Der erste Messebesuch – mit diesen Tipps zum erfolgreichen Auftritt



Messebesuche sind eine gute Gelegenheit, um sich zu informieren, zu präsentieren und Kontakte zu knüpfen. Doch für Gründer erscheint ein erfolgreicher Messeauftritt am Anfang wie eine Mammutaufgabe. Wir haben euch ja bereits berichtet, worauf ihr bei eurem Messestand achten müsst. Jetzt zeigen wir euch, was bei eurem Besuch sonst noch wichtig ist.

Bereitet euch richtig vor

Eine vernünftige Vorbereitung ist das A und O für einen erfolgreichen Messebesuch. Bevor ihr euch also voller Euphorie in die Planungsphase begebt, solltet ihr euch zunächst ausführlich darüber informieren, welche Veranstaltungen für euren Zweck geeignet sind. Denn ein Messebesuch macht generell nur Sinn, wenn er thematisch zu eurer Branche oder eurem Unternehmen passt. Dabei sein ist alles, sollte daher nicht euer Vorhaben sein.

Denn wenn ihr eine Messe besucht, dann müsst ihr ein Ziel haben. Und dieses gilt es zu erreichen.

Wenn ihr euch im Vorfeld also für eine Veranstaltung interessiert, informiert euch über das Zielpublikum. Eine reine Fachmesse ist beispielsweise oft nur für Fachpublikum geöffnet. Dort könnt ihr Kontakte zu anderen Firmen und Lieferanten knüpfen oder potenzielle B2B-Kunden an Land ziehen. Konferenzen eignen sich hervorragend, um euer Wissen zu erweitern und mit anderen Unternehmern ins Gespräch zu kommen. Achtet auch hier darauf, an welchem Tag sich die Veranstaltungen an Experten und wann an die Allgemeinheit richten.

Messe
Gründer können sich auf Messen präsentieren, informieren und Kontakte knüfen. (Foto: GründerDaily)

Anreise und Unterkunft

Viele Unternehmen suchen sich ihr Hotel blind aus. Ihnen geht es in erster Linie darum, Kosten einzusparen. Das ist aber der falsche Weg. Es bringt nichts, wenn ihr euch ein sehr günstiges Hotel aussucht, sich dieses aber am anderen Ende der Stadt befindet. Spätestens wenn ihr eine Messe über mehrere Tage besucht, werdet ihr am Abend die lange Strecke ins Hotel verfluchen. Es ist daher ratsam, sich eine Unterkunft in der Nähe zu suchen – sofern dies möglich ist.

Ähnlich verhält es sich bei der Anreise. Auch hier ist es wichtig, dass ihr euch im Vorfeld über folgende Fakten informiert:

  • Entfernung
  • Stau- beziehungsweise Verspätungsrisiko
  • Umsteigezeiten
  • Fahrkarten
  • Benzinstand
  • Lage des Messegeländes
  • Entfernung zum Hotel

Viele Unternehmen fahren mit dem Auto zu solchen Veranstaltungen. Schon alleine deswegen, weil sie im Kofferraum ihr ganzes Equipment transportieren. Oftmals kann eine Bahnfahrt aber deutlich entspannter sein. Gerade dann, wenn direkt im Anschluss an die Fahrt noch ein langer Tag vor euch liegt. Wichtig ist aber in erster Linie, dass ihr einen zeitlichen Puffer einplant. Denn mit dem Auto könnt ihr schnell in einen Stau geraten. Wenn es möglich ist, fahrt ihr am besten bereits am Nachmittag vorher los. Dann seid ihr und eure Mitarbeiter zur Messe auch ausgeruht. Beim Zug solltet ihr ebenfalls mit Verspätungen rechnen. Leider ist die Deutsche Bahn nicht immer für ihre Pünktlichkeit bekannt.

Wir empfehlen euch außerdem, frühzeitig zu buchen. Gerade bei Messen sind die Städte oft überfüllt und die Preise gehen durch die Decke. Einen Blick wert sind im Übrigen Reiseveranstalter wie DERTOUR, die stets passende Angebote für Geschäftsreisende anbieten. Diese beinhalten meistens sowohl Ticket- als auch Hotelbuchungen.

