The Fantastic Four aus den USA: Diese Start-ups könnten groß durchstarten



Auch wenn die USA zuletzt anderweitig für Schlagzeilen sorgen, die spannendsten Geschäftsideen und wichtigsten Trends kommen weiterhin aus den Vereinigten Staaten. Dazu gehören auch die folgenden vier Start-ups, deren Geschäftsideen sich um Mixed Reality, künstliche Intelligenz, Ballonflüge ins Weltall und die Herstellung und Nutzung von Cannabis drehen. Und auch wenn viele der Ideen noch in den Kinderschuhen stecken, haben sie großes Potenzial, bald richtig durchzustarten. Das sind unsere „Fantastic Four“ vom anderen Ende des Teiches.



Immer wieder spannend und inspirierend: Geschäftsideen aus den USA.

Magic Leap: Wo sich Fiktion und Realität treffen

Bereits 2011 wurde Magic Leap von Rony Abovitz gegründet. Die Mission des Unternehmens ist nichts Geringeres als die Fusion von digitaler und physischer Umwelt. Dazu entwickelt Magic Leap transportable Geräte, die am Kopf des Benutzers angebracht Bilder erzeugen, die von realen Objekten nicht zu unterscheiden sind und platziert diese nahtlos in die reale Umgebung. Dadurch wird eine völlig neue Art von Augmented Reality erzeugt, die das Unternehmen selbst als „Cinematic Reality“ bezeichnet und die auch in der Filmindustrie ihren Einsatz finden soll.

Diese „Mixed Reality“ von Magic Leap hat bereits Investoren wie Google und Alibaba Group überzeugt. Allein im vergangenen Jahr konnten rund 794 Millionen Dollar von Investoren eingesammelt werden, die Gesamtfinanzierungssumme steigt damit auf beachtliche 1,4 Milliarden USD, was Magic Leap bereits zu einem Einhorn macht.

Eine kleine Impression, wie Magic Leap Realität und Fiktion verbindet, liefert euch das folgende Video:

Cylance: Prävention statt Schadenbegrenzung

Künstliche Intelligenz – diesen Ausdruck haben wir vor einigen Jahren allenfalls mal in einem Science-Fiction-Film aufschnappen können. Inzwischen ist A.I. (Artificial Intelligence) aber schon lange kein Wort der Zukunft mehr. Cylance ist ein Start-up aus Kalifornien, das sich ganz der Entwicklung von intelligenten Cyber Security-Produkten spezialisiert hat. Das Unternehmen um Gründer und CEO Stuart McClure benutzt dazu künstliche Intelligenz zur Vermeidung von Cyber Attacken. Durch A.I. und selbst lernende Maschinen sollen diese bereits erkannt und abgewährt werden, bevor die Angreifer überhaupt zuschlagen können.

Cylance zählt zu seinen Kunden inzwischen Unternehmen wie Panasonic, Toyota, Netgear und sogar die Regierung der Vereinigten Staaten.

Insgesamt 177 Mio. USD konnte Cylance inzwischen bei Investoren einsammeln, wovon alleine in der letzten Series D Finanzierungsrunde 100 Mio. USD von renommierten Investoren um den Lead Investor Blackstone Tactical Opportunities stammen.

Eaze: Cannabis-Bestellung per App

In den vergangenen Jahren haben sich in den USA neben den Bundesstaaten Colorado und Washington fast 25 weitere Staaten dazu durchgerungen, Marihuana zu legalisieren. Mit voraussichtlich 15 bis 20 weiteren Staaten, die den medizinischen Gebrauch in den kommenden Jahren legalisieren wollen, entsteht hier ein riesiger Markt und damit auch ständig neue Unternehmen, die davon profitieren wollen.

Eines dieser Start-ups ist das 2014 in San Francisco gegründete Unternehmen eaze. Im Oktober 2016 schrieb eaze gleich zweimal Geschichte. Es war nicht nur das höchst finanzierte Start-up in der Geschichte der Cannabis-Industrie, sondern auch das am schnellsten wachsende. Eaze ermöglicht es Patienten, einfach und schnell qualitativ hochwertiges und im Labor getestetes Cannabis via App zu bestellen. Die Bestellung kann dann per Smartphone verfolgt werden und wird zeitnah von einem überprüften und autorisierten Fahrer an der Haustür abgeliefert. Auch wenn das in manchen Ohren illegal klingt, gehört es in großen Teilen der USA mittlerweile zum Alltag – zur Freude vieler Patienten. Und auch zur Freude der Investoren, die bei eaze inzwischen fast 25 Mio. USD investiert haben.

Von der Legalisierung von Marihuana möchte das Start-up eaze profitieren (Bildquelle: eaze.com)

World View Enterprise: Weltraumtourismus mit Ballonfahrt

Die Amerikaner sind bekannt dafür, dass sie hoch hinauswollen. Höher, schneller, weiter: auch in dieser Kategorie lassen sich einige Start-ups mit Überfliegerpotenzial finden. Eines davon ist World View Enterprises, besser bekannt unter der Kurzform World View. Das in Tucson (Arizone) ansässige Start-up will neue Perspektiven auf die Welt bieten und baut dafür spezielle höhentaugliche Ballons, die Flüge in die Stratosphäre (und irgendwann auch darüber hinaus) zu überschaubaren Kosten ermöglichen. Dem 2013 gegründeten Unternehmen gelang es als erstes, erfolgreich einen unbemannten Ballon wieder zur Erde zurückzubringen.

Mit einer Gesamtfinanzierung von rund 15 Mio. USD wurden bis heute weitere Testflüge durchgeführt, die alle das Ziel verfolgen, Reisen ins All zu kommerzialisieren. Im September 2016 gelang es World View, eine größere Last zu Forschungszwecken auf eine Höhe von über 100,000 Fuß (über 30 km) zu bringen, was einen gewaltigen Schritt in Richtung Weltraumreise bedeutet. Für dieses Jahr hat das Unternehmen die ersten bemannten Weltraum Ballonflüge geplant.

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