Around the world: Kreative Geschäftsideen von Neuseeland bis Kanada



Egal ob Fintechs, Social Start-ups oder trendige Apps – viele Geschäftsideen, die in Deutschland zu einem regelrechten Trend werden, haben ihren Ursprung im Ausland. In unseren 5 Kurzporträts zeigen wir, was Start-ups rund um den Erdball derzeit an spannenden Geschäftsmodellen zu bieten haben.

Was gibt es Neues in der Gründerszene in Kanada, Thailand oder Neuseeland? Wir stellen euch 5 innovative Geschäftsideen vor – von pfiffigen Computer-Tools über eine Anti-Diäten-App bis hin zu Essen, das in der Waschmaschine gekocht werden kann. Man darf gespannt sein, welche dieser Konzepte das Potenzial haben, um auch irgendwann auf dem deutschen Markt anzukommen.

#1 Aus England: Diäten adé mit einer App

Jeder, der sich schon mal an einer Diät versucht hat, weiß wie schwierig das ist: Kalorien zählen, auf die geliebte Schokolade verzichten und jeden Bissen mindestens 50 Mal kauen. Das muss nicht sein, sagen die Gründer und Entwickler der goEvoApp aus England. goEvo ist keine neue Diät, sondern ein ganzheitliches Tool für alle, die Übergewicht reduzieren, fitter werden und ein gesünderes und glücklicheres Leben führen wollen. Klingt ambitioniert und ist es auch.

Die kurz vor dem Launch stehende App hilft den Nutzern, ihre Essensgewohnheiten zu analysieren und die emotionalen Auslöser zu finden, die zu ungesundem und übermäßigem Essen führen. So sollte ein Stück Torte auf einer Geburtstagstorte Freude bereiten und kein schlechtes Gewissen. Mit der Hilfe von Ernährungs- und Fitnessexperten sollen sich diätgestresste Nutzer den Prozess der Nahrungsaufnahme bewusster machen und den Genuss und die Freude an Essen und Bewegung wiederentdecken. Ergänzend bietet die App eine Auswahl von zahlreichen gesunden Rezepten und Trainingsvorschlägen.

Das Ende von Diäten verspricht die goEvoApp aus England (Bildquelle: goEvoApp).

#2 Aus Neuseeland: Der Notarzt für die Tabellenkalkulation

Die Tabellenkalkulation Excel ist kaum noch aus dem Alltag eines durchschnittlichen Büromitarbeiters wegzudenken – unabhängig davon, in welchem Bereich er arbeitet. Controlling, Buchhaltung, Finanzen, Marketing, Disposition: überall trifft man auf Excel-Tabellen. Aber selbst, wenn man schon ziemlich versiert im Umgang mit Excel ist, können einen riesige Tabellen mit komplexen Formeln und jede Menge VBA-Codes schnell Kopfschmerzen bereiten. Und nicht selten wünscht man sich ab einem gewissen Punkt die Hilfe eines Spezialisten. Genau das ist die Marktlücke, in die das Unternehmen Excel Rescue aus Neuseeland mit seinen Dienstleistungen vorstoßen möchte. Mit dem Slogan:

We’re solving Microsoft Excel Headaches for people just like you!

richtet sich Excel Rescue an alle Heavy-Excel-User, die Hilfe brauchen bei der Erstellung von Funktionen und Formeln, VBA-Programmierung, oder beim Anlegen von Dashboards, Charts und Grafiken. Natürlich funktioniert das Ganze vollständig online, d.h. der Kunde lädt seine „Problem-Dateien“ inklusive einer Beschreibung seiner Anforderungen hoch und bekommt direkt Hilfe. Für nicht zufriedene Kunden bietet Excel Rescue sogar eine 100-prozentige Geld-zurück-Garantie.