Kündigt euren Besuch rechtzeitig an

Ihr wollt euch euren Kunden perfekt präsentieren? Möchtet ihr bereits vorhandene Geschäftsbeziehungen intensivieren oder das Angebot erweitern? Habt ihr ein neues Produkt auf dem Markt und wollt dieses der Öffentlichkeit nun vorstellen? Dann ist die Messe genau der richtige Ort für euch. Aber nur, wenn euer Kundenstamm auch weiß, dass ihr dort mit einem Stand vertreten seid. Dafür eignen sich verschiedene Marketing-Maßnahmen:

  • Newsletter: Wenn ihr regelmäßig einen Newsletter verschickt, solltet ihr alle Informationen bezüglich der Messe unbedingt mit aufnehmen.
  • E-Mail-Signatur: Einfach und ohne großen Aufwand sind E-Mail-Signaturen. In der Regel besitzen alle Unternehmen eine. Am besten fügt ihr das Banner der Veranstaltung mit ein und teilt euren Kunden mit, dass sie euch an dem Stand gern besuchen können.
  • Liste mit Ansprechpartnern: Damit ihr niemanden vergesst, solltet ihr eine Auflistung aller Unternehmen erstellen, die ihr als Kunden betreut. Tragt auch die jeweiligen Ansprechpartner mit ein. Setzt euch zudem selbst eine Frist, bis wann ihr jede Person postalisch, digital oder telefonisch informiert haben wollt.
  • Blog: Wenn ihr einen unternehmenseigenen Blog besitzt und dort über die neuesten Ereignisse eurer Branche oder Firma schreibt, solltet ihr das natürlich auch über die anstehende Messe tun.
  • Social-Media: Kanäle wie Facebook oder Twitter gehören mittlerweile zum Marketing-Alltag vieler Firmen. Um wirklich jede Zielgruppe zu erreichen, lohnt sich ein kurzer Post bei Facebook immer.

Um das Messeteam nicht aus Versehen zu überplanen, lohnt sich ein Zeitplan. Auf diesem vermerkt ihr, wer in welchem Zeitraum zur Verfügung steht. Wenn ein Kunde mit euch ein Gespräch wünscht, könnt ihr das dort eintragen.

Vergesst nicht das Informationsmaterial

Gerade dann, wenn ihr Präsenz zeigen und euch von der Konkurrenz abheben wollt, ist Info-Material unerlässlich. Für einen Messebesuch bieten sich folgende Werbeartikel an:

  • Plakate
  • Broschüren
  • Flyer
  • Werbeartikel (Kugelschreiber, Blöcke)

Es empfiehlt sich außerdem, einen Auszug eurer Produktpalette mitzubringen. Das könnte zum Beispiel euer Katalog sein. Aber auch Produktproben sind ideal, um eure Gegenüber von euch zu überzeugen. Seid ihr beispielsweise in der Werbebranche tätig, lohnen sich Textauszüge, E-Books oder Whitepaper. Firmen aus dem Handwerk können ihre Werkzeuge vor Ort praktisch vorstellen.

Dank Vorbereitung zur erfolgreichen Präsentation

Messebesuche sind immer anstrengend. Sie erfordern viel Durchhaltevermögen. Mit der richtigen Vorbereitung könnt ihr euch und euren Mitarbeitern die Strapazen deutlich erleichtern. Indem ihr zum Beispiel frühzeitig mit der Planung beginnt. Euch eventuell sogar eine To-do-Liste mitsamt Zeitplan erstellt, damit ihr nicht zu spät dran seid und nichts vergesst. Ihr werdet euch viel Stress ersparen, wenn ihr das Hotel und die Zugverbindung nicht erst eine Woche vorher bucht. Wenn ihr von vornherein wisst, welches Info-Material ihr mitnehmen wollt oder was ihr für euren Messestand benötigt. Sobald ihr nämlich ein bisschen Zeit in die Vorbereitung steckt, werdet ihr merken, dass es sich langfristig auszahlen wird – weil ihr während der Messe den Kopf frei habt und nicht schon total gestresst dort ankommt.