190 Gründerwettbewerbe im Jahr 2017: unser Leitfaden für Start-ups



Gründerwettbewerbe erfreuen sich einer weiter starken Beliebtheit, denn sie bieten die Möglichkeit, die eigene Geschäftsidee kritisch zu prüfen und sich gleichzeitig unabhängiges und fachlich fundiertes Feedback einzuholen. Nicht zu verachten sind auch die ausgelobten Preise, die sich schnell zu einem stattlichen Startkapital summieren. Startkapital, für das man keine Anteile abgeben muss. Zudem erzielen die Wettbewerbssieger häufig eine große mediale Reichweite. 

  • Zum Hintergrund: Stets zum Jahresbeginn veröffentlichen wir den umfassendsten Leitfaden für Gründerwettbewerbe in Deutschland. Neben den Zahlen, Daten und Fakten zum Wettbewerbsjahr 2016, präsentieren wir euch 190 Wettbewerbe für das Jahr 2017. Hier gelangt ihr direkt zum kostenlosen Download der Studie.

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Mehr Wettbewerbe und über 20.000 Bewerbungen

In unserer inzwischen dritten Analyse zur deutschen Wettbewerbslandschaft haben wir insgesamt 163 Wettbewerbe berücksichtigt, noch einmal 18 mehr als im Vorjahr. Und der Trend hält an, denn für 2017 haben wir bereits 190 Wettbewerbe recherchiert.

Von diesen 163 Wettbewerben waren 41% bundesweit bzw. international ausgerichtet und 59% regional. Insgesamt gab es nach unseren Hochrechnungen mehr als 20.000 Bewerbungen, was das starke Interesse von Gründern an einer Wettbewerbsteilnahme bestätigt. Im Schnitt nahmen 120 Bewerber pro Ausschreibung teil. Einige, besonders gefragte, Wettbewerbe konnten 500 und mehr Teilnehmer verzeichnen. Und fast jeder 30. Teilnehmer konnte einen Preis gewinnen.

Wettbewerbe bringen viel mehr als nur Preisgeld

Die ausgeschriebenen Preisgelder in Form von Sach- und Geldpreisen sind sicher ein wichtiger Faktor, um an einem Gründerwettbewerb teilzunehmen. Und mit rund 3 Mio. Euro Preisgeld und rund 2 Mio. Euro an Sachpreisen erreichen die Prämien für die Wettbewerbssieger inzwischen auch stattliche Summen.

Allerdings zeigte sich im Gespräch mit zahlreichen Start-ups, dass es vielen Gründern gar nicht so sehr um das Preisgeld geht. Vielmehr nutzen sie die Wettbewerbe, um ihre Idee zu testen und Feedback zu bekommen, neue Kontakte zu Partnern oder Investoren zu knüpfen oder von der zusätzlichen medialen Aufmerksamkeit zu profitieren und so einen Schub für die eigene PR-Arbeit zu bekommen. So bringt dies Thomas Kirchner von ProGlove wie folgt auf den Punkt:

Wettbewerbe sind fantastisch, um seine Idee zu testen. Man erreicht sehr einfach viele Menschen und bekommt Feedback. Nur dadurch lernt man. Und wenn man gewinnt, spielt die mediale Aufmerksamkeit natürlich eine große Rolle. Wettbewerbe sind immer sehr günstige Pressearbeit. So erreicht man schnell viele potenzielle Kunden. Letztendlich hätten wir ohne die Aufmerksamkeit aufgrund unseres ersten gewonnenen Wettbewerbs und ohne das Preisgeld nicht einen so guten Start gehabt.

Leitfaden für eure erfolgreiche Teilnahme

Unsere Analyse hat auch gezeigt, wie vielfältig die deutsche Wettbewerbslandschaft ist. Da kann es durchaus zur Herausforderung werden, den passenden Wettbewerb zu finden. Deshalb haben wir für euch in unserer aktuellen Publikation zahlreiche Tipps zusammengefasst, damit ihr im Vorfeld bereits den passenden Wettbewerb auswählt und dadurch von der Teilnahme auch maximal profitiert.

Im ersten Schritt solltet ihr euch klar werden, in welcher Entwicklungsstufe sich euer Start-up befindet. Seid ihr noch in der Ideenphase, bereits in der Businessplan- und Startphase oder gar schon in der Wachstumsphase? Anhand dieser ersten Auswahl grenzt ihr die für euch in Frage kommenden Wettbewerbe bereits ein. Viele Wettbewerbe sind regional aufgestellt, weshalb ihr im zweiten Schritt die für euch relevanten Wettbewerbe selektieren und zu eurer Auswahl an überregional stattfindenden Wettbewerben hinzufügen solltet. Im dritten Schritt sortiert ihr dann die Wettbewerbe aus, die speziell eine Branche adressieren, zu der ihr nicht gehört.

Jetzt könnt ihr mittels der verbliebenen, für euch relevanten, Wettbewerbe die auswählen, die euch bezüglich Idee, Konzept und eventuell auch der ausgelobten Preise am meisten zusagen. Aber auch hier gibt es noch zahlreiche wichtige Selektionskriterien, die wir euch in unserem neuen Wettbewerbsleitfaden ab Seite 21 vorstellen.

Besonders erfolgreich im Jahr 2016: die Top 50  Start-ups

Wie in unseren vergangenen Wettbewerbsanalysen haben wir auch in diesem Jahr auf Basis der ermittelten Wettbewerbsdaten die Top 50 Start-ups aus den über 20.000 Bewerbungen und den 756 prämierten Start-ups ermittelt. Unser Ranking basiert dabei auf einem Score, in den Faktoren wie Gesamtzahl der Auszeichnungen, Zahl der Prämierungen, Höhe der Geld- und Sachpreise sowie Art und Größe des Wettbewerbs in festgelegter Gewichtung eingeflossen sind.

Den ersten Platz mit einem Score von 8,00 belegt ArtiMinds Robotics aus Karlsruhe. Das 2013 gegründete Start-up entwickelt Software für die intuitive Programmierung komplexer Roboterbewegungen mit Roboterarmen. Oder wie es Gründer Simon Fischer kurz erklärt:

ArtiMinds’ Software macht es einfach, Roboterarmen menschenähnliche, aufgabenspezifische Geschicklichkeit beizubringen.

Den zweiten Platz belegte das Gründerteam von Ad-O-Lytics, das ein Verfahren entwickelt, um maßgeschneiderte Viren gezielt gegen Krebs einzusetzen und so effizient Tumore und Metastasen zerstören zu können. Der dritte Platz geht an das Start-up Landpack, das aus Stroh und Hanf nachhaltige Isolierverpackungen herstellt.

Keyfacts zur Wettbewerbsanalyse

Die Keyfacts zu unserer diesjährigen Analyse haben wir für euch in der nachfolgenden Infografik noch einmal kurz zusammengefasst.

Infografik-Gruenderwettbewerbe-Top50-Startups-2016

Wettbewerbsleitfaden 2017

  • Noch mehr Informationen zu den wichtigsten Gründerwettbewerben Deutschlands, spannenden Gründerstorys und Informationen für eure eigene Wettbewerbsteilnahme findet ihr in unserem Wettbewerbsleitfaden 2017.