Von Gaming bis Food – vier Geschäftsideen von Gründerinnen



Wie in so vielen Bereichen sind auch in der Start-up Szene Frauen unterrepräsentiert. Diese Ungleichheit bedeutet natürlich nicht, dass Gründerinnen keinen Erfolg haben können, wie beispielweise Delia Fischer von Westwing oder Lea-Sophie Cramer von Amorelie eindrucksvoll unter Beweis stellen. Wir stellen euch heute vier Geschäftsideen von Frauen vor – zwei davon landeten in den Top 50 Start-ups 2018.

Der internationale Weltfrauentag hat es wieder gezeigt: Frauen sind zwar hier und da in allen geschäftlichen Bereichen und Hierarchieebenen vertreten – aber eben nur vereinzelt. Die seit Jahrzehnten gesetzten Ziele, Frauen besser und gleichberechtigt im Berufsleben zu fördern, sind noch lange nicht erreicht worden. Eine Alternative ist, selbst zur Unternehmerin zu werden. Dabei gibt es viele erfolgreiche Geschäftsideen von Frauen. Folgende Gründerinnen zeigen, wie sie ihre Start-ups erfolgreich aufgebaut haben.

SitEinander: Kinderbetreuung besser koordinieren

Wer Kind und Karriere unter einen Hut bekommen möchte, braucht vor allem eines: Eine gute und zuverlässige Kinderbetreuung.
Die App SitEinander ermöglicht es Eltern, sich miteinander zu vernetzen. Wie der Name bereits andeutet, geht es dabei in erster Linie ums Babysitten. Denn gerade jungen Eltern fehlt es oft nicht nur an Zeit, sondern auch an Geld für die Kinderbetreuung. So auch bei Ulrike Gerber, einer der drei Gründerschwestern. Wie so oft evozierte hier ein persönliches Problem eine kreative Lösung, die dann zur Geschäftsidee wurde – und schließlich zu einer Gründung führte.

Geschäftsideen von Frauen
Das Start-up wurde von den drei Schwestern Ulrike, Anna-Lena und Henrike Gerber gegründet. (Foto: SitEinander)

Über die App können sich befreundete Eltern schnell und einfach organisieren. Dabei sammeln sie sogenannte Sit-Punkte, mit denen für das Babysitten „bezahlt“ wird, die jedoch keinen realen monetären Wert besitzen. So bleibt das ganze System kostenlos und sorgt gleichzeitig dafür, dass der „Anteil“ an der Kinderbetreuung fair verteilt ist. Mit dieser Geschäftsidee landete SitEinander auf Platz 48 der Top 50 Start-ups 2018.

Besonders relevant ist die App für Personen, die zum Beispiel aufgrund des Jobs in größere Städte gezogen sind. Dort muss dann zwischen Familie, Job und Anpassung an die neuen Gegebenheiten jongliert werden, auch, weil die KiTa-Suche schnell zu einem echten Problem werden kann. Sich nun auch noch mit Personen in einer ähnlichen Situation anzufreunden, ist leichter gesagt als getan. Um die dafür nötigen Kontakte aufzubauen, treffen sich die Interessierten bei SitEinander zunächst auf „neutralem“ Gebiet. So haben Eltern und Kinder die Möglichkeit, sich erstmal gegenseitig zu beschnuppern und sich dann später gegebenenfalls gegenseitig zu unterstützen.

Foodpunk: individuelle Ernährungspläne – auch für die Tasche

2015 entschloss sich Ernährungswissenschaftlerin Marina Lommel dazu, sich selbstständig zu machen. Und das mit großem Erfolg. Foodpunk landete auf Platz 6 der Top 50 Start-ups 2018. Als Solo-Gründerin konnte Marina uns im Interview einige Einblicke hinter die Kulissen der Gründung geben.

