Die besten Gründerstorys des Jahres – und was euch Gründer sagen wollen



In unseren Gründerstorys stellen wir nicht nur interessante Geschäftsideen vor, sondern auch die Personen, die dahinter stehen. Besonders interessiert uns dabei: Was hat gut geklappt und welche Learnings könnt ihr anderen Gründern mit auf den Weg geben. Die Top-Themen dieses Jahres waren die Digitalisierung in sämtlichen Bereichen sowie das Thema Mobility. Aber schaut selbst: Das sind eure Best of Gründerstorys 2018.

Best of Gründerstorys
Wir sind bereit, 2019 ein neues Kapitel zu schreiben. Unsere Leseempfehlung bis dahin: eure Best of Gründerstorys 2018. (Foto: piktochart)

Best of: Nebenberuflich Gründen

Im Februar haben wir euch das Uhren-Start-up James Walker vorgestellt. Besonders war hier, dass Gründer Koray Ucar das Unternehmen nebenberuflich gründete. Eigentlich ist Koray nämlich als Referent im Kundenmanagement bei der Deutschen Bahn tätig. Aus eigener Erfahrung konnte Koray euch deshalb genau erklären, worauf ihr als nebenberufliche Gründer besonders achten solltet. Außerdem schilderte er Vor- und Nachteile des nebenberuflichen Gründens.

Vernetzt euch mit anderen Gründern. Das gelingt am besten auf Gründerveranstaltungen und in diversen Facebook-Gruppen. – Koray von James Walker

Best of: Mobility

In der Mobilitätsbranche ging es heiß her in diesem Jahr. Nicht zuletzt wegen der Schlagzeilen um Tesla-Gründer Elon Musk. In den deutschen Medien wurde das Thema ebenfalls immer wieder aufgegriffen, so zum Beispiel wenn es um Dieselfahrverbote und Alternativen dazu ging.

Best of Gründerstorys
Nach einigen Rückschlägen läuft es beim Hamburger Start-up Wunder Mobility mittlerweile sehr gut. (Foto: Wunder)

Ein Start-up aus Hamburg sorgte 2018 für einigen Wirbel. Wunder Mobility startete 2014 in Hamburg mit dem Ziel, das sogenannte Ridesharing in der Hansestadt und Berlin zu etablieren. Aufgrund strikter Regulierungen im Personenverkehr wurde das Geschäftsmodell jedoch nach kurzer Zeit in Deutschland verboten. Anstatt aufzugeben zog Wunder daraufhin nach Osteuropa um und fand dort schnell reichlich Zuspruch. Es folgte eine Expansion in den asiatischen Raum. Mittlerweile hat Wunder Mobility den Blick wieder auf Deutschland gerichtet, diesmal mit einem angepassten Geschäftsmodell.

  • Für das Mobilitäts-Start-up hat sich seit unserer Gründerstory noch einiges getan: in der Series B Finanzierungsrunde sammelte das Unternehmen satte 30 Millionen US-Dollar ein. Außerdem übernahm Wunder im Oktober das Software-Unternehmen Fleetbird für einen „niedrigen achtstelligen Betrag“, um den Bereich Car- beziehungsweise Scoot-Sharing weiter auszubauen.

Leider wurde unser erstes Geschäftsmodell […] relativ schnell im deutschen Markt verboten. [In Osteuropa] waren wir dann sehr erfolgreich am Markt aktiv. – Lukas von Wunder

Eine weitere Top-Gründerstory dieses Jahres drehte sich um das Start-up Sono Motors. Auch hier hatten die Gründer mit einigen Rückschlägen zu kämpfen. So wurde ihnen bei Businessplan-Wettbewerben beispielsweise gesagt, ihr Vorhaben sei „zu unrealistisch“. Von einer Start-up-Beratung wurde ihnen sogar von der Gründung abgeraten. Das Gründerteam hilt dennoch an seinem Vorhaben fest. Und das mit Erfolg, wie wir im Interview erfuhren.

