10 Start-ups, die im Oktober über 100 Mio. Euro einsammelten



Ob in Berlin oder in Singapur: Unsere Top VC-Deals des Monats Oktober halten eine Menge frisch finanzierter Start-ups parat. Geld gab es dieses Mal unter anderem für eine Restaurant-Buchungsplattform, den Marktführer im Bereich Erklärvideos oder Sensoren, mit denen autonom fahrende Autos besser sehen können sollen.



Auf knapp über 100 Mio. Euro summierten sich unsere Top 10 VC-Deals im Oktober. Die größten Deals wurden dabei jenseits des großen Teichs gemacht. Aber auch Unternehmen aus Deutschland waren mit dabei. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Top 10 auf einen Blick. Im Anschluss stellen wir fünf der Start-ups näher vor.

VC-Deals

Simpleshow: 15 Mio. USD für den Marktführer im Bereich Erklärvideos

Bereits zum 1. Interview mit Für-Gründer.de Ende 2012 waren bei Simpleshow 40 Mitarbeiter beschäftigt. Nun knapp fünf Jahre später sind es 150 Mitarbeiter. Zudem sammelte das mittlerweile in Luxemburg beheimatete Unternehmen 15 Mio. USD ein, um weiter in Technologie und Wachstum investieren zu können. Nach eigenen Angaben ist Simpleshow Marktführer im Bereich der Produktion professioneller Erklärvideos. Mit dem neuen Angebot mysimpleshow soll nun jeder eigene Erklärvideos auf Abobasis erstellen können. Das neue Kapital stammt von BIP Fund SCA (Sicar), einem unabhängigen Investor aus Luxemburg.

Chope: 13 Mio. USD für Restaurantbuchungen online

Wer bei seinem nächsten Asienurlaub einen schnellen Überblick inklusive Reservierung in einem Restaurant seiner Wahl möchte, kann aus den über 2.500 Restaurants wählen, die beim Start-up Chope zu finden sind. Der Markt ist heiß umkämpft und so soll das neu aufgenommene Kapital für weitere Mitarbeiter sowie die Verbesserung des Produkts und des Kundensupports ausgegeben werden. Neuer Investor in dieser Finanzierungsrunde war unter anderem Square Peg Capital, die auch bei Uber bereits investiert haben.

Chope: aus über 2.500 Restaurants in Asien auswählen und reservieren (Quelle: Webseite Chope.co)

Kryon: virtuelle Roboter automatisieren Prozesse (12 Mio. USD)

12 Mio. USA sammelte das US-amerikanische Unternehmen Kryon in seiner Serie-B-Finanzierung ein. Roboter stehen bei Kryon im Mittelpunkt. Aber nicht solche, die in Fabriken Autos zusammensetzen. Vielmehr hat das Unternehmen virtuelle Roboter entwickelt, die digitale, sich wiederholende Arbeitsprozesse ausführen sollen. So haben wir „Bildschirmarbeiter“ mehr Zeit für die wichtigen Dinge. Wie dies funktioniert, zeigt anschaulich das nachfolgende Video:

Grover: Neueste Technik mieten statt kaufen (10 Mio. Euro)

Ein Apple MacBook Pro für 180 Euro oder eine GoPro für 40 Euro? Dabei handelt es sich nicht um ein dubioses Sparportal, sondern um eine monatliche Mietzahlung für die Geräte. Dies ist die Idee hinter Grover. Von Computern über Kameras bis hin zu Drohnen findet sich auf der Plattform alles für technisch anspruchsvolle Menschen. Gut 10 Mio. Euro hat das in Berlin sitzende Start-up nun erhalten, um weiter die Alternative zum Eigentum voranzutreiben. Neben dem Füllen des eigenen Geldbeutels will das Unternehmen damit auch die Umwelt schonen und dem Verbraucher Platz im Keller für veraltete Geräte sparen. Beteiligt ist an Grover übrigens auch der Investor main incubator von der Commerzbank.

Blickfeld: 4,25 Mio. USD, damit Autos besser sehen können

Radar war gestern. Lidar gehört die Zukunft. Zumindest wenn es nach dem Münchener Start-up Blickfeld geht. Lidar ist die englische Abkürzung für light detection and ranging. Bei Lidar-Systemen werden für die Messung von Abstand und Geschwindigkeit statt Radiowellen Laserstrahlen verwendet. Anwendung findet dies beispielsweise in autonom fahrenden Fahrzeugen. Und so will das Start-up 2018 erste Versuche mit der Automobilindustrie im kommenden Jahr starten. Die geschlossene Finanzierungsrunde, an der u.a. Fluxunit, der High-Tech Gründerfonds oder Tengelmann Ventures beteiligt sind, soll dies möglich machen. Wesentlicher Vorteil der von Blickfeld entwickelten Technologie soll sein, dass die Geräte im Gegensatz zu heute erhältlichen Lidar-Systemen zu günstigen Stückpreisen in Massenproduktion hergestellt werden können.

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