc.

Sidepreneur
Sich neben dem Studium oder Job selbstständig zu machen, ist keine kleine Aufgabe. Bevor ihr euch als Sidepreneur versucht, solltet ihr euch sehr klar machen, worauf ihr euch einlasst. (Foto: piktochart)

Doch all das lässt sich auch als Sidepreneur unterbekommen, wenn ihr Prioritäten setzt. In der Anfangszeit werdet ihr wahrscheinlich wenig Freizeit haben. Hier kann es aber helfen, dass ihr euch täglich wieder daran erinnert, warum ihr als Sidepreneure arbeiten wollt. Möchtet ihr euer Hobby zum Beruf machen? Verfolgt ihr eure Leidenschaft, die schon seit Jahren in euch schlummert?

Womit wir bei den Tipps für einen erfolgreichen Sidepreneur angelangt sind.

5 Tipps, um als Sidepreneur durchzustarten

Ihr könnt es kaum erwarten, euch ein zweites Standbein aufzubauen? Dann legen wir gleich mit fünf praktischen Tipps los.

#1 Lernt, euch selbst zu motivieren

Psychologen haben herausgefunden, dass die Motivationskurve des Menschen mit der Zeit abflacht. Wenn wir eine coole Idee haben, sind wir anfangs hochmotiviert. Doch unser Körper kann diesen Motivations-Boost nicht über Wochen und Monate aufrechterhalten. Irgendwann kommen die Zweifel, ob von außen oder aus euch selbst heraus. Dann gehen Fragen im Kopf herum wie:

  • War es wirklich richtig, als Sidepreneur anzufangen?
  • Führt mein Business tatsächlich zum Erfolg?
  • Wie lange soll das denn noch dauern, bis ich davon leben kann?

Hierbei ist es wichtig, dass ihr das Phänomen der abnehmenden Anfangsmotivation kennt. Das allein bewahrt euch schon vor einer allzu herben Ernüchterung.

Weiterhin lohnt es sich, wenn ihr lernt, euch selbst zu motivieren. Etwa durch positive Gedanken wie diese hier:

  • Ich gelange jeden Tag mehr zu meiner Berufung.
  • Ich schaffe, was ich mir vornehme.
  • Je besser ich lerne, wie etwas nicht funktioniert, desto näher bin ich an dem, was funktioniert.

Holt euch weiterhin Motivationsbücher, hört euch Podcasts wie den von sidepreneur.de an oder schaut auf YouTube Videos von anderen Sidepreneuren, die es geschafft haben und euch ermutigen. Baut Kontakt zur Gründerszene auf und lasst euch inspirieren. Ihr seid nicht allein!

#2 Habt Geduld

Vollzeit-Entrepreneure kommen in der Regel schneller voran. Ganz einfach deshalb, weil sie ihre komplette Aufmerksamkeit auf ihre Selbstständigkeit richten können. Daher bringt es auch nichts, wenn ihr euch als Sidepreneure mit diesen Unternehmern vergleicht. Bei euch dauert es wahrscheinlich ein bisschen länger, bis die Dinge so richtig ins Rollen kommen.

Sidepreneur
Geduld ist eine Tugend – eine, die ihr als Sidepreneur unbedingt mitbringen solltet! (Foto: piktochart)

Habt daher Geduld mit euch und diesem Prozess, der durchaus mehrere Monate bis Jahre dauern kann. Wichtig ist, dass ihr dranbleibt. Und ihr genießt einen entscheidenden Vorteil gegenüber 24/7-Unternehmern, besonders dann, wenn ihr in einem sicheren Job seid: Ihr habt nicht den finanziellen Druck, dass euer Business sofort laufen muss. Somit könnt ihr entspannter an die ganze Angelegenheit herangehen.

#3 Wählt ein Geschäftsfeld, das euch Spaß macht

Es gibt zwei populäre Entscheidungen, die ihr als Sidepreneure am Anfang lieber nicht treffen solltet:

  • Ihr startet ein Business in einer Branche, in der viel Geld zu holen sein soll.
  • Ihr macht etwas, das euch vertraut ist, obwohl ihr etwas ganz anderes umsetzen wollt.

Beide Grundhaltungen sind problematisch. Zwar ist Geld für viele Unternehmer ein Motivationsfaktor. Logisch, wer will als Sidepreneur nicht gut verdienen? Doch sollte es nicht die einzige Motivation sein, da dies auf Dauer nicht ausreichen wird. Ihr braucht eine Mission, die euch auch durch die mühsamen, frustrierenden und schwierigen Phasen eurer Nebentätigkeit trägt.

Ein weiterer Trugschluss, dem viele Sidepreneure erliegen, ist die Entscheidung dafür, etwas Vertrautes zu machen und nicht das, was sie eigentlich wollen. So kommt es vor, dass eine Sekretärin nebenbei als virtuelle Assistentin arbeitet. Das kann gut harmonieren, aber wenn das nicht der eigentliche Wunsch dieser Sekretärin für ihr Sidebusiness ist, sie ihre Tätigkeit vielleicht sogar innerlich ablehnt, wird diese auch in der Selbstständigkeit nicht erfüllend sein.

Findet daher heraus, welches Geschäftsfeld euch wirklich Spaß macht und eignet euch die entsprechenden Fähigkeiten über Kurse, Coachings, Literatur etc. an.

#4 Nutzt Online-Marketing, um bekannter zu werden

Legt euch Accounts in den sozialen Netzwerken Facebook, Twitter, Instagram und so weiter an, falls noch nicht geschehen. Auch ist es sinnvoll, bei LinkedIn und Xing jeweils einen Account zu haben. In Social Media könnt ihr in euren Profilen angeben, was ihr als Sidepreneur macht. So werden eventuell Kunden auf euch aufmerksam.

Zum Allernötigsten gehört auch eine moderne Website mit responsivem Design. Responsiv bedeutet, dass eure Seite auf verschiedenen Geräten, darunter auch auf Smartphones und Tablets, aufgerufen werden kann.

Auf der Webseite selbst könnt ihr euch als Sidepreneur präsentieren und euren Werdegang sowie Arbeitsproben darlegen. Auch das verschafft euch im Netz zusätzliche Präsenz und als Sidepreneur ist nichts wichtiger, als von der eigenen Zielgruppe wahrgenommen zu werden.

#5 Sucht euch Unterstützung

Sowohl in der Familie als auch bei Freunden. Kann euch jemand hin und wieder eine alltägliche Aufgabe abnehmen, damit ihr euch stärker auf euer Business konzentrieren könnt? Kennt ihr einen guten Freund, der es immer wieder schafft, euch aufzubauen, wenn mal ein paar Wolken am Himmel aufziehen?

Sidepreneur
Unterstützung kann viele Formen haben und von verschiedenen Seiten kommen – egal ob von Freunden, Familie oder Gleichgesinnten. (Foto: piktochart)

Als Sidepreneur ist jede Unterstützung hilfreich, damit ihr die Doppelbelastung gut wegsteckt. Wir raten daher, euch mit Menschen zu umgeben, die sich für euch und euer Business interessieren.

Fazit

Erfolgreiche Sidepreneure zeichnen sich durch viel Geduld und die Fähigkeit zur Eigenmotivation aus. Bestärkend ist es auch, wenn ihr Support von Freunden und Familie bekommt. Sorgt darüber hinaus dafür, dass eure potenziellen Kunden euch über das Internet finden und besucht Networking-Events, um wichtige Kontakte für euer Business zu knüpfen. Dann steht einem schrittweisen Aufbau eurer Sidepreneur-Karriere nichts mehr im Weg.