Bei Google auf die ersten Ränge mit diesen 30+ SEO-Tipps von Branchenprofis



Holistische Landingpages, guter Content und kontinuierliche Datenanalysen: drei Dinge, die ihr in Sachen Suchmaschinenoptimierung auf jeden Fall beachten solltet. Doch ganz so einfach ist es dann natürlich doch nicht, wenn man sich mit SEO auf die ersten Ränge bei Google kämpfen will. Wir haben uns beim diesjährigen SEO-DAY über aktuelle Trends informiert und über 30 Tipps sowie wertvolle Tool-Empfehlungen für euch mitgebracht.



Fabian Rossbacher bezeichnet sich selbst als „seosüchtig“. Kein Wunder, dass der SEO-DAY-Gründer es geschafft hat, mit diesem Eventformat eine der führenden Fachkonferenzen im Bereich Suchmaschinenoptimierung ins Leben zu rufen. Auch in diesem Jahr war die ausverkaufte Konferenz wieder ein großer Erfolg: Mehr als 850 Gäste kamen ins RheinEnergieSTADION in Köln, um über 45 Top-Speakern zu lauschen und sich einen Überblick über die aktuellen Trends in Sachen SEO zu verschaffen.

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Der SEO-DAY gehört zu den führenden Fachkonferenzen im Bereich Suchmaschinenoptimierung.

Analytics: die Basis für gute Suchmaschinenoptimierung

  1. Was soll gemessen werden und wie? Vor der Analyse muss konkret festgelegt werden, was genau (und warum) gemessen wird. Arbeitet immer mit Zielen und legt konkrete KPIs fest.
  2. SEO funktioniert nicht von alleine! Jede Maßnahme im Rahmen der Suchmaschinenoptimierung sollte anhand valider Daten erfolgen. Wichtig dabei: die Daten nicht nur anschauen, sondern konkrete Schlüsse aus den gemessenen Werten ziehen.
  3. Vor der Optimierung kommt die Analyse! Bevor wirklich im Rahmen von SEO optimiert werden kann, muss jede Menge Vorarbeit geleistet werden. Während die Analyse rund 20% der Arbeit ausmacht, muss in die Implementierung rund 60% und in die Erstellung von Berichten und Dashboards ca. 30% der Arbeit investiert werden. (Ja, gute SEOs geben immer 110%!)
  4. Zahlen verstehen! Gemessene Daten müssen auch verstanden werden, d.h. der Zweck hinter den KPIs sollte bekannt sein. Nur dann kann auch entsprechend auf gemessene Werte richtig reagiert werden. Deshalb muss der SEO-Zuständige auch von Anfang an mit anderen Fachbereichen zusammenarbeiten.
  5. Datenanalyse hört nie auf! Deshalb: Versucht, immer weniger schlecht zu werden. Gemessene Daten müssen immer wieder neu eingeordnet und bewertet werden.
  6. Und immer ganz wichtig: Bei allen gemessenen Zahlen das Gehirn einschalten. Gemessene Zahlen genau hinterfragen: Ist eine Absprungrate <20 tatsächlich realistisch?

CSS-Seite muss indexierbar sein

Früher hat man die eigene CSS-Seite gesperrt, damit Google diese nicht indexiert und in den Suchergebnissen ausliefert. Diese Zeiten sind jedoch vorbei. Wie Webmaster-Trend-Analyst John Mueller erklärte, muss eure CSS-Seite aufrufbar (indexierbar) sein, damit Google diese crawlen kann. Das ist Voraussetzung, um eure Seite bei Google auch mobile-friendly auszuliefern. Ist die CSS-Datei dagegen gesperrt, könnte Google beim crawlen „denken“, es könne nicht gerendert werden bzw. eure Webseite sei nicht mobiloptimiert. Und wer will das heutzutage schon, wo Google längst das „mobile-first“-Zeitalter ausgerufen hat?

Eine Möglichkeit für gute Rankings: Holistische Landingpages

Früher galt: 1 Keyword = 1 Seite, auf der dann die Themeninformationen gut verpackt dargestellt wurden. Einen anderen Ansatz für Landingpages hat Marco Janck, Geschäftsführer von SUMAGO, mit seinen holistischen Landingpages als Zukunft der Suchmaschinenoptimierung vorgestellt, wobei „holistisch“ für „ganzheitlich“ steht. Das bedeutet, dass neben umfangreichem Text auch Formate wie Grafik, Infografik, Video und Interactive in die Seite integriert werden. Das Ziel einer holistischen Landingpage ist die umfassende Informationsversorgung des Users, um damit auch Google gute „User-Signale“ zu senden. Was ihr über holistische Seiten wissen solltet, findet ihr hier im Schnellcheck:

  1. Bei einer holistischen Landingpage steht der Mehrwert des Besuchers im Vordergrund.
  2. Holistische Landingpages bereiten ein bestimmtes Thema umfangreich und unter Berücksichtigung unterschiedlicher Aspekte für den User auf.
  3. Holistische Landingpages vereinen die Elemente Text, Grafik, Infografik, Video, Interactive.
  4. Der Aufbau einer holistischen Landingpage erfolgt am Anfang, zum Beispiel mit einer Mindmap.
  5. Der Text einer holistischen Landingpage besteht meist aus mehr als 3.000 Wörtern.
  6. Eine holistische Landingpage beginnt mit einem kurzen Teaser mit rund 100 Wörtern.
  7. Dem Teaser schließt sich ein Inhaltsverzeichnis an.
  8. Der Text der holistischen Landingpage besteht aus 10 bis 15 Fragestellungen. Die Frage kommt in der Überschrift vor, pro Frage wird diese mit rund 300 Wörtern Text beantwortet.
  9. Der Text ist gut strukturiert und enthält Fettmarkierungen, Absätze, Zitate, Aufzählungen.
  10. Die holistische Landingpage wird durch Grafikelemente, Audio-Dateien, Video-Inhalte (YouTube) und Social Media-Elemente (Interactive) ergänzt.

