5 Umfragetools im Check: So findet ihr heraus, was eure Kunden wollen



„Wissen ist Macht“. Besonders dann, wenn man vor der Konkurrenz weiß, was die (potenziellen) Kunden wirklich interessiert und man dadurch seine Zielgruppe noch besser kennenlernt. Aber wie findet man das heraus, ohne gleich tausende von Euros für eine Marktforschungsagentur zu investieren? Als Lösung kann man ein Online-Umfragetool einsetzen, mit dem man zu überschaubaren Kosten und mit minimalem Aufwand Kunden gezielt befragt. Wir stellen euch 5 Online-Umfragetools vor, die selbst Technik-Laien in kurzer Zeit einsetzen können.



Wichtige Kriterien bei der Umfragetool-Auswahl

Vor der eigentlichen Auswahl solltet ihr euch ausführlich damit beschäftigten, welchem Zweck die Umfrage dient. Wollt ihr Feedback zu einem bereits verkauften Produkt einholen oder eher potenzielle Kaufinteressenten zu ihren Vorlieben befragen? Richtet sich die Umfrage an einen vorab definierten Kreis oder plant ihr eine Befragung aller Besucher eurer Webseite?

Vor dem Start der Umfrage ist es also unumgänglich, die Kriterien zu erfassen, die für eure Befragung von Bedeutung sind. Ihr solltet euch dabei u.a. über folgende Punkte Gedanken machen:

  • Geplanter Einsatzbereich: Handelt es sich um eine Kundenbefragung oder eher eine Befragung der eigenen Mitarbeiter? Davon hängt z.B. ganz wesentlich ab, in welchem Layout die Umfrage erscheint.
  • Maximale Teilnehmerzahl: Die Anzahl der Umfrageteilnehmer bestimmt ganz wesentlich den Preis. Ihr solltet euch also vorab klar machen, wie groß der Empfängerkreis sein wird. Bei sehr kleinen Umfragen kann durchaus auch auf einen kostenlosen Anbieter zurückgegriffen werden.
  • Anzahl Fragetypen und Antwortoptionen: Sollen Fragen verschachtelt gestellt werden? Sind die Fragen offen, geschlossen oder beides? Und in welcher Form können Kunden auf die Fragen antworten? Prüft vorab, ob euer Anbieter auch die entsprechenden Funktionen anbietet.
  • Individuelle Anpassbarkeit: Wie stark kann das Fragebogenlayout an das eigene Corporate Design angepasst werden? Gerade bei Kundenbefragungen ein sehr wichtiges Argument, damit die Bindung des Kunden zu eurem Start-up gewährleistet ist.
  • Sicherstellung Einfachteilnahme: Damit die Aussagekraft der Daten hoch ist, sollte der Anbieter des Umfragetools sicherstellen, dass jeder Befragte nur einmal teilnehmen kann.
  • Behandlung personenbezogener Daten: Ein sehr wichtiger Punkt ist die Gewährleistung des Datenschutzes. Neben einer verschlüsselten Übertragung der Daten sollten die Anbieter der Umfragetools auch angeben, wo die Daten gespeichert werden und wie mit den Daten umgegangen wird.
  • Auswertungsmöglichkeiten nach Abschluss der Befragung: Fast alle Anbieter bieten inzwischen eine Echtzeit-Auswertung der Daten an. Daneben sollten aber auch Filtermöglichkeiten existieren, um die gesammelten Daten nach verschiedenen Kriterien auszuwerten. Eine Exportschnittstelle gehört inzwischen meist auch zum Standard.

#1 easyfeedback

Bei der Erstellung einer Umfrage beim Anbieter easyfeedback kann sich der Benutzer das Ergebnis immer direkt in einer Live-Vorschau ansehen, was die Fragebogenerstellung erheblich erleichtert. Das gilt sowohl für das allgemeine Layout des Fragebogens wie auch für die eigentlichen Fragen. Dem Benutzer stehen insgesamt 12 Fragetypen zur Verfügung, die Fragen können auch verzweigt werden. Dadurch eignet sich das Tool sowohl für einfache wie auch komplexere Fragebögen.

