Nicht nur Kinderkram: 5 spannende Geschäftsideen für Eltern und Kinder



Welche Eltern möchten nicht nur das Beste für die lieben Kleinen? Genau das macht Eltern und Kinder zu einer sehr attraktiven Zielgruppe, für die auch clevere Start-ups immer neue Produkte und Angebote entwickeln. Wir stellen euch fünf innovative Geschäftsideen vor, die sich an Eltern und deren Nachwuchs richten.



Angefangen beim richtigen Kinderwagen, über die passende Regen- und Matschausrüstung bis hin zum neuesten Spielzeug Must-have: Für ihren Nachwuchs sind viele Eltern bereit, tief ins Portemonnaie zu greifen. Kein Wunder, dass sich immer mehr innovative Start-ups auf diesem lukrativen Markt etablieren wollen. Entsprechend vielfältig sind die Geschäftsmodelle, die Eltern und Kinder ansprechen: von Coaching-Angeboten über Kinder-Apps bis hin zu Gadgets, die bei der Erziehung helfen sollen.

#1 Innovatives Hörspielen mit den Tonies

Alle, die von leiernden Kassetten oder zerkratzten CDs genug haben und ihren Kindern ein spielerisches Hörerlebnis bieten wollen, sollten die Tonies kennenlernen. Die Gründer Patric Faßbender und Marcus Stahl aus Düsseldorf sind selbst Väter und haben mit den Tonies Hörfiguren und dem Würfel namens Toniebox ein digitales Abspielerlebnis für Kinder entwickelt. Die Toniebox wird bedient, indem man seinen Tonie einfach oben auf den Würfel stellt. Bei der ersten Benutzung des gut gepolsterten Geräts wird die Hör-Datei per WLAN auf den Speicher geladen.

Während des Zuhörens können die Kinder dann mit der robusten Figur spielen. Jeder Tonie hat einen eigenen Hörinhalt, d.h. für jede Folge muss eine neue Figur gekauft werden. Erhältlich sind u.a. Hörspiel-Klassiker wie Heidi, Wickie der Wikinger, Bibi & Tina, Der kleine Drache Kokusnuss oder Benjamin Blümchen. Bis zum Weihnachtsgeschäft 2017 soll das Sortiment auf 50 Tonies ausgeweitet werden.

Hier seht ihr, wie die Tonies Hörfiguren und die Toniebox funktionieren:

#2 Second Hand ist Trumpf: Kilenda

Gerade in den ersten zwei Lebensjahren haben Kleinkinder vermehrt Wachstumsschübe, sodass Kleidung und Schuhe manchmal nur wenige Monate lang passen. Leider können die Preise für Kindersachen oft locker mit denen für Erwachsenenprodukte mithalten. Wenn Eltern dann auch noch Wert auf Qualität und Marken legen und nicht unbedingt auf die günstige Discounter-Alternative zurückgreifen wollen, gibt es nur eine Lösung: Second Hand.

Der im Oktober 2014 gestartete Online-Mietservice Kilenda etwa hat Kindersachen, Babytragen und Umstandsmode im Angebot und möchte damit eine umweltschonende Alternative zum Neukauf anbieten. Das Leihprinzip funktioniert denkbar einfach: Wenn man sich aus dem riesigen Angebot an Marken, Farben und Größen etwas ausgesucht hat, kann man das Paket zunächst für einen Monat mieten. Der Mietpreis richtet sich dabei nach den ausgewählten Produkten, beträgt aber maximal die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers. Gefällt dem Kunden ein Teil besonders gut, kann er es auch problemlos kaufen. Wer die geliehenen Sachen nicht mehr braucht, kann sie ganz unkompliziert zurückschicken – ungewaschen und ungebügelt.

