5 Rechnungsprogramme für Gründer und deren Kosten im Vergleich



Eigentlich müsste Rechnungen schreiben des Unternehmers liebste Tätigkeit sein. Denn damit endet der Prozess der Leistungserstellung und wird durch die Erzielung von Umsätzen belohnt. Trotzdem gehört die Rechnungserstellung zu den unbeliebtesten Tätigkeiten im Unternehmeralltag. Dabei gibt es inzwischen Online-Programme, die das Erstellen von Rechnungen erleichtern und oft nur wenig kosten. Wir stellen euch 5 Produkte vor, mit denen der Fakturierungsprozess zum Kinderspiel wird.

#1 FastBill

Eines der wohl bekanntesten und am häufigsten verwendeten Produkte ist FastBill. Bereits ab 9 Euro im Monat können Gründer hier unbegrenzt Rechnungen erstellen oder Belege per Smartphone einscannen. Ebenfalls unbegrenzt ist die Anzahl an Kunden, die hinterlegt werden kann. Werden Rechnungen per Mail verschickt, ist dies kostenlos und erfolgt mit digitaler Signatur. Der Versand von Rechnungen per Post kostet aktuell 1,20 Euro pro Rechnung.

Die Rechnungen können im eigenen Design gestaltet werden. Über Schnittstellen können zahlreiche E-Commerce-Systeme angekoppelt werden. Auch eine Online-Zahlfunktion ist vorhanden, in der einfachsten Version für eine Bankverbindung. Zudem ist bereits eine einfache Projektverwaltung bzw. Zeiterfassung integriert. Die Mindestvertragslaufzeit beträgt 1 Monat.

Wer mehr benötigt, z.B. mehr Benutzer, mehrere Bankkonten oder mehr Speicherplatz, der kann sich für das PRO-Paket für 29 Euro/Monat oder das PROMAX-Paket für 49 Euro/Monat entscheiden. Allerdings dürfte gerade in der Gründungsphase für viele Benutzer das STARTER-PAKET für 9 Euro/Monat ausreichend sein. Alle Pakete sind monatlich kündbar.

Wer FastBill ohne Risiko für sich ausprobieren möchte, kann das ohne Einschränkung des Funktionsumfangs für 30 Tage kostenlos tun.

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Ab 9 Euro pro Monat können bei Fastbill bereits online Rechnungen erstellt werden (Quelle: Fastbill.com)

#2 easybill

Eine weitere sehr bekannte Online-Rechnungssoftware ist easybill. Hier können Start-ups, die maximal 3 Kunden haben, ihre Rechnungen online sogar kostenlos erstellen. Allerdings wird dies nur für die wenigsten Unternehmen zutreffen.

Ansonsten fängt auch bei easybill das günstigste Paket (BASIC) für ein Benutzerkonto bei 9 Euro/Monat an. Die Anzahl der Kunden ist dabei auf 20 beschränkt, die Anzahl der Dokumente und Rechnungen ist unbegrenzt. Ebenfalls im Paket integriert ist die Erstellung von Rechnungen auf eigenem Briefpapier. Die Einsteiger-Version eignet sich also eher für Gründer, die sich nur auf die Rechnungserstellung konzentrieren und vorerst keinen erweiterten Funktionsumfang benötigen.

Schnittstellen zu anderen E-Commerce-Systemen, Wiederholungsrechnungen oder eine Projekt- und Zeiterfassung sind ab dem Paket PLUS erhältlich, das 19 Euro/Monat kostet. Wer außerdem noch seine Mitarbeiter mit easybill verwalten möchte, greift zum BUSINESS-Paket für 39 Euro/Monat.

An Onlinehändler richten sich die Pakete:

  • BUSINESS 10K (49 Euro/Monat),
  • BUSINESS 20K (69 Euro/Monat) und
  • BUSINESS 30K (99 Euro/Monat),

bei denen 10.000, 20.000 oder 30.000 Verkäufe im Monat erfasst werden können.

Alle Pakete von easybill sind jederzeit kündbar. Auch easybill kann 30 Tage kostenlos ausprobiert werden.

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Ein einfaches Handling bietet die Online-Rechnungssoftware von easybill (Quelle: easybill.de)

#3 SalesKing

Der Anbieter SalesKing konzentriert sich mit seinem Angebot neben der Online-Rechnungserstellung auch auf die Erstellung von Angeboten, Mahnungen und die Produktverwaltung. Zudem können bereits in der günstigsten „Silver“-Version für 12 Euro/Monat Konten zur Zeiterfassung verwaltet und auf die Sales-King-API zugegriffen werden. In der „Gold“-Edition für 24 Euro/Monat ist es dem Benutzer auch möglich, Aufgaben zu verwalten und Rollen&Rechte zur Einschränkung des Funktionsumfangs von Benutzern zu definieren. Die „Platin“-Version für 36 Euro/Monat bietet zudem eine Teamfunktion sowie die Dokumentenerstellung in Fremdwährung und Fremdsprache. Alle angebotenen Pakete beziehen sich jeweils auf einen Nutzer. Sollen mehrere Nutzer mit der Software arbeiten, müssen jeweils weitere Einzellizenzen zugekauft werden.

