Bist du der Herausforderung Unternehmertum gewachsen?



Finanzielle Unterstützung, Coaching durch Experten, dazu kostenfreie Seminare und jede Menge Spaß – klingt nach idealen Gründungsvoraussetzungen? Stimmt. Zahlreiche Gründerwettbewerbe bieten solche Dinge. So auch das Projekt Herausforderung Unternehmertum. Was genau dahinter steckt und wieso sich die Teilnahme für Studierende lohnt? Wir haben nachgefragt.

Kreativität und Initiative für ein erfolgreiches Geschäftsmodell sollten nicht im Verborgenen schlummern. Der Wettbewerb Herausforderung Unternehmertum der Heinz Nixdorf Stiftung und der Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw) will den Gestaltungswillen von Studierenden wecken und wirtschaftliche sowie gemeinwohlorientierte Potenziale zu fördern. Sprich: Aus ihnen verantwortungsvolle Unternehmer machen.

Verantwortungsvolle Unternehmer finden sich auch unter den Top 50 Start-ups des Jahres 2015. Lerne sie kennen – vielleicht gehörst du schon 2016 dazu?

Im Programm Herausforderung Unternehmertum erhalten Studierende die Chance, unternehmerische Kompetenzen zu erwerben, um diese später in eigenen Gründungsvorhaben und Projekten anzuwenden – nicht nur als selbstständige Unternehmer, sondern auch als impulsgebende Manager innerhalb eines Konzerns. Wer sich bei Herausforderung Unternehmertum bewirbt und in die einjährige Förderung aufgenommen wird, kann also schon während des Studiums herausfinden, ob das Unternehmersein etwas für ihn ist. Geboten werden:

  • 15.000 Euro finanzielle Unterstützung
  • ein interdisziplinäres Seminar- und Workshop-Angebot
  • kontinuierliches Coaching und Mentoring durch erfahrene Unternehmer und Experten
  • Austausch mit Gleichgesinnten
  • wertvolle Praxiserfahrungen
Stiftung Deutsche Wirtschaft - Herausforderung Unternehmertum
Bei diesem Gründerwettbewerb können Studierende testen, ob sie der Herausforderung Unternehmertum gewachsen sind (Michael Gottschalk/photothek.net, Quelle: sdw)

Betina-Ulrike Thamm, Referentin Kommunikation der Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw) über das Programm:

Studierende sind noch relativ flexibel – das ist ein großer Vorteil, um erste unternehmerische Erfahrung zu sammeln. Und selbst, wer seine Gründungsidee nach Ablauf des Förderjahres dann doch nicht realisiert, hat auf jeden Fall viel gelernt.

Was sagen (ehemalige) Teilnehmer – lohnt es sich?

So viel zur Theorie – doch was sagt die Praxis: Lohnt sich das? Wie profitiert man wirklich davon? Wir haben vier ehemalige und aktuelle Teilnehmer gefragt. Daniel Finck, Mitgründer der Gamification-Beratung Pfeffermind Games dazu:

Die Idee zu unserem ersten Mobile Game entstand, als wir den Pitch bei Herausforderung Unternehmertum gewannen. Bereits mit der sich anschließenden Förderung war klar, dass wir für unsere Idee ein tragfähiges Geschäftsmodell finden und die Unternehmensgründung anstreben wollten. Der Fokus aufs ernsthafte Gründen war entscheidend, um schon früh wichtige Ziele zu stecken und sich mit den nötigen Anpassungen der Idee auseinanderzusetzen. Durch das Förderjahr bekamen wir die Chance, das Konzept mit all seinen Stärken und Schwächen unter die Lupe zu nehmen.

Das bestätigt auch Anke Wagner, Teilnehmerin im aktuellen Förderjahr. Sie ist Projektleiterin von SciB – Scientists into Business, einer Personalagentur, die internationale Wissenschaftler aus Nicht-EU-Ländern mit Unternehmen der ortsansässigen Wirtschaft zusammenbringt:

Ich nehme an Herausforderung Unternehmertum teil, weil es eine tolle Chance ist, herauszufinden, ob man später mal selber Unternehmer werden möchte. Man kann den Gründungsprozess schon während des Studiums ausprobieren – das Förderjahr inspiriert, es bringt einen weiter und mein Team wird angeregt, immer wieder neu über unsere Idee nachzudenken und sie dadurch weiter zu entwickeln.


Karim El-Helaifi, Gründungsmitglied von Schülerpaten Berlin e.V. und Schülerpaten Deutschland, kann dank der Starthilfe von Herausforderung Unternehmertum mittlerweile auf sechs Standorte stolz sein, an denen Patenschaften zwischen Schülern mit Migrationshintergrund und deutschsprachigen Ehrenamtlichen vermittelt werden:

Unser Konzept brauchte Zeit, Finanzierung und einen Rahmen, um uns auszuprobieren. Bei Herausforderung Unternehmertum haben wir genau das gefunden. Schülerpaten Berlin basiert auf sehr lokalspezifischen Strukturen, da war die Skalierung ein gewisses Risiko. Das macht nicht jeder mit, aber Herausforderung Unternehmertum war von Anfang an dabei.

Und Viola Hoffmann, Gründerin von Accedera, wurde durch das Projekt ganz generell in ihrem Gründungsvorhaben bestätigt, so dass damit nun qualifiziertes Pflegepersonal aus ganz Europa für den deutschen Markt rekrutiert werden kann:

Herausforderung Unternehmertum hat mir vor allem Selbstvertrauen gegeben und den Mut, direkt nach dem Studium zu gründen.

Überzeugt? So könnt ihr teilnehmen!

Geeignet für das Förderprogramm seid ihr, wenn ihr noch im Studium seid und euch ganz prinzipiell für die Themen Gründung und Unternehmersein interessiert. Außerdem solltet ihr eine Idee für das eigene Start-up haben. Betina-Ulrike Thamm erklärt:

Unser Gründerbildungsprogramm richtet sich vor allem an Nachwuchs-Gründer in der Pre-Seed-Phase, die Lust darauf haben, ihre Idee weiter zu entwickeln. Das können sowohl For-Profit-Ideen sein, aber auch Ideen im Sinne des Social Entrepreneurship.

Besondere Berücksichtigung finden also Geschäftsideen, die soziale, ökologische, kulturelle oder politische Probleme auf unternehmerische Weise lösen wollen und den wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb noch nicht aufgenommen haben.

3 Tipps für die Bewerbung

Zum Abschluss hat Betina-Ulrike Thamm noch drei Tipps für alle Bewerber:

  1. Bis zum 5. August können sich Interessierte ganz unkompliziert ein Vorab-Feedback einholen. Das erhöht die Chancen auf eine erfolgreiche Bewerbung. Hierfür reicht eine E-Mail an unternehmertum@sdw.org oder ein Anruf: 030.27 89 06-64.
  2. Das richtige Team ist für das Gelingen eines Start-ups sehr wichtig, Bewerber sollten in diesem Punkt überzeugend auftreten.
  3. Ein Start-up vorzubereiten, ist zeitintensiv. Bewerber sollten sich bewusst sein, dass sie – je nach Aufgabenfeld im Team – entsprechend wöchentliche Arbeitsstunden dafür aufbringen müssen. Spätestens beim Pitch fühlen wir den Teams auf den Zahn, ob sie das wirklich leisten können und wollen.

Noch mehr Tipps für die Teilnahme an Gründerwettbewerben findet ihr hier.