Frei denken – 10 Tipps, um bei der Arbeit die Kreativität zu steigern



Kreativ zu sein, wird oft nur bestimmten Menschen zugeschrieben: Designern, Künstlern, Autoren, …. Dabei ist Kreativität eine wichtige Komponente in der Ideenschmiede für Innovationen. Zudem hilft Kreativität dabei, Probleme besser zu lösen oder neue Strategien zu entwickeln. Kreativität ist somit auch ein Erfolgsschlüssel für Unternehmen und ihre Mitarbeiter. Und das Beste dabei: Kreativität kann man lernen. Wir geben euch zehn Tipps, um die Kreativität zu steigern.

Kreativität
Kreativität ist kein angeborenes Talent, das man hat oder nicht hat. Mit einigen Übungen und Verhaltensweisen kann man Kreativität auch lernen.

Im Arbeitsalltag versinkt man oft in eine Routine. Man hangelt sich von einer Aufgabe zur anderen und möchte diese möglichst schnell und produktiv abhandeln. Dabei verliert man aber eines aus dem Blick: Für bestimmte Aufgaben braucht man eine gewisse Kreativität. Denn durch Kreativität werden Ideen generiert. Und die führen zu Innovationen, neuen Strategien und Problemlösungen. Auch für gute Entscheidungen braucht man mehr als nur eine analytische und logische Denkweise. Denn es sind manchmal die Optionen abseits des Althergebrachten, die die besten Lösungen bieten.

Doch die Kreativität wird bei der Arbeit oft als Nebensache angesehen. Selbst in kreativen Berufen zügeln Zeitdruck und Stress sowie enge Vorgaben den kreativen Geist. So landen viele Mitarbeiter in schöpferischen Flauten oder Blockaden. Die Kreativität zu fördern, kann helfen, eingefahrene Denkmuster aufzubrechen, neue Perspektiven einzunehmen und neue Ideen zu generieren. Wir haben euch einige konkrete Tipps zusammengestellt, die eure Kreativität steigern.

#1 Analytisches Denken und Kritik ausschalten

Bei der Förderung von Kreativität geht es in erster Linie darum, das analytische Denken und die Kritik für eine Weile abzuschalten. Denn das hindert Ideen am Entstehen und Reifen. Etwas gänzlich Neues wird dabei oft mit praktischen Fragen, Einwänden oder Zweifeln abgeschmettert. Derlei Bewertungen sollten in der Ideenphase aber noch gar nicht vorgenommen werden. Es geht schließlich nicht darum, was aktuell schon ist, sondern was sein könnte. Stattdessen sollte man von dem Problem oder der Ist-Situation Abstand nehmen und sich neuen Denkmustern und Optionen öffnen. Wir haben euch weitere Tipps für ein besseres Brainstorming zusammengestellt.

#2 Freie Assoziation

Um neue Optionen und Ideen zu erfassen, helfen Übungen zur freien Assoziation. Hier schreibt man alles auf, was einem spontan zu dem Thema einfällt – egal wie abwegig, ohne Zensur. Später kann man dann versuchen, Verbindungen herzustellen oder Gruppen aller Begriffe zu formen. Vielversprechende Ideen kann man dann weiterdenken. Diese Methode funktioniert zwar auch allein. Im Team kommen aber noch mehr Ideen zusammen und werden von anderen beflügelt und weitergesponnen.

#3 Visualisieren

Um den Prozess der Ideenfindung noch zu beschleunigen, helfen Visualisierungen. Ideen und relevante Informationen kann man zum Beispiel in Mindmaps grafisch darstellen. Ob per Hand oder mithilfe von digitalen Tools – Visualisierungen helfen dem Team, einen Überblick zu erhalten, Zusammenhänge zu erfassen und sich die Informationen besser zu merken. Die wichtigen Bereiche eures Geschäftsmodells könnt ihr bspw. ganz konkret in einem Business Model Canvas visualisieren.

