Kampf gegen Plastik und andere Geschäftsideen, die unsere Umwelt schützen



Bereits zum fünften Mal sucht der Green Alley Award europäische Gründer und Start-ups, die mit ihren innovativen Geschäftsideen die Kreislaufwirtschaft vorantreiben. Ab sofort können Ideen eingereicht werden. Aus allen Bewerbungen werden dann sechs Finalisten und ein Gewinner gekürt, der ein Preisgeld von 25.000 Euro erhält. Erfahrt hier, welche spannenden Ideen in den Vorjahren überzeugt haben, wie diese Plastik aus der Kosmetik-Industrie verbannen oder Kaffeeautomaten nachhaltiger gestalten und wieso sich die Teilnahme beim Green Alley Award in diesem Jahr besonders lohnt. [Sponsored Post]

Sulapac: Zwei Finninnen gegen Plastik

Weniger Plastik braucht die Welt. Hierüber sind sich vermutlich alle einig. Insbesondere trägt auch die Kosmetikbranche dazu bei, dass viel zu viel des Materials im Umlauf ist. Das finnische Start-up Sulapac hat dieses Problem erkannt und eine ökologische Verpackungslösung für Luxusgüter und Kosmetik entwickelt, die zugleich auch noch ästhetisch ansprechend ist. Denn das ist kein unwesentlicher Aspekt für Pflegeprodukte.

Statt Plastik - Sulapac
So sieht eine Verpackung von Sulapac aus (Foto: Sulapac)

Die Verpackung von Sulapac trägt einen Korklook und besteht aus Holzchips sowie natürlich abbaubaren Klebstoffen. Dabei hat Sulapac vergleichbare Eigenschaften wie Kunststoff und durch die Zugabe spezieller Beschichtungen kann die Beständigkeit gegen Wasser, Öl und Sauerstoff weiter verbessert werden. Das Holz beziehen die Gründerinnen Suvi Haimi und Laura Kyllönen aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern.

Das Gründerduo verrät:

Der Green Alley Award hat uns geholfen, unser Geschäft voranzutreiben und unserem Start-up internationale Anerkennung zu verschaffen. Seit der Vergabe haben wir deutlich mehr internationale Inbound-Leads erhalten und mehr Kunden gewonnen.

Sulapac
Suvi Haimi (l.) und Laura Kyllönen (r.) sind die Gründerinnen von Sulapac (Foto: Sulapac)

Außerdem hätten sie die persönlichen Gespräche mit Circular Economy-Experten besonders inspiriert:

So konnten wir wertvolle Anregungen erhalten, Kontakte knüpfen und uns europaweit präsentieren. Den Green Alley Award unterscheidet von anderen Gründerwettbewerben vor allem die familiäre Atmosphäre. Wenn ihr am Veranstaltungsort ankommt, kann es passieren, dass ihr direkt in den CEO der Landbell Group hineinlauft und mit ihm plaudert.

Neben der Nähe loben die beiden Gründerinnen auch die individuellen Workshops und bestätigen, dass es viel mehr als nur das Preisgeld ist, das den Wettbewerb lohnenswert macht:

Ein Grund zur Teilnahme ist der Geldpreis, der in diesem Jahr mit 25.000 Euro noch attraktiver ist. Viel wichtiger ist aber das Netzwerk! Andere Menschen zu treffen, die die Vision einer Circular Economy ohne Ressourcenverschwendung teilen, ist eine große Inspiration.

Mehr Vorjahresfinalisten im Schnellcheck

Newcy – wiederverwendbare Becher für Kaffeeautomaten (Frankreich)

Ein Blick neben den Kaffeeautomat in jeder Universität oder Kantine lässt erahnen, wie viele To-go-Plastikbecher tagtäglich in der Tonne landen. In Frankreich werden ab 2020 Teller und Becher aus Plastik verboten. Newcy nutzt das Problem und die Gesetzesänderung für eine Geschäftsidee: Das Start-up hat ein System entworfen, bei dem die benutzten Becher in Sammelautomaten angenommen, durch eine Anlage gewaschen werden und zurück in den Getränkeautomat kommen – in diesem 15-Sekunden-Video seht ihr, wie einfach das für den Nutzer funktioniert.

Mimergy – Recycling für alte Reifen (Irland)

Was passiert eigentlich mit Autoreifen, wenn sie abgefahren sind? Darüber haben sich vermutlich noch nicht sonderlich viele Personen Gedanken gemacht. Doch rund eine Milliarde Reifen werden jährlich weltweit weggeworfen, oftmals wird der Sondermüll dabei aufwendig in andere Länder zur Entsorgung gebracht. Einen anderen Ansatz hat Mimergy und gewinnt aus dem vermeintlichen Abfall etwa Biotreibstoff oder erneuerbaren Kohlenstoff.

Sustonable – Hochwertiges Material aus Plastikabfällen (Niederlande)

Sustonable
Sustonable sieht aus wie natürliches Gestein, ist robuster als Granit und zu 100% recycelbar (Foto: Sustonable)

Für die einen erscheint eine leere PET-Flasche nach der Rückgabe in den Automaten überflüssig. Für das niederländische Start-up Sustonable fängt dann der Nutzwert erst richtig an. Vierhundertachtzig Milliarden Flaschen landen pro Jahr in Mülldeponien oder der Umwelt. Das Unternehmen baut daraus ein Material, das „härter als Granit“ und zu 100 Prozent abbaubar ist. Dieses kann beispielsweise als Küchenarbeitsplatte, als Badezimmer-Verkleidung oder für die Herstellung von Möbeln eingesetzt werden.

Und so könnt ihr 2018 gewinnen

Green Alley Award
Macht mit beim Green Alley Award 2018 (Foto: Green Alley Award)
  • Wer? Interessierte Start-ups aus ganz Europa, die im Feld der Circular Economy agieren.
  • Was? Preisgeld von 25.000 Euro, Netzwerkzugang, Workshops und jede Menge mehr.
  • Wann? Ab sofort und bis zum 1. Juli 2018 könnt ihr euch bewerben.
  • Wie geht’s dann weiter? Anfang September werden die sechs Finalisten benachrichtigt und für den 18. Oktober zum Pitch nach Berlin eingeladen.
  • Wer sucht die Gewinner aus? Die Jury setzt sich aus Vertretern von Landbell Group und externen Experten zusammen. Darunter z.B. Alexis Figeac, Initiator des EU-Projekts R2Pi zu Circular Economy Business Models, und Suvi Haimi, CEO und Mitgründerin von Sulapac.
  • Wie? Die Bewerbung läuft online über die Webseite des Green Alley Awards.