Social Media Marketing via Pinterest – fünf Tipps zur gelungenen Nutzung



Wenn es um Marketing in Social Media geht, denken die meisten Gründer an Facebook, Twitter und Instagram. Vergessen wird dabei ein sehr mächtiger Mitspieler: Pinterest. Nach wie vor als Hausfrauen- und DIY-Plattform belächelt, hat sich die Plattform längst zu einem Giganten der sozialen Netzwerke entwickelt. Das zeigt auch der Börsengang 2019. Pinterest ist eben eine echte Traffic-Maschine. Wie ihr die ankurbelt, erfahrt ihr mit den folgenden fünf Tipps.

#1 Ihr seid im B2C? Meldet euch schnell bei Pinterest an

Gleich vorweg: Wenn ihr im B2B-Sektor tätig seid, dürfte Pinterest Marketing für euch tendenziell uninteressant sein. Ausnahmen gibt es natürlich immer, aber grundsätzlich lässt sich schon sagen, dass Geschäftskontakte eher über Plattformen wie LinkedIn und Xing ansprechbar sind.

Bei Pinterest dagegen tummeln sich über 250 Millionen monatlich aktive Privatnutzer. Überdurchschnittlich viele von ihnen merken sich Pins zu Produkten, die ihnen gefallen. Das könnten auch eure Pins mit Verlinkungen zu euren Produkten sein.

Pinterest
Facebook, Instagram & Co. sind fester Bestandteil des Social-Media-Marketings vieler Unternehmen. Pinterest wird dafür bislang relativ wenig genutzt. (Foto: piktochart)

Übrigens: Die durchschnittliche Verweildauer aktiver Pinner beträgt sage und schreibe 34 Minuten (Quelle Ahalogy 2016 Pinterest Media Consumption Study – PDF). Erkennt ihr das gigantische Potenzial, das darin liegt? Wenn ihr mit eurem Business den Endverbraucher im Fokus habt, dann meldet euch noch heute bei Pinterest an und lernt den Umgang mit der Plattform.

#2 Seht Pinterest als Suchmaschine

Bei genauer Betrachtung zeigt sich, dass Pinterest kein klassisches soziales Netzwerk ist. Zwar könnt ihr auch mit anderen Mitgliedern über eine InMail-Funktion kommunizieren und Pins anderer Nutzer bewerten und kommentieren. Bei Pinterest geht es aber nicht primär um direkte Kommunikation, sondern darum, optisch ansprechende Pins zu gestalten und diese auf der Plattform hochzuladen beziehungsweise zu repinnen.

Das Geniale dabei: Anders als bei Tweets oder Facebook-Postings verschwinden eure Pins nicht nach kurzer Zeit im digitalen Nirvana.

Nein, sie bleiben im Pinterest-Kosmos über Monate und Jahre erhalten. Sucht ein Nutzer nun nach einem Thema, zu dem ihr einen oder mehrere Pins hochgeladen habt, tauchen diese Pins wieder und wieder in den Ergebnissen auf.

Damit das funktioniert, solltet ihr eine aussagekräftige Pin-Beschreibung und themenrelevante Hashtags verwenden. Das Ergebnis ist ein konstanter Traffic-Strom, ohne dass ihr ständig Energie in Pinterest investieren müsst. Die Pins machen die Arbeit für euch. Was nicht bedeutet, dass Marketing auf Pinterest eine Einmal-und-nie-wieder-Aktion ist, aber dazu gleich mehr.

#3 Erstellt Pins mit Canva

Canva ist ein mächtiges Tool, mit dem ihr auch ohne Design-Kenntnisse schicke Grafiken erstellen könnt. Da der Erfolg bei Pinterest mit dem Look eurer Pins steht und fällt, solltet ihr die zahlreichen Vorlagen dort nutzen.

Kreiert gleich mehrere Pins zu einem Produkt, zu einem Blogpost oder einer Landingpage. Teilt diese in regelmäßigen Abständen, aber vermeidet Spamming. Nehmt euch genügend Zeit, bei Canva ansehnliche Pins mit gut leserlicher Schrift und ansprechenden Farben zu basteln. So erhöht ihr die Wahrscheinlichkeit für Repins.

#4 Tretet Gruppenboards bei

In Gruppenboards versammeln sich Menschen mit gleichen Interessen: Hundebesitzer, Bastler, Leseratten – die Zahl der Boards und Communities ist grenzenlos. Und jetzt stellt euch vor, ihr veröffentlicht in diesen Gruppenboards Pins mit euren Produkten, welche die Mitglieder ohnehin schon interessieren. It’s a match!

