Accelerator²: Erst Silicon Valley, dann Stanford – so haben wir’s geschafft



Ein Accelerator-Programm zu besuchen wünschen sich viele Start-ups. Kein Wunder, denn meist verleihen die Leistungspakete einen großen Schub. Neben Geld sind es in der Regel auch Büroräume und Mentorings, von denen Teilnehmer profitieren. Das Frankfurter Start-up Zentrales Fundbüro nimmt bereits zum zweiten Mal an einem Accelerator-Programm teil. Erneut geht es in die USA – ein Erfahrungsbericht.



Ein neues Jahr, ein neues Abenteuer, die gleiche Destination: Silicon Valley. Diesmal sind wir im elitären Stanford zu Gast. Und damit willkommen zurück, liebe Leser! Zentrales Fundbüro ist die erste Meta-Suchmaschine für Fundsachen und das größte Online-Fundbüro der Welt. Einige von euch kennen unser Start-up schon aus dem GründerDaily. Letztes Jahr berichtete mein Co-Founder Antonio Vega von seiner Zeit beim German Accelerator in San Francisco.

Jetzt bin ich an der Reihe: Markus Schaarschmidt, 34 Jahre alt, Gründer von Zentrales Fundbüro. Während Antonio unser Start-up unter dem Namen „Have it Back” für den amerikanischen Markt fit machte, hielt ich in Deutschland alle Fäden zusammen. Trotz Entfernung und neun Stunden Zeitverschiebung habe ich mich regelmäßig bei Antonio in San Francisco eingeklinkt: Ich war so oft es ging bei Mentoren-Meetings und Trainings zugeschaltet, bei denen wir zusammen an unserer Strategie feilten.

Stanford
Das Team von Zentrales Fundbüro ist bereit für den StartX Accelerator an der Stanford University (Bildquelle: Zentrales Fundbüro).

Wie zu Zeiten der Goldgräber war Antonio zum German Accelerator aufgebrochen, um den US-Markt zu prüfen und zu erobern. Das Ergebnis nach neun Monaten: Neue Kunden- und Investorengespräche, erste strategische Partnerschaften (z. B. mit Hallmark Aviation) und ein hilfreiches Netzwerk. Auch am Geschäftsmodell hat sich einiges getan: Unser Vertrieb ist nun direkter und schneller. Wir haben einen umfassenden Einblick in die Gründung einer Firma in den USA bekommen. Kurzum: Die Internationalisierung von Zentrales Fundbüro – alias Have it Back – wurde erfolgreich eingeleitet.

“Back to Silicon Valley” fühlt sich schon fast an wie “back to the roots”

Unser nächster Coup: Ein Platz bei StartX, dem renommierten Accelerator an der Stanford University. Los geht es schon Mitte September. Geplante Aufenthaltsdauer: drei Monate.

Laut dem Wirtschaftsmagazin Forbes ist Start X einer der besten Acceleratoren der Welt. Der Hauptgrund, sich dort dreimal zu bewerben, war also nicht, dass wir es toll finden, Absagen einzustecken – wobei uns das zugegebenermaßen durchaus angespornt hat.

Die StartX-Leute schätzen ehrgeizige Gründer genauso sehr wie innovative Geschäftsmodelle. Nein, es lag tatsächlich am Programm. Es lohnt sich! In unserer Vorbereitungszeit haben wir ehemalige Teilnehmer ausgefragt, zum Beispiel das Fitness-Start-up Antelope. Danach waren wir geradezu verschossen in die Vorstellung, uns einen Platz bei StartX zu sichern. Ob sich die nun sehr hohen Erwartungen erfüllen, werden wir schon sehr bald feststellen.

Für Start-ups kommt die Teilnahme beim StartX einem Ritterschlag gleich. Sie hat in der Szene eine Signalwirkung, zeigt, wie weit das Unternehmen ist.

Und vor allem: Dass die Jury – bestehend aus Profis – das genauso sieht. Internationale Teilnehmer werden weitaus kritischer beurteilt als die Alumni von Stanford, die hauptsächlich am Accelerator teilnehmen. Damit ihr euch vorstellen könnt, was wir durchgemacht haben: Eine mehrseitige schriftliche Bewerbung, drei verschiedene Calls. Unvorhergesehene Fragen. Anstrengende Telefonate. Vor allem unser letztes Interview war darauf ausgelegt, Stresssituationen zu simulieren und unsere Reaktionen zu beurteilen.

Craigslist, Airbnb, ein Monat Vorlaufzeit… kommt uns irgendwie bekannt vor

Und wieder startet die Wohnungssuche in einer der teuersten Gegenden der United States.

Das Silicon Valley – für junge Start-ups ebenso lebensfeindlich wie der Nordpol. Extrem teure Mieten und Unterhaltskosten, dazu eine messerscharfe Konkurrenz.

Zentrales Fundbüro
Gründer Markus Schaarschmidt geht mit klar definierten Zielen ins Silicon Valley (Bildquelle: Zentrales Fundbüro).

Und trotzdem muss ich sagen, dass das Valley zwar anstrengend und teuer ist, gleichzeitig aber der Nährboden für Inspiration, Netzwerken und vielfältige Entwicklungen. Beim German Accelerator konnte sich Antonio schon akklimatisieren und die Entwicklungschancen für unser Start-up nutzen. Jetzt ist er gerade einmal zwei Monate zurück in Deutschland, da brechen wir beide für den zweiten Teil der Auslandsexpansion wieder dorthin auf. Direktflüge von Lufthansa ins Valley (bzw. etwas westlich nach San José) sind übrigens ab 300 Euro zu haben.

Unsere Ziele für die drei Monate sind einfach definiert: Netzwerke aufbauen, Kontakte zu Investoren knüpfen, den Vertrieb stärken und Partnerschaften etablieren.

Auf unsere Base in Deutschland ist immer Verlass

Unser Geschäft in Deutschland wird in den nächsten drei Monaten natürlich nicht brach liegen: Tobias “Tobi” Freyberg, der dritte Gründer bei Zentrales Fundbüro, wird in Deutschland die Stellung halten. Zwischendurch werde ich im Oktober nach Frankfurt fliegen, um ihn zu unterstützen. Denn auch unser Deutschland-Geschäft läuft auf Hochtouren. Derzeit haben wir Projekte und Ausschreibungen mit führenden Unternehmen, z. B. verschiedenen Flughäfen, Airlines und Transportunternehmen auf der Schiene. Trotzdem fiebern Antonio und ich unserer Zeit in Stanford entgegen. Die Flüge sind gebucht und die Familie ist informiert. Es kann losgehen.

Alle Teile der Serie in der Übersicht

Wer die Erfahrungsberichte von Antonio aus dem Silicon Valley verpasst hat oder alle Teile noch einmal nachlesen möchte, für den haben wir hier die Einzelbeiträge zusammengestellt:

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