Content der Linkquelle optimieren

Einhelliges Credo der Veranstaltung war – mal wieder – dass Content weiter King ist. Das heißt, wenn ihr gute Inhalte produziert, kommt der Traffic quasi von selbst. Was man für die eigene Webseite einfach umsetzen kann, gestaltet sich schon weitaus schwieriger, wenn es um den Content von Seiten geht, von denen man Links erhält. Denn auch dort gilt: Je besser deren Content, umso wertvoller ist der Link.

Deshalb hat SEO-Profi Mario Jung, CEO von ReachX, empfohlen, gezielt Linkquellen anzugehen und in Zusammenarbeit mit den Seitenbetreibern auch deren Qualität nachhaltig zu verbessern. Am Ende ergibt sich hier eine klare Win-Win-Situation, denn von der Qualitätsverbesserung der verlinkenden Seite werden am Ende sowohl Linkgeber wie auch Linkempfänger profitieren.

 

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Branchenexperten berichten, wie ihr euch bei Google auf die ersten Plätze kämpft.

Online-Marketing-Kniffe, um die Conversion zu erhöhen

Wie Online-Shop-Betreiber ihre Conversion erhöhen und damit auch ihren Umsatz deutlich steigern können, fasste Julian Dziki von Seokratie anhand von 9 konkreten Tipps zusammen:

  1. Optimiert eure Snippets (Title und Description) CTA orientiert. Sowohl Fokus-Keyword wie auch eine Clickaufforderung sollten enthalten sein.
  2. Arbeitet mit Keyword-Mapping. Unbedingt vermieden werden sollte die Kannibalisierung zwischen zwei Rankings. Deshalb: für jedes Keyword eine eigene URL definieren.
  3. Alle Möglichkeiten der Onpage-Optimierung ausschöpfen. Stichworte sind hier: HTTPS, mobile-friendly, Ladezeiten-Optimierung.
  4. SSL ist ein Muss! In Kürze wird Google in seinem Chrome-Browser in Kommentaren sogar einen Warnhinweis einblenden, sollte die Seite nicht über eine SSL-Verschlüsselung verfügen. Wer hier nicht über das nötige Kleingeld für ein Zertifikat verfügt, kann den kostenlosen Dienst Let’s Encrypt und damit kostenlose SSL/TLS-Zertifikate nutzen.
  5. Trust-Siegel implementieren. Zahlreiche Studien beweisen, dass sich die Kaufbereitschaft von Online-Shoppern mit der Zunahme von Trust-Siegeln erhöht. Aber Vorsicht: Das gilt bis zu maximal 3 Siegeln. Ab 4 Trust-Siegeln auf einer Seite nimmt das Vertrauen wieder ab, da die Benutzer unterstellen, dass jemand, der so viele Trust-Siegel auf seiner Seite implementiert, eventuell sogar etwas zu verbergen hat.
  6. Stellt euren USP heraus. Was also macht euer Produkt so besonders, dass es der Kunde bei euch und nicht bei euren Wettbewerbern kaufen sollte? Merkmale wie „hohe Qualität“ oder „schnelle Lieferung“ sind übrigens kein USP – das können andere inzwischen auch.
  7. Nutzt Pinterest. Denn damit erzielt ihr deutlich höhere Verkäufe als z.B. auf Instagram. Das liegt nicht zuletzt auch daran, dass die Bilder auf Pinterest direkt mit der eigenen Produkt-URL im Shop verlinkt werden können.
  8. Setzt Storytelling ein.
  9. Pflegt euren Content. Schlechter Content auf der Webseite schadet auch den eigentlichen Produktseiten.

SEO-Tools zur Arbeitserleichterung nutzen

Viele Dinge, gerade im Bereich Analyse, Onpage-, Offpage-Optimierung oder Content-Erstellung kann man toolunterstützt durchführen. Gute Tools kosten Geld, und das ist auch gut so. Es lassen sich aber auch zahlreiche gute Tools finden, die wenig oder gar kein Geld kosten und euch viel Zeit bei der Arbeit an eurer Webseite sparen. Einige ausgewählte Tools, die beim SEO-DAY von Tobias Fox, CEO von Verdure, kurz vorgestellt wurden, im Überblick:

#1 W-Suggest-Tools, um die richtigen Fragen für den Content zu finden

#2 Status der eigenen Webseite überwachen

#3 URL-Monitoring-Tool für die eigene Webseite

#4 Interne Verlinkungen im Blick behalten

#5 SEO-Brower-Extensions nutzen

Ihr möchtet noch mehr darüber erfahren, wie ihr bei Google besser gefunden werden könnt? Auf unserer Seite zum Thema SEO geben wir einen Überblick über die verschiedenen Maßnahmen zur Suchmaschinenoptimierung. Wer schnellere Erfolge erzielen möchte, der sollte es mit Google AdWords oder Google My Business versuchen.