Das Fragebogen-Layout kann individualisiert werden, d.h. ihr könnt euer Logo, Kopf- und Hintergrundbilder oder eigene Schriftarten und Farben hochladen. Zur Auswertung der Ergebnisse stehen Echtzeit-Statistiken, verschiedene Filter, Reports und Exportmöglichkeiten (Excel, CSV, PDF, SPSS) bereit.

Zum Test gibt es eine kostenlose „Free“-Version, die auf 75 Teilnehmer pro Umfrage beschränkt ist und eine Umfrage pro Monat ermöglicht. Für Umfragen mit größerem Teilnehmerfeld und erweitertem Funktionsumfang können Benutzer aus vier verschiedenen Paketen wählen, bei denen das „Light“-Paket für 1.000 Teilnehmer und eine Umfrage mit 149 Euro (einmalig und ohne Abo) startet.

Wer besonders großen Wert auf Datenschutz legt, der ist bei easyfeedback gut aufgehoben. Denn das Unternehmen wirbt explizit damit, dass sich Nutzer keine Gedanken um den Datenschutz machen müssen, da alle Daten auf Servern in Deutschland stehen und nach ISO27001 zertifiziert sind.

easyfeedback wirbt mit einfacher Bedienbarkeit und jeder Menge nützlicher Funktionen und legt großen Wert auf den Datenschutz (Bildquelle: easy-feedback.de)

#2 Polldaddy

Eines der bekanntesten Umfragetools kommt von Polldaddy und hat besonders bei WordPress-Nutzern viele Fans, da es dort Dank eines eigenen Plugins sehr einfach in WordPress-Seiten integriert werden kann. Mit Polldaddy können Umfragen mit einem separaten Editor erstellt werden, dazu stehen 14 verschiedene Fragetypen mit Mehrfachauswahl, Verzweigungen und Freitexten zur Verfügung. Zudem können Umfragen nach Anbieterangaben „in jeder Sprache der Welt“ erstellt werden.

Das Layout der Umfrage kann mittels CSS direkt an das eigene Seitenlayout angepasst werden, dazu können Schriftart, Schriftgröße und Farben entsprechend geändert werden. Auch eigene Bilder und Logos in die Umfrage integriert werden. Bereits vorinstalliert erhält der Benutzer 15 vordefinierte visuelle Themes.

Die Ergebnisse können bereits in Echtzeit angesehen werden und stehen als Exportdatei in Excel, als PDF, CSF, XML oder per Google Docs zur Verfügung. Der Benutzer kann sich die Ergebnisse auch per E-Mail oder auf das Smartphone senden lassen.

Die Anmeldung bei Polldaddy sowie die eingeschränkte persönliche Nutzung ist kostenlos. Wer allerdings das Tool in seinem vollen Umfang und für berufliche Zwecke nutzen möchte, der hat die Wahl zwischen dem „Pro“- und dem „Firma-„Tarif. Der „Pro“-Tarif für ein Benutzerkonto kostet 200 USD pro Jahr, der „Firma“-Tarif 899 USD pro Jahr.

#3 Q-SET

„Fragen kostet nichts.“

Mit diesem Slogan wirbt der Anbieter Q-Set. Benutzer können Online-Umfragen kostenlos erstellen, durchführen und auswerten. Im Paket für 0 Euro sind beliebig viele Umfragen mit beliebig vielen Fragen und Fragebogenseiten enthalten. Der Service ist bis maximal 2.000 beantwortete Fragen kostenlos, allerdings werbefinanziert. Wer die Fragebögen werbefrei gestalten möchte, der muss einmalig 9,90 Euro bezahlen. Wem das in der Gratis-Version angebotene Volumen an beantworteten Fragen nicht ausreicht, der kann für 10 Euro jeweils 1.000 weitere Fragen dazu buchen.

