City Tree: Mit der Kraft von 275 Bäumen gegen Luftverschmutzung



Der Klimawandel schreitet voran, während die Ressourcen des Planeten in absehbarer Zukunft erschöpft sein werden. Um diesen Entwicklungen zumindest ein bisschen entgegenzuwirken, ist auch der Innovationsgeist junger Unternehmer gefragt, um nachhaltige Lösungen für eine grüne Zukunft zu entwickeln. Der Green Alley Award hat sich daher auch dieses Jahr auf die Suche nach den besten grünen Ideen gemacht und heute vor einer Woche die Sieger gekürt.

Um die durch die Übernutzung und starke Ressourcenausbeutung des Planeten geschädigte Umwelt zu schonen, sind nachhaltige Gründungsideen gefordert. Das Thema gewinnt weltweit angesichts des sich verändernden Klimas immer mehr an Bedeutung. Um der grünen Wirtschaft Wachstumsimpulse zu senden, sind Innovationen mit Signalkraft vonnöten.

  • Green Alley hat sich zur Förderung von Innovationen aus der Kreislaufwirtschaft mit Deutschlands Crowdfunding-Pionier Seedmatch und dem britischen Accelerator-Programm Bethnal Green Ventures zusammengetan. Diesjähriger Lead-Partner war die European Recycling Platform (ERP) Finnland.

Preisverleihung in Berlin

Nach den Willkommensgrüßen von Jan Patrick Schulz, dem CEO der Green Alley Investment und Landbell Group sowie Naomi Climer, Patronin des Green Alley Awards, referierte Jonne Hellgren von RePack über seine Erfahrungen der letzten zwei Jahre. RePack gewann 2014 den Award mit wiederverwendbaren Versandtaschen im E-Commerce. Er und sein Team stießen in den letzten Jahren auf viele Hürden – besonders die Regularien der Deutschen Post machten dem Team zu schaffen. Doch sie ließen sich nicht entmutigen und verfolgten zielstrebig mit Durchhaltevermögen ihr Ziel und konnten sich auf dem Markt etablieren.

Am Ende des Abends waren alle Teilnehmer am finalen Pitch und die Jury zufrieden. (Quelle: Green Alley)
Am Ende des Abends waren alle Finalisten und die Jury zufrieden. (Quelle: Green Alley)

Der Hauptteil des Abends waren die heiß ersehnten Pitches der Finalisten. Bei der nunmehr dritten Runde des Awards hatten knapp 200 Bewerber aus 52 Ländern ihre Geschäftsidee eingeschickt. Die vielversprechendsten sechs Unternehmen konnten sich im Finale vor einer Expertenjury präsentieren. Jeder Kandidat hatte dabei fünf Minuten Zeit, sein Unternehmen zu präsentieren und weitere fünf Minuten, um kritische Fragen aus der Jury zu beantworten.

And the winner is…

Am Ende machte das Berliner Start-up Green City Solutions das Rennen und ergatterte den Green Alley Award. Der vom Gründerteam entwickelte City Tree ist eine Installation aus Moos, die durch Photovoltaik, Regenwasser und IoT Technologie für einen autarken Betrieb sorgt, während er rund 275 Bäume ersetzt. Der Baum absorbiert rund 100 Kilogramm CO2 pro Jahr.

Der glückliche Gewinner war am Ende des Abends Green City Solutions. (Quelle: Green Alley)

Ziel des City Tree ist es, Städte von ihrer Luftverschmutzung zu befreien. Dazu sorgt er für saubere Luft und lässt ein angenehmes Stadtklima entstehen, während der City Tree gleichzeitig als Werbeträger eingesetzt werden kann.

Aber auch die anderen Ideen konnten sich sehen lassen:

  • Das Tiffin Projekt will den bei Essensbestellungen entstehenden Plastikmüll reduzieren und hat dazu ein Mehrweg-Leihsystem mit Edelstahlboxen für Take-Away Bestellungen entworfen.
  • Das britische Start-up Design by Sol will die Lebensmittelverschwendung durch das missinterpretierte Mindesthaltbarkeitsdatum mittels eines eigens entwickelten Bump Marks reduzieren.
  • Das Pariser Start-up glowee macht sich die natürlichen Prozesse von Glühwürmchen und Co. zunutze und will damit öffentliche Plätze, Gebäude aber auch Läden mit natürlichem Licht versorgen.
  • ResQ hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Lebensmittelverschwendung von Restaurants zu reduzieren. Mit ihrer entwickelten App ist es möglich, in bestimmten Zeitfenstern die übrig gebliebenen Gerichte eines Restaurants am Ende des Tages vergünstigt zu kaufen.
  • Das junge Unternehmen restado aus Stuttgart will die Digitalisierung in die Baubranche bringen. Dazu haben die Gründer eine Verkaufsplattform für Baustoffe in der Industrie erstellt, die Fehlbestellungen reduzieren sollen.

Das Gewinnerteam des Awards konnte sich über einen Geldpreis von 7.000 Euro freuen, kann die nächsten sechs Monate den CoWorking Space von Green Alley nutzen und an einem auf sie zugeschnitten Workshop teilnehmen. Außerdem hat es die Möglichkeit an einem Acceleratorprogramm in Großbritannien teilzunehmen und für ein Investment vor dem Green Alley Management zu pitchen.

Für-Gründer.de blickt auf eine gelungene Veranstaltung zurück und freut sich bereits auf nächstes Jahr! Mehr Informationen zu den Preisträgern und dem Wettbewerb findet ihr auf der Webseite von Green Alley.