  • Hier geht es weiter zur Gründerstory mit Marina Lommel von Foodpunk.
  • Mehr Geschäftsideen aus den Top 50 Start-ups 2018: Die Plätze eins bis fünf findet ihr hier und die Plätze sechs bis zehn hier.
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Brot und Muffins gesünder schlemmen: Foodpunk bietet zuckerfreie Alternativen an. (Foto: Foodpunk)

Tales & Tails: gesunde Ernährung für den Hund

St. Michaelisdonn liegt knappe anderthalb Autostunden nordwestlich von Hamburg. Hier ansässig ist das Food Start-up Tales & Tails. Das Unternehmen der vier Gründerinnen Stella Peters, Kaja Ringert, Cathrin Hansen und Inga Teegen entwickelt stetig neue, gesunde Lebensmittelprodukte – allerdings nicht für Menschen, sondern in erster Linie für Hunde.

Geschäftsideen von Frauen
Auf den Hund gekommen: Auch die Vierbeiner sollen sich gesund ernähren. Dafür sorgt das Start-up Tales & Tails. (Foto: Tales & Tails)

Gesunde Ernährung ist nach Ansicht der Gründerinnen längst keine reine Menschensache mehr:

In Zeiten, in denen die Menschen wieder vermehrt darauf achten, was genau sie mit ihrer Nahrung zu sich nehmen und ein steigendes Bewusstsein für Inhaltsstoffe und gesunde Ernährung entwickeln, zeichnet sich ein Trend ab, der zeigt, dass diesen Menschen auch die Ernährung ihrer Haustiere wichtig ist. – Tales&Tails

Die Hunde-cuisine des Start-ups besteht deshalb zu hundert Prozent aus natürlichen Zutaten – um genau zu sein, aus Fisch und Meerestieren. Produziert werden die Leckerbissen in Island. Das liegt zum Teil daran, dass Island Vorreiter im Bereich der nachhaltigen Fischerei ist. Außerdem kann Island aufgrund seiner landesspezifischen Gegebenheiten Strom aus erneuerbaren Energien relativ günstig anbieten. So unterstützen die Gründerinnen lokale Fischer und sparen zugleich Geld beim Trocknungsprozess der Fisch-Leckereien.

Dass den Gründerinnen ihre vierbeinigen „Kunden“ tatsächlich am Herzen liegen, lässt sich nicht nur auf den Unternehmensbildern unschwer erkennen. Tales & Tails kooperiert außerdem mit dem Förderverein Animal Hope and Wellness e. V., um in Asien Hunde aus Schlachthöfen zu retten.

Gamechanger: individualisierbare Gaming-Stühle

Was Sitzgelegenheiten angeht, sind wir dann doch alle sehr verschieden. Auf der Arbeit sitzt der Eine lieber kerzengerade in seinem Bürostuhl, während der Nächste im Sitzsack versinkt und der Dritte lieber gleich steht. Dabei lassen sich objektive Kriterien dafür festlegen, wie wir sitzen sollten, um beispielsweise gesundheitliche Probleme zu vermeiden.

Gamechanger-Gründerin Janet Carstensen kennt sich damit aufgrund ihrer langjährigen Berufserfahrung als Verkaufsleiterin für ergonomische Stühle bestens aus. Bei der Entwicklung ihres Gaming-Stuhls setzte sie daher auf eine enge Zusammenarbeit mit Zockern, um deren spezielle Bedürfnisse besser beherzigen zu können.

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Gamechanger-Gründerin Janet Carstensen bietet maßgeschneiderte Gaming-Stühle. (Foto: Gamechanger)

Nicht nur das Aussehen des Gaming-Chairs lässt sich nach den eigenen Vorlieben gestalten. Besonders wichtig für Gaming-Stühle ist, dass sie einerseits bequem sind und die Zocker andererseits bei längeren Sessions entsprechend unterstützen, sodass die Spieler zum Beispiel nicht ständig über Rückenschmerzen zu klagen haben. Um das zu gewährleisten, lassen sich die in Deutschland hergestellten Gamechanger unter anderem an Körpergröße, Gewicht und Sitztiefe anpassen und unterscheiden sich schon allein deshalb vom klassischen Made-In-China-Gaming-Stuhl.

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