Das Layout der Fragebögen kann nur eingeschränkt individualisiert werden. Dazu stehen verschiedene Hintergrundfarben zur Verfügung. Ausgefüllte Umfragen können in einer HTML-Datei gespeichert oder im SPSS-Format zur weiteren Analyse exportiert werden. Es stehen verschiedene Datenfilter zur Verfügung.

Das Tool eignet sich eher für kleinere Umfragen, die wenig bis gar nichts kosten sollen und bei denen das Corporate Design sowie Werbeeinblendungen im Fragebogen nicht so wichtig sind, z.B. interne Befragungen.

#4 SurveyMonkey

Der Platzhirsch unter den Umfragetools wirbt mit der kinderleichten Erstellung und Analyse von Umfragen und 36 Millionen zufriedenen Kunden. Bei SurveyMonkey können Umfragen mittels eines Umfrage-Collectors in wenigen Minuten erstellt werden. Die Anpassung an das Corporate Design ist durch die Integration eigener Logos und Schriftarten möglich. Nutzer können aus den verschiedensten Fragetypen wählen, Rangfolge-Skalen erstellen und Auswahlmatrizen nutzen.

Die Umfragen können in die eigene Webseite integriert oder per E-Mail zugestellt werden. Außerdem stehen dem Benutzer Widgets zur Seiteneinbindung oder zur Social Media-Integration zur Verfügung.

Die gesammelten Daten können bereits live analysiert werden, dazu stellt SurveyMonkey Datenfilter zur Verfügung. Der Export der Umfragedaten ist in grafischer Form oder im SPSS-Format möglich.

In der einfachsten Version ist das Angebot kostenlos, allerdings werden hier tatsächlich nur Basisfunktionalitäten für bis zu 10 Fragen pro Umfrage bereitgestellt. Wer unbegrenzte Umfragen mit unbegrenzten Fragen und Antworten inklusive der entsprechenden Analysemöglichkeiten nutzen möchte, der kann aus den Angeboten „Plus“, „Gold“ und „Platinum“ wählen. Das „Plus“-Angebot startet bei 300 Euro pro Jahr.

#5 Umfrage Online

Umfragen schnell und professionell erstellen, das ist auch mit Umfrage Online, dem wohl bekanntesten Tool in Deutschland, möglich. Über eine intuitive Benutzeroberfläche lassen sich Fragebögen erstellen, bei denen aus zahlreichen Fragetypen mit offenen und geschlossenen Fragen gewählt werden kann. Auch hier können die Fragebögen im Layout dem eigenen Corporate Design angepasst werden. Dazu stehen dem Benutzer ein eigener Editor sowie verschiedene Download-Funktionalitäten, z.B. für das eigene Logo, sowie eine CSS-Anpassung zur Verfügung. Auch sind mehrsprachige Umfragen kein Problem.

Umfrage-Ergebnisse können in Echtzeit ausgewertet werden, die Antworten stehen im Excel-Format, als PDF und CSV zum Download bereit. Außerdem können die Daten nach dynamischen Inhalten gefiltert werden.

Umfrage Online verfügt wie alle fast alle genannten Anbieter über eine kostenlose „Basic“-Version, die in eingeschränktem Umfang einfache und kleine Umfragen, z.B. zum Testen, zulässt. Wer aber einen erweiterten Umfang an Funktionalitäten benötigt, für den startet die Einsteigerversion „Personal“ bei einem Monatspreis von 35 Euro pro Umfrage und ist auf 5.000 Antworten beschränkt. Soll auch die Anzahl der Antworten unbeschränkt groß sein, dann startet das „PRO“-Konto mit einem Jahrespreis von 239 Euro pro Umfrage.

Auch Umfrage Online wirbt mit einfacher Fragebogenerstellung, einfacher Designanpassung und vielfältigen Auswertungsmöglichkeiten (Bildquelle: umfrageonline.com)

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