#4 Neugierig sein und Neues kennenlernen

Studien haben ergeben, dass die Konfrontation mit etwas Unbekanntem die Kreativität allgemein fördert. Nach neuem Wissen, neuen Anregungen und Perspektiven zu suchen, aktiviert Netzwerke im Gehirn, die für die Vorstellungskraft und das Ideenreichtum zuständig sind. Für euch bedeutet das: Öffnet euch für das Andere. Probiert neue Dinge aus wie Kochkurse, exotische Länder oder Bücher über völlig unbekannte Themen. Apropos Länder: Wissenschaftler fanden heraus, dass die Kreativität bei Menschen steigt, umso mehr Zeit sie im Ausland verbracht haben oder umso mehr Fremdsprachen sie sprechen. Etwas Zeit als digitaler Nomade im Ausland zu verbringen, könnte somit neue Kreativität für euer Business freisetzen.

#5 Fehler akzeptieren

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Gerade beim Ausprobieren von neuen Wegen und Ideen ist immer ein gewisses Risiko da, dass es nicht funktioniert. Wer akzeptiert, dass Fehler und Rückschläge passieren können, hat weniger Hemmungen den Schritt trotzdem zu machen. Im Arbeitskontext sollte eine gesunde Fehlerkultur gelten. Denn nur dann werden sich Mitarbeiter mit neuen Ideen auch nach vorne wagen.

Kreativität
Kreativität sollte durch Angst vor Zurückweisung oder dem Scheitern nicht gehemmt werden. Jede Idee ist erst einmal erlaubt – egal wie abwegig, egal wie groß.

#6 Zeit lassen und Pausen einlegen

Kreativität kommt nicht auf Knopfdruck. Wer unter Zeitdruck und Stress leidet, ist selten kreativ. Gute Einfälle kommen meist, wenn man entspannt ist und das Gehirn genug Zeit und Freiheit hat, frei zu assoziieren. Lasst euch deshalb genügend zeitlichen und mentalen Freiraum. Sonst blockiert das Gehirn. Wer vor einer schwierigen Entscheidung oder Problem steht, sollte zudem einfach mal eine bewusste Pause einlegen. Lasst eure Gedanken einfach schweifen und gewinnt Abstand. Dann kommen die Einfälle wie von selbst.

#7 Bewegung

Wenn es irgendwo stockt, hilft auch Bewegung zur Förderung der Kreativität. Ein einfacher Spaziergang, eine Runde um den Block joggen oder vielleicht lieber eine Radtour? Bewegung – und frische Luft – entspannen den Geist und bringen so kreative Energien in Schwung.

#8 Interaktion mit anderen

In Brainstorming-Sessions, Konferenzen und Workshops kennen wir das Phänomen. Wenn ein Team gut harmoniert, kann es gemeinsam zu sehr guten Ergebnissen kommen. Einzelne Mitarbeiter ergänzen und beflügeln sich. Diesen Vorteil sollte man auch in informellen Situationen nutzen. Denn die Interaktion mit anderen kann auch bei einem Kaffee, einem Telefonat oder auf dem Flur die Ideenentwicklung fördern.

#9 Komfortzone verlassen

Immer am selben Ort zu sitzen, kann die Kreativität hemmen. Verlasst einfach mal euren Arbeitsplatz und setzt euch zum Arbeiten an einen unbekannten Ort. Die neue Umgebung kann inspirierend wirken. Ob Café, Park oder das Büro des Kollegen, der gerade nicht da ist, spielt keine Rolle. Hauptsache, man fühlt sich wohl und sieht etwas Neues.

#10 Alles aufschreiben

Kreativität kann man nicht zeitlich festlegen. Manchmal bearbeiten wir gerade eine ganz andere Aufgabe oder liegen abends vor dem Einschlafen im Bett. Und plötzlich hat man einen Geistesblitz. Schreibt diese Ideen immer sofort auf. Sonst vergesst ihr sie wieder und die guten Einfälle werden nie realisiert. Zur genauen Ausarbeitung des Einfalls kann man sich später immer noch Zeit nehmen.

Noch mehr Kreativität gewünscht?

Von Brainstorming bis zur Kuchen-Methode: auf Für-Gründer.de zeigen wir euch, wie ihr mit Kreativitätstechniken eine Geschäftsidee  findet. Außerdem haben wir euch ein paar verrückte Geschäftsideen zusammengestellt, mit denen kreative Gründer etwas gewagt und dann sogar gewonnen haben.