#3 Aus Israel: Kochen in der Waschmaschine

Mahlzeiten in der Waschmaschine kochen klingt beim ersten Hören eher nach einem Scherz als nach einer neuen Geschäftsidee. Der israelische Designstudent Iftach Gazit meinte es aber durchaus ernst, als er in seinem Industriedesign-Kurs die Sous La Vide Bags entwickelte, mit denen man nach der Vakkumgar-Methode Lebensmittel während eines ganz normalen Waschgangs zubereiten kann. Die Zutaten werden dabei in einer wasserfesten und verschlossenen Tüte bei einer Temperatur von 58 °C langsam und schonend gegart, so dass der Inhalt saftig und die Nährstoffe erhalten bleiben.

Genauso ausgefallen wie die Idee selbst sind auch die Verpackungen, die nach Vorbild der in Kleidung eingenähten Waschanleitungen mit Illustrationen der Gerichte und Kochinstruktionen versehen sind. So kocht man Gemüse am besten im Schongang zusammen mit der dreckigen Baumwollwäsche, während Fleisch idealerweise im längeren Synthetik-Programm gegart wird. Als Zielgruppe hatte Iftach Gazit neben Köchen mit wenig Zeit auch Obdachlose im Sinn, die oft Schutz in Waschsalons suchen und so eine Gelegenheit bekämen, dass jemand „eine Mahlzeit für sie mitwäscht“.

So sehen sie aus, die Lebensmitteltüten für die Waschmaschine (Bildquelle: GRAYDESIGN, Iftach Gazit).

#4 Aus Kanada: Mehr Ordnung im Postfach

Manchmal ist es wirklich nicht einfach, den Überblick in seinem E-Mail-Postfach zu behalten. Wie schnell hat man wichtige Nachrichten übersehen, dem falschen Projekt zugeordnet oder aus Versehen in den Papierkorb verschoben.

Eine Lösung bietet hier Gründer Andreas Hüttenrauch aus dem kanadischen Calgary mit seinem Tool EmailPet. Die intelligente Software leistet dabei mehr als ein einfacher Nachrichtenfilter – EmailPet lernt von den Aktionen des Nutzers, z.B. wenn bestimmte E-Mails immer in die gleichen Ordner verschoben, an die gleichen Empfänger weitergeleitet oder in ein anderes Programm zur Weiterbearbeitung geladen werden. Außerdem ist das cloudbasierte EmailPet mit verschiedenen Geräten sowie mehreren E-Mail-Programmen kompatibel. Ein Tool also, das mitdenkt. Die Nutzer müssen jetzt nur noch bereits sein, dem intelligenten EmailPet tatsächlich die Kontrolle über das eigene Postfach zu überlassen.

EmailPet hilft dabei, bei der täglich ankommenden E-Mail-Flut den Überblick zu behalten (Bildquelle: emailpet.com).

#5 Aus Thailand: Immer in Bewegung

Die Gründer Mark Walker und Chris Armstrong hatten eine klare Mission vor Augen, als sie im April 2016 ihr Start-up Transporters.io in Thailand gründeten: eine Softwarelösung für Transportunternehmen aller Größen, die einfach zu bedienen ist und durch ihre komplexen Funktionen den Nutzern sowohl Geld als auch Zeit spart.

Klingt eigentlich zu gut, um wahr zu sein. Doch der Erfolg sowie zahlreiche Auszeichnungen in Asien und Europa scheinen den Gründern recht zu geben. Die Software bietet Transport- und Logistikunternehmen Unterstützung in verschiedenen Bereichen an: von der Verwaltung von Aufträgen und Kundendaten, über die Disposition von Touren und Fahrern bis hin zur Erstellung und Bearbeitung von Rechnungen und Zahlungen. Nach eigenen Angaben nutzen bisher mehr als 30 Großkunden aus 5 Kontinenten das Produkt von Transporters.io. Als nächsten Schritt haben die Gründer nun ein Global Booking Network initiiert, welches den teilnehmenden Partnern zusätzliche Aufträge und Umsätze verspricht.

Inspiration für deine eigene Gründung

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