7 Content-Inspirationen für euren Instagram-Account [inkl. Beispiele]



Interaktion schaffen, Aufmerksamkeit erregen, Kunden binden: Instagram hat als Marketing-Kanal in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. Doch nicht immer liegen die Content-Ideen auf der Hand – insbesondere, wenn man nicht zu den größeren Start-ups gehört, die im Zweifelsfall einen eigenen Mitarbeiter für die sozialen Netzwerke beschäftigen. Wir haben uns auf den Kanälen von Bloggern, Gründern und Start-ups umgesehen und teilen sieben Inspirationen mit euch.

Vergangenes Jahr knackte Instagram die Marke von mehr als einer Milliarde Usern, die mindestens einmal pro Monat das soziale Netzwerk nutzen. Insbesondere bei der jüngeren Zielgruppe (bis 34 Jahre) ist der Kanal beliebt. Die Firmen-Tochter Instagram gilt bei Facebook als Hoffnungsträger, da dort immer weniger junge Menschen unterwegs sind. Schon bald soll Instagram u.a. durch Funktionen im E-Commerce-Bereich ausgebaut werden – die Testphase hierfür läuft bereits: Mit  „Checkout“ könnten dann Produkte bei Instagram direkt gekauft werden, ohne die App zu verlassen. Für Unternehmen sollte der Social Media-Kanal folglich auch in Zukunft sehr attraktiv sein.

Instagram Content Ideen
Aufmerksamkeit erregen bei der Instagram-Community – wir haben 7 Content-Ideen für euch (Bild: piktochart)

Reine Produkt-PR ist aber nicht unbedingt ein Anreiz, um euren Account zu liken oder über ihn zu interagieren. Inhalte mit Mehrwert sind gefragt – egal, ob als Story oder Post. In den letzten Jahren haben sich in diesem Kontext beispielsweise Gewinnspiele, Bilder mit motivierenden oder lustigen Sprüchen und Aktionen zum „Tag des XY“ (also: Tag des Buches, Tag des Kaffees etc.) gehäuft. Doch da war noch mehr…

#1 Hingucker: Ein Bild aus Bildern

Wer noch nicht wirklich Content hat, aber seinen Instagram-Account schnell befüllen möchte, kann mit einem Bild aus Bildern einen Hingucker schaffen. Beim Café Z-Art, einem Kunstcafé in Mainz, sah das vor der Eröffnung beispielsweise so aus.

Screenshot Instagram-Account Café Z'art
Willkommens-Posting vom Café Z’art (Quelle: Instagram-Account Café Z’art)

Keine Sorge, hierfür müsst ihr keine ausgetüftelten Designer sein: Apps wie Giant Square oder PicSlit helfen euch dabei, ein Bild ganz einfach gleichmäßig aufzuteilen.

#2 Praxisratgeber: Hilfreichen Content schaffen

Wie rette ich eine versalzene Suppe? Wie bleiben Kohlrabi, Radieschen, Möhren & Co. länger frisch? Wie kann ich die Schalen von Äpfeln oder roter Bete weiterverarbeiten? Das Berliner Start-up Sirplus setzt sich für die Rettung von Lebensmitteln ein. Und so punktet das Unternehmen auch auf Instagram mit hilfreichen Tipps, die einen echten Mehrwert schaffen.

Screenshot Instagram Sirplus
Sirplus liefert seinen Usern hilfreiche Tipps für den Umgang mit Lebensmitteln (Quelle: Instagram-Account Sirplus)

Welche Tipps habt ihr für eure Community?

#3 Einblick-Schaffer: Hinter den Kulissen

Kuchentratsch aus München ist nicht zuletzt aus DHDL bekannt: Gemäß des Prinzips, dass es den besten Kuchen immer noch bei Oma gibt, bringt das Start-up Seniorinnen und Senioren zusammen, um Kontakte zu knüpfen und etwas zur Rente hinzuzuverdienen. Die selbst gebackenen Produkte werden innerhalb von München, teilweise auch deutschlandweit ausgeliefert. Auf Instagram wird nicht nur Lust auf die Produkte gemacht, sondern gleichzeitig gezeigt, wie viel Spaß die Sache macht.

Die Social Media-Plattform ist eben keine Frage des Alters, sondern vor allem eine Sache der Authentizität.

Instagram Screenshot Kuchentratsch
Hinter den Kulissen von Kuchentratsch (Quelle: Instagram-Account Kuchentratsch)

Was heißt das nun für euch? Gebt euren Usern einen Einblick hinter eure Kulissen:

  • Wie sieht das Büro bei euch aus?
  • Wie laufen Teammeetings ab?
  • Was habt ihr bei der letzten Weihnachtsfeier gemacht?

Nicht nur eure Produkte, sondern auch die Personen dahinter interessieren eure Follower.