Wir entschlossen uns, in einer recht frühen Entwicklungsphase die Community miteinzubeziehen. […] Wofür andere Hersteller kostspielige Marktstudien beauftragen, hatten wir das direkte Feedback von unseren Unterstützern. – Jona von Sono Motors

Best of: Digitalisierung

In diesem Jahr war jedoch das Thema Digitalisierung mit Abstand das wichtigste für euch. Wir haben dazu diverse Gründer und ihre Start-ups aus den verschiedensten Bereichen vorgestellt, von der Versicherungsbranche bis hin zum Lebensmittelgeschäft.

Besonders interessant fandet ihr unsere Gründerstory zu Schuhe24, dem diesjährigen Bundessieger des KfW Award Gründen. Im Gespräch mit Dr. Dominik Benner erfuhren wir, was Schuhe24 von anderen Online-Händlern unterscheidet, wie es zur Gründung kam und weshalb er sich von seinem Posten als Geschäftsführer in einem Unternehmen, das eine Milliarde Umsatz im Jahr erzielte, abwand, um Schuhe zu verkaufen.

Wir arbeiten lieber in Partnerschaften als im Konkurrenzverhältnis. Durch den Mix sind wir sehr unabhängig aufgestellt und nicht an irgendeinen Partner gebunden und schon gar nicht an Amazon. – Dominik von Schuhe24

Best of Gründerstorys
Das Nepos-Tablet wurde speziell für ältere Menschen entwickelt. Dafür wurde bei der Entwicklung eng mit 300 Testpersonen zusammengearbeitet, um deren Bedürfnisse und Vorstellungen gerecht zu werden. (Foto: Nepos)

Viel Anklag fand auch unser Beitrag zu Nepos, einem Unternehmen, das Senioren ins digitale Leben miteingliedern will. Dafür hat das Start-up ein eigenes Tablet samt Software entwickelt, die speziell auf die Bedürfnisse der Generation 65+ angepasst ist. Die potenziellen Nutzerzahlen sind enorm, 16 Millionen Personen nehmen allein in Deutschland nicht oder nur eingeschränkt am digitalen Leben teil. Auch von ausländischen Partnern wurde bereits Interesse signalisiert – beispielsweise für den chinesischen und den amerikanischen Markt, wo die Zielgruppe nochmal um ein Vielfaches größer ist.

Ein erfolgreiches Startup lebt 20% von der Idee und 80% von der Umsetzung. – Paul von Nepos

Best of: Wohnen

Auch im Bereich Wohnen gab es im vergangenen Jahr zahlreiche interessante Geschäftsideen. So haben wir uns beispielsweise mit Julian und Thomas von Pazls unterhalten, die zusammensteckbare Möbel nach dem Baukasten-Prinzip anbieten. Außerdem stellte uns Christophe von Roomovo sein Mietsystem für Möbel vor.

Besonders interessiert hat euch jedoch vor allem das smarte Hauswassersystem von Mitte. Trinkwasser auf der ganzen Welt ist nachweislich immer stärker verunreinigt, beispielsweise nimmt die Belastung durch Mikroplastik immer weiter zu. Mitte beseitigt solche Verunreinigungen aus dem Wasser und reichert dieses in einem zweiten Schritt wieder mit den zuvor herausfiltrierten gesunden Mineralien und Spurenelementen an. In einer Kickstarter-Kampagne sammelte das Unternehmen rund 270.000 Euro, in einer späteren Finanzierungsrunde konnte Mitte 10,6 Millionen Euro durch Investoren wie Danone, VisVires New Protein Fund und Karcher New Venture gewinnen.

Letztendlich kann man es wohl so zusammenfassen: Es ist alles komplizierter als initial angenommen. […] Ein Premiumprodukt mit diesem Technologiestandard für den Markt zu schaffen, braucht Zeit. – Moritz von Mitte

Was euch in diesem Jahr sonst am meisten beschäftigte haben wir auch jeweils in den Kategorien Geschäftsideen, Tools & Tipps sowie Gründerwissen To Go zusammengefasst. Für detailliertere Informationen und tiefergehende Beiträge zu wichtigen Gründerthemen lohnt sich auch ein Blick auf unser Portal Für-Gründer.de.

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