Bereits in der günstigsten Version können auch verschiedene CRM-Features genutzt werden, zudem ist eine Integration in die eigene Buchhaltungssoftware möglich. Im Vergleich zu den beiden vorherigen Anbieter bewegt sich die SalesKing-Lösung mit ihrem Funktionsumfang bereits deutlich in Richtung ERP-System.

Wer sich für die Sales-King-Software interessiert,  kann diese 30 Tage lang unverbindlich und kostenlos testen.

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Auch mit SalesKing lassen sich Rechnungen einfach online erfassen (Quelle: salesking.eu)

#4 billomat

Sehr übersichtlich ist das Tarifmodell bei billomat. Hier kann der Nutzer aus 3 Tarifen wählen:

  • Solo (6 Euro pro Monat im Jahresabo),
  • Business (24 Euro pro Monat im Jahresabo),
  • Customized (Individualtarif auf Anfrage)

Es gibt auch jeweils ein Monats-Abo, das für die Solo-Version 8,99 € und für die Business-Version 29,99 € kostet. Mit der Solo-Version kann 1 User pro Monat 30 Dokumente anlegen und maximal 60 Kunden verwalten. Die Business-Version gilt für 5 User und eine unbegrenzte Anzahl an Dokumenten und Kunden. Außerdem gibt es eine digitale Belegerfassung, integriertes Mahnwesen, automatischen Zahlungsabgleich, einen DATEV-Export und die Erstellung der EÜR. Zusätzlich gibt es einen Zugang für den Steuerberater und den API-Zugriff. Damit können zum Beispiel Zeiterfassungssysteme integriert werden. Diese zusätzlichen Buchhaltungsfunktionen machen die Lösung von Billomat für Freiberufler und Kleinunternehmer interessant.

Der Customized-Tarif ist für alle Unternehmen gedacht, die mehr Benutzer, mehr API-Calls zusätzlichen Speicherplatz und persönliche Einarbeitung und laufende Betreuung benötigen.

Nutzer, die sich für billomat entscheiden, können die Software bis zu 60 Tage kostenlos testen. Die Testphase endet automatisch ohne dass es einer Kündigung bedarf.

Screenshot Fakturierung mit Billomat
Rechnungsstellung mit Billomat | Quelle: Billomat

#5 Sage One

Ein breites Spektrum an Rechnung-Software bietet der Anbieter Sage. Mit Sage One richtet er sich speziell an kleinere Unternehmen, zu denen Start-ups in der Gründungsphase häufig gehören. Wem es reicht, seine Rechnungen per App zu schreiben und zu versenden, der kann das über die Sage One App sogar kostenlos. Allerdings dürfte sich dieses Angebot tatsächlich nur an Einzelunternehmer richten, die die Rechnungsfunktion für sehr wenige Kunden benötigen.

Das kleineste Angebot „Angebot & Rechnung“ fängt bei Sage One mit 5 Euro pro Monat an und eignet sich für Klein- und Mittelständler zur Rechnungserstellung und -Verwaltung, zur Artikelverwaltung, dem Kundenmanagement sowie der Finanzplanung und -überwachung. Weiterhin ist in eine DATEV-Schnittstelle integriert. Wer darüber hinaus auch Bilanzauswertungen durchführen und ein Berichtswesen integieren möchte (z.B. für das monatliche Reporting an Investoren), kann dies mit dem Paket Sage One „Finanzen & Buchhaltung“. Für die gebotenen Zusatzfunktionalitäten wie Bilanz, EÜR, Summen- & Saldenliste oder Buchungsjournal werden monatlich 9 Euro fällig.

Zu den Rechnungsprogrammen kann außerdem das Modul „Lohn & Gehalt“ dazu gebucht werden, für das in der einfachsten Version für einen abzurechnenden Mitarbeiter monatlich 5,90 Euro fällig werden.

Die Angebote von Sage One sind monatlich kündbar. Wer  sich direkt für eine Jahresversion entscheidet, erhält einen entsprechenden Preisnachlass. Das Angebot von Sage One können Interessenten die ersten 30 Tage kostenlos testen.

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Auch bei Sage One ist das Anlegen einer neuen Rechnung sehr einfach (Quelle: sageone.de)