Also: Zeigt her eure Teams, zeigt her eure Büros…

#4 Übernehmer: Neue Einflüsse durch Takeover

Beim Takeover überlasst ihr außenstehenden Personen euren Account für einen gewissen Zeitraum. Natürlich nicht irgendwelchen Personen, sondern bedeutenden Akteuren aus eurer Branche, Influencern oder anderen Multiplikatoren. Die Berliner Verkehrsbetriebe oder Sixt haben sich schon ran getraut. Natürlich solltet ihr euch vorab aber genau Gedanken darüber machen, wer euren Account betreut, wie ihr das bewerbt, welcher Mehrwert daraus entsteht und wie der Content in eure Kanäle gelangt (z.B. Zugangsdaten übertragen, ein Social Media-Tool nutzen oder Inhalte zuschicken lassen und selbst einpflegen).

Screenshot - Instagram BVG
Beispiel für einen Takeover bei den Berliner Verkehrsbetrieben (Quelle: Instagram-Account BVG)

PS: Spannende Takeover-Bewerbungen nehmen wir selbst natürlich auch entgegen unter redaktion@fuer-gruender.de!

#5 Mitmacher: Challenge accepted

Wettbewerbe sind spätestens seit der Ice Bucket Challenge, die im Sommer 2014 auf die Nervenkrankheit ALS aufmerksam machte, präsent. Wenn ihr bereits einen guten Stamm an Followern aufgebaut habt, aber die Interaktion erhöhen bzw. den Austausch fördern möchtet, dann könnt ihr eine eigene Challenge starten. Natürlich müsst ihr dafür nicht gleich den Eimer voller Eiswürfel herausholen…

Die Bloggerin aus Mainz, die hinter dem Mainzer Wohnzimmer steckt, hat beispielsweise zum Posten von Lieblingsbildern rund um die Stadt aufgerufen. Hierfür wurde zunächst in der Community gefragt, ob die Motivation für eine Aktion da ist. Dann konnten Vorschläge für Themen eingereicht werden. Unter dem Hashtag #mzwzmeinestadt kamen fast 400 Beiträge zustande.

Screenshot Instagram Mainzer Wohnzimmer
Die Stadt-Challenge vom Mainzer Wohnzimmer (Quelle: Instagram-Account Mainzerwohnzimmer)

In sämtlichen Bereichen finden sich Aktionen wie diese in größerem Stil beispielsweise fortlaufend bei der #plankchallenge, der #drawingchallenge oder der #yogachallenge. Massen-Hashtags bergen aber auch das Potenzial für viel Spam. Es ist daher durchaus ratsam, Nischen-Hashtags zu besetzen. Für kleinere Aktionen kann es sich lohnen, Multiplikatoren an Bord zu holen, die eure Challenge bewerben oder sich vorab zum Mitmachen bereit erklären.

#6 Tagebuchschreiber: Von wegen privat…

Wer sein Tagebuch noch unter dem Bett versteckt, sollte das weiterhin tun. Tagebücher auf Instagram sind nämlich alles andere als privat: Unter Hashtags wie #bautagebuch, #reisetagebuch, #abnehmtagebuch präsentieren Leute, wie es mit dem Hausbau oder der Diät vorangeht und wie der Urlaub abläuft. Eine Eigenmotivation, die andere zum Mitmachen anregen soll. Wenn ihr in einer Branche unterwegs seid, in der das passen könnte, macht mit, um Follower zu sammeln oder startet ein ganz eigenes Tagebuch. Wie wäre es beispielsweise mit einem #gruendertagebuch?

Instagram Screenshot Account teeniespektive
Tagebücher unter dem Kopfkissen verstecken war gestern (Quelle: Instagram-Account teeniespektive)

#7 Türchenöffner: der Adventskalender auf Instagram

Bis Dezember ist es zwar noch ein bisschen hin, aber dennoch darf diese Content-Idee an dieser Stelle nicht fehlen – sie muss schließlich gut geplant werden: ein digitaler Adventskalender. Auf diesem Wege hat beispielsweise das Aufräum-Start-up The Organicer (zur Gründerstory) im vergangenen Jahr 24 Aufräumtipps vergeben: von Pröbchen im Bad bis zum Newsletter wurde hier ordentlich ausgemistet.

Screenshot Instagram-Account The Organicer
Tipps zum Ausmisten – 24 Tage lang gab es die im Dezember 2018 bei The Organicer (Quelle: Instagram-Account The Organicer)

Mehr Informationen in Sachen Instagram für Gründer

Ihr steigt gerade erst in die Welt von Instagram & Co. ein? Lest hier, wie ihr einen Instagram Business Kanal richtig nutzt und warum bzw. wie ihr am besten mit Instagram Stories durchstartet. Welche sozialen Netzwerke sind 2019 überhaupt relevant – und welche nicht? Das erfahrt ihr in diesem Beitrag. Aktuelle Tipps und Trends haben wir euch außerdem von der AllFacebook Marketing Conference mitgebracht.