Kleidung mieten – mit Kilenda (Foto: Kilenda)

#3 Ene Mene Mobile: Apps für Kinder

„Wir sind Ende 20, kunst- und kinderbuchbegeistert und wollen manchmal nicht erwachsen werden“ – so beschreiben sich Feli und Martina aus Berlin, die Köpfe hinter Ene Mene Mobile. Genau in diesen Momenten gehen sie ihrer Leidenschaft nach und testen und spielen Kinder Apps. Die Auswahl in den App Stores ist für viele Eltern oft unübersichtlich und kann schnell zu einem Fehlkauf verleiten. Das wollen die beiden Gründerinnen mit ihren Testberichten im Ene Mene Mobile Blog verhindern.

Die Apps sind nach Alter und Kategorien wie z.B. lesen, lernen, einschlafen oder spielen sortiert. Außerdem entwickeln sie derzeit eine eigene interaktive Kinder-App namens „Rudi Regenbogen und die verlorenen Farben“. Die lehrreiche Kinderbuch-App ist für Kinder ab 6 Jahren gedacht und erklärt spielerisch die Entstehung des Wetters.

Testen und bewerten Apps für Kinder: die Gründerinnen von Ene Mene Mobile (Bildquelle: Ene Mene Mobile).

#4 Coaching-Plattform „Einfach Eltern“

Eltern sein ist eine tägliche Herausforderung – keine Frage. Besonders beim ersten Kind ist bei vielen die Unsicherheit, bei der Pflege oder Erziehung des kleinen unbekannten Wesens etwas falsch zu machen, groß. Hier möchten die Gründerinnen Frauke Ludwig und Diana Schwarz mit ihrer Plattform Einfach Eltern® Abhilfe schaffen. Im umfangreichen Online-Angebot finden sich Kurse, Workshops, VLogs und jede Menge Links zu Themen, die Eltern in ihrem Alltag beschäftigen.

Das Kursangebot ist dabei nach dem Alter des Kindes gestaffelt. Die mittlerweile in vielen deutschen Städten von Einfach Eltern® Coaches geleiteten BabySteps-Kurse richten sich an Eltern mit Kindern im ersten Lebensjahr und konzentrieren sich auf Spielanregungen, Babymassage, Sing- und Schoßspiele sowie den Austausch mit anderen Eltern. Darauf aufbauend wurde das Kursprogramm FamilySteps konzipiert, welches für Eltern mit Kinder im Alter von 12 bis 36 Monaten angeboten wird. Hier geht es um Themen wie trocken werden, Durchschlafen, Schnullerentwöhnung oder Teilen mit Geschwistern.

#5 Interaktive Trinkflasche: Gululu

Erinnert ihr euch noch an das Tamagotchi, das in den 90ern nahezu jeder mit sich herumschleppte? Die Erfinder der intelligenten Kindertrinkflasche Gululu aus den USA haben genau dieses Prinzip in ein kindergerechtes Produkt umgesetzt, um Kinder zum regelmäßigen Wassertrinken zu motivieren.

Gerade in Schule oder Kindergarten ist es für Eltern schwierig sicherzustellen, dass ihr Kind genug Flüssigkeit zu sich nimmt. Die bunte Trinkflasche ist mit einem kleinen Display und Sensoren ausgestattet und muss mit der dazugehörigen Gululu-App verbunden werden.  Hat das Kind ein Gululu-Tier ausgesucht, kann es seinen Schützling durch Trinken aus der Flasche zum Leben erwecken. Je mehr das Kind aus der Flasche trinkt, desto mehr wächst das Tier, sammelt Schätze und entdeckt das „Gululu Universe“ – eine Abenteuer-Unterwasserwelt. Mit Hilfe der App können Eltern sicherstellen, dass die Kinder das Wasser auch tatsächlich trinken und nicht etwa ausschütten. Außerdem können auf der Grundlage von Alter, Gewicht und Wohnort des Kindes individuelle Ziele festgelegt werden.

Wie genau die Gululu-Flasche Kinder spielerisch zum Wassertrinken animieren soll, seht ihr im Video:

Inspiration für deine eigene Gründung

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