Findet heraus, welche Gruppenboards es gibt, die mit eurem Unternehmen beziehungsweise euren Produkten zusammenpassen. Bittet den Administrator höflich um eine Aufnahme und – ganz wichtig – haltet euch strikt an die Regeln der Boards. So werdet ihr meist darum gebeten, nur einen Pin pro Tag zu pinnen und auch Pins anderer Mitglieder zu repinnen. Wenn ihr diese Regel nicht respektiert, fliegt ihr aus den Gruppenboards. Und das wäre wirklich schade.

#5 Regelmäßigkeit und Geduld entscheiden

Wie in jedem anderen sozialen Netzwerk ist der Erfolg von eurem regelmäßigen Engagement abhängig. Baut euren Account nach und nach aus, erstellt spannende eigene Boards und sammelt auch fremde Pins.

Das ideale Verhältnis lautet 1:4.

Pinnt also jeden Tag mindestens einen eigenen Pin und vier fremde Pins. So demonstriert ihr den Netzwerkgedanken, macht andere einflussreiche Pinner auf euch aufmerksam und erhöht damit die Wahrscheinlichkeit, dass eure Pins repinnt werden und ihr damit mehr Reichweite generiert. Noch schneller stellt sich natürlich der Erfolg ein, wenn ihr mehr Pins am Tag pinnt. Berücksichtigt dabei immer das 1:4-Verhältnis. Auf 25 eigene Pins sollten also 100 fremde Pins folgen.

Wenn ihr das eine Weile macht und im Idealfall täglich aktiv werdet, kommt irgendwann der Punkt, den die Pinterest-Expertin Alexandra Polunin als Bäm! bezeichnet: Der Traffic auf eurer Website wird massiv zunehmen, da immer mehr Menschen von Pinterest zu euch kommen. Das kann das Geschäft merklich ankurbeln und darum geht es ja letztendlich.

  • Extra-Tipp: Pinterest mit Instagram verknüpfen

    Seit Kurzem könnt ihr euer Instagram-Konto mit Pinterest verknüpfen. Somit ist es möglich, eure Bilder von Instagram bei Pinterest zu pinnen. Das spart Zeit und erhöht die Reichweite eurer Postings.
    Wir empfehlen euch daher, diese effiziente Verbindung zu nutzen. Achtet jedoch darauf, aussagekräftige Postings zu pinnen. Ein schickes Foto mag bei Instagram funktionieren, bei Pinterest braucht es jedoch mehr Kontext beziehungsweise Text im Bild, damit die Nutzer angesprochen werden. Beide Plattformen funktionieren einfach unterschiedlich.

Nutzt die Tatsache, dass Pinterest unter dem Radar fliegt

Antonia Wille von LEAD Digital trifft den Nagel auf den Kopf: Pinterest ist der Underdog im Online-Marketing. Die wenigsten Marketer haben die Macht dieser Plattform bisher vollumfänglich auf dem Schirm. Das ist gut für euch! Nutzt diese Phase der fehlenden Einsicht für euer strategisches Marketing. Denn es werden andere Zeiten kommen, in denen die Power von Pinterest flächendeckend erkannt wird und andere Unternehmen das Netzwerk überschwemmen.

Pinterest
Bislang findet Pinterest noch recht wenig Beachtung im Social-Media-Marketing. Das gibt euch die Chance auf einen Frühstart. (Foto: piktochart)

Dann wird Pinterest womöglich nicht mehr so effektiv funktionieren, vielleicht werden die privaten Nutzer sogar angesichts der Welle werblicher Pins vergrault. Die gute Nachricht lautet aber, dass ihr jetzt die Chance habt, eure Zielgruppe dort abzuholen und auf euren Online-Shop, eine Landingpage und so weiter zu holen.

Da Pinterest eine hochdynamische Plattform ist, solltet ihr dabei immer die neuesten Entwicklungen im Auge behalten. Ständig wird am Algorithmus gearbeitet, auch die empfohlenen Formate für die Höhe und Breite der Pins ändert sich immer mal wieder. Bleibt daher fit in Sachen Pinterest und ihr werdet mit Traffic und schlussendlich mit steigenden Umsätzen belohnt. Wir wünschen euch viel Erfolg dabei!

Euch interessiert mehr zum Thema Social Media: Dann lest über Social Media Marketing, PR mit Social Media, den richtigen Facebook Post sowie Tweet, die Aufgaben eines Social Media Managers und das Monitoring.

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